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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Nüd
rühmte Persönlichkeiten, 1882. - Ge-
dichte, 1882. - Ein zweiter Sokrates
(R.), 1884. - Neue Novellen (3. Bd.),
1886 (Jnhalt: "Zum guten Engel".
- Der Vater als Richter. - Felsen-
schlucht. - Er ist tot). - Jusjurandum
(R.), 1887. - Hermann Thom (Liter.
Essay), 1890. - Drama. Welt- und
Selbstschmerz, 1889 (Jnhalt: Das
Herz. Drama in Form einer Alle-
gorie. - Welt- und Selbstschmerz. Ge-
dichte. - Aus meinem Tagebuche). -
Ein Überfall (N. von Herzem [pseu-
don.]), 1892. - Licht und Schatten
(Gesammelte Studien, Sk. u. Novel-
(etten), 1897.

*Nüdling, Ludwig,

geb. am 26.
Februar 1874 zu Poppenhausen im
Rhöngebirge, begann mit zehn Jah-
ren seine Studien im Fischerschen
Jnstitut zu Würzburg und besuchte
dann 1885-93 das Gymnasium in
Bamberg als Zögling des freiherr-
lich von Aufseßschen Studiensemi-
nars. Nach abgelegter Reifeprüfung
trat er in das Priesterseminar in
Fulda ein, wo er vier Jahre lang
Philosophie und Theologie studierte.
Jm Juli 1897 zum Priester geweiht,
wirkte er ein Jahr als Assistent an
der bischöflichen Erziehungsanstalt
für Knaben in Sannerz, war darauf
als Seelsorger an verschiedenen Or-
ten der Diözese tätig und wurde im
April 1899 als Domkaplan nach
Fulda berufen, 1901 als Kaplan nach
Alsberg und 1903 nach Mus gesandt
und 1907 zum Pfarrer in Ausenau
(Kr. Gelnhausen) ernannt.

S:

Das
Lied von der Glückseligkeit. Lebens-
chronik eines alt. Mönches (E.), 1900.
- Jxhäuser Geschichten (Kl. En.), 1901.
- Passionsblumen, 1903. - Rhönmär-
chen, 1904. - Kinderreime zu Konew-
kas Schattenbildern, 1909. - Die Mär-
chenkönigin (Kinderschsp.), 1912. - Für
junge Herzen (Kinder-Ge.), 1912.

*Nuhn, Kurt,

geb. am 28. Septbr.
1848 in Riebelsdorf bei Ziegenhain
als der Sohn eines Kleinbauern und
[Spaltenumbruch]

Nür
Händlers, verlebte fast seine ganze
Jugendzeit inmitten des Schwälmer
Volkes, wie er auch im späteren Leben
in regem Verkehr mit den Bewohnern
seiner Heimat stand; u. dieses innige
Verbundensein mit jenem Völkchen
hat ihm die Fähigkeit verliehen, des-
sen charakteristische Eigenheiten recht
zu verstehen u. in seinen, meist humor-
vollen Gedichten mit natürlicher
Treue zu kennzeichnen. Er ist über-
haupt der erste, der den Schwälmer
Dialekt literarisch verwertet hat. N.
bildete sich 1865-68 auf dem Semi-
nar in Schlüchtern zum Lehrer aus,
wirkte dann als solcher in Willers-
hausen bei Eschwege, seit 1874 in
Wommern a. d. Werra und seit 1879
in Philippruhe-Kesselstadt bei Hanau.
Wegen eines unheilbaren Leidens
(Magenkrebs) erschoß er sich am 28.
Juli 1902.

S:

Neue Märchen für
jung und alt, 1895.

Nümärker, de olle,

Pseudon. für
Karl Löfler; s. d.!

Nüms von Nahrends

(d. i.
Niemand von Nirgends), Pastor,
Pseud. für Franz Bardey; s. d.!

Nürnberger, Woldemar,

pseud.
M. Solitaire, Sohn des als Ma-
thematiker, Astronom und belletristi-
scher Schriftsteller bekannt geworde-
nen Joseph Emil N., wurde am 1.
Oktbr. 1818 zu Sorau in der Nieder-
lausitz geboren, erhielt seinen ersten
Unterricht von seinem Vater, besuchte
dann das Gymnasium in Landsberg
a. W. und studierte seit 1838 in Ber-
lin, Leipzig u. Halle Medizin. Wäh-
rend seiner Studienzeit und später
unternahm er große Reisen, auf denen
er meist selten betretene Wege ein-
schlug, und durchzog Deutschland,
Holland, die Schweiz, Jstrien, Jta-
lien, das südliche Frankreich und Al-
gerien. Nachdem er 1843 sich in Ber-
lin die Würde eines Doktors der
Medizin erworben, ließ er sich in
Landsberg a. W. als Arzt nieder, wo
er am 17. April 1869 starb. Gutzkow

* 11


[Spaltenumbruch]

Nüd
rühmte Perſönlichkeiten, 1882. ‒ Ge-
dichte, 1882. ‒ Ein zweiter Sokrates
(R.), 1884. ‒ Neue Novellen (3. Bd.),
1886 (Jnhalt: „Zum guten Engel“.
‒ Der Vater als Richter. ‒ Felſen-
ſchlucht. ‒ Er iſt tot). ‒ Jusjurandum
(R.), 1887. ‒ Hermann Thom (Liter.
Eſſay), 1890. ‒ Drama. Welt- und
Selbſtſchmerz, 1889 (Jnhalt: Das
Herz. Drama in Form einer Alle-
gorie. ‒ Welt- und Selbſtſchmerz. Ge-
dichte. ‒ Aus meinem Tagebuche). ‒
Ein Überfall (N. von Herzem [pſeu-
don.]), 1892. ‒ Licht und Schatten
(Geſammelte Studien, Sk. u. Novel-
(etten), 1897.

*Nüdling, Ludwig,

geb. am 26.
Februar 1874 zu Poppenhauſen im
Rhöngebirge, begann mit zehn Jah-
ren ſeine Studien im Fiſcherſchen
Jnſtitut zu Würzburg und beſuchte
dann 1885‒93 das Gymnaſium in
Bamberg als Zögling des freiherr-
lich von Aufſeßſchen Studienſemi-
nars. Nach abgelegter Reifeprüfung
trat er in das Prieſterſeminar in
Fulda ein, wo er vier Jahre lang
Philoſophie und Theologie ſtudierte.
Jm Juli 1897 zum Prieſter geweiht,
wirkte er ein Jahr als Aſſiſtent an
der biſchöflichen Erziehungsanſtalt
für Knaben in Sannerz, war darauf
als Seelſorger an verſchiedenen Or-
ten der Diözeſe tätig und wurde im
April 1899 als Domkaplan nach
Fulda berufen, 1901 als Kaplan nach
Alsberg und 1903 nach Mus geſandt
und 1907 zum Pfarrer in Auſenau
(Kr. Gelnhauſen) ernannt.

S:

Das
Lied von der Glückſeligkeit. Lebens-
chronik eines alt. Mönches (E.), 1900.
‒ Jxhäuſer Geſchichten (Kl. En.), 1901.
‒ Paſſionsblumen, 1903. ‒ Rhönmär-
chen, 1904. ‒ Kinderreime zu Konew-
kas Schattenbildern, 1909. ‒ Die Mär-
chenkönigin (Kinderſchſp.), 1912. ‒ Für
junge Herzen (Kinder-Ge.), 1912.

*Nuhn, Kurt,

geb. am 28. Septbr.
1848 in Riebelsdorf bei Ziegenhain
als der Sohn eines Kleinbauern und
[Spaltenumbruch]

Nür
Händlers, verlebte faſt ſeine ganze
Jugendzeit inmitten des Schwälmer
Volkes, wie er auch im ſpäteren Leben
in regem Verkehr mit den Bewohnern
ſeiner Heimat ſtand; u. dieſes innige
Verbundenſein mit jenem Völkchen
hat ihm die Fähigkeit verliehen, deſ-
ſen charakteriſtiſche Eigenheiten recht
zu verſtehen u. in ſeinen, meiſt humor-
vollen Gedichten mit natürlicher
Treue zu kennzeichnen. Er iſt über-
haupt der erſte, der den Schwälmer
Dialekt literariſch verwertet hat. N.
bildete ſich 1865‒68 auf dem Semi-
nar in Schlüchtern zum Lehrer aus,
wirkte dann als ſolcher in Willers-
hauſen bei Eſchwege, ſeit 1874 in
Wommern a. d. Werra und ſeit 1879
in Philippruhe-Keſſelſtadt bei Hanau.
Wegen eines unheilbaren Leidens
(Magenkrebs) erſchoß er ſich am 28.
Juli 1902.

S:

Neue Märchen für
jung und alt, 1895.

Nümärker, de olle,

Pſeudon. für
Karl Löfler; ſ. d.!

Nüms von Nahrends

(d. i.
Niemand von Nirgends), Paſtor,
Pſeud. für Franz Bardey; ſ. d.!

Nürnberger, Woldemar,

pſeud.
M. Solitaire, Sohn des als Ma-
thematiker, Aſtronom und belletriſti-
ſcher Schriftſteller bekannt geworde-
nen Joſeph Emil N., wurde am 1.
Oktbr. 1818 zu Sorau in der Nieder-
lauſitz geboren, erhielt ſeinen erſten
Unterricht von ſeinem Vater, beſuchte
dann das Gymnaſium in Landsberg
a. W. und ſtudierte ſeit 1838 in Ber-
lin, Leipzig u. Halle Medizin. Wäh-
rend ſeiner Studienzeit und ſpäter
unternahm er große Reiſen, auf denen
er meiſt ſelten betretene Wege ein-
ſchlug, und durchzog Deutſchland,
Holland, die Schweiz, Jſtrien, Jta-
lien, das ſüdliche Frankreich und Al-
gerien. Nachdem er 1843 ſich in Ber-
lin die Würde eines Doktors der
Medizin erworben, ließ er ſich in
Landsberg a. W. als Arzt nieder, wo
er am 17. April 1869 ſtarb. Gutzkow

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[161/0165] Nüd Nür rühmte Perſönlichkeiten, 1882. ‒ Ge- dichte, 1882. ‒ Ein zweiter Sokrates (R.), 1884. ‒ Neue Novellen (3. Bd.), 1886 (Jnhalt: „Zum guten Engel“. ‒ Der Vater als Richter. ‒ Felſen- ſchlucht. ‒ Er iſt tot). ‒ Jusjurandum (R.), 1887. ‒ Hermann Thom (Liter. Eſſay), 1890. ‒ Drama. Welt- und Selbſtſchmerz, 1889 (Jnhalt: Das Herz. Drama in Form einer Alle- gorie. ‒ Welt- und Selbſtſchmerz. Ge- dichte. ‒ Aus meinem Tagebuche). ‒ Ein Überfall (N. von Herzem [pſeu- don.]), 1892. ‒ Licht und Schatten (Geſammelte Studien, Sk. u. Novel- (etten), 1897. *Nüdling, Ludwig, geb. am 26. Februar 1874 zu Poppenhauſen im Rhöngebirge, begann mit zehn Jah- ren ſeine Studien im Fiſcherſchen Jnſtitut zu Würzburg und beſuchte dann 1885‒93 das Gymnaſium in Bamberg als Zögling des freiherr- lich von Aufſeßſchen Studienſemi- nars. Nach abgelegter Reifeprüfung trat er in das Prieſterſeminar in Fulda ein, wo er vier Jahre lang Philoſophie und Theologie ſtudierte. Jm Juli 1897 zum Prieſter geweiht, wirkte er ein Jahr als Aſſiſtent an der biſchöflichen Erziehungsanſtalt für Knaben in Sannerz, war darauf als Seelſorger an verſchiedenen Or- ten der Diözeſe tätig und wurde im April 1899 als Domkaplan nach Fulda berufen, 1901 als Kaplan nach Alsberg und 1903 nach Mus geſandt und 1907 zum Pfarrer in Auſenau (Kr. Gelnhauſen) ernannt. S: Das Lied von der Glückſeligkeit. Lebens- chronik eines alt. Mönches (E.), 1900. ‒ Jxhäuſer Geſchichten (Kl. En.), 1901. ‒ Paſſionsblumen, 1903. ‒ Rhönmär- chen, 1904. ‒ Kinderreime zu Konew- kas Schattenbildern, 1909. ‒ Die Mär- chenkönigin (Kinderſchſp.), 1912. ‒ Für junge Herzen (Kinder-Ge.), 1912. *Nuhn, Kurt, geb. am 28. Septbr. 1848 in Riebelsdorf bei Ziegenhain als der Sohn eines Kleinbauern und Händlers, verlebte faſt ſeine ganze Jugendzeit inmitten des Schwälmer Volkes, wie er auch im ſpäteren Leben in regem Verkehr mit den Bewohnern ſeiner Heimat ſtand; u. dieſes innige Verbundenſein mit jenem Völkchen hat ihm die Fähigkeit verliehen, deſ- ſen charakteriſtiſche Eigenheiten recht zu verſtehen u. in ſeinen, meiſt humor- vollen Gedichten mit natürlicher Treue zu kennzeichnen. Er iſt über- haupt der erſte, der den Schwälmer Dialekt literariſch verwertet hat. N. bildete ſich 1865‒68 auf dem Semi- nar in Schlüchtern zum Lehrer aus, wirkte dann als ſolcher in Willers- hauſen bei Eſchwege, ſeit 1874 in Wommern a. d. Werra und ſeit 1879 in Philippruhe-Keſſelſtadt bei Hanau. Wegen eines unheilbaren Leidens (Magenkrebs) erſchoß er ſich am 28. Juli 1902. S: Neue Märchen für jung und alt, 1895. Nümärker, de olle, Pſeudon. für Karl Löfler; ſ. d.! Nüms von Nahrends (d. i. Niemand von Nirgends), Paſtor, Pſeud. für Franz Bardey; ſ. d.! Nürnberger, Woldemar, pſeud. M. Solitaire, Sohn des als Ma- thematiker, Aſtronom und belletriſti- ſcher Schriftſteller bekannt geworde- nen Joſeph Emil N., wurde am 1. Oktbr. 1818 zu Sorau in der Nieder- lauſitz geboren, erhielt ſeinen erſten Unterricht von ſeinem Vater, beſuchte dann das Gymnaſium in Landsberg a. W. und ſtudierte ſeit 1838 in Ber- lin, Leipzig u. Halle Medizin. Wäh- rend ſeiner Studienzeit und ſpäter unternahm er große Reiſen, auf denen er meiſt ſelten betretene Wege ein- ſchlug, und durchzog Deutſchland, Holland, die Schweiz, Jſtrien, Jta- lien, das ſüdliche Frankreich und Al- gerien. Nachdem er 1843 ſich in Ber- lin die Würde eines Doktors der Medizin erworben, ließ er ſich in Landsberg a. W. als Arzt nieder, wo er am 17. April 1869 ſtarb. Gutzkow * 11

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 161. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/165>, abgerufen am 21.02.2019.