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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pie
Gräfin (R.), 1873. - Der Zögling
des Diplomaten (R.); III, 1876. -
Zu früh vermählt (R.), 1876. - Ein
Jahr in der großen Welt (R.); II,
1879. - Schöne Frauen (R.), III, 1881.
- Jm Park zu Rodenstein (R.); II,
1881. - Die beiden Gräfinnen (R.);
II, 1884. - Die Geheimnisse des
Waldschlosses (R.); II, 1885. 4. A.
1894. - Ehen werden im Himmel ge-
schlossen (R.), 1886. - Das Erbfräu-
lein (R.); II, 1889. - Der letzte Ja-
giello (Hist. Tr.), 2. A. 1895. - Ver-
schiedene Operntexte [z. B. Bertha
von Bretagne (1835) - Vorgestern
und heute (1836). - Leila. - Konradin
von Schwaben].

Piesling, Theodor,

geb. am 12.
Dezember 1834 in Prag, studierte an
der dortigen Universität erst Philo-
sophie, später aber Rechtswissenschaft
und Volkswirtschaftskunde, erwarb
sich die Würde eines Dr. phil. und
wandte sich dann ausschließlich der
Schriftstellerei zu. Jm Jahre 1863
siedelte er nach Wien über, trat hier
in die Redaktion des "Beobachter"
ein, kam später zum "Fremdenblatt",
korrespondierte für mehrere größere
auswärtige Journale und machte sich
1869 durch eine Artikelserie finan-
ziellen Jnhalts im "Wanderer" in
weiteren Kreisen bekannt. Später
wurde er Mitredakteur der amtlichen
"Wiener Zeitung", bei der er noch
jetzt in Verwendung steht. Der Kai-
ser verlieh ihm den Titel eines k. k.
Regierungsrats. Seine schriftstelleri-
schen Arbeiten auf dem Gebiete der
Nationalökonomie, Volkswirtschaft,
Belletristik, Literaturgeschichte sind
äußerst zahlreich, aber meist in Zeit-
schriften erschienen. Auch schrieb er

S:

II n'y a personne (R.), 1858. -
Ein Volkswirt (Lsp., Mskrpt.) - Die
Erben (Lstsp., Mskrpt.).

*Pietzcker, Eduard,

* am 10. Juni
1858 zu Frankfurt a. O., absolvierte
das Gymnasium Friedericianum da-
selbst und widmete sich dann dem Be-
[Spaltenumbruch]

Pil
rufe eines Apothekers. Er ging in-
dessen bald zur Journalistik über,
wirkte auf diesem Gebiet erst in sei-
ner Vaterstadt, seit 1883 in Braun-
schweig u. seit 1889 in Danzig, wo er
bis Ende 1898 die "Danziger Neueste
Nachrichten" redigierte und seit Be-
ginn d. J. 1899 das "Literarische
Bureau für Westpreußen" leitete. Seit
dem Herbst 1908 war er als Musik-
und Kunstkritiker und Feuilletonist
der "Braunschweiger Nachrichten"
in Braunschweig tätig, und hier
starb er am 4. Januar 1912.

S:


Norddeutsches Wandern (Eine Lenz-
fahrt in 15 Ges.), 1889. - Ostsee-
strandlieder, 1893. - Ein Sang an
Hela (Kunstblatt), 1896. - Preis-
lied an Danzig (Kunstblatt), 1897. -
Aus dem Forsthause (Liederzyklus),
1898. - Aus des Spielmanns Ran-
zen (Liederbuch), 1899. - Die Glocken
von St. Marien (Stimmungen),
1901. 4. A. 1910. - Aus des Lebens
Maientagen (Liederzyklus), 1905. -
Hela. Ein Liederstrauß, 1906. - Fest-
spiel zur 100jähr. Feier des Regi-
ments der Braunschweiger Husaren,
1909.

*Pilati (von Tassul zu Dax-
berg),
Max Graf,

wurde am 20. Mai
1851 zu Liegnitz gebor., verlebte seine
Kinderjahre in und bei Reichenbach
in Schlesien, von wo aus der Vater
die Verwaltung der in Schlegel (Graf-
schaft Glatz) belegenen, der Familie
gehörigen Bergwerke leitete, besuchte
das Gymnasium in Schweidnitz und
bestand hier 1870 die Maturitäts-
prüfung, nachdem er wenige Wochen
zuvor bei dem 2. Schlesischen Dra-
gonerregiment zu Öls als Freiwil-
liger eingetreten war. Nachdem er
noch den letzten Teil des Feldzuges
gegen Frankreich mitgemacht, stu-
dierte er in Breslau, Genf und Ber-
lin die Rechte, arbeitete seit 1874
als Referendar in Glatz, Breslau und
Berlin u. übernahm nach des Vaters
Tode (1875) die Leitung der Berg-

*


[Spaltenumbruch]

Pie
Gräfin (R.), 1873. ‒ Der Zögling
des Diplomaten (R.); III, 1876. ‒
Zu früh vermählt (R.), 1876. ‒ Ein
Jahr in der großen Welt (R.); II,
1879. ‒ Schöne Frauen (R.), III, 1881.
‒ Jm Park zu Rodenſtein (R.); II,
1881. ‒ Die beiden Gräfinnen (R.);
II, 1884. ‒ Die Geheimniſſe des
Waldſchloſſes (R.); II, 1885. 4. A.
1894. ‒ Ehen werden im Himmel ge-
ſchloſſen (R.), 1886. ‒ Das Erbfräu-
lein (R.); II, 1889. ‒ Der letzte Ja-
giello (Hiſt. Tr.), 2. A. 1895. ‒ Ver-
ſchiedene Operntexte [z. B. Bertha
von Bretagne (1835) ‒ Vorgeſtern
und heute (1836). ‒ Leïla. ‒ Konradin
von Schwaben].

Piesling, Theodor,

geb. am 12.
Dezember 1834 in Prag, ſtudierte an
der dortigen Univerſität erſt Philo-
ſophie, ſpäter aber Rechtswiſſenſchaft
und Volkswirtſchaftskunde, erwarb
ſich die Würde eines Dr. phil. und
wandte ſich dann ausſchließlich der
Schriftſtellerei zu. Jm Jahre 1863
ſiedelte er nach Wien über, trat hier
in die Redaktion des „Beobachter“
ein, kam ſpäter zum „Fremdenblatt“,
korreſpondierte für mehrere größere
auswärtige Journale und machte ſich
1869 durch eine Artikelſerie finan-
ziellen Jnhalts im „Wanderer“ in
weiteren Kreiſen bekannt. Später
wurde er Mitredakteur der amtlichen
„Wiener Zeitung“, bei der er noch
jetzt in Verwendung ſteht. Der Kai-
ſer verlieh ihm den Titel eines k. k.
Regierungsrats. Seine ſchriftſtelleri-
ſchen Arbeiten auf dem Gebiete der
Nationalökonomie, Volkswirtſchaft,
Belletriſtik, Literaturgeſchichte ſind
äußerſt zahlreich, aber meiſt in Zeit-
ſchriften erſchienen. Auch ſchrieb er

S:

II n’y a personne (R.), 1858. ‒
Ein Volkswirt (Lſp., Mſkrpt.) ‒ Die
Erben (Lſtſp., Mſkrpt.).

*Pietzcker, Eduard,

* am 10. Juni
1858 zu Frankfurt a. O., abſolvierte
das Gymnaſium Friedericianum da-
ſelbſt und widmete ſich dann dem Be-
[Spaltenumbruch]

Pil
rufe eines Apothekers. Er ging in-
deſſen bald zur Journaliſtik über,
wirkte auf dieſem Gebiet erſt in ſei-
ner Vaterſtadt, ſeit 1883 in Braun-
ſchweig u. ſeit 1889 in Danzig, wo er
bis Ende 1898 die „Danziger Neueſte
Nachrichten“ redigierte und ſeit Be-
ginn d. J. 1899 das „Literariſche
Bureau für Weſtpreußen“ leitete. Seit
dem Herbſt 1908 war er als Muſik-
und Kunſtkritiker und Feuilletoniſt
der „Braunſchweiger Nachrichten“
in Braunſchweig tätig, und hier
ſtarb er am 4. Januar 1912.

S:


Norddeutſches Wandern (Eine Lenz-
fahrt in 15 Geſ.), 1889. ‒ Oſtſee-
ſtrandlieder, 1893. ‒ Ein Sang an
Hela (Kunſtblatt), 1896. ‒ Preis-
lied an Danzig (Kunſtblatt), 1897. ‒
Aus dem Forſthauſe (Liederzyklus),
1898. ‒ Aus des Spielmanns Ran-
zen (Liederbuch), 1899. ‒ Die Glocken
von St. Marien (Stimmungen),
1901. 4. A. 1910. ‒ Aus des Lebens
Maientagen (Liederzyklus), 1905. ‒
Hela. Ein Liederſtrauß, 1906. ‒ Feſt-
ſpiel zur 100jähr. Feier des Regi-
ments der Braunſchweiger Huſaren,
1909.

*Pilati (von Taſſul zu Dax-
berg),
Max Graf,

wurde am 20. Mai
1851 zu Liegnitz gebor., verlebte ſeine
Kinderjahre in und bei Reichenbach
in Schleſien, von wo aus der Vater
die Verwaltung der in Schlegel (Graf-
ſchaft Glatz) belegenen, der Familie
gehörigen Bergwerke leitete, beſuchte
das Gymnaſium in Schweidnitz und
beſtand hier 1870 die Maturitäts-
prüfung, nachdem er wenige Wochen
zuvor bei dem 2. Schleſiſchen Dra-
gonerregiment zu Öls als Freiwil-
liger eingetreten war. Nachdem er
noch den letzten Teil des Feldzuges
gegen Frankreich mitgemacht, ſtu-
dierte er in Breslau, Genf und Ber-
lin die Rechte, arbeitete ſeit 1874
als Referendar in Glatz, Breslau und
Berlin u. übernahm nach des Vaters
Tode (1875) die Leitung der Berg-

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[288/0292] Pie Pil Gräfin (R.), 1873. ‒ Der Zögling des Diplomaten (R.); III, 1876. ‒ Zu früh vermählt (R.), 1876. ‒ Ein Jahr in der großen Welt (R.); II, 1879. ‒ Schöne Frauen (R.), III, 1881. ‒ Jm Park zu Rodenſtein (R.); II, 1881. ‒ Die beiden Gräfinnen (R.); II, 1884. ‒ Die Geheimniſſe des Waldſchloſſes (R.); II, 1885. 4. A. 1894. ‒ Ehen werden im Himmel ge- ſchloſſen (R.), 1886. ‒ Das Erbfräu- lein (R.); II, 1889. ‒ Der letzte Ja- giello (Hiſt. Tr.), 2. A. 1895. ‒ Ver- ſchiedene Operntexte [z. B. Bertha von Bretagne (1835) ‒ Vorgeſtern und heute (1836). ‒ Leïla. ‒ Konradin von Schwaben]. Piesling, Theodor, geb. am 12. Dezember 1834 in Prag, ſtudierte an der dortigen Univerſität erſt Philo- ſophie, ſpäter aber Rechtswiſſenſchaft und Volkswirtſchaftskunde, erwarb ſich die Würde eines Dr. phil. und wandte ſich dann ausſchließlich der Schriftſtellerei zu. Jm Jahre 1863 ſiedelte er nach Wien über, trat hier in die Redaktion des „Beobachter“ ein, kam ſpäter zum „Fremdenblatt“, korreſpondierte für mehrere größere auswärtige Journale und machte ſich 1869 durch eine Artikelſerie finan- ziellen Jnhalts im „Wanderer“ in weiteren Kreiſen bekannt. Später wurde er Mitredakteur der amtlichen „Wiener Zeitung“, bei der er noch jetzt in Verwendung ſteht. Der Kai- ſer verlieh ihm den Titel eines k. k. Regierungsrats. Seine ſchriftſtelleri- ſchen Arbeiten auf dem Gebiete der Nationalökonomie, Volkswirtſchaft, Belletriſtik, Literaturgeſchichte ſind äußerſt zahlreich, aber meiſt in Zeit- ſchriften erſchienen. Auch ſchrieb er S: II n’y a personne (R.), 1858. ‒ Ein Volkswirt (Lſp., Mſkrpt.) ‒ Die Erben (Lſtſp., Mſkrpt.). *Pietzcker, Eduard, * am 10. Juni 1858 zu Frankfurt a. O., abſolvierte das Gymnaſium Friedericianum da- ſelbſt und widmete ſich dann dem Be- rufe eines Apothekers. Er ging in- deſſen bald zur Journaliſtik über, wirkte auf dieſem Gebiet erſt in ſei- ner Vaterſtadt, ſeit 1883 in Braun- ſchweig u. ſeit 1889 in Danzig, wo er bis Ende 1898 die „Danziger Neueſte Nachrichten“ redigierte und ſeit Be- ginn d. J. 1899 das „Literariſche Bureau für Weſtpreußen“ leitete. Seit dem Herbſt 1908 war er als Muſik- und Kunſtkritiker und Feuilletoniſt der „Braunſchweiger Nachrichten“ in Braunſchweig tätig, und hier ſtarb er am 4. Januar 1912. S: Norddeutſches Wandern (Eine Lenz- fahrt in 15 Geſ.), 1889. ‒ Oſtſee- ſtrandlieder, 1893. ‒ Ein Sang an Hela (Kunſtblatt), 1896. ‒ Preis- lied an Danzig (Kunſtblatt), 1897. ‒ Aus dem Forſthauſe (Liederzyklus), 1898. ‒ Aus des Spielmanns Ran- zen (Liederbuch), 1899. ‒ Die Glocken von St. Marien (Stimmungen), 1901. 4. A. 1910. ‒ Aus des Lebens Maientagen (Liederzyklus), 1905. ‒ Hela. Ein Liederſtrauß, 1906. ‒ Feſt- ſpiel zur 100jähr. Feier des Regi- ments der Braunſchweiger Huſaren, 1909. *Pilati (von Taſſul zu Dax- berg), Max Graf, wurde am 20. Mai 1851 zu Liegnitz gebor., verlebte ſeine Kinderjahre in und bei Reichenbach in Schleſien, von wo aus der Vater die Verwaltung der in Schlegel (Graf- ſchaft Glatz) belegenen, der Familie gehörigen Bergwerke leitete, beſuchte das Gymnaſium in Schweidnitz und beſtand hier 1870 die Maturitäts- prüfung, nachdem er wenige Wochen zuvor bei dem 2. Schleſiſchen Dra- gonerregiment zu Öls als Freiwil- liger eingetreten war. Nachdem er noch den letzten Teil des Feldzuges gegen Frankreich mitgemacht, ſtu- dierte er in Breslau, Genf und Ber- lin die Rechte, arbeitete ſeit 1874 als Referendar in Glatz, Breslau und Berlin u. übernahm nach des Vaters Tode (1875) die Leitung der Berg- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 288. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/292>, abgerufen am 23.03.2019.