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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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[b]eliebt (Nn.); II, 1847. - Das Pfarr-
[h]aus zu Hallungen (N.), 1851. -
[L]eute von gestern (Lebensbilder);
[1]. Abteilg., a. u. d. T.: Aus einer
Bergstadt (R.); III, 1852. - Am
warmen Ofen (En. und Nn.); II,
1854. - Gedichte, 1854. - Die Köni-
[g]in (Hist. R.); IV, 1858. - Sancta
Elisabeth (Wartburgbilder), 1860. -
Ausgewählte Romane und Novellen;
XXXI, 1855-62. - Balladen- u. Ro-
manzen-Schatz, 1873. - Poetischer
Machlaß; hrsg. von Alexander Zieg-
[l]er. 1882.

Storch, Heinrich,

psd. Heinz von
der Donau,
geb. am 2. April 1860
[i]n Jngolstadt, lebt (1892) als Post-
[b]eamter in Stuttgart.

S:

Funken
(Lr.), 1880, 1882. - Tannhäuser in
Gießen (Sat. G.), 1881. - Spazier-
gang eines Jngolstädter Poeten,
1888. - Bei uns z' Jngolstadt,
(Adreßbuchstudien), 1889. - Exzel-
[s]ior! (Kaiser- und Königslieder),
1889. - Was mir ein Pferd erzählte
(Humor.), 1891. - Der wilde Rolf
(Ein Burschenlied von der Lahn),
1891. - A kloane Pris (Ge. in Mdt.),
2. A. 1894.

*Storck, Frida,

geb. am 20. Nov.
1850 zu Marjoß im damaligen Kur-
fürstentum Hessen als die Tochter
eines Oberförsters, kam mit dem letz-
teren im zweiten Lebensjahre nach
Niederhessen, wo sie im Forsthause
an der Schwalm ihre Jugend ver-
[l]ebte, die infolge mannigfacher Krank-
heit ihrer Angehörigen nicht immer
[r]osig war. Jhrer Neigung für die
Bühne setzten die Eltern ein ent-
[s]chiedenes Veto entgegen, da sie den
Beruf der Frau und Mutter höher
[S]tellten, als den einer Künstlerin.
[N]ach dem Tode der Schwester u. der
Eltern siedelte Frida bald nach Kassel
über, und hier begann sie ihre lite-
[r]arische Tätigkeit. Sie starb dort am
25. Januar 1897 infolge eines Herz-
leidens.

S:

Heinz Wolfram (R.); II,
1891. - Um den Glauben (Erzäh-
[Spaltenumbruch]

Sto
lung aus dem 30jährigen Kriege),
1897.

Storck, Friedrich,

wurde am 26.
Dezember 1838 zu Elberfeld als das
dritte Kind eines Färbers im Wup-
pertale geboren. Die Eltern, die
früher in besseren Verhältnissen ge-
lebt hatten, dann aber von Unglücks-
schlägen mancher Art betroffen wur-
den, starben früh, und so war es un-
serem Dichter nicht vergönnt, eine
höhere klassische Bildung zu genießen.
Früh hat er lernen müssen, seine
Hände zu regen; er war zunächst in
einer Fabrik tätig u. darauf in dem-
selben Hause als Handlungsbeflisse-
ner, und hat er sich später zu einer
angesehenen Stellung in einem Elber-
felder Handelshause emporgearbeitet.
Seinem Jnteresse für die deutsche
Turnkunst, der er in Tat und Wort
nahestand, entsproß seine erste Schrift,
ein Turnliederbuch, dem bald einige
dramatische Arbeiten folgten, die
zwar in Turnerkreisen aufgeführt
wurden, aber doch nur Bruchstücke
geblieben sind. Die Kriegsereignisse
von 1870 führten ihn dann auf das
Gebiet der Lyrik und schließlich hat
er sich auch als Dialektdichter in der
schwierigen Mundart seiner bergi-
schen Heimat mit Glück bewährt. Seit
1865 mit Julie Hampel aus Barmen
verheiratet und Vater einer zahl-
reichen Familie, beschäftigte er sich in
seinen ihm nur knapp zugemessenen
Mußestunden mit schönwissenschaft-
lichen Arbeiten, und haben dieselben
seinen Namen über Deutschlands
Grenzen hinaus bekannt gemacht und
ihm mancherlei Ehrungen zugetragen,
die besonders an seinem 70. Geburts-
tage (1908) zum Ausdruck kamen. Seit
einigen Jahren hat sich St. in den
Ruhestand zurückgezogen, den er zur
Niederschrift seiner Lebenserinnerun-
gen verwertete.

S:

Germaniens Lie-
dergruß an deutsche Turner, 1861. -
Alldeutschland hoch! (10 Zeitgedichte),
1870. - Gedichte, 1870. - Liederbuch

* 7*


[Spaltenumbruch]

Sto
[b]eliebt (Nn.); II, 1847. – Das Pfarr-
[h]aus zu Hallungen (N.), 1851. –
[L]eute von geſtern (Lebensbilder);
[1]. Abteilg., a. u. d. T.: Aus einer
Bergſtadt (R.); III, 1852. – Am
warmen Ofen (En. und Nn.); II,
1854. – Gedichte, 1854. – Die Köni-
[g]in (Hiſt. R.); IV, 1858. – Sancta
Eliſabeth (Wartburgbilder), 1860. –
Ausgewählte Romane und Novellen;
XXXI, 1855–62. – Balladen- u. Ro-
manzen-Schatz, 1873. – Poetiſcher
Machlaß; hrsg. von Alexander Zieg-
[l]er. 1882.

Storch, Heinrich,

pſd. Heinz von
der Donau,
geb. am 2. April 1860
[i]n Jngolſtadt, lebt (1892) als Poſt-
[b]eamter in Stuttgart.

S:

Funken
(Lr.), 1880, 1882. – Tannhäuſer in
Gießen (Sat. G.), 1881. – Spazier-
gang eines Jngolſtädter Poeten,
1888. – Bei uns z’ Jngolſtadt,
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[ſ]ior! (Kaiſer- und Königslieder),
1889. – Was mir ein Pferd erzählte
(Humor.), 1891. – Der wilde Rolf
(Ein Burſchenlied von der Lahn),
1891. – A kloane Pris (Ge. in Mdt.),
2. A. 1894.

*Storck, Frida,

geb. am 20. Nov.
1850 zu Marjoß im damaligen Kur-
fürſtentum Heſſen als die Tochter
eines Oberförſters, kam mit dem letz-
teren im zweiten Lebensjahre nach
Niederheſſen, wo ſie im Forſthauſe
an der Schwalm ihre Jugend ver-
[l]ebte, die infolge mannigfacher Krank-
heit ihrer Angehörigen nicht immer
[r]oſig war. Jhrer Neigung für die
Bühne ſetzten die Eltern ein ent-
[ſ]chiedenes Veto entgegen, da ſie den
Beruf der Frau und Mutter höher
[S]tellten, als den einer Künſtlerin.
[N]ach dem Tode der Schweſter u. der
Eltern ſiedelte Frida bald nach Kaſſel
über, und hier begann ſie ihre lite-
[r]ariſche Tätigkeit. Sie ſtarb dort am
25. Januar 1897 infolge eines Herz-
leidens.

S:

Heinz Wolfram (R.); II,
1891. – Um den Glauben (Erzäh-
[Spaltenumbruch]

Sto
lung aus dem 30jährigen Kriege),
1897.

Storck, Friedrich,

wurde am 26.
Dezember 1838 zu Elberfeld als das
dritte Kind eines Färbers im Wup-
pertale geboren. Die Eltern, die
früher in beſſeren Verhältniſſen ge-
lebt hatten, dann aber von Unglücks-
ſchlägen mancher Art betroffen wur-
den, ſtarben früh, und ſo war es un-
ſerem Dichter nicht vergönnt, eine
höhere klaſſiſche Bildung zu genießen.
Früh hat er lernen müſſen, ſeine
Hände zu regen; er war zunächſt in
einer Fabrik tätig u. darauf in dem-
ſelben Hauſe als Handlungsbefliſſe-
ner, und hat er ſich ſpäter zu einer
angeſehenen Stellung in einem Elber-
felder Handelshauſe emporgearbeitet.
Seinem Jntereſſe für die deutſche
Turnkunſt, der er in Tat und Wort
naheſtand, entſproß ſeine erſte Schrift,
ein Turnliederbuch, dem bald einige
dramatiſche Arbeiten folgten, die
zwar in Turnerkreiſen aufgeführt
wurden, aber doch nur Bruchſtücke
geblieben ſind. Die Kriegsereigniſſe
von 1870 führten ihn dann auf das
Gebiet der Lyrik und ſchließlich hat
er ſich auch als Dialektdichter in der
ſchwierigen Mundart ſeiner bergi-
ſchen Heimat mit Glück bewährt. Seit
1865 mit Julie Hampel aus Barmen
verheiratet und Vater einer zahl-
reichen Familie, beſchäftigte er ſich in
ſeinen ihm nur knapp zugemeſſenen
Mußeſtunden mit ſchönwiſſenſchaft-
lichen Arbeiten, und haben dieſelben
ſeinen Namen über Deutſchlands
Grenzen hinaus bekannt gemacht und
ihm mancherlei Ehrungen zugetragen,
die beſonders an ſeinem 70. Geburts-
tage (1908) zum Ausdruck kamen. Seit
einigen Jahren hat ſich St. in den
Ruheſtand zurückgezogen, den er zur
Niederſchrift ſeiner Lebenserinnerun-
gen verwertete.

S:

Germaniens Lie-
dergruß an deutſche Turner, 1861. –
Alldeutſchland hoch! (10 Zeitgedichte),
1870. – Gedichte, 1870. – Liederbuch

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[99/0103] Sto Sto beliebt (Nn.); II, 1847. – Das Pfarr- haus zu Hallungen (N.), 1851. – Leute von geſtern (Lebensbilder); 1. Abteilg., a. u. d. T.: Aus einer Bergſtadt (R.); III, 1852. – Am warmen Ofen (En. und Nn.); II, 1854. – Gedichte, 1854. – Die Köni- gin (Hiſt. R.); IV, 1858. – Sancta Eliſabeth (Wartburgbilder), 1860. – Ausgewählte Romane und Novellen; XXXI, 1855–62. – Balladen- u. Ro- manzen-Schatz, 1873. – Poetiſcher Machlaß; hrsg. von Alexander Zieg- ler. 1882. Storch, Heinrich, pſd. Heinz von der Donau, geb. am 2. April 1860 in Jngolſtadt, lebt (1892) als Poſt- beamter in Stuttgart. S: Funken (Lr.), 1880, 1882. – Tannhäuſer in Gießen (Sat. G.), 1881. – Spazier- gang eines Jngolſtädter Poeten, 1888. – Bei uns z’ Jngolſtadt, (Adreßbuchſtudien), 1889. – Exzel- ſior! (Kaiſer- und Königslieder), 1889. – Was mir ein Pferd erzählte (Humor.), 1891. – Der wilde Rolf (Ein Burſchenlied von der Lahn), 1891. – A kloane Pris (Ge. in Mdt.), 2. A. 1894. *Storck, Frida, geb. am 20. Nov. 1850 zu Marjoß im damaligen Kur- fürſtentum Heſſen als die Tochter eines Oberförſters, kam mit dem letz- teren im zweiten Lebensjahre nach Niederheſſen, wo ſie im Forſthauſe an der Schwalm ihre Jugend ver- lebte, die infolge mannigfacher Krank- heit ihrer Angehörigen nicht immer roſig war. Jhrer Neigung für die Bühne ſetzten die Eltern ein ent- ſchiedenes Veto entgegen, da ſie den Beruf der Frau und Mutter höher Stellten, als den einer Künſtlerin. Nach dem Tode der Schweſter u. der Eltern ſiedelte Frida bald nach Kaſſel über, und hier begann ſie ihre lite- rariſche Tätigkeit. Sie ſtarb dort am 25. Januar 1897 infolge eines Herz- leidens. S: Heinz Wolfram (R.); II, 1891. – Um den Glauben (Erzäh- lung aus dem 30jährigen Kriege), 1897. Storck, Friedrich, wurde am 26. Dezember 1838 zu Elberfeld als das dritte Kind eines Färbers im Wup- pertale geboren. Die Eltern, die früher in beſſeren Verhältniſſen ge- lebt hatten, dann aber von Unglücks- ſchlägen mancher Art betroffen wur- den, ſtarben früh, und ſo war es un- ſerem Dichter nicht vergönnt, eine höhere klaſſiſche Bildung zu genießen. Früh hat er lernen müſſen, ſeine Hände zu regen; er war zunächſt in einer Fabrik tätig u. darauf in dem- ſelben Hauſe als Handlungsbefliſſe- ner, und hat er ſich ſpäter zu einer angeſehenen Stellung in einem Elber- felder Handelshauſe emporgearbeitet. Seinem Jntereſſe für die deutſche Turnkunſt, der er in Tat und Wort naheſtand, entſproß ſeine erſte Schrift, ein Turnliederbuch, dem bald einige dramatiſche Arbeiten folgten, die zwar in Turnerkreiſen aufgeführt wurden, aber doch nur Bruchſtücke geblieben ſind. Die Kriegsereigniſſe von 1870 führten ihn dann auf das Gebiet der Lyrik und ſchließlich hat er ſich auch als Dialektdichter in der ſchwierigen Mundart ſeiner bergi- ſchen Heimat mit Glück bewährt. Seit 1865 mit Julie Hampel aus Barmen verheiratet und Vater einer zahl- reichen Familie, beſchäftigte er ſich in ſeinen ihm nur knapp zugemeſſenen Mußeſtunden mit ſchönwiſſenſchaft- lichen Arbeiten, und haben dieſelben ſeinen Namen über Deutſchlands Grenzen hinaus bekannt gemacht und ihm mancherlei Ehrungen zugetragen, die beſonders an ſeinem 70. Geburts- tage (1908) zum Ausdruck kamen. Seit einigen Jahren hat ſich St. in den Ruheſtand zurückgezogen, den er zur Niederſchrift ſeiner Lebenserinnerun- gen verwertete. S: Germaniens Lie- dergruß an deutſche Turner, 1861. – Alldeutſchland hoch! (10 Zeitgedichte), 1870. – Gedichte, 1870. – Liederbuch * 7*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 99. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/103>, abgerufen am 21.03.2019.