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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Qui
selbst zum Regimentsarzt befördert.
Jm Jahre 1866 stand er mit seiner
Truppe während des Krieges gegen
Preußen in den Gefechten zu Zella,
Kissingen und Helmstadt, machte auch
1870 den ganzen Feldzug gegen Frank-
reich mit. Bei der neuen Organisa-
tion des Militärsanitätswesens wurde
Q. 1873 als Oberstabs- u. Chefarzt
an das Garnisonlazarett zu Amberg
versetzt, wo er am 22. (nach a. am 21.)
Jan. 1879 starb.

S:

Volkslieder zu
den geschichtlichen Fresken in den
Münchener Arkaden, 1838. - Deutsche
Briefe a. d. Orient, 1847. - Götter-
wanderungen und Götterdämmerung
(Kulturhist. R. in 3 Abtlgn.: 1. Jso-
mara, die Priesterin der Cisa; 2. Das
Opfer der Hekate; 3. Der Hain der
Nornen); VI, 1874-75.

*Quitzow, Wilhelm Adolf,

platt-
deutscher Erzähler, wurde am 30. April
1812 zu Wismar geboren, verlebte,
da seine Eltern frühe starben, eine
trostlose Jugend und widmete sich
dem Berufe eines Lehrers. Seit dem
Jahre 1839 im Schulamt tätig und
seit 1851 in Güstrow, zuletzt an der
dortigen Realschule wirkend, trat er
nach langer und schwerer Krankheit
1873 in den Ruhestand. Er lebte in
Güstrow, seine Muße der Schrift-
stellerei widmend, bis zu seinem Tode
am 14. Juli 1896.

S:

Meckelnbörger
Geschichten; III, 1875-78 (Jnhalt:
As Wisme wedder meckelnborgsch
würd. - Hanne Möller un sin Mud-
der). - Olaf Hellichius (Hist. R.); III
1891.

R., Agnes,

Pseudon. für Agnes
Schlingmann;
s. d.!

Raab, Franz,

geb. am 10. Oktbr.
1836 in Ried (Oberösterreich), war
lange Jahre Gymnasialprofessor in
Wien, Dr. phil., starb im Ruhestande
daselbst am 4. Mai 1903.

S:

Ein
Maitag (D.), 1865. - Ein Wenden-
fürst (Tr.), 1868. - Aus Vindobona
[Spaltenumbruch]

Raa
(Ge. in antiker Weise), 1876. - Sta-
tion Triest (Lsp.), 1877.

*Raabe, Berthold Elias Wil-
helm,

geb. am 4. Januar 1853 zu
Ludwigslust in Mecklenburg, besuchte
das Gymnasium zu Ratzeburg (Lauen-
burg) studierte 1872-76 in Rostock,
Heidelberg und Straßburg Philo-
sophie und Philologie und erwarb
sich in Straßburg die fac. doc. für
alte Sprachen. Jndessen gab er aus
Gesundheitsrücksichten noch 1876 den
Lehrerberuf auf und wurde feuille-
tonistischer Mitarbeiter mehrerer
Zeitschriften. Seit 1890 lebte er in
Köln am Rhein und starb daselbst
am 12. März 1900.

S:

Knospen (Ge.),
1867. - Kaiserlieder, 1884. - Alex-
ander und Roxane (Schsp.), 1894. -
Gudrun (Schsp.), 1897.

Raabe, Eduard,

geb. am 7. April
1851 in Soest, lebt als Oberlandes-
gerichts-Sekretär in Hamm u. wurde
1905 zum Rechnungsrat ernannt.

S:


S. G. V. oder: De Reise in't Suer-
land (Eine woahre Leiwesgeschichte),
1893. - Jm Reiche der Gnomen
(Dram. Märchenspiel), 1898. - Der
Krugwirt von Burgtal (Rheinisches
Lsp.), 1902. - Geschichte van diär
Stadt Hamm (Pläseierlik vertellt);
II, 1903-4. - Die würdige Weih-
nachtsfeier (D. f. Deklamation und
Gesang), 1906. - Lachendes Leben
bei den Borussen in Dünkelsheim
(Humor. R.), 1910.

Raabe, Julius Paul,

geb. am
31. März 1868 in Leipzig, erhielt
daselbst seine Schulbildung und be-
suchte dann ein sächsisches Lehrer-
seminar, das er 1888 absolvierte.
Er war seitdem Lehrer in Schönefeld
bei Leipzig und verwaltete dort zu-
gleich die Volks- u. Jugendbibliothek,
bis er 1909 als Verleger der "Allge-
meinen Zeitung" nach Chemnitz über-
siedelte.

S:

Das Kreuz im Kriege (Fest-
sp.), 1891. - Die Post (Lebende Bilder
mit verbind. Text), 1892. - Spielend
gewonnen (Lsp.), 1893. - Soldaten-

*


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Qui
ſelbſt zum Regimentsarzt befördert.
Jm Jahre 1866 ſtand er mit ſeiner
Truppe während des Krieges gegen
Preußen in den Gefechten zu Zella,
Kiſſingen und Helmſtadt, machte auch
1870 den ganzen Feldzug gegen Frank-
reich mit. Bei der neuen Organiſa-
tion des Militärſanitätsweſens wurde
Q. 1873 als Oberſtabs- u. Chefarzt
an das Garniſonlazarett zu Amberg
verſetzt, wo er am 22. (nach a. am 21.)
Jan. 1879 ſtarb.

S:

Volkslieder zu
den geſchichtlichen Fresken in den
Münchener Arkaden, 1838. ‒ Deutſche
Briefe a. d. Orient, 1847. ‒ Götter-
wanderungen und Götterdämmerung
(Kulturhiſt. R. in 3 Abtlgn.: 1. Jſo-
mara, die Prieſterin der Ciſa; 2. Das
Opfer der Hekate; 3. Der Hain der
Nornen); VI, 1874‒75.

*Quitzow, Wilhelm Adolf,

platt-
deutſcher Erzähler, wurde am 30. April
1812 zu Wismar geboren, verlebte,
da ſeine Eltern frühe ſtarben, eine
troſtloſe Jugend und widmete ſich
dem Berufe eines Lehrers. Seit dem
Jahre 1839 im Schulamt tätig und
ſeit 1851 in Güſtrow, zuletzt an der
dortigen Realſchule wirkend, trat er
nach langer und ſchwerer Krankheit
1873 in den Ruheſtand. Er lebte in
Güſtrow, ſeine Muße der Schrift-
ſtellerei widmend, bis zu ſeinem Tode
am 14. Juli 1896.

S:

Meckelnbörger
Geſchichten; III, 1875‒78 (Jnhalt:
As Wisme wedder meckelnborgſch
würd. ‒ Hanne Möller un ſin Mud-
der). ‒ Olaf Hellichius (Hiſt. R.); III
1891.

R., Agnes,

Pſeudon. für Agnes
Schlingmann;
ſ. d.!

Raab, Franz,

geb. am 10. Oktbr.
1836 in Ried (Oberöſterreich), war
lange Jahre Gymnaſialprofeſſor in
Wien, Dr. phil., ſtarb im Ruheſtande
daſelbſt am 4. Mai 1903.

S:

Ein
Maitag (D.), 1865. ‒ Ein Wenden-
fürſt (Tr.), 1868. ‒ Aus Vindobona
[Spaltenumbruch]

Raa
(Ge. in antiker Weiſe), 1876. ‒ Sta-
tion Trieſt (Lſp.), 1877.

*Raabe, Berthold Elias Wil-
helm,

geb. am 4. Januar 1853 zu
Ludwigsluſt in Mecklenburg, beſuchte
das Gymnaſium zu Ratzeburg (Lauen-
burg) ſtudierte 1872‒76 in Roſtock,
Heidelberg und Straßburg Philo-
ſophie und Philologie und erwarb
ſich in Straßburg die fac. doc. für
alte Sprachen. Jndeſſen gab er aus
Geſundheitsrückſichten noch 1876 den
Lehrerberuf auf und wurde feuille-
toniſtiſcher Mitarbeiter mehrerer
Zeitſchriften. Seit 1890 lebte er in
Köln am Rhein und ſtarb daſelbſt
am 12. März 1900.

S:

Knoſpen (Ge.),
1867. ‒ Kaiſerlieder, 1884. ‒ Alex-
ander und Roxane (Schſp.), 1894. ‒
Gudrun (Schſp.), 1897.

Raabe, Eduard,

geb. am 7. April
1851 in Soeſt, lebt als Oberlandes-
gerichts-Sekretär in Hamm u. wurde
1905 zum Rechnungsrat ernannt.

S:


S. G. V. oder: De Reiſe in’t Suer-
land (Eine woahre Leiwesgeſchichte),
1893. ‒ Jm Reiche der Gnomen
(Dram. Märchenſpiel), 1898. ‒ Der
Krugwirt von Burgtal (Rheiniſches
Lſp.), 1902. ‒ Geſchichte van diär
Stadt Hamm (Pläſeierlik vertellt);
II, 1903‒4. ‒ Die würdige Weih-
nachtsfeier (D. f. Deklamation und
Geſang), 1906. ‒ Lachendes Leben
bei den Boruſſen in Dünkelsheim
(Humor. R.), 1910.

Raabe, Julius Paul,

geb. am
31. März 1868 in Leipzig, erhielt
daſelbſt ſeine Schulbildung und be-
ſuchte dann ein ſächſiſches Lehrer-
ſeminar, das er 1888 abſolvierte.
Er war ſeitdem Lehrer in Schönefeld
bei Leipzig und verwaltete dort zu-
gleich die Volks- u. Jugendbibliothek,
bis er 1909 als Verleger der „Allge-
meinen Zeitung“ nach Chemnitz über-
ſiedelte.

S:

Das Kreuz im Kriege (Feſt-
ſp.), 1891. ‒ Die Poſt (Lebende Bilder
mit verbind. Text), 1892. ‒ Spielend
gewonnen (Lſp.), 1893. ‒ Soldaten-

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[376/0380] Qui Raa ſelbſt zum Regimentsarzt befördert. Jm Jahre 1866 ſtand er mit ſeiner Truppe während des Krieges gegen Preußen in den Gefechten zu Zella, Kiſſingen und Helmſtadt, machte auch 1870 den ganzen Feldzug gegen Frank- reich mit. Bei der neuen Organiſa- tion des Militärſanitätsweſens wurde Q. 1873 als Oberſtabs- u. Chefarzt an das Garniſonlazarett zu Amberg verſetzt, wo er am 22. (nach a. am 21.) Jan. 1879 ſtarb. S: Volkslieder zu den geſchichtlichen Fresken in den Münchener Arkaden, 1838. ‒ Deutſche Briefe a. d. Orient, 1847. ‒ Götter- wanderungen und Götterdämmerung (Kulturhiſt. R. in 3 Abtlgn.: 1. Jſo- mara, die Prieſterin der Ciſa; 2. Das Opfer der Hekate; 3. Der Hain der Nornen); VI, 1874‒75. *Quitzow, Wilhelm Adolf, platt- deutſcher Erzähler, wurde am 30. April 1812 zu Wismar geboren, verlebte, da ſeine Eltern frühe ſtarben, eine troſtloſe Jugend und widmete ſich dem Berufe eines Lehrers. Seit dem Jahre 1839 im Schulamt tätig und ſeit 1851 in Güſtrow, zuletzt an der dortigen Realſchule wirkend, trat er nach langer und ſchwerer Krankheit 1873 in den Ruheſtand. Er lebte in Güſtrow, ſeine Muße der Schrift- ſtellerei widmend, bis zu ſeinem Tode am 14. Juli 1896. S: Meckelnbörger Geſchichten; III, 1875‒78 (Jnhalt: As Wisme wedder meckelnborgſch würd. ‒ Hanne Möller un ſin Mud- der). ‒ Olaf Hellichius (Hiſt. R.); III 1891. R., Agnes, Pſeudon. für Agnes Schlingmann; ſ. d.! Raab, Franz, geb. am 10. Oktbr. 1836 in Ried (Oberöſterreich), war lange Jahre Gymnaſialprofeſſor in Wien, Dr. phil., ſtarb im Ruheſtande daſelbſt am 4. Mai 1903. S: Ein Maitag (D.), 1865. ‒ Ein Wenden- fürſt (Tr.), 1868. ‒ Aus Vindobona (Ge. in antiker Weiſe), 1876. ‒ Sta- tion Trieſt (Lſp.), 1877. *Raabe, Berthold Elias Wil- helm, geb. am 4. Januar 1853 zu Ludwigsluſt in Mecklenburg, beſuchte das Gymnaſium zu Ratzeburg (Lauen- burg) ſtudierte 1872‒76 in Roſtock, Heidelberg und Straßburg Philo- ſophie und Philologie und erwarb ſich in Straßburg die fac. doc. für alte Sprachen. Jndeſſen gab er aus Geſundheitsrückſichten noch 1876 den Lehrerberuf auf und wurde feuille- toniſtiſcher Mitarbeiter mehrerer Zeitſchriften. Seit 1890 lebte er in Köln am Rhein und ſtarb daſelbſt am 12. März 1900. S: Knoſpen (Ge.), 1867. ‒ Kaiſerlieder, 1884. ‒ Alex- ander und Roxane (Schſp.), 1894. ‒ Gudrun (Schſp.), 1897. Raabe, Eduard, geb. am 7. April 1851 in Soeſt, lebt als Oberlandes- gerichts-Sekretär in Hamm u. wurde 1905 zum Rechnungsrat ernannt. S: S. G. V. oder: De Reiſe in’t Suer- land (Eine woahre Leiwesgeſchichte), 1893. ‒ Jm Reiche der Gnomen (Dram. Märchenſpiel), 1898. ‒ Der Krugwirt von Burgtal (Rheiniſches Lſp.), 1902. ‒ Geſchichte van diär Stadt Hamm (Pläſeierlik vertellt); II, 1903‒4. ‒ Die würdige Weih- nachtsfeier (D. f. Deklamation und Geſang), 1906. ‒ Lachendes Leben bei den Boruſſen in Dünkelsheim (Humor. R.), 1910. Raabe, Julius Paul, geb. am 31. März 1868 in Leipzig, erhielt daſelbſt ſeine Schulbildung und be- ſuchte dann ein ſächſiſches Lehrer- ſeminar, das er 1888 abſolvierte. Er war ſeitdem Lehrer in Schönefeld bei Leipzig und verwaltete dort zu- gleich die Volks- u. Jugendbibliothek, bis er 1909 als Verleger der „Allge- meinen Zeitung“ nach Chemnitz über- ſiedelte. S: Das Kreuz im Kriege (Feſt- ſp.), 1891. ‒ Die Poſt (Lebende Bilder mit verbind. Text), 1892. ‒ Spielend gewonnen (Lſp.), 1893. ‒ Soldaten- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 376. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/380>, abgerufen am 18.02.2019.