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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Räd
ter war er in Koburg, Halle, Erfurt,
Freiberg und Bautzen engagiert, kam
von hier nach Posen u. dann zu dem
bekannten Grafen Hahn nach Stral-
sund. Letzterer war es, der, R.s Be-
gabung für die Komik herausfüh-
lend, ihm Gelegenheit verschaffte,
dieselbe mehr und mehr auszubilden.
Von Stralsund ging R. nach Würz-
burg, ward sodann für das König-
städtische Theater in Berlin gewon-
nen und erhieli 1833 ein Engagement
am Hamburger Theater. Seit 1838
wirkte er als Hofschauspieler in
Dresden und galt für einen der be-
deutendsten Komiker neuerer Zeit.
Er + am 16. Juli 1868 im Bade Teplitz

S:

Gesammelte komische Theater-
stücke; IV, 1859-67 [Jnhalt: Robert
und Bertram, oder: Die lustigen
Vagabunden. - Ein Prophet, oder:
Johannes' Leiden u. Freuden. - Der
Weltumsegler wider Willen. - Pur-
zel in Spanien. - Das Stelldichein.
- Aladin, oder: Die Wunderlampe.
- Der artesische Brunnen. - Flick u.
Flock. - Wahrheit, nur Wahrheit! -
Der Hochzeitbraten. - Fuchs und
Luchs, oder: Die Chambregarnisten].
- Singspiele für kleinere Bühnen;
3 Hefte, 1868. - Komische Couplets;
5 Hefte, 1869-70.

*Räder, Karl,

geboren am 13.
April 1870 in Bad Dürkheim (Rhein-
pfalz), verlor frühe beide Eltern und
hat als Waisenknabe des Lebens Not
und Elend zur Genüge kennen gelernt.
Nach Besuch der Volks- und Latein-
schule in seinem Heimatort erlernte
er aus Liebe zur Natur die Gärt-
nerei, durchwanderte als Gehilfe fast
ganz Deutschland und arbeitete als
solcher in Dresden, Kassel, Hamburg,
Kiel u. a. Orten. Darauf diente er
5 Jahre als Soldat, hauptsächlich in
militärischen Bureaus, war dann
einige Jahre Schutzmann in Neustadt
a. d. Haardt und ist seit 1898 Werk-
schreiber im Maschinenbaubetrieb
der großen badischen Anilin- und
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Rad
Soda-Fabrik in Ludwigshafen am
Rhein.

S:

Pfälzer Heimatpoesien
(Ge.), 1906. - Pälzer Bitzler, 1909.

*Radetzky, Friedrich Robert von,


* 1837 zu Riga als der Sohn eines
Literaten, besuchte eine Privatschule
daselbst, trat, da durch die bedrängte
Lage seiner Eltern ihm jede Hoffnung
auf weitere Ausbildung für die Uni-
versität vereitelt ward, als Beamter
in den russischen Staatsdienst u. lebt
er noch jetzt als Zollbeamter in Riga.

S:

Benedikt (Schsp.), 1883.

Radies, Peter von,

geboren am
26. September 1836 in Adelsberg in
Krain, studierte an den Universitäten
Graz und Wien und ging dann zur
Schriftstellerei über, indem er Mit-
arbeiter an zahlreichen Journalen
Österreichs und Deutschlands wurde.
1869 vermählte er sich mit Helene,
Tochter des bekannten Dichters Karl
Adam Kaltenbrunner u. nahm 1876
seinen dauernden Wohnsitz in Lai-
bach. Außer einer Reihe historischer,
literatur- und kulturhistorischer Ar-
beiten veröffentlichte er

S:

Der ver-
irrte Soldat (Dr.), 1864. - Der hei-
lige Eustachius (Dr.), 1867. - Ana-
stasius Grün und seine Heimat, 1876.
- Landwirtschaftliche Kulturbilder,
zumeist aus Österreich, 1887. - Für-
stinnen des Hauses Habsburg (Zur
Milleniums- und Huldigungsfeier),
1896. - Kaiser Franz Joseph II. im
Liede (Anthol.), 1898.

Radkersberg Radnicki, Maria
von,

siehe Maria Radnicka!

*Radlauer, Kurt,

geb. am 10. Ok-
tober 1884 in Posen als der Sohn
des Apothekenbesitzers Siegmund R.,
besuchte das Gymnasium daselbst und
studierte seit dem Herbst 1902 an der
Universität Berlin neuere Literatur
und Philosophie. Ostern 1905 ging
er zur Fortsetzung seiner Studien
nach Zürich und erwarb sich hier im
Herbst die Würde eines Dr. phil.
Am 1. Juli 1905 begründete er da-
selbst die Theaterzeitschrift "Drama-

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Räd
ter war er in Koburg, Halle, Erfurt,
Freiberg und Bautzen engagiert, kam
von hier nach Poſen u. dann zu dem
bekannten Grafen Hahn nach Stral-
ſund. Letzterer war es, der, R.s Be-
gabung für die Komik herausfüh-
lend, ihm Gelegenheit verſchaffte,
dieſelbe mehr und mehr auszubilden.
Von Stralſund ging R. nach Würz-
burg, ward ſodann für das König-
ſtädtiſche Theater in Berlin gewon-
nen und erhieli 1833 ein Engagement
am Hamburger Theater. Seit 1838
wirkte er als Hofſchauſpieler in
Dresden und galt für einen der be-
deutendſten Komiker neuerer Zeit.
Er † am 16. Juli 1868 im Bade Teplitz

S:

Geſammelte komiſche Theater-
ſtücke; IV, 1859‒67 [Jnhalt: Robert
und Bertram, oder: Die luſtigen
Vagabunden. ‒ Ein Prophet, oder:
Johannes’ Leiden u. Freuden. ‒ Der
Weltumſegler wider Willen. ‒ Pur-
zel in Spanien. ‒ Das Stelldichein.
‒ Aladin, oder: Die Wunderlampe.
‒ Der arteſiſche Brunnen. ‒ Flick u.
Flock. ‒ Wahrheit, nur Wahrheit! ‒
Der Hochzeitbraten. ‒ Fuchs und
Luchs, oder: Die Chambregarniſten].
‒ Singſpiele für kleinere Bühnen;
3 Hefte, 1868. ‒ Komiſche Couplets;
5 Hefte, 1869‒70.

*Räder, Karl,

geboren am 13.
April 1870 in Bad Dürkheim (Rhein-
pfalz), verlor frühe beide Eltern und
hat als Waiſenknabe des Lebens Not
und Elend zur Genüge kennen gelernt.
Nach Beſuch der Volks- und Latein-
ſchule in ſeinem Heimatort erlernte
er aus Liebe zur Natur die Gärt-
nerei, durchwanderte als Gehilfe faſt
ganz Deutſchland und arbeitete als
ſolcher in Dresden, Kaſſel, Hamburg,
Kiel u. a. Orten. Darauf diente er
5 Jahre als Soldat, hauptſächlich in
militäriſchen Bureaus, war dann
einige Jahre Schutzmann in Neuſtadt
a. d. Haardt und iſt ſeit 1898 Werk-
ſchreiber im Maſchinenbaubetrieb
der großen badiſchen Anilin- und
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Rad
Soda-Fabrik in Ludwigshafen am
Rhein.

S:

Pfälzer Heimatpoeſien
(Ge.), 1906. ‒ Pälzer Bitzler, 1909.

*Radetzky, Friedrich Robert von,


* 1837 zu Riga als der Sohn eines
Literaten, beſuchte eine Privatſchule
daſelbſt, trat, da durch die bedrängte
Lage ſeiner Eltern ihm jede Hoffnung
auf weitere Ausbildung für die Uni-
verſität vereitelt ward, als Beamter
in den ruſſiſchen Staatsdienſt u. lebt
er noch jetzt als Zollbeamter in Riga.

S:

Benedikt (Schſp.), 1883.

Radies, Peter von,

geboren am
26. September 1836 in Adelsberg in
Krain, ſtudierte an den Univerſitäten
Graz und Wien und ging dann zur
Schriftſtellerei über, indem er Mit-
arbeiter an zahlreichen Journalen
Öſterreichs und Deutſchlands wurde.
1869 vermählte er ſich mit Helene,
Tochter des bekannten Dichters Karl
Adam Kaltenbrunner u. nahm 1876
ſeinen dauernden Wohnſitz in Lai-
bach. Außer einer Reihe hiſtoriſcher,
literatur- und kulturhiſtoriſcher Ar-
beiten veröffentlichte er

S:

Der ver-
irrte Soldat (Dr.), 1864. ‒ Der hei-
lige Euſtachius (Dr.), 1867. ‒ Ana-
ſtaſius Grün und ſeine Heimat, 1876.
‒ Landwirtſchaftliche Kulturbilder,
zumeiſt aus Öſterreich, 1887. ‒ Für-
ſtinnen des Hauſes Habsburg (Zur
Milleniums- und Huldigungsfeier),
1896. ‒ Kaiſer Franz Joſeph II. im
Liede (Anthol.), 1898.

Radkersberg Radnicki, Maria
von,

ſiehe Maria Radnicka!

*Radlauer, Kurt,

geb. am 10. Ok-
tober 1884 in Poſen als der Sohn
des Apothekenbeſitzers Siegmund R.,
beſuchte das Gymnaſium daſelbſt und
ſtudierte ſeit dem Herbſt 1902 an der
Univerſität Berlin neuere Literatur
und Philoſophie. Oſtern 1905 ging
er zur Fortſetzung ſeiner Studien
nach Zürich und erwarb ſich hier im
Herbſt die Würde eines Dr. phil.
Am 1. Juli 1905 begründete er da-
ſelbſt die Theaterzeitſchrift „Drama-

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[381/0385] Räd Rad ter war er in Koburg, Halle, Erfurt, Freiberg und Bautzen engagiert, kam von hier nach Poſen u. dann zu dem bekannten Grafen Hahn nach Stral- ſund. Letzterer war es, der, R.s Be- gabung für die Komik herausfüh- lend, ihm Gelegenheit verſchaffte, dieſelbe mehr und mehr auszubilden. Von Stralſund ging R. nach Würz- burg, ward ſodann für das König- ſtädtiſche Theater in Berlin gewon- nen und erhieli 1833 ein Engagement am Hamburger Theater. Seit 1838 wirkte er als Hofſchauſpieler in Dresden und galt für einen der be- deutendſten Komiker neuerer Zeit. Er † am 16. Juli 1868 im Bade Teplitz S: Geſammelte komiſche Theater- ſtücke; IV, 1859‒67 [Jnhalt: Robert und Bertram, oder: Die luſtigen Vagabunden. ‒ Ein Prophet, oder: Johannes’ Leiden u. Freuden. ‒ Der Weltumſegler wider Willen. ‒ Pur- zel in Spanien. ‒ Das Stelldichein. ‒ Aladin, oder: Die Wunderlampe. ‒ Der arteſiſche Brunnen. ‒ Flick u. Flock. ‒ Wahrheit, nur Wahrheit! ‒ Der Hochzeitbraten. ‒ Fuchs und Luchs, oder: Die Chambregarniſten]. ‒ Singſpiele für kleinere Bühnen; 3 Hefte, 1868. ‒ Komiſche Couplets; 5 Hefte, 1869‒70. *Räder, Karl, geboren am 13. April 1870 in Bad Dürkheim (Rhein- pfalz), verlor frühe beide Eltern und hat als Waiſenknabe des Lebens Not und Elend zur Genüge kennen gelernt. Nach Beſuch der Volks- und Latein- ſchule in ſeinem Heimatort erlernte er aus Liebe zur Natur die Gärt- nerei, durchwanderte als Gehilfe faſt ganz Deutſchland und arbeitete als ſolcher in Dresden, Kaſſel, Hamburg, Kiel u. a. Orten. Darauf diente er 5 Jahre als Soldat, hauptſächlich in militäriſchen Bureaus, war dann einige Jahre Schutzmann in Neuſtadt a. d. Haardt und iſt ſeit 1898 Werk- ſchreiber im Maſchinenbaubetrieb der großen badiſchen Anilin- und Soda-Fabrik in Ludwigshafen am Rhein. S: Pfälzer Heimatpoeſien (Ge.), 1906. ‒ Pälzer Bitzler, 1909. *Radetzky, Friedrich Robert von, * 1837 zu Riga als der Sohn eines Literaten, beſuchte eine Privatſchule daſelbſt, trat, da durch die bedrängte Lage ſeiner Eltern ihm jede Hoffnung auf weitere Ausbildung für die Uni- verſität vereitelt ward, als Beamter in den ruſſiſchen Staatsdienſt u. lebt er noch jetzt als Zollbeamter in Riga. S: Benedikt (Schſp.), 1883. Radies, Peter von, geboren am 26. September 1836 in Adelsberg in Krain, ſtudierte an den Univerſitäten Graz und Wien und ging dann zur Schriftſtellerei über, indem er Mit- arbeiter an zahlreichen Journalen Öſterreichs und Deutſchlands wurde. 1869 vermählte er ſich mit Helene, Tochter des bekannten Dichters Karl Adam Kaltenbrunner u. nahm 1876 ſeinen dauernden Wohnſitz in Lai- bach. Außer einer Reihe hiſtoriſcher, literatur- und kulturhiſtoriſcher Ar- beiten veröffentlichte er S: Der ver- irrte Soldat (Dr.), 1864. ‒ Der hei- lige Euſtachius (Dr.), 1867. ‒ Ana- ſtaſius Grün und ſeine Heimat, 1876. ‒ Landwirtſchaftliche Kulturbilder, zumeiſt aus Öſterreich, 1887. ‒ Für- ſtinnen des Hauſes Habsburg (Zur Milleniums- und Huldigungsfeier), 1896. ‒ Kaiſer Franz Joſeph II. im Liede (Anthol.), 1898. Radkersberg Radnicki, Maria von, ſiehe Maria Radnicka! *Radlauer, Kurt, geb. am 10. Ok- tober 1884 in Poſen als der Sohn des Apothekenbeſitzers Siegmund R., beſuchte das Gymnaſium daſelbſt und ſtudierte ſeit dem Herbſt 1902 an der Univerſität Berlin neuere Literatur und Philoſophie. Oſtern 1905 ging er zur Fortſetzung ſeiner Studien nach Zürich und erwarb ſich hier im Herbſt die Würde eines Dr. phil. Am 1. Juli 1905 begründete er da- ſelbſt die Theaterzeitſchrift „Drama- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 381. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/385>, abgerufen am 22.02.2019.