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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mie
zwecken und Reisen (1901-02 in Wei-
mar, Tirol, im Engadin, in Paris
und Berlin, 1903 in England) ihren
Wohnsitz dort beibehalten.

S:

Ge-
dichte, 1901. 4. A. 1911. - Balladen
und Lieder, 1907.

*Mielke, Adolf,

geb. am 3. April
1871 in Stettin, besuchte das dortige
König-Wilhelms-Gymnasium und
studierte darauf in Berlin u. Greifs-
wald Theologie. Nachdem er dann
einige Zeit als Hauslehrer tätig ge-
wesen war und seiner Militärpflicht
genügt hatte, studierte er deutsche
Sprache und Literatur in Marburg
und Bonn, unternahm darauf meh-
rere Reisen ins Ausland und erwarb
sich im Dezember 1904 die Qualifi-
kation als Oberlehrer für Religion,
Deutsch, Propädeutik und Geschichte
und wurde, nachdem er seit 1905 sein
Seminar- und Probejahr in Stettin
zurückgelegt hatte, am 1. April 1907
daselbst als Oberlehrer am König-
Wilhelms-Gymnasium angestellt.

S:


Schillers Demetrius. Nach seinem
ßenischen Aufbau und seinem tragi-
schen Gehalt, 1906. - Der du von
dem Himmel bist ... (Ge.), 1907.

Mielke, Helmut,

geb. am 23.
August 1859 in Stettin, Dr. phil.,
seit 1885 Redakteur der "Neuen Stet-
tiner Zeitung", seit 1889 des "Tage-
blatt" in Braunschweig, seit 1891
Chefredakteur der "Barmer Zeitung"
in Barmen.

S:

Der deutsche Roman
des 19. Jahrhunderts, 1890. 3. A.
1898. - Coeur-Dame (N.), 1899. -
Ein Seelenleiden (N.), 1902. - Der
Maler (N.), 1904. - Geschichte des
deutschen Romans, 1904. 2. A. 1909.

*Mießner, Elisabeth,

wurde am
17. Mai 1856 in Hertwigswaldau,
Kreis Sagan (Schles.) als die Toch-
ter eines Rittergutsbesitzers geboren
und verlebte ihre Jugend auf dem
Lande inmitten einer großen glück-
lichen Familie. Hier empfing sie den
ersten Unterricht von einem Lehrer
u. einer Erzieherin. Mit 13 Jahren
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Mie
besuchte sie die Woltersdorf-Gubalke-
sche höhere Töchterschule in Frank-
furt a. O. u. kehrte nach Vollendung
ihrer Schulzeit ins Elternhaus zurück.
Nach dem Tode der Eltern machte sich
im Hause eine Elisabeth wenig zu-
sagende geistige Atmosphäre geltend,
die den Wunsch nach Unabhängigkeit
in ihr zur Reife brachte. Sie ging
zunächst nach Berlin, um sich auf das
Lehrerinnen-Examen vorzubereiten.
Jhr offener Sinn für alle mensch-
lichen Verhältnisse und Charaktere
empfing hier reiche Anregung. Ein
Jahr nach abgelegtem Examen ver-
anlaßte sie die Anhänglichkeit an eine
in Guben verheiratete Schwester, dort
eine Stelle an einer höheren Töchter-
schule anzunehmen; doch fühlte sie sich
durch das reichere geistige Leben in
Berlin bestimmt, im J. 1884 nach der
Landeshauptstadt zurückzukehren und
sich dort als städtische Lehrerin an-
stellen zu lassen. An der Frauenbewe-
gung hat sie stets den regsten Anteil
genommen. So gründete sie mit eini-
gen Kolleginnen den "Verein Ber-
liner Volksschullehrerinnen" u. wirkt
gegenwärtig als Vorstandsmitglied
des Vereins "Frauenwohl", des rüh-
rigsten Frauenvereins in ganz Preu-
ßen, der offen für die soziale und
staatsbürgerliche Gleichberechtigung
der Geschlechter eintritt.

S:

Die Gei-
ster vom Körnberg (Ein Sang von
einst und jetzt), 1890. - Lore (G.),
1897. - Die erotische Strömung in
der Frauenbewegung (Vortrag), 1907.

*Mießner, Hans Paul Wil-
helm,

geb. am 20. August 1876 in
Berlin als das vierzehnte von fünf-
zehn Kindern eines früheren Kreis-
tierarztes, damaligen Rentiers, war
in seiner Jugend ein schwächlicher,
kränklicher Knabe. Er besuchte erst
das Friedrichs-Realgymnasium, spä-
ter eine Realschule und wurde nach
Erlangung der Berechtigung zum ein-
jährigen Dienst in Muskau (Schles.)
Gärtnerlehrling. Die Bekanntschaft

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Mie
zwecken und Reiſen (1901‒02 in Wei-
mar, Tirol, im Engadin, in Paris
und Berlin, 1903 in England) ihren
Wohnſitz dort beibehalten.

S:

Ge-
dichte, 1901. 4. A. 1911. ‒ Balladen
und Lieder, 1907.

*Mielke, Adolf,

geb. am 3. April
1871 in Stettin, beſuchte das dortige
König-Wilhelms-Gymnaſium und
ſtudierte darauf in Berlin u. Greifs-
wald Theologie. Nachdem er dann
einige Zeit als Hauslehrer tätig ge-
weſen war und ſeiner Militärpflicht
genügt hatte, ſtudierte er deutſche
Sprache und Literatur in Marburg
und Bonn, unternahm darauf meh-
rere Reiſen ins Ausland und erwarb
ſich im Dezember 1904 die Qualifi-
kation als Oberlehrer für Religion,
Deutſch, Propädeutik und Geſchichte
und wurde, nachdem er ſeit 1905 ſein
Seminar- und Probejahr in Stettin
zurückgelegt hatte, am 1. April 1907
daſelbſt als Oberlehrer am König-
Wilhelms-Gymnaſium angeſtellt.

S:


Schillers Demetrius. Nach ſeinem
ſzeniſchen Aufbau und ſeinem tragi-
ſchen Gehalt, 1906. ‒ Der du von
dem Himmel biſt … (Ge.), 1907.

Mielke, Helmut,

geb. am 23.
Auguſt 1859 in Stettin, Dr. phil.,
ſeit 1885 Redakteur der „Neuen Stet-
tiner Zeitung‟, ſeit 1889 des „Tage-
blatt‟ in Braunſchweig, ſeit 1891
Chefredakteur der „Barmer Zeitung‟
in Barmen.

S:

Der deutſche Roman
des 19. Jahrhunderts, 1890. 3. A.
1898. ‒ Coeur-Dame (N.), 1899. ‒
Ein Seelenleiden (N.), 1902. ‒ Der
Maler (N.), 1904. ‒ Geſchichte des
deutſchen Romans, 1904. 2. A. 1909.

*Mießner, Eliſabeth,

wurde am
17. Mai 1856 in Hertwigswaldau,
Kreis Sagan (Schleſ.) als die Toch-
ter eines Rittergutsbeſitzers geboren
und verlebte ihre Jugend auf dem
Lande inmitten einer großen glück-
lichen Familie. Hier empfing ſie den
erſten Unterricht von einem Lehrer
u. einer Erzieherin. Mit 13 Jahren
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Mie
beſuchte ſie die Woltersdorf-Gubalke-
ſche höhere Töchterſchule in Frank-
furt a. O. u. kehrte nach Vollendung
ihrer Schulzeit ins Elternhaus zurück.
Nach dem Tode der Eltern machte ſich
im Hauſe eine Eliſabeth wenig zu-
ſagende geiſtige Atmoſphäre geltend,
die den Wunſch nach Unabhängigkeit
in ihr zur Reife brachte. Sie ging
zunächſt nach Berlin, um ſich auf das
Lehrerinnen-Examen vorzubereiten.
Jhr offener Sinn für alle menſch-
lichen Verhältniſſe und Charaktere
empfing hier reiche Anregung. Ein
Jahr nach abgelegtem Examen ver-
anlaßte ſie die Anhänglichkeit an eine
in Guben verheiratete Schweſter, dort
eine Stelle an einer höheren Töchter-
ſchule anzunehmen; doch fühlte ſie ſich
durch das reichere geiſtige Leben in
Berlin beſtimmt, im J. 1884 nach der
Landeshauptſtadt zurückzukehren und
ſich dort als ſtädtiſche Lehrerin an-
ſtellen zu laſſen. An der Frauenbewe-
gung hat ſie ſtets den regſten Anteil
genommen. So gründete ſie mit eini-
gen Kolleginnen den „Verein Ber-
liner Volksſchullehrerinnen‟ u. wirkt
gegenwärtig als Vorſtandsmitglied
des Vereins „Frauenwohl‟, des rüh-
rigſten Frauenvereins in ganz Preu-
ßen, der offen für die ſoziale und
ſtaatsbürgerliche Gleichberechtigung
der Geſchlechter eintritt.

S:

Die Gei-
ſter vom Körnberg (Ein Sang von
einſt und jetzt), 1890. ‒ Lore (G.),
1897. ‒ Die erotiſche Strömung in
der Frauenbewegung (Vortrag), 1907.

*Mießner, Hans Paul Wil-
helm,

geb. am 20. Auguſt 1876 in
Berlin als das vierzehnte von fünf-
zehn Kindern eines früheren Kreis-
tierarztes, damaligen Rentiers, war
in ſeiner Jugend ein ſchwächlicher,
kränklicher Knabe. Er beſuchte erſt
das Friedrichs-Realgymnaſium, ſpä-
ter eine Realſchule und wurde nach
Erlangung der Berechtigung zum ein-
jährigen Dienſt in Muskau (Schleſ.)
Gärtnerlehrling. Die Bekanntſchaft

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[473/0477] Mie Mie zwecken und Reiſen (1901‒02 in Wei- mar, Tirol, im Engadin, in Paris und Berlin, 1903 in England) ihren Wohnſitz dort beibehalten. S: Ge- dichte, 1901. 4. A. 1911. ‒ Balladen und Lieder, 1907. *Mielke, Adolf, geb. am 3. April 1871 in Stettin, beſuchte das dortige König-Wilhelms-Gymnaſium und ſtudierte darauf in Berlin u. Greifs- wald Theologie. Nachdem er dann einige Zeit als Hauslehrer tätig ge- weſen war und ſeiner Militärpflicht genügt hatte, ſtudierte er deutſche Sprache und Literatur in Marburg und Bonn, unternahm darauf meh- rere Reiſen ins Ausland und erwarb ſich im Dezember 1904 die Qualifi- kation als Oberlehrer für Religion, Deutſch, Propädeutik und Geſchichte und wurde, nachdem er ſeit 1905 ſein Seminar- und Probejahr in Stettin zurückgelegt hatte, am 1. April 1907 daſelbſt als Oberlehrer am König- Wilhelms-Gymnaſium angeſtellt. S: Schillers Demetrius. Nach ſeinem ſzeniſchen Aufbau und ſeinem tragi- ſchen Gehalt, 1906. ‒ Der du von dem Himmel biſt … (Ge.), 1907. Mielke, Helmut, geb. am 23. Auguſt 1859 in Stettin, Dr. phil., ſeit 1885 Redakteur der „Neuen Stet- tiner Zeitung‟, ſeit 1889 des „Tage- blatt‟ in Braunſchweig, ſeit 1891 Chefredakteur der „Barmer Zeitung‟ in Barmen. S: Der deutſche Roman des 19. Jahrhunderts, 1890. 3. A. 1898. ‒ Coeur-Dame (N.), 1899. ‒ Ein Seelenleiden (N.), 1902. ‒ Der Maler (N.), 1904. ‒ Geſchichte des deutſchen Romans, 1904. 2. A. 1909. *Mießner, Eliſabeth, wurde am 17. Mai 1856 in Hertwigswaldau, Kreis Sagan (Schleſ.) als die Toch- ter eines Rittergutsbeſitzers geboren und verlebte ihre Jugend auf dem Lande inmitten einer großen glück- lichen Familie. Hier empfing ſie den erſten Unterricht von einem Lehrer u. einer Erzieherin. Mit 13 Jahren beſuchte ſie die Woltersdorf-Gubalke- ſche höhere Töchterſchule in Frank- furt a. O. u. kehrte nach Vollendung ihrer Schulzeit ins Elternhaus zurück. Nach dem Tode der Eltern machte ſich im Hauſe eine Eliſabeth wenig zu- ſagende geiſtige Atmoſphäre geltend, die den Wunſch nach Unabhängigkeit in ihr zur Reife brachte. Sie ging zunächſt nach Berlin, um ſich auf das Lehrerinnen-Examen vorzubereiten. Jhr offener Sinn für alle menſch- lichen Verhältniſſe und Charaktere empfing hier reiche Anregung. Ein Jahr nach abgelegtem Examen ver- anlaßte ſie die Anhänglichkeit an eine in Guben verheiratete Schweſter, dort eine Stelle an einer höheren Töchter- ſchule anzunehmen; doch fühlte ſie ſich durch das reichere geiſtige Leben in Berlin beſtimmt, im J. 1884 nach der Landeshauptſtadt zurückzukehren und ſich dort als ſtädtiſche Lehrerin an- ſtellen zu laſſen. An der Frauenbewe- gung hat ſie ſtets den regſten Anteil genommen. So gründete ſie mit eini- gen Kolleginnen den „Verein Ber- liner Volksſchullehrerinnen‟ u. wirkt gegenwärtig als Vorſtandsmitglied des Vereins „Frauenwohl‟, des rüh- rigſten Frauenvereins in ganz Preu- ßen, der offen für die ſoziale und ſtaatsbürgerliche Gleichberechtigung der Geſchlechter eintritt. S: Die Gei- ſter vom Körnberg (Ein Sang von einſt und jetzt), 1890. ‒ Lore (G.), 1897. ‒ Die erotiſche Strömung in der Frauenbewegung (Vortrag), 1907. *Mießner, Hans Paul Wil- helm, geb. am 20. Auguſt 1876 in Berlin als das vierzehnte von fünf- zehn Kindern eines früheren Kreis- tierarztes, damaligen Rentiers, war in ſeiner Jugend ein ſchwächlicher, kränklicher Knabe. Er beſuchte erſt das Friedrichs-Realgymnaſium, ſpä- ter eine Realſchule und wurde nach Erlangung der Berechtigung zum ein- jährigen Dienſt in Muskau (Schleſ.) Gärtnerlehrling. Die Bekanntſchaft *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 4. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 473. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon04_1913/477>, abgerufen am 22.03.2019.