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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mat
*Matthes, Otto,

jüngerer Bruder
des Vorigen, wurde am 31. August
1845 zu Sommerfeld geboren, be-
suchte die dortige Stadt- und höhere
Bürgerschule und trat mit 15 Jah-
ren in ein kaufmännisches Geschäft zu
Spremberg als Lehrling ein. Später
konditionierte er in Drebkau, erlernte
darauf die Tuchfabrikation u. nahm
nach glücklicher Heimkehr aus dem
deutsch-französischen Kriege 1871 eine
Stelle als Werkführer in einer Tuch-
fabrik an. Seit 1874 ist er als Agent
u. Vertreter größerer Handelshäuser
tätig; seinen Wohnsitz hat er in seiner
Vaterstadt Sommerfeld.

S:

Muske-
tier Spitz (Lsp.), 1884. - Ein Schützen-
fest (Lsp.), 1885. - Beim Justizrat
(Lsp.), 1886. - Mobil! (Lsp.), 1887,
1898. - Doktor Schlau (Lsp.), 1888.
- Strenger Dienst (Schw.), 1890. -
Spukmüller (P.), 1890, 1903. - Zwei
Onkel (Lsp.), 1892. - Einquartierung
(P.), 1893, 1898. - Beim Hauptmann
Tourno (Schw.), 1903. - Drei Frei-
willige (Schw.), 1903. - Gedichte,
1902. - Jn Feindesland (Volksst.),
1904. - Bursche Radomsky (P.),
1904. - Student Bummel (Schw.),
1904. - Der geheilte Major (Lustsp.),
1904. - Humoresken, 1906. - Die
Lützower (Historisch-patriot. Festsp.),
1910.

*Matthes, Margarete.

geb. am
17. Januar 1877 in Friedeberg i. d.
Neumark, wo ihr Vater kurze Zeit als
Amtsrichter wirkte, verlebte ihre
Kindheit in Pleß (Oberschlesien) und
ihre ersten Jugendjahre in Striegau
(Schliesien). Jhre Bildung erhielt sie
größtenteils durch Privatunterricht.
Früh begann sie, Erzählungen und
Gedichte zu schreiben, auch selbständig
Lieder zu komponieren. Jm Jahre
1897 zog sie mit ihren Eltern nach
Bad Karlsruhe bei Oppeln, ein Jahr
darauf, nach dem Tode ihres Vaters,
nach Breslau, wo sie nach überstande-
ner schwerer Erkrankung am Konser-
patorium für Musik Unterricht in der
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Mat
Kompositionslehre nahm, sich zur
Gesanglehrerin und Konzertsängerin
auszubilden suchte und auch ihre lite-
rerische Tätigkeit wieder aufnahm.
Mitten aus ihrem eifrigsten Schaffen
wurde sie am 17. Septbr. 1904 durch
einen jähen Tod hinweggerissen. Jn
ihren Dichtungen stellt sich eine eigen-
artige Lebenssehnsucht und ein vor-
geahntes tragisches Lebensschicksal in
schöner, oft tief ergreifender Weise
dar.

S:

Gedichte (Hrsg. mit Geleit-
wort v. Karl Biberfeld), 1902. 2. aus
d. Nachlaß vervollständ. Ausg. u. d.
T.: Lebenssehnsucht (Ge.), 1907. -
Mollakkorde (Nn.), 1906.

*Matthes, Pepi,

geb. am 10. Fe-
bruar 1886 in Würzburg, besuchte
daselbst die Bürgerschule und später
sechs Jahre lang das humanistische
Gymnasium u. trat schon mit 17 Jah-
ren in die Redaktion des "Koburger
Tageblatt" als Theaterkritiker ein.
Von 1904-07 war er teils als Re-
dakteur, teils als Chefredakteur am
"Generalanzeiger" in Oberhausen
(Rheinland) und in Duisburg tätig.
Seine Erfahrungen in dieser Zeit
legte er später in der Schrift nieder
"Der Jünglingsredakteur. Tagebuch-
aufzeichnungen" (1908). Darauf folg-
te ein zweijähriger Aufenthalt in der
Schweiz, Reisen nach Paris und Bel-
gien. Ein langwieriges Nervenleiden
suchte ihn in dieser Zeit heim, so daß
er nach seiner Rückkehr nach Deutsch-
land (Ende 1908) zunächst auf Wie-
derherstellung seiner Gesundheit be-
dacht sein mußte. Er hielt sich deshalb
mehrere Monate im Bade Brückenau
(Bayern) auf und übernahm dann
die verantwortliche Redaktion der
"Aschaffenburger Zeitung".

S:

Hero-
des (Dr.), 1908. - Gedichte und Ge-
danken, 1908. - Frau Marion (Schsp.),
1909.

*Matthey, Maja,

geb. am 6. Sept.
1872 in Halver (Westfalen) als Toch-
ter des Kaufmanns Hermann M., war
mit fünf Jahren verwaist und ver-

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Mat
*Matthes, Otto,

jüngerer Bruder
des Vorigen, wurde am 31. Auguſt
1845 zu Sommerfeld geboren, be-
ſuchte die dortige Stadt- und höhere
Bürgerſchule und trat mit 15 Jah-
ren in ein kaufmänniſches Geſchäft zu
Spremberg als Lehrling ein. Später
konditionierte er in Drebkau, erlernte
darauf die Tuchfabrikation u. nahm
nach glücklicher Heimkehr aus dem
deutſch-franzöſiſchen Kriege 1871 eine
Stelle als Werkführer in einer Tuch-
fabrik an. Seit 1874 iſt er als Agent
u. Vertreter größerer Handelshäuſer
tätig; ſeinen Wohnſitz hat er in ſeiner
Vaterſtadt Sommerfeld.

S:

Muske-
tier Spitz (Lſp.), 1884. ‒ Ein Schützen-
feſt (Lſp.), 1885. ‒ Beim Juſtizrat
(Lſp.), 1886. ‒ Mobil! (Lſp.), 1887,
1898. ‒ Doktor Schlau (Lſp.), 1888.
‒ Strenger Dienſt (Schw.), 1890. ‒
Spukmüller (P.), 1890, 1903. ‒ Zwei
Onkel (Lſp.), 1892. ‒ Einquartierung
(P.), 1893, 1898. ‒ Beim Hauptmann
Tourno (Schw.), 1903. ‒ Drei Frei-
willige (Schw.), 1903. ‒ Gedichte,
1902. ‒ Jn Feindesland (Volksſt.),
1904. ‒ Burſche Radomsky (P.),
1904. ‒ Student Bummel (Schw.),
1904. ‒ Der geheilte Major (Luſtſp.),
1904. ‒ Humoresken, 1906. ‒ Die
Lützower (Hiſtoriſch-patriot. Feſtſp.),
1910.

*Matthes, Margarete.

geb. am
17. Januar 1877 in Friedeberg i. d.
Neumark, wo ihr Vater kurze Zeit als
Amtsrichter wirkte, verlebte ihre
Kindheit in Pleß (Oberſchleſien) und
ihre erſten Jugendjahre in Striegau
(Schlieſien). Jhre Bildung erhielt ſie
größtenteils durch Privatunterricht.
Früh begann ſie, Erzählungen und
Gedichte zu ſchreiben, auch ſelbſtändig
Lieder zu komponieren. Jm Jahre
1897 zog ſie mit ihren Eltern nach
Bad Karlsruhe bei Oppeln, ein Jahr
darauf, nach dem Tode ihres Vaters,
nach Breslau, wo ſie nach überſtande-
ner ſchwerer Erkrankung am Konſer-
patorium für Muſik Unterricht in der
[Spaltenumbruch]

Mat
Kompoſitionslehre nahm, ſich zur
Geſanglehrerin und Konzertſängerin
auszubilden ſuchte und auch ihre lite-
reriſche Tätigkeit wieder aufnahm.
Mitten aus ihrem eifrigſten Schaffen
wurde ſie am 17. Septbr. 1904 durch
einen jähen Tod hinweggeriſſen. Jn
ihren Dichtungen ſtellt ſich eine eigen-
artige Lebensſehnſucht und ein vor-
geahntes tragiſches Lebensſchickſal in
ſchöner, oft tief ergreifender Weiſe
dar.

S:

Gedichte (Hrsg. mit Geleit-
wort v. Karl Biberfeld), 1902. 2. aus
d. Nachlaß vervollſtänd. Ausg. u. d.
T.: Lebensſehnſucht (Ge.), 1907. ‒
Mollakkorde (Nn.), 1906.

*Matthes, Pepi,

geb. am 10. Fe-
bruar 1886 in Würzburg, beſuchte
daſelbſt die Bürgerſchule und ſpäter
ſechs Jahre lang das humaniſtiſche
Gymnaſium u. trat ſchon mit 17 Jah-
ren in die Redaktion des „Koburger
Tageblatt‟ als Theaterkritiker ein.
Von 1904‒07 war er teils als Re-
dakteur, teils als Chefredakteur am
„Generalanzeiger‟ in Oberhauſen
(Rheinland) und in Duisburg tätig.
Seine Erfahrungen in dieſer Zeit
legte er ſpäter in der Schrift nieder
„Der Jünglingsredakteur. Tagebuch-
aufzeichnungen‟ (1908). Darauf folg-
te ein zweijähriger Aufenthalt in der
Schweiz, Reiſen nach Paris und Bel-
gien. Ein langwieriges Nervenleiden
ſuchte ihn in dieſer Zeit heim, ſo daß
er nach ſeiner Rückkehr nach Deutſch-
land (Ende 1908) zunächſt auf Wie-
derherſtellung ſeiner Geſundheit be-
dacht ſein mußte. Er hielt ſich deshalb
mehrere Monate im Bade Brückenau
(Bayern) auf und übernahm dann
die verantwortliche Redaktion der
„Aſchaffenburger Zeitung‟.

S:

Hero-
des (Dr.), 1908. ‒ Gedichte und Ge-
danken, 1908. ‒ Frau Marion (Schſp.),
1909.

*Matthey, Maja,

geb. am 6. Sept.
1872 in Halver (Weſtfalen) als Toch-
ter des Kaufmanns Hermann M., war
mit fünf Jahren verwaiſt und ver-

*
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[386/0390] Mat Mat *Matthes, Otto, jüngerer Bruder des Vorigen, wurde am 31. Auguſt 1845 zu Sommerfeld geboren, be- ſuchte die dortige Stadt- und höhere Bürgerſchule und trat mit 15 Jah- ren in ein kaufmänniſches Geſchäft zu Spremberg als Lehrling ein. Später konditionierte er in Drebkau, erlernte darauf die Tuchfabrikation u. nahm nach glücklicher Heimkehr aus dem deutſch-franzöſiſchen Kriege 1871 eine Stelle als Werkführer in einer Tuch- fabrik an. Seit 1874 iſt er als Agent u. Vertreter größerer Handelshäuſer tätig; ſeinen Wohnſitz hat er in ſeiner Vaterſtadt Sommerfeld. S: Muske- tier Spitz (Lſp.), 1884. ‒ Ein Schützen- feſt (Lſp.), 1885. ‒ Beim Juſtizrat (Lſp.), 1886. ‒ Mobil! (Lſp.), 1887, 1898. ‒ Doktor Schlau (Lſp.), 1888. ‒ Strenger Dienſt (Schw.), 1890. ‒ Spukmüller (P.), 1890, 1903. ‒ Zwei Onkel (Lſp.), 1892. ‒ Einquartierung (P.), 1893, 1898. ‒ Beim Hauptmann Tourno (Schw.), 1903. ‒ Drei Frei- willige (Schw.), 1903. ‒ Gedichte, 1902. ‒ Jn Feindesland (Volksſt.), 1904. ‒ Burſche Radomsky (P.), 1904. ‒ Student Bummel (Schw.), 1904. ‒ Der geheilte Major (Luſtſp.), 1904. ‒ Humoresken, 1906. ‒ Die Lützower (Hiſtoriſch-patriot. Feſtſp.), 1910. *Matthes, Margarete. geb. am 17. Januar 1877 in Friedeberg i. d. Neumark, wo ihr Vater kurze Zeit als Amtsrichter wirkte, verlebte ihre Kindheit in Pleß (Oberſchleſien) und ihre erſten Jugendjahre in Striegau (Schlieſien). Jhre Bildung erhielt ſie größtenteils durch Privatunterricht. Früh begann ſie, Erzählungen und Gedichte zu ſchreiben, auch ſelbſtändig Lieder zu komponieren. Jm Jahre 1897 zog ſie mit ihren Eltern nach Bad Karlsruhe bei Oppeln, ein Jahr darauf, nach dem Tode ihres Vaters, nach Breslau, wo ſie nach überſtande- ner ſchwerer Erkrankung am Konſer- patorium für Muſik Unterricht in der Kompoſitionslehre nahm, ſich zur Geſanglehrerin und Konzertſängerin auszubilden ſuchte und auch ihre lite- reriſche Tätigkeit wieder aufnahm. Mitten aus ihrem eifrigſten Schaffen wurde ſie am 17. Septbr. 1904 durch einen jähen Tod hinweggeriſſen. Jn ihren Dichtungen ſtellt ſich eine eigen- artige Lebensſehnſucht und ein vor- geahntes tragiſches Lebensſchickſal in ſchöner, oft tief ergreifender Weiſe dar. S: Gedichte (Hrsg. mit Geleit- wort v. Karl Biberfeld), 1902. 2. aus d. Nachlaß vervollſtänd. Ausg. u. d. T.: Lebensſehnſucht (Ge.), 1907. ‒ Mollakkorde (Nn.), 1906. *Matthes, Pepi, geb. am 10. Fe- bruar 1886 in Würzburg, beſuchte daſelbſt die Bürgerſchule und ſpäter ſechs Jahre lang das humaniſtiſche Gymnaſium u. trat ſchon mit 17 Jah- ren in die Redaktion des „Koburger Tageblatt‟ als Theaterkritiker ein. Von 1904‒07 war er teils als Re- dakteur, teils als Chefredakteur am „Generalanzeiger‟ in Oberhauſen (Rheinland) und in Duisburg tätig. Seine Erfahrungen in dieſer Zeit legte er ſpäter in der Schrift nieder „Der Jünglingsredakteur. Tagebuch- aufzeichnungen‟ (1908). Darauf folg- te ein zweijähriger Aufenthalt in der Schweiz, Reiſen nach Paris und Bel- gien. Ein langwieriges Nervenleiden ſuchte ihn in dieſer Zeit heim, ſo daß er nach ſeiner Rückkehr nach Deutſch- land (Ende 1908) zunächſt auf Wie- derherſtellung ſeiner Geſundheit be- dacht ſein mußte. Er hielt ſich deshalb mehrere Monate im Bade Brückenau (Bayern) auf und übernahm dann die verantwortliche Redaktion der „Aſchaffenburger Zeitung‟. S: Hero- des (Dr.), 1908. ‒ Gedichte und Ge- danken, 1908. ‒ Frau Marion (Schſp.), 1909. *Matthey, Maja, geb. am 6. Sept. 1872 in Halver (Weſtfalen) als Toch- ter des Kaufmanns Hermann M., war mit fünf Jahren verwaiſt und ver- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 386. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/390>, abgerufen am 19.03.2019.