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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Rho
Rhoden, Emmy von,

Pseud. für
Emmy Friedrich; s. d.!

Rhök, Jakob,

Pseud. für Julius
Köhr;
s. d.!

Rhyn, Atz vom,

Psd. für Arthur
Rehbein;
s. d.!

Ribbeck, Walter,

geb. am 13. Mai
1858 in Berlin als der Sohn des
Ministerialdirektors Bernhard R.,
besuchte das königl. Wilhelms-Gym-
nasium daselbst, an dem er im Sept.
1876 die Abiturientenprüfung be-
stand, und studierte darauf zuerst
Jura, dann Philosophie und Ge-
schichte in Berlin, Tübingen u. Leip-
zig. An letzter Universität wurde er
im Dezember 1880 zum Dr. phil.
promoviert. Er arbeitete darauf in
Berlin, besonders im Seminar von
Professor Waitz, und trat 188 5in
Münster in den Archivdienst, in wel-
chem er seit 1887 in Hannover, seit
1889 in Düsseldorf, seit 1891 in Ko-
blenz, seit 1892 als Archivar in Mar-
burg und seit 1898 in Breslau tätig
war. Hier starb er plötzlich am 26.
November 1899. - Außer verschiede-
nen historischen und philosophischen
Schriften und Beiträgen in Zeit-
schriften gab er heraus

S:

Konfes-
sionen eines Nachdenklichen (Ge.),
1893.

*Ricek, Leopold Georg,

geb. am
15. November 1863 in Wien als Sohn
eines Tuchfabrikanten, der im Jahre
des großen "Wiener Krachs" sein
Vermögen einbüßte, studierte priva-
tim besonders Sprachen und Huma-
niora, maturierte 1884 daselbst und
wurde 1886 Volksschullehrer. Als
solcher wirkte er in Kapelln, Gerol-
ding und seit 1907 in Sommerein
am Leithaberge (Nieder-Österreich),
von wo er 1911 als Schulleiter nach
Klostertal bei Gutstein versetzt ward.
Als Germanist, Reiseschilderer und
Novellist ist er Mitarbeiter an einer
Reihe hervorragender Zeitschriften.

S:

Gelehrter Zecher goldnes Alpha-
bet, 1896. - Jm Banne der goldenen
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Rich
Wachau, 1905. - Sonnenkinder (16
Nn.), 1906. - Wachauer Sagen, 1905.
- Die Ostmark im Spiegel deutscher
Dichtung (Anthol.), 1910. - Der
Fall von Hohenkrähen (E.), 1911.

Richard, C.,

Pseud. für Alfred
C. Richard Schmidt;
s. d.!

Richard, Jean,

Psd. für Richard
Pohl;
s. d.!

Richard, Johann Friedrich,

* in
Hamburg am 7. Septbr. 1804, Sohn
unbemittelter Eltern, büßte in sei-
nem vierten Jahre durch einen Zu-
fall ein Auge ganz ein, während die
Sehkraft des anderen geschwächt
wurde. Am 9. Aug. 1815 wurde er
in das Hamburger Waisenhaus auf-
genommen, blieb auch nach seiner
Konfirmation noch einige Zeit in der
Anstalt, wo er sich mit dem Unter-
richt der jüngeren Kinder beschäf-
tigte, bis ihm 1822 der Pastor Hübbe
eine Lehrerstelle bei der Schule im
Kurhause verschaffte. Nach zehn Mo-
naten wurde er von bösartigen Blat-
tern befallen, infolgedessen er fast
gänzlich erblindete. Eine Augenope-
ration im Jahre 1825 mißlang völ-
lig. Jm Jahre 1837 wurde er als
zweiter Lehrer an der Blinden-An-
stalt in Hamburg angestellt, benutzte
1840 einen Urlaub zu einer Reise
durch Deutschland, um sich im Fache
des Blindenunterrichts weiter aus-
zubilden, u. erhielt im Mai 1841 die
Stelle eines Oberlehrers und Leiters
der Blindenanstalt, die er bis 1870
versah. Er hat mancherlei zweckmä-
ßige Erfindungen zur Förderung des
Blindenunterrichts gemacht. Sein
Tod erfolgte im Februar 1886.

S:


Erste Blüten der Poesie, 1826. -
Klänge durch die Nacht (Ge.), 1830.
- Nachtfalter (Neue Ge.), 1832. -
Gedichte in 2 Büchern [1. Hiero-
nymus Snitger (Ep. G.). - 2. Ge-
dichte vermischten Jnhalts], 1836. -
Das Gartenfest (Jd.), 1839. - Ge-
denkblätter, 1849. - Poet. Mummen-
schanz in Rätseln u. Charaden, 1861.

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Rho
Rhoden, Emmy von,

Pſeud. für
Emmy Friedrich; ſ. d.!

Rhök, Jakob,

Pſeud. für Julius
Köhr;
ſ. d.!

Rhyn, Atz vom,

Pſd. für Arthur
Rehbein;
ſ. d.!

Ribbeck, Walter,

geb. am 13. Mai
1858 in Berlin als der Sohn des
Miniſterialdirektors Bernhard R.,
beſuchte das königl. Wilhelms-Gym-
naſium daſelbſt, an dem er im Sept.
1876 die Abiturientenprüfung be-
ſtand, und ſtudierte darauf zuerſt
Jura, dann Philoſophie und Ge-
ſchichte in Berlin, Tübingen u. Leip-
zig. An letzter Univerſität wurde er
im Dezember 1880 zum Dr. phil.
promoviert. Er arbeitete darauf in
Berlin, beſonders im Seminar von
Profeſſor Waitz, und trat 188 5in
Münſter in den Archivdienſt, in wel-
chem er ſeit 1887 in Hannover, ſeit
1889 in Düſſeldorf, ſeit 1891 in Ko-
blenz, ſeit 1892 als Archivar in Mar-
burg und ſeit 1898 in Breslau tätig
war. Hier ſtarb er plötzlich am 26.
November 1899. ‒ Außer verſchiede-
nen hiſtoriſchen und philoſophiſchen
Schriften und Beiträgen in Zeit-
ſchriften gab er heraus

S:

Konfeſ-
ſionen eines Nachdenklichen (Ge.),
1893.

*Ricek, Leopold Georg,

geb. am
15. November 1863 in Wien als Sohn
eines Tuchfabrikanten, der im Jahre
des großen „Wiener Krachs“ ſein
Vermögen einbüßte, ſtudierte priva-
tim beſonders Sprachen und Huma-
niora, maturierte 1884 daſelbſt und
wurde 1886 Volksſchullehrer. Als
ſolcher wirkte er in Kapelln, Gerol-
ding und ſeit 1907 in Sommerein
am Leithaberge (Nieder-Öſterreich),
von wo er 1911 als Schulleiter nach
Kloſtertal bei Gutſtein verſetzt ward.
Als Germaniſt, Reiſeſchilderer und
Novelliſt iſt er Mitarbeiter an einer
Reihe hervorragender Zeitſchriften.

S:

Gelehrter Zecher goldnes Alpha-
bet, 1896. ‒ Jm Banne der goldenen
[Spaltenumbruch]

Rich
Wachau, 1905. ‒ Sonnenkinder (16
Nn.), 1906. ‒ Wachauer Sagen, 1905.
‒ Die Oſtmark im Spiegel deutſcher
Dichtung (Anthol.), 1910. ‒ Der
Fall von Hohenkrähen (E.), 1911.

Richard, C.,

Pſeud. für Alfred
C. Richard Schmidt;
ſ. d.!

Richard, Jean,

Pſd. für Richard
Pohl;
ſ. d.!

Richard, Johann Friedrich,

* in
Hamburg am 7. Septbr. 1804, Sohn
unbemittelter Eltern, büßte in ſei-
nem vierten Jahre durch einen Zu-
fall ein Auge ganz ein, während die
Sehkraft des anderen geſchwächt
wurde. Am 9. Aug. 1815 wurde er
in das Hamburger Waiſenhaus auf-
genommen, blieb auch nach ſeiner
Konfirmation noch einige Zeit in der
Anſtalt, wo er ſich mit dem Unter-
richt der jüngeren Kinder beſchäf-
tigte, bis ihm 1822 der Paſtor Hübbe
eine Lehrerſtelle bei der Schule im
Kurhauſe verſchaffte. Nach zehn Mo-
naten wurde er von bösartigen Blat-
tern befallen, infolgedeſſen er faſt
gänzlich erblindete. Eine Augenope-
ration im Jahre 1825 mißlang völ-
lig. Jm Jahre 1837 wurde er als
zweiter Lehrer an der Blinden-An-
ſtalt in Hamburg angeſtellt, benutzte
1840 einen Urlaub zu einer Reiſe
durch Deutſchland, um ſich im Fache
des Blindenunterrichts weiter aus-
zubilden, u. erhielt im Mai 1841 die
Stelle eines Oberlehrers und Leiters
der Blindenanſtalt, die er bis 1870
verſah. Er hat mancherlei zweckmä-
ßige Erfindungen zur Förderung des
Blindenunterrichts gemacht. Sein
Tod erfolgte im Februar 1886.

S:


Erſte Blüten der Poeſie, 1826. ‒
Klänge durch die Nacht (Ge.), 1830.
‒ Nachtfalter (Neue Ge.), 1832. ‒
Gedichte in 2 Büchern [1. Hiero-
nymus Snitger (Ep. G.). ‒ 2. Ge-
dichte vermiſchten Jnhalts], 1836. ‒
Das Gartenfeſt (Jd.), 1839. ‒ Ge-
denkblätter, 1849. ‒ Poet. Mummen-
ſchanz in Rätſeln u. Charaden, 1861.

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[454/0458] Rho Rich Rhoden, Emmy von, Pſeud. für Emmy Friedrich; ſ. d.! Rhök, Jakob, Pſeud. für Julius Köhr; ſ. d.! Rhyn, Atz vom, Pſd. für Arthur Rehbein; ſ. d.! Ribbeck, Walter, geb. am 13. Mai 1858 in Berlin als der Sohn des Miniſterialdirektors Bernhard R., beſuchte das königl. Wilhelms-Gym- naſium daſelbſt, an dem er im Sept. 1876 die Abiturientenprüfung be- ſtand, und ſtudierte darauf zuerſt Jura, dann Philoſophie und Ge- ſchichte in Berlin, Tübingen u. Leip- zig. An letzter Univerſität wurde er im Dezember 1880 zum Dr. phil. promoviert. Er arbeitete darauf in Berlin, beſonders im Seminar von Profeſſor Waitz, und trat 188 5in Münſter in den Archivdienſt, in wel- chem er ſeit 1887 in Hannover, ſeit 1889 in Düſſeldorf, ſeit 1891 in Ko- blenz, ſeit 1892 als Archivar in Mar- burg und ſeit 1898 in Breslau tätig war. Hier ſtarb er plötzlich am 26. November 1899. ‒ Außer verſchiede- nen hiſtoriſchen und philoſophiſchen Schriften und Beiträgen in Zeit- ſchriften gab er heraus S: Konfeſ- ſionen eines Nachdenklichen (Ge.), 1893. *Ricek, Leopold Georg, geb. am 15. November 1863 in Wien als Sohn eines Tuchfabrikanten, der im Jahre des großen „Wiener Krachs“ ſein Vermögen einbüßte, ſtudierte priva- tim beſonders Sprachen und Huma- niora, maturierte 1884 daſelbſt und wurde 1886 Volksſchullehrer. Als ſolcher wirkte er in Kapelln, Gerol- ding und ſeit 1907 in Sommerein am Leithaberge (Nieder-Öſterreich), von wo er 1911 als Schulleiter nach Kloſtertal bei Gutſtein verſetzt ward. Als Germaniſt, Reiſeſchilderer und Novelliſt iſt er Mitarbeiter an einer Reihe hervorragender Zeitſchriften. S: Gelehrter Zecher goldnes Alpha- bet, 1896. ‒ Jm Banne der goldenen Wachau, 1905. ‒ Sonnenkinder (16 Nn.), 1906. ‒ Wachauer Sagen, 1905. ‒ Die Oſtmark im Spiegel deutſcher Dichtung (Anthol.), 1910. ‒ Der Fall von Hohenkrähen (E.), 1911. Richard, C., Pſeud. für Alfred C. Richard Schmidt; ſ. d.! Richard, Jean, Pſd. für Richard Pohl; ſ. d.! Richard, Johann Friedrich, * in Hamburg am 7. Septbr. 1804, Sohn unbemittelter Eltern, büßte in ſei- nem vierten Jahre durch einen Zu- fall ein Auge ganz ein, während die Sehkraft des anderen geſchwächt wurde. Am 9. Aug. 1815 wurde er in das Hamburger Waiſenhaus auf- genommen, blieb auch nach ſeiner Konfirmation noch einige Zeit in der Anſtalt, wo er ſich mit dem Unter- richt der jüngeren Kinder beſchäf- tigte, bis ihm 1822 der Paſtor Hübbe eine Lehrerſtelle bei der Schule im Kurhauſe verſchaffte. Nach zehn Mo- naten wurde er von bösartigen Blat- tern befallen, infolgedeſſen er faſt gänzlich erblindete. Eine Augenope- ration im Jahre 1825 mißlang völ- lig. Jm Jahre 1837 wurde er als zweiter Lehrer an der Blinden-An- ſtalt in Hamburg angeſtellt, benutzte 1840 einen Urlaub zu einer Reiſe durch Deutſchland, um ſich im Fache des Blindenunterrichts weiter aus- zubilden, u. erhielt im Mai 1841 die Stelle eines Oberlehrers und Leiters der Blindenanſtalt, die er bis 1870 verſah. Er hat mancherlei zweckmä- ßige Erfindungen zur Förderung des Blindenunterrichts gemacht. Sein Tod erfolgte im Februar 1886. S: Erſte Blüten der Poeſie, 1826. ‒ Klänge durch die Nacht (Ge.), 1830. ‒ Nachtfalter (Neue Ge.), 1832. ‒ Gedichte in 2 Büchern [1. Hiero- nymus Snitger (Ep. G.). ‒ 2. Ge- dichte vermiſchten Jnhalts], 1836. ‒ Das Gartenfeſt (Jd.), 1839. ‒ Ge- denkblätter, 1849. ‒ Poet. Mummen- ſchanz in Rätſeln u. Charaden, 1861. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 454. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/458>, abgerufen am 23.03.2019.