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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Mün
Juda (Gesänge), 1900. - Balladen,
1901. 2. A. 1906. - Ritterliches Lie-
derbuch, 1904. - Die beiden letzten
vereinigt u. d. T.: Die Balladen und
ritterlichen Lieder, 6. T. 1910. - Das
Herz im Harnisch, 1911.

Münchhausen, Max Frhr. von,


geb. am 1. April 1868 in Schwöbber,
lebt in Weimar.

S:

Nähkarline (N.),
1904. - Eckhart von Jeperen (R.),
1905. - Jns Paradies. Adam, Eva,
die Sünde, 1907.

Mund, E. D.,

Psd. für Edmund
von Pochhammer;
s. d.!

Mund, Ed.,

Pseud. für Edmund
Lichtenstein;
s. d.!

*Mund, Karl,

wurde am 18. April
1833 zu Magdeburg geboren, wo sein
Vater Beamter der kgl. Provinzial-
Steuer-Behörde war. Seine haupt-
sächlichste Schulbildung erhielt er
auf dem alten Domgymnasium seiner
Vaterstadt, mußte aber diese Anstalt
beim frühen Tode der Eltern vorzei-
tig verlassen und ward bei einem
Buchbinder in die Lehre gegeben.
Nach Verlauf einer vierjährigen Lehr-
zeit versuchte er mehrfach, einen
andern Lebensweg sich zu ebnen;
aber immer ohne Erfolg. Endlich
nahm er eine Schreiberstelle im Re-
daktionszimmer des Wohnungs-An-
zeigers seiner Vaterstadt an und trat
1855 als Beamter bei einer in Mag-
deburg befindlichen Versicherungs-
gesellschaft ein, in welcher Stellung
er bis zu seiner Pensionierung (1873)
verblieb.

S:

Gedichte, 1865. - Der
rhodische Genius (G. zum 100. Ge-
burtstage A. v. Humboldts), 1869.

Mundt, Klara,

Gattin des Fol-
genden, psd. Luise Mühlbach, war
die Tochter des Oberbürgermeisters
Müller zu Neubrandenburg und
daselbst am 2. Jan. 1814 geboren.
Ziemlich sorgfältig in der kleinen
Provinzialstadt erzogen, vervoll-
kommnete sie ihre Bildung aus selb-
ständigem Drang durch Lesen und
Versuche, ihre poetischen Anregun-
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Mun
gen in schriftliche u. druckbare Form
zu bringen. Auch eine Reise nach
der Schweiz und Jtalien kam hinzu,
um ihren suchenden Geist anzuregen
und sie mit einer warmen Verehrung
für die Literatur zu erfüllen. Sie
schwärmte für die Modeschriftsteller
jener Zeit, für H. Heine, K. Gutzkow,
Börne und insbesondere auch für
Theodor Mundt; an letzteren sandte
sie ihre belletriftischen Versuche und
kam darüber mit ihm in einem emp-
findsamen Briefwechsel, der später
zur persönlichen Bekanntschaft und
1839 zur ehelichen Verbindung führte.
Seitdem lebte sie in Berlin, von wo
aus sie manche größere Reise unter-
nahm. Jhr Haus in Berlin wurde
bald der Sammelpunkt der hervor-
ragendsten Geister. Herzog Ernst
von Sachsen-Koburg, Prinz Georg
von Preußen, Fürst Pückler-Muskau,
Auerbach, F. Lewald, Ad. Stahr,
Gutzkow, L. Pietsch, A. Glasbrenner
und viele andere, darunter Bühnen-
größen ersten Ranges (Haase, Dev-
rient, Döring, F. Goßmann, Charl.
Hagen etc.) verkehrten mit ihr in
freundschaftlichster Weise. Dem Gra-
fen Lehndorf, dem Liebling Kaiser
Wilhelms I., verdankte sie 1869 die
Einladung des Khedive von Ägypten
zur Einweihung des Suezkanals. Jm
August 1873 wurde sie von einem
heftigen Leberleiden befallen und er-
lag demselben am 26. Septbr. 1873.

S:

Erste und letzte Liebe (R.), 1838.
- Frauenschicksal (4 En.), 1839. -
Die Pilger der Elbe, 1839. - Des
Lebens Heiland (R.), 1840. - Zug-
vögel (Rn. und Sk.); II, 1840. - No-
vellettenbuch, 1. Tl., 1841. - Glück
und Gold (R.); II. 1842. - Der Zög-
ling der Natur (R.), 1842. - Justin
(R.), 1842. - Bunte Welt; II, 1841.
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II, 1845. - Rovellen und Szenen; II,
1845. - Ein Roman in Berlin; III,
1846. - Hofgeschichten; III, 1847. -

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Mün
Juda (Geſänge), 1900. ‒ Balladen,
1901. 2. A. 1906. ‒ Ritterliches Lie-
derbuch, 1904. ‒ Die beiden letzten
vereinigt u. d. T.: Die Balladen und
ritterlichen Lieder, 6. T. 1910. ‒ Das
Herz im Harniſch, 1911.

Münchhauſen, Max Frhr. von,


geb. am 1. April 1868 in Schwöbber,
lebt in Weimar.

S:

Nähkarline (N.),
1904. ‒ Eckhart von Jeperen (R.),
1905. ‒ Jns Paradies. Adam, Eva,
die Sünde, 1907.

Mund, E. D.,

Pſd. für Edmund
von Pochhammer;
ſ. d.!

Mund, Ed.,

Pſeud. für Edmund
Lichtenſtein;
ſ. d.!

*Mund, Karl,

wurde am 18. April
1833 zu Magdeburg geboren, wo ſein
Vater Beamter der kgl. Provinzial-
Steuer-Behörde war. Seine haupt-
ſächlichſte Schulbildung erhielt er
auf dem alten Domgymnaſium ſeiner
Vaterſtadt, mußte aber dieſe Anſtalt
beim frühen Tode der Eltern vorzei-
tig verlaſſen und ward bei einem
Buchbinder in die Lehre gegeben.
Nach Verlauf einer vierjährigen Lehr-
zeit verſuchte er mehrfach, einen
andern Lebensweg ſich zu ebnen;
aber immer ohne Erfolg. Endlich
nahm er eine Schreiberſtelle im Re-
daktionszimmer des Wohnungs-An-
zeigers ſeiner Vaterſtadt an und trat
1855 als Beamter bei einer in Mag-
deburg befindlichen Verſicherungs-
geſellſchaft ein, in welcher Stellung
er bis zu ſeiner Penſionierung (1873)
verblieb.

S:

Gedichte, 1865. ‒ Der
rhodiſche Genius (G. zum 100. Ge-
burtstage A. v. Humboldts), 1869.

Mundt, Klara,

Gattin des Fol-
genden, pſd. Luiſe Mühlbach, war
die Tochter des Oberbürgermeiſters
Müller zu Neubrandenburg und
daſelbſt am 2. Jan. 1814 geboren.
Ziemlich ſorgfältig in der kleinen
Provinzialſtadt erzogen, vervoll-
kommnete ſie ihre Bildung aus ſelb-
ſtändigem Drang durch Leſen und
Verſuche, ihre poetiſchen Anregun-
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Mun
gen in ſchriftliche u. druckbare Form
zu bringen. Auch eine Reiſe nach
der Schweiz und Jtalien kam hinzu,
um ihren ſuchenden Geiſt anzuregen
und ſie mit einer warmen Verehrung
für die Literatur zu erfüllen. Sie
ſchwärmte für die Modeſchriftſteller
jener Zeit, für H. Heine, K. Gutzkow,
Börne und insbeſondere auch für
Theodor Mundt; an letzteren ſandte
ſie ihre belletriftiſchen Verſuche und
kam darüber mit ihm in einem emp-
findſamen Briefwechſel, der ſpäter
zur perſönlichen Bekanntſchaft und
1839 zur ehelichen Verbindung führte.
Seitdem lebte ſie in Berlin, von wo
aus ſie manche größere Reiſe unter-
nahm. Jhr Haus in Berlin wurde
bald der Sammelpunkt der hervor-
ragendſten Geiſter. Herzog Ernſt
von Sachſen-Koburg, Prinz Georg
von Preußen, Fürſt Pückler-Muskau,
Auerbach, F. Lewald, Ad. Stahr,
Gutzkow, L. Pietſch, A. Glasbrenner
und viele andere, darunter Bühnen-
größen erſten Ranges (Haaſe, Dev-
rient, Döring, F. Goßmann, Charl.
Hagen ꝛc.) verkehrten mit ihr in
freundſchaftlichſter Weiſe. Dem Gra-
fen Lehndorf, dem Liebling Kaiſer
Wilhelms I., verdankte ſie 1869 die
Einladung des Khedive von Ägypten
zur Einweihung des Suezkanals. Jm
Auguſt 1873 wurde ſie von einem
heftigen Leberleiden befallen und er-
lag demſelben am 26. Septbr. 1873.

S:

Erſte und letzte Liebe (R.), 1838.
‒ Frauenſchickſal (4 En.), 1839. ‒
Die Pilger der Elbe, 1839. ‒ Des
Lebens Heiland (R.), 1840. ‒ Zug-
vögel (Rn. und Sk.); II, 1840. ‒ No-
vellettenbuch, 1. Tl., 1841. ‒ Glück
und Gold (R.); II. 1842. ‒ Der Zög-
ling der Natur (R.), 1842. ‒ Juſtin
(R.), 1842. ‒ Bunte Welt; II, 1841.
‒ Nach der Hochzeit (R.); II, 1844. ‒
Eva (N.); II, 1844. ‒ Giſela (R.);
II, 1845. ‒ Rovellen und Szenen; II,
1845. ‒ Ein Roman in Berlin; III,
1846. ‒ Hofgeſchichten; III, 1847. ‒

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[83/0087] Mün Mun Juda (Geſänge), 1900. ‒ Balladen, 1901. 2. A. 1906. ‒ Ritterliches Lie- derbuch, 1904. ‒ Die beiden letzten vereinigt u. d. T.: Die Balladen und ritterlichen Lieder, 6. T. 1910. ‒ Das Herz im Harniſch, 1911. Münchhauſen, Max Frhr. von, geb. am 1. April 1868 in Schwöbber, lebt in Weimar. S: Nähkarline (N.), 1904. ‒ Eckhart von Jeperen (R.), 1905. ‒ Jns Paradies. Adam, Eva, die Sünde, 1907. Mund, E. D., Pſd. für Edmund von Pochhammer; ſ. d.! Mund, Ed., Pſeud. für Edmund Lichtenſtein; ſ. d.! *Mund, Karl, wurde am 18. April 1833 zu Magdeburg geboren, wo ſein Vater Beamter der kgl. Provinzial- Steuer-Behörde war. Seine haupt- ſächlichſte Schulbildung erhielt er auf dem alten Domgymnaſium ſeiner Vaterſtadt, mußte aber dieſe Anſtalt beim frühen Tode der Eltern vorzei- tig verlaſſen und ward bei einem Buchbinder in die Lehre gegeben. Nach Verlauf einer vierjährigen Lehr- zeit verſuchte er mehrfach, einen andern Lebensweg ſich zu ebnen; aber immer ohne Erfolg. Endlich nahm er eine Schreiberſtelle im Re- daktionszimmer des Wohnungs-An- zeigers ſeiner Vaterſtadt an und trat 1855 als Beamter bei einer in Mag- deburg befindlichen Verſicherungs- geſellſchaft ein, in welcher Stellung er bis zu ſeiner Penſionierung (1873) verblieb. S: Gedichte, 1865. ‒ Der rhodiſche Genius (G. zum 100. Ge- burtstage A. v. Humboldts), 1869. Mundt, Klara, Gattin des Fol- genden, pſd. Luiſe Mühlbach, war die Tochter des Oberbürgermeiſters Müller zu Neubrandenburg und daſelbſt am 2. Jan. 1814 geboren. Ziemlich ſorgfältig in der kleinen Provinzialſtadt erzogen, vervoll- kommnete ſie ihre Bildung aus ſelb- ſtändigem Drang durch Leſen und Verſuche, ihre poetiſchen Anregun- gen in ſchriftliche u. druckbare Form zu bringen. Auch eine Reiſe nach der Schweiz und Jtalien kam hinzu, um ihren ſuchenden Geiſt anzuregen und ſie mit einer warmen Verehrung für die Literatur zu erfüllen. Sie ſchwärmte für die Modeſchriftſteller jener Zeit, für H. Heine, K. Gutzkow, Börne und insbeſondere auch für Theodor Mundt; an letzteren ſandte ſie ihre belletriftiſchen Verſuche und kam darüber mit ihm in einem emp- findſamen Briefwechſel, der ſpäter zur perſönlichen Bekanntſchaft und 1839 zur ehelichen Verbindung führte. Seitdem lebte ſie in Berlin, von wo aus ſie manche größere Reiſe unter- nahm. Jhr Haus in Berlin wurde bald der Sammelpunkt der hervor- ragendſten Geiſter. Herzog Ernſt von Sachſen-Koburg, Prinz Georg von Preußen, Fürſt Pückler-Muskau, Auerbach, F. Lewald, Ad. Stahr, Gutzkow, L. Pietſch, A. Glasbrenner und viele andere, darunter Bühnen- größen erſten Ranges (Haaſe, Dev- rient, Döring, F. Goßmann, Charl. Hagen ꝛc.) verkehrten mit ihr in freundſchaftlichſter Weiſe. Dem Gra- fen Lehndorf, dem Liebling Kaiſer Wilhelms I., verdankte ſie 1869 die Einladung des Khedive von Ägypten zur Einweihung des Suezkanals. Jm Auguſt 1873 wurde ſie von einem heftigen Leberleiden befallen und er- lag demſelben am 26. Septbr. 1873. S: Erſte und letzte Liebe (R.), 1838. ‒ Frauenſchickſal (4 En.), 1839. ‒ Die Pilger der Elbe, 1839. ‒ Des Lebens Heiland (R.), 1840. ‒ Zug- vögel (Rn. und Sk.); II, 1840. ‒ No- vellettenbuch, 1. Tl., 1841. ‒ Glück und Gold (R.); II. 1842. ‒ Der Zög- ling der Natur (R.), 1842. ‒ Juſtin (R.), 1842. ‒ Bunte Welt; II, 1841. ‒ Nach der Hochzeit (R.); II, 1844. ‒ Eva (N.); II, 1844. ‒ Giſela (R.); II, 1845. ‒ Rovellen und Szenen; II, 1845. ‒ Ein Roman in Berlin; III, 1846. ‒ Hofgeſchichten; III, 1847. ‒ * 6*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 5. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 83. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon05_1913/87>, abgerufen am 18.02.2019.