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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Nor
[Jnhalt: Die Reise auf den St. Gott-
hard (1826). - Der deutsche Bauern-
krieg (Tr., 1827). - Mosaik (Hein-
richs IV. erste Liebe. Ep. G., 1828).
- Sizilien (G.). - Otto (Tr.). - Lyri-
sches. - Vermischtes].

*Norrenberg, Peter Franz Xa-
vier,

geb. zu Köln am 1. Dezbr. 1847,
besuchte das Marzellen-Gymnasium
daselbst, studierte 1867-70 katholische
Theologie in Bonn, wo er zweimal
die Preisaufgabe der theologischen
Fakultät löste, erhielt im August 1871
die Priesterweihe u. wurde dann zum
geistlichen Lehrer an der Rektorat-
schule zu Viersen ernannt, nach deren
Auflösung 1876 er dort als Pfarr-
geistlicher fungierte. 1875 gründete
er den Arbeiterinnenverein, 1880 den
Verband kathol. Großindustrieller
"Arbeiterwohl". Als Schriftsteller
war er auf sozialem, provinzialge-
schichtlichem u. literarischem Gebiete
tätig. Seit 1891 war er Pfarrer in
Süchteln (Rheinprovinz) u. starb am
29. Mai 1894 in Rhöndorf, wo er sich
zur Erholung aufgehalten hatte.

S:


Flora Adair (R. n. d. Engl.); II, 1872.
- Hans Grundmann (Dramat. No-
vellette), 1873. - Kölnisches Litera-
turleben im 1. Viertel des 16. Jahr-
hunderts, 1873. - Deutschlands ka-
iholische Dichtung der Gegenwart,
1873. - Die Walpurgisnacht (Fest-
spiel), 1877. - Dramen und Dekla-
mationen für Jünglingsvereine; III,
1878. Neue Ausg. 9 Hefte, 1903
(Darin von N.: Das Lichterfeld. Ein
Weihnachtsfest. - Frauenarbeit. Dra-
mat. Bild a. d. karolingischen Zeit).
- Die Dilettantenbühne, 7 Hefte,
1877-78. - Jn der Kur (Lsp.), 1880.
- Lustiges Deklamationsbüchlein, 3
Hefte, 1880-83. - Allgemeine Ge-
schichte der Literatur; III, 1882. 2. A.
1898.

Norrmann, Tagetis,

Pseud. für
Naema Loesche; s. d.!

Nostitz und Jänckendorf, Klo-
thilde
Septima von,

Tochter des
[Spaltenumbruch]

Nöt
unter dem Pseud. Arthur Nord-
stern
bekannten Staatsrats und
Dichters Gottlieb Adolf Ernst von
N., wurde am 27. Januar 1801 zu
Bautzen geboren, verlebte dort ihre
ersten Jahre und folgte ihren Eltern
im Jahre 1807 nach Dresden, wo sie
eine ausgezeichnete Erziehung und
Bildung erhielt. Sie begleitete ihren
Vater mit der Mutter auf der Reise
nach der Schweiz, Oberitalien und
Ungarn (1822) und lebte nach des
ersteren Tode in Oppach, wo sie 1852
starb.

S:

Aus dem dichterischen Nach-
laß; hrsg. von ihrem Bruder, 1853.

Nötel, C. Friedrich H.,

wurde am
13. Oktober 1830 zu Sarstedt, zwei
Meilen von Hannover, geboren, wo
sein Vater damals Steuereinnehmer
war, mußte bei der Mittellosigkeit
der Eltern seinem Wunsche, Theologie
zu studieren, entsagen und sich dem
Schreiberfache widmen, u. fungierte
er beim königl. Amte Ruthe in der
Nähe seines Geburtsortes. Jm Alter
von 26 Jahren erwachte seine alte
Neigung zur Theologie so heftig, daß
er ihr unter allen Umständen zu fol-
gen sich entschloß. Er bereitete sich
unter Leitung eines Geistlichen für
den Besuch des Gymnasiums vor,
trat Ostern 1858 in die Prima des
Gymnasiums zu Göttingen ein und
bezog Ostern 1860 die dortige Uni-
versität. Nach dreijährigem Studium
absolvierte er die Examina, wirkte
dann zwei Jahre lang als Pfarrge-
hilfe in Rheden, wurde 1865 zum
Pfarrer in Eimbeckhausen ernannt u.
1883 nach Großlengden bei Göttin-
gen versetzt. Hier starb er am 22.
Septbr. 1888.

S:

Zionsklänge (Geist-
liche Lr.), 1860.

*Nötel, Louis,

* am 25. Januar
1837 zu Darmstadt als ein Sohn des
hessischen Hofschauspielers Philipp N.,
widmete sich zuerst dem Kaufmanns-
stande, vertauschte aber diesen Beruf
schon in seinem 17. Lebensjahre mit
der Bühne. Seit dem Herbst 1853

*


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Nor
[Jnhalt: Die Reiſe auf den St. Gott-
hard (1826). ‒ Der deutſche Bauern-
krieg (Tr., 1827). ‒ Moſaik (Hein-
richs IV. erſte Liebe. Ep. G., 1828).
‒ Sizilien (G.). ‒ Otto (Tr.). ‒ Lyri-
ſches. ‒ Vermiſchtes].

*Norrenberg, Peter Franz Xa-
vier,

geb. zu Köln am 1. Dezbr. 1847,
beſuchte das Marzellen-Gymnaſium
daſelbſt, ſtudierte 1867‒70 katholiſche
Theologie in Bonn, wo er zweimal
die Preisaufgabe der theologiſchen
Fakultät löſte, erhielt im Auguſt 1871
die Prieſterweihe u. wurde dann zum
geiſtlichen Lehrer an der Rektorat-
ſchule zu Vierſen ernannt, nach deren
Auflöſung 1876 er dort als Pfarr-
geiſtlicher fungierte. 1875 gründete
er den Arbeiterinnenverein, 1880 den
Verband kathol. Großinduſtrieller
„Arbeiterwohl“. Als Schriftſteller
war er auf ſozialem, provinzialge-
ſchichtlichem u. literariſchem Gebiete
tätig. Seit 1891 war er Pfarrer in
Süchteln (Rheinprovinz) u. ſtarb am
29. Mai 1894 in Rhöndorf, wo er ſich
zur Erholung aufgehalten hatte.

S:


Flora Adair (R. n. d. Engl.); II, 1872.
‒ Hans Grundmann (Dramat. No-
vellette), 1873. ‒ Kölniſches Litera-
turleben im 1. Viertel des 16. Jahr-
hunderts, 1873. ‒ Deutſchlands ka-
iholiſche Dichtung der Gegenwart,
1873. ‒ Die Walpurgisnacht (Feſt-
ſpiel), 1877. ‒ Dramen und Dekla-
mationen für Jünglingsvereine; III,
1878. Neue Ausg. 9 Hefte, 1903
(Darin von N.: Das Lichterfeld. Ein
Weihnachtsfeſt. ‒ Frauenarbeit. Dra-
mat. Bild a. d. karolingiſchen Zeit).
‒ Die Dilettantenbühne, 7 Hefte,
1877‒78. ‒ Jn der Kur (Lſp.), 1880.
‒ Luſtiges Deklamationsbüchlein, 3
Hefte, 1880‒83. ‒ Allgemeine Ge-
ſchichte der Literatur; III, 1882. 2. A.
1898.

Norrmann, Tagetis,

Pſeud. für
Naëma Loeſche; ſ. d.!

Noſtitz und Jänckendorf, Klo-
thilde
Septima von,

Tochter des
[Spaltenumbruch]

Nöt
unter dem Pſeud. Arthur Nord-
ſtern
bekannten Staatsrats und
Dichters Gottlieb Adolf Ernſt von
N., wurde am 27. Januar 1801 zu
Bautzen geboren, verlebte dort ihre
erſten Jahre und folgte ihren Eltern
im Jahre 1807 nach Dresden, wo ſie
eine ausgezeichnete Erziehung und
Bildung erhielt. Sie begleitete ihren
Vater mit der Mutter auf der Reiſe
nach der Schweiz, Oberitalien und
Ungarn (1822) und lebte nach des
erſteren Tode in Oppach, wo ſie 1852
ſtarb.

S:

Aus dem dichteriſchen Nach-
laß; hrsg. von ihrem Bruder, 1853.

Nötel, C. Friedrich H.,

wurde am
13. Oktober 1830 zu Sarſtedt, zwei
Meilen von Hannover, geboren, wo
ſein Vater damals Steuereinnehmer
war, mußte bei der Mittelloſigkeit
der Eltern ſeinem Wunſche, Theologie
zu ſtudieren, entſagen und ſich dem
Schreiberfache widmen, u. fungierte
er beim königl. Amte Ruthe in der
Nähe ſeines Geburtsortes. Jm Alter
von 26 Jahren erwachte ſeine alte
Neigung zur Theologie ſo heftig, daß
er ihr unter allen Umſtänden zu fol-
gen ſich entſchloß. Er bereitete ſich
unter Leitung eines Geiſtlichen für
den Beſuch des Gymnaſiums vor,
trat Oſtern 1858 in die Prima des
Gymnaſiums zu Göttingen ein und
bezog Oſtern 1860 die dortige Uni-
verſität. Nach dreijährigem Studium
abſolvierte er die Examina, wirkte
dann zwei Jahre lang als Pfarrge-
hilfe in Rheden, wurde 1865 zum
Pfarrer in Eimbeckhauſen ernannt u.
1883 nach Großlengden bei Göttin-
gen verſetzt. Hier ſtarb er am 22.
Septbr. 1888.

S:

Zionsklänge (Geiſt-
liche Lr.), 1860.

*Nötel, Louis,

* am 25. Januar
1837 zu Darmſtadt als ein Sohn des
heſſiſchen Hofſchauſpielers Philipp N.,
widmete ſich zuerſt dem Kaufmanns-
ſtande, vertauſchte aber dieſen Beruf
ſchon in ſeinem 17. Lebensjahre mit
der Bühne. Seit dem Herbſt 1853

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[157/0161] Nor Nöt [Jnhalt: Die Reiſe auf den St. Gott- hard (1826). ‒ Der deutſche Bauern- krieg (Tr., 1827). ‒ Moſaik (Hein- richs IV. erſte Liebe. Ep. G., 1828). ‒ Sizilien (G.). ‒ Otto (Tr.). ‒ Lyri- ſches. ‒ Vermiſchtes]. *Norrenberg, Peter Franz Xa- vier, geb. zu Köln am 1. Dezbr. 1847, beſuchte das Marzellen-Gymnaſium daſelbſt, ſtudierte 1867‒70 katholiſche Theologie in Bonn, wo er zweimal die Preisaufgabe der theologiſchen Fakultät löſte, erhielt im Auguſt 1871 die Prieſterweihe u. wurde dann zum geiſtlichen Lehrer an der Rektorat- ſchule zu Vierſen ernannt, nach deren Auflöſung 1876 er dort als Pfarr- geiſtlicher fungierte. 1875 gründete er den Arbeiterinnenverein, 1880 den Verband kathol. Großinduſtrieller „Arbeiterwohl“. Als Schriftſteller war er auf ſozialem, provinzialge- ſchichtlichem u. literariſchem Gebiete tätig. Seit 1891 war er Pfarrer in Süchteln (Rheinprovinz) u. ſtarb am 29. Mai 1894 in Rhöndorf, wo er ſich zur Erholung aufgehalten hatte. S: Flora Adair (R. n. d. Engl.); II, 1872. ‒ Hans Grundmann (Dramat. No- vellette), 1873. ‒ Kölniſches Litera- turleben im 1. Viertel des 16. Jahr- hunderts, 1873. ‒ Deutſchlands ka- iholiſche Dichtung der Gegenwart, 1873. ‒ Die Walpurgisnacht (Feſt- ſpiel), 1877. ‒ Dramen und Dekla- mationen für Jünglingsvereine; III, 1878. Neue Ausg. 9 Hefte, 1903 (Darin von N.: Das Lichterfeld. Ein Weihnachtsfeſt. ‒ Frauenarbeit. Dra- mat. Bild a. d. karolingiſchen Zeit). ‒ Die Dilettantenbühne, 7 Hefte, 1877‒78. ‒ Jn der Kur (Lſp.), 1880. ‒ Luſtiges Deklamationsbüchlein, 3 Hefte, 1880‒83. ‒ Allgemeine Ge- ſchichte der Literatur; III, 1882. 2. A. 1898. Norrmann, Tagetis, Pſeud. für Naëma Loeſche; ſ. d.! Noſtitz und Jänckendorf, Klo- thilde Septima von, Tochter des unter dem Pſeud. Arthur Nord- ſtern bekannten Staatsrats und Dichters Gottlieb Adolf Ernſt von N., wurde am 27. Januar 1801 zu Bautzen geboren, verlebte dort ihre erſten Jahre und folgte ihren Eltern im Jahre 1807 nach Dresden, wo ſie eine ausgezeichnete Erziehung und Bildung erhielt. Sie begleitete ihren Vater mit der Mutter auf der Reiſe nach der Schweiz, Oberitalien und Ungarn (1822) und lebte nach des erſteren Tode in Oppach, wo ſie 1852 ſtarb. S: Aus dem dichteriſchen Nach- laß; hrsg. von ihrem Bruder, 1853. Nötel, C. Friedrich H., wurde am 13. Oktober 1830 zu Sarſtedt, zwei Meilen von Hannover, geboren, wo ſein Vater damals Steuereinnehmer war, mußte bei der Mittelloſigkeit der Eltern ſeinem Wunſche, Theologie zu ſtudieren, entſagen und ſich dem Schreiberfache widmen, u. fungierte er beim königl. Amte Ruthe in der Nähe ſeines Geburtsortes. Jm Alter von 26 Jahren erwachte ſeine alte Neigung zur Theologie ſo heftig, daß er ihr unter allen Umſtänden zu fol- gen ſich entſchloß. Er bereitete ſich unter Leitung eines Geiſtlichen für den Beſuch des Gymnaſiums vor, trat Oſtern 1858 in die Prima des Gymnaſiums zu Göttingen ein und bezog Oſtern 1860 die dortige Uni- verſität. Nach dreijährigem Studium abſolvierte er die Examina, wirkte dann zwei Jahre lang als Pfarrge- hilfe in Rheden, wurde 1865 zum Pfarrer in Eimbeckhauſen ernannt u. 1883 nach Großlengden bei Göttin- gen verſetzt. Hier ſtarb er am 22. Septbr. 1888. S: Zionsklänge (Geiſt- liche Lr.), 1860. *Nötel, Louis, * am 25. Januar 1837 zu Darmſtadt als ein Sohn des heſſiſchen Hofſchauſpielers Philipp N., widmete ſich zuerſt dem Kaufmanns- ſtande, vertauſchte aber dieſen Beruf ſchon in ſeinem 17. Lebensjahre mit der Bühne. Seit dem Herbſt 1853 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 157. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/161>, abgerufen am 23.02.2019.