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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Pip
Gwenda, des Sträflings Tochter
(E.), 1890.

*Piper, Bruno,

pseud. B. von
Conti
und Karl Piper, wurde
am 17. Oktober 1869 in Berlin als
Sohn eines Fabrikbesitzers geboren,
besuchte die Gymnasien in Stettin
und Berlin und hatte bei einer aus-
gesprochenen Vorliebe für die Natur
und ihrer Darbietungen die Absicht,
Naturwissenschaften (Zoologie) zu
studieren. Kam nun auch diese Ab-
sicht aus eigenartigen Umständen
nicht zur Ausführung, indem er das
Gymnasium vor der Zeit verließ, so
blieb doch jede freie Stunde dem Stu-
dium der Vogelwelt und vor allem
der Kynologie gewidmet. P. ging
früh in das Lager der Schriftsteller;
mit 16 Jahren schrieb er sein Wald-
märchen "Die Johannisnacht" und
mit 18 Jahren war er Korrespon-
dent für verschiedene Blätter. Nach
seiner Militärzeit widmete er sich
speziell der Beobachtung und Dar-
stellung des Berliner Lebens, das er
in die verschiedenartigsten Verzwei-
gungen verfolgte, wie seine Studien
darüber beweisen. Seit 1897 war er
als Schriftsteller, Redakteur usw. in
Straßburg, Genf, Paris, Karlsruhe,
Dortmund und Hamburg tätig und
lebt seit 1905 wieder in Berlin.

S:


Es mußte sein! (Berliner R.), 1890.
Berliner Verbrecherwelt (Krimnalift.
Sk. und Studien), 1891. - Berliner
Halbwelt (desgl.), 1892. - Der Ro-
man des Athleten (R.), 1896. - Tier-
bändiger Marco (R.), 1898. - Poli-
zei- und Verbrecherhunde (Kriminal.
Studie), 1904 (Sv.). - Berliner
Nieselbrüder (desgl.), 1910 (Sv.). -
Berliner Hundediebe (desgl.), 1911
(Sv.).

Piper, Karl Anton,

geb. am 15.
Februar 1874 in Neubrandenburg
(Mecklenburg) als Sohn eines Rich-
ters, verlebte hier und in Neustrelitz,
wohin der Vater versetzt worden war,
seine Jugend und ging 1893 nach
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Pip
München, wo er einige Jahred. Rechte,
dann aber Literaturgeschichte und
Ästhetik studierte. Er widmete sich
dann der Schriftstellerei, lebte einige
Zeit als Redakteur der "Woche" in
Berlin und ist seit 1901 Redakteur an
der Zeitschrift "Über Land und Meer"
in Stuttgart.

S:

Ber Burschenschaf-
ter (Dr. a. d. J. 1848), 1903.

Piper, Kurt,

geb. am 23. Dezbr.
1875 in Altona, studierte Medizin
lebte (1907) als Dr. med. u. Arzt an
der Ernst-Ludwig-Heilstätte b. Höchst
im Odenwald u. seit 1911 in Altona.

S:

Fegefeuer (Ge.), 1903. - Waffen
u. Wunden (Neue Ge.), 1905. - Tellu-
rische Feuer (Neue Ge.), 1910.

*Piper, Otto Karl Heinrich Chri-
stoph,

geboren am 22. Dezbr. 1841
in Röckwitz bei Stavenhagen (Meck-
lenburg-Schwerin) als der Sohn
des dortigen Pastors, erhielt seinen
ersten Unterricht durch Hauslehrer
u. besuchte dann seit 1851 das Gym-
nasium in Neubrandenburg, nach
dessen Absolvierung er in München,
Berlin u. Rostock die Rechte studierte.
Als Rechtsanwalt u. Notar in Rostock
bestand er die Richterprüfung mit
Auszeichnung und erwarb den juri-
stischen Doktorgrad. Zu Anfang des
J. 1873 übernahm er in Straßburg
die Redaktion des "Niederrheinischen
Kuriers", war später in Trier und
Düsseldorf als Journalist tätig und
kehrte 1879 in sein Heimatland zurück,
um das Amt eines Bürgermeisters in
Penzlin zu übernehmen. Nach zehn
Jahren legte er dasselbe wegen eines
Augenleidens nieder u. privatisierte
bis 1893 in Konstanz und seitdem in
München. Jm Jahre 1896 ernannte
ihn der Großherzog von Mecklenburg-
Schwerin zum Hofrat und 1911 zum
Geheimen Hofrat. Außer rechts- und
staatswissenschaftlichen und archäo-
logischen Schriften ("Abriß der Bur-
genkunde", 1899. 2. A. 1904. - "Öster-
reichische Burgen"; VIII, 1902-10)
veröffentlichte er

S:

Ut'ne lütt Stadt

*


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Pip
Gwenda, des Sträflings Tochter
(E.), 1890.

*Piper, Bruno,

pſeud. B. von
Conti
und Karl Piper, wurde
am 17. Oktober 1869 in Berlin als
Sohn eines Fabrikbeſitzers geboren,
beſuchte die Gymnaſien in Stettin
und Berlin und hatte bei einer aus-
geſprochenen Vorliebe für die Natur
und ihrer Darbietungen die Abſicht,
Naturwiſſenſchaften (Zoologie) zu
ſtudieren. Kam nun auch dieſe Ab-
ſicht aus eigenartigen Umſtänden
nicht zur Ausführung, indem er das
Gymnaſium vor der Zeit verließ, ſo
blieb doch jede freie Stunde dem Stu-
dium der Vogelwelt und vor allem
der Kynologie gewidmet. P. ging
früh in das Lager der Schriftſteller;
mit 16 Jahren ſchrieb er ſein Wald-
märchen „Die Johannisnacht“ und
mit 18 Jahren war er Korreſpon-
dent für verſchiedene Blätter. Nach
ſeiner Militärzeit widmete er ſich
ſpeziell der Beobachtung und Dar-
ſtellung des Berliner Lebens, das er
in die verſchiedenartigſten Verzwei-
gungen verfolgte, wie ſeine Studien
darüber beweiſen. Seit 1897 war er
als Schriftſteller, Redakteur uſw. in
Straßburg, Genf, Paris, Karlsruhe,
Dortmund und Hamburg tätig und
lebt ſeit 1905 wieder in Berlin.

S:


Es mußte ſein! (Berliner R.), 1890.
Berliner Verbrecherwelt (Krimnalift.
Sk. und Studien), 1891. ‒ Berliner
Halbwelt (desgl.), 1892. ‒ Der Ro-
man des Athleten (R.), 1896. ‒ Tier-
bändiger Marco (R.), 1898. ‒ Poli-
zei- und Verbrecherhunde (Kriminal.
Studie), 1904 (Sv.). ‒ Berliner
Nieſelbrüder (desgl.), 1910 (Sv.). ‒
Berliner Hundediebe (desgl.), 1911
(Sv.).

Piper, Karl Anton,

geb. am 15.
Februar 1874 in Neubrandenburg
(Mecklenburg) als Sohn eines Rich-
ters, verlebte hier und in Neuſtrelitz,
wohin der Vater verſetzt worden war,
ſeine Jugend und ging 1893 nach
[Spaltenumbruch]

Pip
München, wo er einige Jahred. Rechte,
dann aber Literaturgeſchichte und
Äſthetik ſtudierte. Er widmete ſich
dann der Schriftſtellerei, lebte einige
Zeit als Redakteur der „Woche“ in
Berlin und iſt ſeit 1901 Redakteur an
der Zeitſchrift „Über Land und Meer“
in Stuttgart.

S:

Ber Burſchenſchaf-
ter (Dr. a. d. J. 1848), 1903.

Piper, Kurt,

geb. am 23. Dezbr.
1875 in Altona, ſtudierte Medizin
lebte (1907) als Dr. med. u. Arzt an
der Ernſt-Ludwig-Heilſtätte b. Höchſt
im Odenwald u. ſeit 1911 in Altona.

S:

Fegefeuer (Ge.), 1903. ‒ Waffen
u. Wunden (Neue Ge.), 1905. ‒ Tellu-
riſche Feuer (Neue Ge.), 1910.

*Piper, Otto Karl Heinrich Chri-
ſtoph,

geboren am 22. Dezbr. 1841
in Röckwitz bei Stavenhagen (Meck-
lenburg-Schwerin) als der Sohn
des dortigen Paſtors, erhielt ſeinen
erſten Unterricht durch Hauslehrer
u. beſuchte dann ſeit 1851 das Gym-
naſium in Neubrandenburg, nach
deſſen Abſolvierung er in München,
Berlin u. Roſtock die Rechte ſtudierte.
Als Rechtsanwalt u. Notar in Roſtock
beſtand er die Richterprüfung mit
Auszeichnung und erwarb den juri-
ſtiſchen Doktorgrad. Zu Anfang des
J. 1873 übernahm er in Straßburg
die Redaktion des „Niederrheiniſchen
Kuriers“, war ſpäter in Trier und
Düſſeldorf als Journaliſt tätig und
kehrte 1879 in ſein Heimatland zurück,
um das Amt eines Bürgermeiſters in
Penzlin zu übernehmen. Nach zehn
Jahren legte er dasſelbe wegen eines
Augenleidens nieder u. privatiſierte
bis 1893 in Konſtanz und ſeitdem in
München. Jm Jahre 1896 ernannte
ihn der Großherzog von Mecklenburg-
Schwerin zum Hofrat und 1911 zum
Geheimen Hofrat. Außer rechts- und
ſtaatswiſſenſchaftlichen und archäo-
logiſchen Schriften („Abriß der Bur-
genkunde“, 1899. 2. A. 1904. ‒ „Öſter-
reichiſche Burgen“; VIII, 1902‒10)
veröffentlichte er

S:

Ut’ne lütt Stadt

*
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[293/0297] Pip Pip Gwenda, des Sträflings Tochter (E.), 1890. *Piper, Bruno, pſeud. B. von Conti und Karl Piper, wurde am 17. Oktober 1869 in Berlin als Sohn eines Fabrikbeſitzers geboren, beſuchte die Gymnaſien in Stettin und Berlin und hatte bei einer aus- geſprochenen Vorliebe für die Natur und ihrer Darbietungen die Abſicht, Naturwiſſenſchaften (Zoologie) zu ſtudieren. Kam nun auch dieſe Ab- ſicht aus eigenartigen Umſtänden nicht zur Ausführung, indem er das Gymnaſium vor der Zeit verließ, ſo blieb doch jede freie Stunde dem Stu- dium der Vogelwelt und vor allem der Kynologie gewidmet. P. ging früh in das Lager der Schriftſteller; mit 16 Jahren ſchrieb er ſein Wald- märchen „Die Johannisnacht“ und mit 18 Jahren war er Korreſpon- dent für verſchiedene Blätter. Nach ſeiner Militärzeit widmete er ſich ſpeziell der Beobachtung und Dar- ſtellung des Berliner Lebens, das er in die verſchiedenartigſten Verzwei- gungen verfolgte, wie ſeine Studien darüber beweiſen. Seit 1897 war er als Schriftſteller, Redakteur uſw. in Straßburg, Genf, Paris, Karlsruhe, Dortmund und Hamburg tätig und lebt ſeit 1905 wieder in Berlin. S: Es mußte ſein! (Berliner R.), 1890. Berliner Verbrecherwelt (Krimnalift. Sk. und Studien), 1891. ‒ Berliner Halbwelt (desgl.), 1892. ‒ Der Ro- man des Athleten (R.), 1896. ‒ Tier- bändiger Marco (R.), 1898. ‒ Poli- zei- und Verbrecherhunde (Kriminal. Studie), 1904 (Sv.). ‒ Berliner Nieſelbrüder (desgl.), 1910 (Sv.). ‒ Berliner Hundediebe (desgl.), 1911 (Sv.). Piper, Karl Anton, geb. am 15. Februar 1874 in Neubrandenburg (Mecklenburg) als Sohn eines Rich- ters, verlebte hier und in Neuſtrelitz, wohin der Vater verſetzt worden war, ſeine Jugend und ging 1893 nach München, wo er einige Jahred. Rechte, dann aber Literaturgeſchichte und Äſthetik ſtudierte. Er widmete ſich dann der Schriftſtellerei, lebte einige Zeit als Redakteur der „Woche“ in Berlin und iſt ſeit 1901 Redakteur an der Zeitſchrift „Über Land und Meer“ in Stuttgart. S: Ber Burſchenſchaf- ter (Dr. a. d. J. 1848), 1903. Piper, Kurt, geb. am 23. Dezbr. 1875 in Altona, ſtudierte Medizin lebte (1907) als Dr. med. u. Arzt an der Ernſt-Ludwig-Heilſtätte b. Höchſt im Odenwald u. ſeit 1911 in Altona. S: Fegefeuer (Ge.), 1903. ‒ Waffen u. Wunden (Neue Ge.), 1905. ‒ Tellu- riſche Feuer (Neue Ge.), 1910. *Piper, Otto Karl Heinrich Chri- ſtoph, geboren am 22. Dezbr. 1841 in Röckwitz bei Stavenhagen (Meck- lenburg-Schwerin) als der Sohn des dortigen Paſtors, erhielt ſeinen erſten Unterricht durch Hauslehrer u. beſuchte dann ſeit 1851 das Gym- naſium in Neubrandenburg, nach deſſen Abſolvierung er in München, Berlin u. Roſtock die Rechte ſtudierte. Als Rechtsanwalt u. Notar in Roſtock beſtand er die Richterprüfung mit Auszeichnung und erwarb den juri- ſtiſchen Doktorgrad. Zu Anfang des J. 1873 übernahm er in Straßburg die Redaktion des „Niederrheiniſchen Kuriers“, war ſpäter in Trier und Düſſeldorf als Journaliſt tätig und kehrte 1879 in ſein Heimatland zurück, um das Amt eines Bürgermeiſters in Penzlin zu übernehmen. Nach zehn Jahren legte er dasſelbe wegen eines Augenleidens nieder u. privatiſierte bis 1893 in Konſtanz und ſeitdem in München. Jm Jahre 1896 ernannte ihn der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin zum Hofrat und 1911 zum Geheimen Hofrat. Außer rechts- und ſtaatswiſſenſchaftlichen und archäo- logiſchen Schriften („Abriß der Bur- genkunde“, 1899. 2. A. 1904. ‒ „Öſter- reichiſche Burgen“; VIII, 1902‒10) veröffentlichte er S: Ut’ne lütt Stadt *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 293. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/297>, abgerufen am 24.02.2019.