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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Rei
wissenschaftliche Bildung, lebte seit
1873 in Jena, Leipzig, München etc.
und seit 1883 in Berlin seinen Stu-
dien und literarischen Arbeiten. Jm
letzten Jahrzehnt hat er besonders
den Philosophen und Germanisten
J. Chr. Gottsched, seine Schriften u.
Zeitgenossen zum Gegenstand seiner
Studien gemacht, gibt auch seit 1902
die "Gottsched-Halle" heraus.

S:

Ge-
dichte, 1873. 3. A. 1896. - Schlichte
Gedichte; II, 1876-77. - Antigone
(Tr.), 1877. - Zehn Jahre (Dn.),
1881. - Der Eisbär (Lsp.), 1881. -
Andreas Rute (Tr.), 1884. - Aber-
glaube (Lsp.), 1883. - Aus dem Leben
(Nn.), 1887. - Lebensbilder (Neue
Nn.), 1888. - Die Bildhauer (Schsp.),
1897. - Brüder und Schwestern (R.),
1898. - Neues Glück (Lsp.), 1898. -
Die Meisterkrone (Märchendichtg.),
1899. - Gottsched, ein Kämpfer für
Aufklärung und Volksbildung (Vor-
trag), 1900. - Gottsched, der Deutsche
(Dem deutschen Volke vor Augen ge-
führt), 1901. - Gottsched (Biogr.);
1. Bd. 1908.

*Reichenau, Auguste von,

wurde
am 4. Mai 1843 zu Dillenburg im
Nassauischen geboren, wo ihr Vater
als Forstmeister in Diensten stand.
Jhr Leben war ein in der Familie
begrenztes und, einige Reisen aus-
genommen, den häuslichen Pflichten
und mannigfacher Krankenpflege ge-
widmet. Seit dem Tode des Vaters
lebte sie mit ihrer Mutter und Schwe-
ster zu Bieberich am Rhein, zog nach
dem Tode der ersteren 1888 mit der
letzteren nach Wiesbaden, und hier
starb sie am 3. Juni 1890.

S:

Dra-
matische Genrebilder, 1885 (Jnhalt:
Der neue Bursche, 1885. - Rosen-
ketten, 1885. - Gastfreundschaft, 1885).
- Gedichte und Übersetzungen, 1885.

Reichenau, Rudolf,

geb. am 12.
Mai 1817 zu Marienwerder, studierte
in Königsberg und Bonn die Rechts-
wissenschaft und begann seine juristi-
sche Laufbahn bei dem Appellations-
[Spaltenumbruch]

Rei
gericht seiner Vaterstadt. Wegen
Kränklichkeit gab er dieselbe jedoch
bald auf und wandte sich nun der
Belletristik zu. Er zog nach Berlin
(1859) und lebte hier als Privatmann
im Kreise seiner Verwandten und
weniger Freunde, während er die
Sommermonate in der Schweiz zuzu-
bringen pflegte. Aus seinen Beob-
achtungen des Familienlebens gingen
seine bekannten Charakteristiken aus
der Kinder- und Jugendwelt hervor.
Er starb am 17. (nicht 18.) Dezember
1879 in Berlin.

S:

Aus unsern vier
Wänden (Bilder a. d. Jugend- und
Familienleben), 3 Abteilgn., 1859 bis
64. Erste Gesamtausg., 1877. - Lie-
besgeschichten (Neues a. d. alten vier
Wänden), 1868. - Am eigenen Herde
(Aus den neuen vier Wänden), 1873.
- Die Alten (Letzte Bilder), 1876.

Reichenbach, Hermann,

geboren
am 8. März 1869 in Hamburg als
Sohn eines Kürschnermeisters, be-
suchte höhere Schulen daselbst bis zur
Erlangung des Reifezeugnisses zum
einjährigen Dienst, mußte dann aber,
da der Vater kurz vorher gestorben
war, einen praktischen Beruf ergrei-
fen. Er wurde Kaufmann, gehörte
mehrere Jahre einem bedeutenden
Bankinstitut in Hamburg an, ver-
scherzte sich aber die Gunst der Di-
rektoren durch sein politisches Auf-
treten in demokratischen und frei-
sinnigen Vereinen und ward deshalb
entlassen (1901). Jetzt wandte sich
R. der dramatischen Dichtung zu, u.
wenn auch sein erstes Drama "Hoch-
wasser" einen Mißerfolg erzielte, so
ließ er sich dadurch nicht von weite-
rer Arbeit zurückschrecken, und schließ-
lich hat er denn auch mit seinen wei-
teren Dramen ansehnlichen Erfolg
gehabt. R. lebt noch jetzt in Hamburg.

S:

Hochwasser (Dr.), 1902. - Strö-
mungen (Zeitbild), 1906. 2. A. 1907.
- Strandgut (Dr.), 1907. - Ketten
(Dr.), 1908. 4. A. 1909. - Rauhreif
(Dr.), 1909. - Eine halbe Stunde

*


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Rei
wiſſenſchaftliche Bildung, lebte ſeit
1873 in Jena, Leipzig, München ꝛc.
und ſeit 1883 in Berlin ſeinen Stu-
dien und literariſchen Arbeiten. Jm
letzten Jahrzehnt hat er beſonders
den Philoſophen und Germaniſten
J. Chr. Gottſched, ſeine Schriften u.
Zeitgenoſſen zum Gegenſtand ſeiner
Studien gemacht, gibt auch ſeit 1902
die „Gottſched-Halle“ heraus.

S:

Ge-
dichte, 1873. 3. A. 1896. ‒ Schlichte
Gedichte; II, 1876‒77. ‒ Antigone
(Tr.), 1877. ‒ Zehn Jahre (Dn.),
1881. ‒ Der Eisbär (Lſp.), 1881. ‒
Andreas Rute (Tr.), 1884. ‒ Aber-
glaube (Lſp.), 1883. ‒ Aus dem Leben
(Nn.), 1887. ‒ Lebensbilder (Neue
Nn.), 1888. ‒ Die Bildhauer (Schſp.),
1897. ‒ Brüder und Schweſtern (R.),
1898. ‒ Neues Glück (Lſp.), 1898. ‒
Die Meiſterkrone (Märchendichtg.),
1899. ‒ Gottſched, ein Kämpfer für
Aufklärung und Volksbildung (Vor-
trag), 1900. ‒ Gottſched, der Deutſche
(Dem deutſchen Volke vor Augen ge-
führt), 1901. ‒ Gottſched (Biogr.);
1. Bd. 1908.

*Reichenau, Auguſte von,

wurde
am 4. Mai 1843 zu Dillenburg im
Naſſauiſchen geboren, wo ihr Vater
als Forſtmeiſter in Dienſten ſtand.
Jhr Leben war ein in der Familie
begrenztes und, einige Reiſen aus-
genommen, den häuslichen Pflichten
und mannigfacher Krankenpflege ge-
widmet. Seit dem Tode des Vaters
lebte ſie mit ihrer Mutter und Schwe-
ſter zu Bieberich am Rhein, zog nach
dem Tode der erſteren 1888 mit der
letzteren nach Wiesbaden, und hier
ſtarb ſie am 3. Juni 1890.

S:

Dra-
matiſche Genrebilder, 1885 (Jnhalt:
Der neue Burſche, 1885. ‒ Roſen-
ketten, 1885. ‒ Gaſtfreundſchaft, 1885).
‒ Gedichte und Überſetzungen, 1885.

Reichenau, Rudolf,

geb. am 12.
Mai 1817 zu Marienwerder, ſtudierte
in Königsberg und Bonn die Rechts-
wiſſenſchaft und begann ſeine juriſti-
ſche Laufbahn bei dem Appellations-
[Spaltenumbruch]

Rei
gericht ſeiner Vaterſtadt. Wegen
Kränklichkeit gab er dieſelbe jedoch
bald auf und wandte ſich nun der
Belletriſtik zu. Er zog nach Berlin
(1859) und lebte hier als Privatmann
im Kreiſe ſeiner Verwandten und
weniger Freunde, während er die
Sommermonate in der Schweiz zuzu-
bringen pflegte. Aus ſeinen Beob-
achtungen des Familienlebens gingen
ſeine bekannten Charakteriſtiken aus
der Kinder- und Jugendwelt hervor.
Er ſtarb am 17. (nicht 18.) Dezember
1879 in Berlin.

S:

Aus unſern vier
Wänden (Bilder a. d. Jugend- und
Familienleben), 3 Abteilgn., 1859 bis
64. Erſte Geſamtausg., 1877. ‒ Lie-
besgeſchichten (Neues a. d. alten vier
Wänden), 1868. ‒ Am eigenen Herde
(Aus den neuen vier Wänden), 1873.
‒ Die Alten (Letzte Bilder), 1876.

Reichenbach, Hermann,

geboren
am 8. März 1869 in Hamburg als
Sohn eines Kürſchnermeiſters, be-
ſuchte höhere Schulen daſelbſt bis zur
Erlangung des Reifezeugniſſes zum
einjährigen Dienſt, mußte dann aber,
da der Vater kurz vorher geſtorben
war, einen praktiſchen Beruf ergrei-
fen. Er wurde Kaufmann, gehörte
mehrere Jahre einem bedeutenden
Bankinſtitut in Hamburg an, ver-
ſcherzte ſich aber die Gunſt der Di-
rektoren durch ſein politiſches Auf-
treten in demokratiſchen und frei-
ſinnigen Vereinen und ward deshalb
entlaſſen (1901). Jetzt wandte ſich
R. der dramatiſchen Dichtung zu, u.
wenn auch ſein erſtes Drama „Hoch-
waſſer“ einen Mißerfolg erzielte, ſo
ließ er ſich dadurch nicht von weite-
rer Arbeit zurückſchrecken, und ſchließ-
lich hat er denn auch mit ſeinen wei-
teren Dramen anſehnlichen Erfolg
gehabt. R. lebt noch jetzt in Hamburg.

S:

Hochwaſſer (Dr.), 1902. ‒ Strö-
mungen (Zeitbild), 1906. 2. A. 1907.
‒ Strandgut (Dr.), 1907. ‒ Ketten
(Dr.), 1908. 4. A. 1909. ‒ Rauhreif
(Dr.), 1909. ‒ Eine halbe Stunde

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[412/0416] Rei Rei wiſſenſchaftliche Bildung, lebte ſeit 1873 in Jena, Leipzig, München ꝛc. und ſeit 1883 in Berlin ſeinen Stu- dien und literariſchen Arbeiten. Jm letzten Jahrzehnt hat er beſonders den Philoſophen und Germaniſten J. Chr. Gottſched, ſeine Schriften u. Zeitgenoſſen zum Gegenſtand ſeiner Studien gemacht, gibt auch ſeit 1902 die „Gottſched-Halle“ heraus. S: Ge- dichte, 1873. 3. A. 1896. ‒ Schlichte Gedichte; II, 1876‒77. ‒ Antigone (Tr.), 1877. ‒ Zehn Jahre (Dn.), 1881. ‒ Der Eisbär (Lſp.), 1881. ‒ Andreas Rute (Tr.), 1884. ‒ Aber- glaube (Lſp.), 1883. ‒ Aus dem Leben (Nn.), 1887. ‒ Lebensbilder (Neue Nn.), 1888. ‒ Die Bildhauer (Schſp.), 1897. ‒ Brüder und Schweſtern (R.), 1898. ‒ Neues Glück (Lſp.), 1898. ‒ Die Meiſterkrone (Märchendichtg.), 1899. ‒ Gottſched, ein Kämpfer für Aufklärung und Volksbildung (Vor- trag), 1900. ‒ Gottſched, der Deutſche (Dem deutſchen Volke vor Augen ge- führt), 1901. ‒ Gottſched (Biogr.); 1. Bd. 1908. *Reichenau, Auguſte von, wurde am 4. Mai 1843 zu Dillenburg im Naſſauiſchen geboren, wo ihr Vater als Forſtmeiſter in Dienſten ſtand. Jhr Leben war ein in der Familie begrenztes und, einige Reiſen aus- genommen, den häuslichen Pflichten und mannigfacher Krankenpflege ge- widmet. Seit dem Tode des Vaters lebte ſie mit ihrer Mutter und Schwe- ſter zu Bieberich am Rhein, zog nach dem Tode der erſteren 1888 mit der letzteren nach Wiesbaden, und hier ſtarb ſie am 3. Juni 1890. S: Dra- matiſche Genrebilder, 1885 (Jnhalt: Der neue Burſche, 1885. ‒ Roſen- ketten, 1885. ‒ Gaſtfreundſchaft, 1885). ‒ Gedichte und Überſetzungen, 1885. Reichenau, Rudolf, geb. am 12. Mai 1817 zu Marienwerder, ſtudierte in Königsberg und Bonn die Rechts- wiſſenſchaft und begann ſeine juriſti- ſche Laufbahn bei dem Appellations- gericht ſeiner Vaterſtadt. Wegen Kränklichkeit gab er dieſelbe jedoch bald auf und wandte ſich nun der Belletriſtik zu. Er zog nach Berlin (1859) und lebte hier als Privatmann im Kreiſe ſeiner Verwandten und weniger Freunde, während er die Sommermonate in der Schweiz zuzu- bringen pflegte. Aus ſeinen Beob- achtungen des Familienlebens gingen ſeine bekannten Charakteriſtiken aus der Kinder- und Jugendwelt hervor. Er ſtarb am 17. (nicht 18.) Dezember 1879 in Berlin. S: Aus unſern vier Wänden (Bilder a. d. Jugend- und Familienleben), 3 Abteilgn., 1859 bis 64. Erſte Geſamtausg., 1877. ‒ Lie- besgeſchichten (Neues a. d. alten vier Wänden), 1868. ‒ Am eigenen Herde (Aus den neuen vier Wänden), 1873. ‒ Die Alten (Letzte Bilder), 1876. Reichenbach, Hermann, geboren am 8. März 1869 in Hamburg als Sohn eines Kürſchnermeiſters, be- ſuchte höhere Schulen daſelbſt bis zur Erlangung des Reifezeugniſſes zum einjährigen Dienſt, mußte dann aber, da der Vater kurz vorher geſtorben war, einen praktiſchen Beruf ergrei- fen. Er wurde Kaufmann, gehörte mehrere Jahre einem bedeutenden Bankinſtitut in Hamburg an, ver- ſcherzte ſich aber die Gunſt der Di- rektoren durch ſein politiſches Auf- treten in demokratiſchen und frei- ſinnigen Vereinen und ward deshalb entlaſſen (1901). Jetzt wandte ſich R. der dramatiſchen Dichtung zu, u. wenn auch ſein erſtes Drama „Hoch- waſſer“ einen Mißerfolg erzielte, ſo ließ er ſich dadurch nicht von weite- rer Arbeit zurückſchrecken, und ſchließ- lich hat er denn auch mit ſeinen wei- teren Dramen anſehnlichen Erfolg gehabt. R. lebt noch jetzt in Hamburg. S: Hochwaſſer (Dr.), 1902. ‒ Strö- mungen (Zeitbild), 1906. 2. A. 1907. ‒ Strandgut (Dr.), 1907. ‒ Ketten (Dr.), 1908. 4. A. 1909. ‒ Rauhreif (Dr.), 1909. ‒ Eine halbe Stunde *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 412. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/416>, abgerufen am 23.03.2019.