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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Rit
Ritter, Eduard Eugen,

geb. am
21. Januar 1869 in Bremen, 1901
Dr. jur., lebt (1899) in Kolberg, 1900
in Berlin, 1901 in Hannover, (1903)
in Bad Kösen, 1904 in Posen, 1905
in Leipzig, 1907 in Berlin, wo er die
Zeitungs-Korrespondenz "Der Osten"
herausgab.

S:

Caron (R.), 1887. -
Der Schriftstellerball (Lsp.), 1888. -
Gedichte, 1897. - Frau Marie (Bür-
gerl. Tr.), 1899. - Blind (Schsp.),
1901. - Verlorener Kampf (Dr.),
1902. - Schwiegersöhne (Schw.),
1903. - Das Portemonnaie (Schw.),
1904. - Der Ehefachmann (Lsp.),
1909. - Die Rivalin (Schsp.), 1910.

Ritter, Ernst,

Pseud. für Emilie
von Binzer;
s. d.!

*Ritter, Franz,

geb. am 13. Nov.
1876 in Geispolzheim bei Straß-
burg i. E., kam nach genossenem
Volksschul- und Privatunterricht
1890 in das Jnstitut der Väter vom
heiligen Herzen in Antwerpen, wo er
die Gymnasialklassen besuchte. Er
studierte dann mehrere Jahre in
Salzburg (Österreich) Philosophie
und Theologie, wandte sich darauf
aber dem Studium der neueren Phi-
lologie zu. Nachdem er ein Jahr
lang in Luxemburg Hauslehrer ge-
wesen und danach seiner Militär-
pflicht beim 8. Garde-Grenadier-Reg.
in Spandau genügt hatte, setzte er
seine Studien in Straßburg fort,
absolvierte dort 1907 sein Oberleh-
rerexamen, legte sein Probejahr ab
und trat darauf bei der k. Univer-
sitäts- und Landesbibliothek in
Straßburg als wissenschaftl. Hilfs-
arbeiter ein.

S:

Heimat- und Ju-
gendklänge. Erinnerungen an Geis-
polzheim u. an das Elsaß. (Ge.), 1908.

Ritter, Gottlieb,

Pseudon. für
Theophil Zolling; s. d.!

*Ritter, Hermann,

* am 16. Sept.
1849 zu Wismar in Mecklenburg als
der Sohn eines Beamten, bezog nach
genossener Schulbildung 1865 die
"Neue Akademie der Tonkunst" un-
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Rit
ter Th. Kullaks Leitung in Berlin,
später die dortige "Hochschule für
Musik" unter Joseph Joachim und
trat nach Beendigung seiner Musik-
studien als Violinist in die Hofthea-
terkapelle zu Schwerin i. Meckl. ein,
genügte hier auch seiner Militär-
pflicht als Einjährig-Freiwilliger.
Dann ging er als städtischer Musik-
direktor nach Heidelberg, gab aber
diese Stellung bald auf, um an der
dortigen Universität Geschichte der
Philosophie und Kunstgeschichte zu
studieren. Darauf wandte er sich
wieder ganz den Musikwissenschaften
zu. Ein besonderes Verdienst er-
warb er sich durch Verbesserung sei-
nes Lieblingsinstruments, der Viola
alta,
und 1876 trat er mit seinem
verbesserten Jnstrumente zum ersten-
mal an die Öffentlichkeit. Richard
Wagner berief ihn sofort als Mit-
wirkenden zu den Nibelungen-Auf-
führungen nach Baireuth. Dann
begab sich R. auf Konzertreisen durch
Deutschland, Österreich, die Schweiz,
Holland, Rußland, England und
Schottland u. wurde 1879 zum Pro-
fessor für Musikgeschichte u. Ästhetik
der Musik, sowie für Viola alta an
die kgl. Musikschule in Würzburg be-
rufen, in welcher Stellung er sich noch
jetzt befindet. Er schrieb eine ganze
Reihe musikwissenschaftlicher Werke;
hier sind anzuführen

S:

Alpengrüße
(Ges. Dichterworte über die Alpen),
1886. - Ein kritischer Tag (Familien-
ßene), 1894. - Ein Stein des An-
stoßes (Dramat. Abenteuer), 1895. -
Durch Nacht zum Licht (Schsp.), 1895.
- Jm Alpenglühen (Gebirgsstück mit
Ges. und Tanz), 1903.

*Ritter, Hermann,

geboren am
18. März 1864 in Köln am Rhein
als der Sohn eines Feldwebels bei
der Artillerie, verlor schon im zweiten
Jahre seine Mutter und wurde nun
bei Verwandten in Laasphe erzogen,
bis sich sein Vater, der inzwischen
in Koblenz bei der Jntendantur Be-

*

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Rit
Ritter, Eduard Eugen,

geb. am
21. Januar 1869 in Bremen, 1901
Dr. jur., lebt (1899) in Kolberg, 1900
in Berlin, 1901 in Hannover, (1903)
in Bad Köſen, 1904 in Poſen, 1905
in Leipzig, 1907 in Berlin, wo er die
Zeitungs-Korreſpondenz „Der Oſten“
herausgab.

S:

Caron (R.), 1887. –
Der Schriftſtellerball (Lſp.), 1888. –
Gedichte, 1897. – Frau Marie (Bür-
gerl. Tr.), 1899. – Blind (Schſp.),
1901. – Verlorener Kampf (Dr.),
1902. – Schwiegerſöhne (Schw.),
1903. – Das Portemonnaie (Schw.),
1904. – Der Ehefachmann (Lſp.),
1909. – Die Rivalin (Schſp.), 1910.

Ritter, Ernſt,

Pſeud. für Emilie
von Binzer;
ſ. d.!

*Ritter, Franz,

geb. am 13. Nov.
1876 in Geispolzheim bei Straß-
burg i. E., kam nach genoſſenem
Volksſchul- und Privatunterricht
1890 in das Jnſtitut der Väter vom
heiligen Herzen in Antwerpen, wo er
die Gymnaſialklaſſen beſuchte. Er
ſtudierte dann mehrere Jahre in
Salzburg (Öſterreich) Philoſophie
und Theologie, wandte ſich darauf
aber dem Studium der neueren Phi-
lologie zu. Nachdem er ein Jahr
lang in Luxemburg Hauslehrer ge-
weſen und danach ſeiner Militär-
pflicht beim 8. Garde-Grenadier-Reg.
in Spandau genügt hatte, ſetzte er
ſeine Studien in Straßburg fort,
abſolvierte dort 1907 ſein Oberleh-
rerexamen, legte ſein Probejahr ab
und trat darauf bei der k. Univer-
ſitäts- und Landesbibliothek in
Straßburg als wiſſenſchaftl. Hilfs-
arbeiter ein.

S:

Heimat- und Ju-
gendklänge. Erinnerungen an Geis-
polzheim u. an das Elſaß. (Ge.), 1908.

Ritter, Gottlieb,

Pſeudon. für
Theophil Zolling; ſ. d.!

*Ritter, Hermann,

* am 16. Sept.
1849 zu Wismar in Mecklenburg als
der Sohn eines Beamten, bezog nach
genoſſener Schulbildung 1865 die
„Neue Akademie der Tonkunſt“ un-
[Spaltenumbruch]

Rit
ter Th. Kullaks Leitung in Berlin,
ſpäter die dortige „Hochſchule für
Muſik“ unter Joſeph Joachim und
trat nach Beendigung ſeiner Muſik-
ſtudien als Violiniſt in die Hofthea-
terkapelle zu Schwerin i. Meckl. ein,
genügte hier auch ſeiner Militär-
pflicht als Einjährig-Freiwilliger.
Dann ging er als ſtädtiſcher Muſik-
direktor nach Heidelberg, gab aber
dieſe Stellung bald auf, um an der
dortigen Univerſität Geſchichte der
Philoſophie und Kunſtgeſchichte zu
ſtudieren. Darauf wandte er ſich
wieder ganz den Muſikwiſſenſchaften
zu. Ein beſonderes Verdienſt er-
warb er ſich durch Verbeſſerung ſei-
nes Lieblingsinſtruments, der Viola
alta,
und 1876 trat er mit ſeinem
verbeſſerten Jnſtrumente zum erſten-
mal an die Öffentlichkeit. Richard
Wagner berief ihn ſofort als Mit-
wirkenden zu den Nibelungen-Auf-
führungen nach Baireuth. Dann
begab ſich R. auf Konzertreiſen durch
Deutſchland, Öſterreich, die Schweiz,
Holland, Rußland, England und
Schottland u. wurde 1879 zum Pro-
feſſor für Muſikgeſchichte u. Äſthetik
der Muſik, ſowie für Viola alta an
die kgl. Muſikſchule in Würzburg be-
rufen, in welcher Stellung er ſich noch
jetzt befindet. Er ſchrieb eine ganze
Reihe muſikwiſſenſchaftlicher Werke;
hier ſind anzuführen

S:

Alpengrüße
(Geſ. Dichterworte über die Alpen),
1886. – Ein kritiſcher Tag (Familien-
ſzene), 1894. – Ein Stein des An-
ſtoßes (Dramat. Abenteuer), 1895. –
Durch Nacht zum Licht (Schſp.), 1895.
– Jm Alpenglühen (Gebirgsſtück mit
Geſ. und Tanz), 1903.

*Ritter, Hermann,

geboren am
18. März 1864 in Köln am Rhein
als der Sohn eines Feldwebels bei
der Artillerie, verlor ſchon im zweiten
Jahre ſeine Mutter und wurde nun
bei Verwandten in Laasphe erzogen,
bis ſich ſein Vater, der inzwiſchen
in Koblenz bei der Jntendantur Be-

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[4/0008] Rit Rit Ritter, Eduard Eugen, geb. am 21. Januar 1869 in Bremen, 1901 Dr. jur., lebt (1899) in Kolberg, 1900 in Berlin, 1901 in Hannover, (1903) in Bad Köſen, 1904 in Poſen, 1905 in Leipzig, 1907 in Berlin, wo er die Zeitungs-Korreſpondenz „Der Oſten“ herausgab. S: Caron (R.), 1887. – Der Schriftſtellerball (Lſp.), 1888. – Gedichte, 1897. – Frau Marie (Bür- gerl. Tr.), 1899. – Blind (Schſp.), 1901. – Verlorener Kampf (Dr.), 1902. – Schwiegerſöhne (Schw.), 1903. – Das Portemonnaie (Schw.), 1904. – Der Ehefachmann (Lſp.), 1909. – Die Rivalin (Schſp.), 1910. Ritter, Ernſt, Pſeud. für Emilie von Binzer; ſ. d.! *Ritter, Franz, geb. am 13. Nov. 1876 in Geispolzheim bei Straß- burg i. E., kam nach genoſſenem Volksſchul- und Privatunterricht 1890 in das Jnſtitut der Väter vom heiligen Herzen in Antwerpen, wo er die Gymnaſialklaſſen beſuchte. Er ſtudierte dann mehrere Jahre in Salzburg (Öſterreich) Philoſophie und Theologie, wandte ſich darauf aber dem Studium der neueren Phi- lologie zu. Nachdem er ein Jahr lang in Luxemburg Hauslehrer ge- weſen und danach ſeiner Militär- pflicht beim 8. Garde-Grenadier-Reg. in Spandau genügt hatte, ſetzte er ſeine Studien in Straßburg fort, abſolvierte dort 1907 ſein Oberleh- rerexamen, legte ſein Probejahr ab und trat darauf bei der k. Univer- ſitäts- und Landesbibliothek in Straßburg als wiſſenſchaftl. Hilfs- arbeiter ein. S: Heimat- und Ju- gendklänge. Erinnerungen an Geis- polzheim u. an das Elſaß. (Ge.), 1908. Ritter, Gottlieb, Pſeudon. für Theophil Zolling; ſ. d.! *Ritter, Hermann, * am 16. Sept. 1849 zu Wismar in Mecklenburg als der Sohn eines Beamten, bezog nach genoſſener Schulbildung 1865 die „Neue Akademie der Tonkunſt“ un- ter Th. Kullaks Leitung in Berlin, ſpäter die dortige „Hochſchule für Muſik“ unter Joſeph Joachim und trat nach Beendigung ſeiner Muſik- ſtudien als Violiniſt in die Hofthea- terkapelle zu Schwerin i. Meckl. ein, genügte hier auch ſeiner Militär- pflicht als Einjährig-Freiwilliger. Dann ging er als ſtädtiſcher Muſik- direktor nach Heidelberg, gab aber dieſe Stellung bald auf, um an der dortigen Univerſität Geſchichte der Philoſophie und Kunſtgeſchichte zu ſtudieren. Darauf wandte er ſich wieder ganz den Muſikwiſſenſchaften zu. Ein beſonderes Verdienſt er- warb er ſich durch Verbeſſerung ſei- nes Lieblingsinſtruments, der Viola alta, und 1876 trat er mit ſeinem verbeſſerten Jnſtrumente zum erſten- mal an die Öffentlichkeit. Richard Wagner berief ihn ſofort als Mit- wirkenden zu den Nibelungen-Auf- führungen nach Baireuth. Dann begab ſich R. auf Konzertreiſen durch Deutſchland, Öſterreich, die Schweiz, Holland, Rußland, England und Schottland u. wurde 1879 zum Pro- feſſor für Muſikgeſchichte u. Äſthetik der Muſik, ſowie für Viola alta an die kgl. Muſikſchule in Würzburg be- rufen, in welcher Stellung er ſich noch jetzt befindet. Er ſchrieb eine ganze Reihe muſikwiſſenſchaftlicher Werke; hier ſind anzuführen S: Alpengrüße (Geſ. Dichterworte über die Alpen), 1886. – Ein kritiſcher Tag (Familien- ſzene), 1894. – Ein Stein des An- ſtoßes (Dramat. Abenteuer), 1895. – Durch Nacht zum Licht (Schſp.), 1895. – Jm Alpenglühen (Gebirgsſtück mit Geſ. und Tanz), 1903. *Ritter, Hermann, geboren am 18. März 1864 in Köln am Rhein als der Sohn eines Feldwebels bei der Artillerie, verlor ſchon im zweiten Jahre ſeine Mutter und wurde nun bei Verwandten in Laasphe erzogen, bis ſich ſein Vater, der inzwiſchen in Koblenz bei der Jntendantur Be- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 4. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon06_1913/8>, abgerufen am 12.11.2019.