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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Syd
mig das Amt eines Bürgermeisters
vertrauten, u. suchte als solcher wäh-
rend einer zehnjährigen Wirksamkeit
für Hebung kommunaler Jnteressen
durch zweckmäßige u. zeitgemäße Ein-
richtungen tätig zu sein. Jm Jahre
1881 verzichtete er auf dies Ehren-
amt, ließ sich aber schon 1884 be-
wegen, dasselbe von neuem zu über-
nehmen. Daneben wirkte er bis zu
seinem Tode, trotz mancherlei Erfah-
rungen vom Undank der Welt, im frei-
heitlichen Geiste u. in edelster Men-
schenliebe in seiner Vaterstadt u. in der
dortigen Gegend. Seit 1885 gehörte
er auch dem österreichischen Reichsrat
an. Er starb in Tachau am 23. Febr.
1910.

S:

Gesammelte Gedichte, Dra-
men und Erzählungen; VII, 1883
[Jnhalt: I. Gedichte. - II.-III. Er-
zählungen (Des Försters Fritz [sep.
1898]. - Bogumil. - Pschirrveits-
Leni. - Der Rosenkranz. - Getroffen.
- Tändelei). - IV.-VII. Dramen [Ein
Vandale (Hist. Gemälde). - Agda
Sjöström (Histor. Gemälde). - Jn
den schwarzen Bergen (Dram. G.). -
Das Geheimnis (Volksst.). - Gegen
die Natur (Schw.). - Erprobt (Lsp.)].
- Nelly (Tr.) u.: Jn den schwarzen
Bergen (Dramat. Bild), 1868. - Ge-
sammelte Gedichte, 1903. - Des Kö-
nigsschlosses Geheimnis oder: Die
Adelsverschwörung (Histor. Schsp.),
1903. - In omnibus autem caritas.
Der Rosenkranz (2 En.), 1903. -
Schön sein u. arm (E.) und: Eduard
und Kunigunde (Eine traurige Ko-
mödie), 1905.

*Sydow, Johanna von,

geb. am
25. April 1850 zu Myslowitz in Ober-
schlesien als die älteste Tochter eines
pensionierten preußischen Offiziers,
lebt gegenwärtig in Charlottenburg
und ist für verschiedene Zeitschriften
und Journale schriftstellerisch tätig.

S:

Wilde Rosen (Bilder aus nah u.
fern), 1873 (Jnhalt: In ricordanza.
- Aus bewegter Zeit. - Jn der Pußta.
- Urmuhme. - Burg Fürstenstein u.
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Syd
das letzte Turnier. - Fürst Lichnowsky
u. das herzogliche Schloß in Sagan.
- Jemandes Liebling. - Der Stern
von Graz). - Lewes' Goethes Leben,
übers., 1875. - Longfellows Evan-
geline, übers., 1884.

*Sydow, Auguste Beda Klara
von,

wurde am 17. Juni 1854 als
das dritte Kind des Militärpredigers
Oskar v. S. (s. unten!) zu Stettin
geboren, kam im vierten Lebensjahre
nach Altenkirchen auf der Jnsel Rü-
gen u. wuchs hier im Kreise zahlrei-
cher Geschwister unter vortrefflicher
Erziehung von seiten hochgebildeter
Eltern auf. Bis ins 13. Jahr teils
von Erzieherinnen und Hauslehrern,
teils von ihrem Vater selbst unter-
richtet, besuchte sie darauf die höhere
Töchterschule in Frankfurt a. O., wo-
selbst ihre ältere Schwester verhei-
ratet war, und kehrte mit 15 Jahren
in das Elternhaus zurück. Hier be-
gann sie ihre schriftstellerische Tätig-
keit, die an ihrem Vater einen freund-
lichen Förderer, aber auch scharfen
Beurteiler fand. Wiederholte Rei-
sen mit demselben (nach Thüringen,
Sachsen, Schlesien, Bayern) fallen
gleichfalls in die nächsten Jahre. End-
lich trieb die Dichterin das Bestreben,
ihre Bildung noch mehr zu erweitern,
1872 nochmals nach Frankfurt a. O.,
wo sie noch ein Jahr das Lehrerin-
nenseminar besuchte, und kehrte nach
Absolvierung ihres Examens in die
Heimat zurück. Seit 1879 liefert sie
für verschiedene Zeitschriften novel-
listische und lyrische Beiträge. Nach
dem Tode ihres Vaters wählte sie
1887 Berlin zu ihrem Wohnsitz.

S:


Novellen (Was macht man auf Hohen-
stein? - Dorette Rickmann), 1881. -
Das selbe Lied (N.), 1884. - Alte
Gefährten (2 Nn.), 1887. - Der Aus-
weg (E.), 1893. - Miteinander (E.),
1900. - Einsamkeiten (R.), 1911.

*Sydow, Henning von,

geb. am
22. Dezbr. 1879 auf Dobberpfuhl,
einem Rittergute in der Neumark,

* 10*


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Syd
mig das Amt eines Bürgermeiſters
vertrauten, u. ſuchte als ſolcher wäh-
rend einer zehnjährigen Wirkſamkeit
für Hebung kommunaler Jntereſſen
durch zweckmäßige u. zeitgemäße Ein-
richtungen tätig zu ſein. Jm Jahre
1881 verzichtete er auf dies Ehren-
amt, ließ ſich aber ſchon 1884 be-
wegen, dasſelbe von neuem zu über-
nehmen. Daneben wirkte er bis zu
ſeinem Tode, trotz mancherlei Erfah-
rungen vom Undank der Welt, im frei-
heitlichen Geiſte u. in edelſter Men-
ſchenliebe in ſeiner Vaterſtadt u. in der
dortigen Gegend. Seit 1885 gehörte
er auch dem öſterreichiſchen Reichsrat
an. Er ſtarb in Tachau am 23. Febr.
1910.

S:

Geſammelte Gedichte, Dra-
men und Erzählungen; VII, 1883
[Jnhalt: I. Gedichte. – II.–III. Er-
zählungen (Des Förſters Fritz [ſep.
1898]. – Bogumil. – Pſchirrveits-
Leni. – Der Roſenkranz. – Getroffen.
– Tändelei). – IV.–VII. Dramen [Ein
Vandale (Hiſt. Gemälde). – Agda
Sjöſtröm (Hiſtor. Gemälde). – Jn
den ſchwarzen Bergen (Dram. G.). –
Das Geheimnis (Volksſt.). – Gegen
die Natur (Schw.). – Erprobt (Lſp.)].
– Nelly (Tr.) u.: Jn den ſchwarzen
Bergen (Dramat. Bild), 1868. – Ge-
ſammelte Gedichte, 1903. – Des Kö-
nigsſchloſſes Geheimnis oder: Die
Adelsverſchwörung (Hiſtor. Schſp.),
1903. – In omnibus autem caritas.
Der Roſenkranz (2 En.), 1903. –
Schön ſein u. arm (E.) und: Eduard
und Kunigunde (Eine traurige Ko-
mödie), 1905.

*Sydow, Johanna von,

geb. am
25. April 1850 zu Myslowitz in Ober-
ſchleſien als die älteſte Tochter eines
penſionierten preußiſchen Offiziers,
lebt gegenwärtig in Charlottenburg
und iſt für verſchiedene Zeitſchriften
und Journale ſchriftſtelleriſch tätig.

S:

Wilde Roſen (Bilder aus nah u.
fern), 1873 (Jnhalt: In ricordanza.
– Aus bewegter Zeit. – Jn der Pußta.
– Urmuhme. – Burg Fürſtenſtein u.
[Spaltenumbruch]

Syd
das letzte Turnier. – Fürſt Lichnowsky
u. das herzogliche Schloß in Sagan.
– Jemandes Liebling. – Der Stern
von Graz). – Lewes’ Goethes Leben,
überſ., 1875. – Longfellows Evan-
geline, überſ., 1884.

*Sydow, Auguſte Beda Klara
von,

wurde am 17. Juni 1854 als
das dritte Kind des Militärpredigers
Oskar v. S. (ſ. unten!) zu Stettin
geboren, kam im vierten Lebensjahre
nach Altenkirchen auf der Jnſel Rü-
gen u. wuchs hier im Kreiſe zahlrei-
cher Geſchwiſter unter vortrefflicher
Erziehung von ſeiten hochgebildeter
Eltern auf. Bis ins 13. Jahr teils
von Erzieherinnen und Hauslehrern,
teils von ihrem Vater ſelbſt unter-
richtet, beſuchte ſie darauf die höhere
Töchterſchule in Frankfurt a. O., wo-
ſelbſt ihre ältere Schweſter verhei-
ratet war, und kehrte mit 15 Jahren
in das Elternhaus zurück. Hier be-
gann ſie ihre ſchriftſtelleriſche Tätig-
keit, die an ihrem Vater einen freund-
lichen Förderer, aber auch ſcharfen
Beurteiler fand. Wiederholte Rei-
ſen mit demſelben (nach Thüringen,
Sachſen, Schleſien, Bayern) fallen
gleichfalls in die nächſten Jahre. End-
lich trieb die Dichterin das Beſtreben,
ihre Bildung noch mehr zu erweitern,
1872 nochmals nach Frankfurt a. O.,
wo ſie noch ein Jahr das Lehrerin-
nenſeminar beſuchte, und kehrte nach
Abſolvierung ihres Examens in die
Heimat zurück. Seit 1879 liefert ſie
für verſchiedene Zeitſchriften novel-
liſtiſche und lyriſche Beiträge. Nach
dem Tode ihres Vaters wählte ſie
1887 Berlin zu ihrem Wohnſitz.

S:


Novellen (Was macht man auf Hohen-
ſtein? – Dorette Rickmann), 1881. –
Das ſelbe Lied (N.), 1884. – Alte
Gefährten (2 Nn.), 1887. – Der Aus-
weg (E.), 1893. – Miteinander (E.),
1900. – Einſamkeiten (R.), 1911.

*Sydow, Henning von,

geb. am
22. Dezbr. 1879 auf Dobberpfuhl,
einem Rittergute in der Neumark,

* 10*
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[147/0151] Syd Syd mig das Amt eines Bürgermeiſters vertrauten, u. ſuchte als ſolcher wäh- rend einer zehnjährigen Wirkſamkeit für Hebung kommunaler Jntereſſen durch zweckmäßige u. zeitgemäße Ein- richtungen tätig zu ſein. Jm Jahre 1881 verzichtete er auf dies Ehren- amt, ließ ſich aber ſchon 1884 be- wegen, dasſelbe von neuem zu über- nehmen. Daneben wirkte er bis zu ſeinem Tode, trotz mancherlei Erfah- rungen vom Undank der Welt, im frei- heitlichen Geiſte u. in edelſter Men- ſchenliebe in ſeiner Vaterſtadt u. in der dortigen Gegend. Seit 1885 gehörte er auch dem öſterreichiſchen Reichsrat an. Er ſtarb in Tachau am 23. Febr. 1910. S: Geſammelte Gedichte, Dra- men und Erzählungen; VII, 1883 [Jnhalt: I. Gedichte. – II.–III. Er- zählungen (Des Förſters Fritz [ſep. 1898]. – Bogumil. – Pſchirrveits- Leni. – Der Roſenkranz. – Getroffen. – Tändelei). – IV.–VII. Dramen [Ein Vandale (Hiſt. Gemälde). – Agda Sjöſtröm (Hiſtor. Gemälde). – Jn den ſchwarzen Bergen (Dram. G.). – Das Geheimnis (Volksſt.). – Gegen die Natur (Schw.). – Erprobt (Lſp.)]. – Nelly (Tr.) u.: Jn den ſchwarzen Bergen (Dramat. Bild), 1868. – Ge- ſammelte Gedichte, 1903. – Des Kö- nigsſchloſſes Geheimnis oder: Die Adelsverſchwörung (Hiſtor. Schſp.), 1903. – In omnibus autem caritas. Der Roſenkranz (2 En.), 1903. – Schön ſein u. arm (E.) und: Eduard und Kunigunde (Eine traurige Ko- mödie), 1905. *Sydow, Johanna von, geb. am 25. April 1850 zu Myslowitz in Ober- ſchleſien als die älteſte Tochter eines penſionierten preußiſchen Offiziers, lebt gegenwärtig in Charlottenburg und iſt für verſchiedene Zeitſchriften und Journale ſchriftſtelleriſch tätig. S: Wilde Roſen (Bilder aus nah u. fern), 1873 (Jnhalt: In ricordanza. – Aus bewegter Zeit. – Jn der Pußta. – Urmuhme. – Burg Fürſtenſtein u. das letzte Turnier. – Fürſt Lichnowsky u. das herzogliche Schloß in Sagan. – Jemandes Liebling. – Der Stern von Graz). – Lewes’ Goethes Leben, überſ., 1875. – Longfellows Evan- geline, überſ., 1884. *Sydow, Auguſte Beda Klara von, wurde am 17. Juni 1854 als das dritte Kind des Militärpredigers Oskar v. S. (ſ. unten!) zu Stettin geboren, kam im vierten Lebensjahre nach Altenkirchen auf der Jnſel Rü- gen u. wuchs hier im Kreiſe zahlrei- cher Geſchwiſter unter vortrefflicher Erziehung von ſeiten hochgebildeter Eltern auf. Bis ins 13. Jahr teils von Erzieherinnen und Hauslehrern, teils von ihrem Vater ſelbſt unter- richtet, beſuchte ſie darauf die höhere Töchterſchule in Frankfurt a. O., wo- ſelbſt ihre ältere Schweſter verhei- ratet war, und kehrte mit 15 Jahren in das Elternhaus zurück. Hier be- gann ſie ihre ſchriftſtelleriſche Tätig- keit, die an ihrem Vater einen freund- lichen Förderer, aber auch ſcharfen Beurteiler fand. Wiederholte Rei- ſen mit demſelben (nach Thüringen, Sachſen, Schleſien, Bayern) fallen gleichfalls in die nächſten Jahre. End- lich trieb die Dichterin das Beſtreben, ihre Bildung noch mehr zu erweitern, 1872 nochmals nach Frankfurt a. O., wo ſie noch ein Jahr das Lehrerin- nenſeminar beſuchte, und kehrte nach Abſolvierung ihres Examens in die Heimat zurück. Seit 1879 liefert ſie für verſchiedene Zeitſchriften novel- liſtiſche und lyriſche Beiträge. Nach dem Tode ihres Vaters wählte ſie 1887 Berlin zu ihrem Wohnſitz. S: Novellen (Was macht man auf Hohen- ſtein? – Dorette Rickmann), 1881. – Das ſelbe Lied (N.), 1884. – Alte Gefährten (2 Nn.), 1887. – Der Aus- weg (E.), 1893. – Miteinander (E.), 1900. – Einſamkeiten (R.), 1911. *Sydow, Henning von, geb. am 22. Dezbr. 1879 auf Dobberpfuhl, einem Rittergute in der Neumark, * 10*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 147. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/151>, abgerufen am 19.03.2019.