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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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1879. - Chronik des Wiener Stadt-
theaters 1872-84; 1889. - Aus dem
Tagebuch eines Wiener Schauspielers
1848-1892; 1903. - Allerlei vom
Theater und von Kunst, 1909.

Tzschirner, Hans Erich,

pseud.
Hans Erich Freiherr von Hetz,
wurde am 24. Oktbr. 1882 in Dem-
min (Pommern) als Sohn des Justiz-
rats Dr. Kuno T. geboren, absolvierte
das Gymnasium bis zur Obersekunda
und besuchte danach, da er sich dem
Militärwesen widmen wollte, eine
Vorbereitungsanstalt. Nach Able-
gung der beiden vorgeschriebenen
Prüfungen trat er in das 2. Pom-
mersche Feld-Artillerie-Regiment
Nr. 17 zu Bromberg ein. Eine schwere
Nervenerkrankung, die er sich auf
einer Spätherbstjagd zugezogen hatte,
zwang ihn nach einer dreijährigen
heiteren Leutnantszeit um Beurlau-
bung und schließlich um seinen Ab-
schied aus dem aktiven Dienste nach-
zusuchen. Seitdem lebt er nur seiner
Gesundheit, wie auch der Schrift-
stellerei und seinem Hange zu größe-
ren Reisen, auf denen er auch den
Stoff zu seinen Romanen fand.

S:


Bric-a-brac. Vom Pferd, vom Weib,
vom Jachtfahren, von Nietzsche und
anderem (Sk. u. Ge.), 1905. - Eben-
bürtigkeit. Ein Traum aus dem Sü-
den. Nach Briefen, 1906. 8. A. 1908.
- Des morschen Grafen Tagebuch,
1907.

Ubell, Hermann,

geb. am 3. März
1876 in Graz (Steiermark), Dr. phil.,
lebt (1907) als k. k. Konservater und
Museumsdirektor in Linz a. Donau.
Außer verschiedenen kunstgeschichtlich.
Essays veröffentlichte er

S:

Stunden-
reigen (Ge.), 1903. - Die griechische
Tragödie, 1905.

*Ueberhorst, Christian

Ludwig
Wilhelm, psd. Wilhelm Birk-
hof,
entstammt einer alten westfäli-
schen Bauernfamilie, die nach ihrem
Hofgute "Die Horst" den Namen
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Ubl
Schulte über die Horst führte,
und wurde am 8. Oktober 1854 zu
Tecklenburg i. Westfalen als der Sohn
eines Rechtsanwalts und Notars ge-
boren. Er besuchte das Gymnasium
in Hamm und trat nach bestandenem
Abiturientenexamen am 1. April 1874
als Avantageur in das Hohenzollern-
sche Füsilierregiment Nr. 40 zu Köln
ein. Nach Absolvierung der Kriegs-
schule zu Engers am Rhein wurde er
1875 Offizier, später auf längere Zeit
nach Koblenz, Berlin, Potsdam und
Aachen kommandiert und schließlich
mit dem aus der Kölner Garnison
neu gebildeten Jnfanterieregiment
Nr. 144 nach Mörchingen in Lothrin-
gen versetzt. Seit dem Novbr. 1890
Hauptmann und Kompagniechef da-
selbst, trat er im Juni 1895 mit der
Aussicht auf Anstellung im Zivildienst
in Pension, studierte im darauffol-
genden Winter an der Berliner Uni-
versität Philosophie und ließ sich nach
seiner Verheiratung im Herbst 1897
in Wiesbaden nieder. Hier starb er
am 28. August 1900. Zahlreiche Rei-
sen haben ihn durch einen großen Teil
von Europa geführt u. ihn gleichzeitig
veranlaßt, eine Reihe von Reisehand-
büchern zu veröffentlichen, wie "Reise-
planmacher für Südbayern, Öster-
reich, die Schweiz und Oberitalien"
(1900) - "Führer für die bayerischen
Königsschlösser" (1900) - "Führer für
Oberammergau u. sein Passionsspiel"
(1900).

S:

Jn Lust und Leid (Ge.),
1886. - Jm Spiel der Wogen (R. a.
d. heutigen Leben), 1888.

*Ubl, Emil,

geb. am 27. Januar
1844 in Klagenfurt (Kärnten) als
Sohn des Kreissekretärs Karl U., trat
1860 als Kadett in das Pionierkorps,
wurde 1864 Leutnant bei der Jn-
fanterie und machte den Feldzug von
1866 sowie die Schlacht bei Kustozza
mit. Zunehmende Augenschäche ver-
anlaßte ihn, zur Jntendantur über-
zutreten, und als Jntendant machte
er 1878 die Akkupation Vosniens mit.

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Tzſch
1879. – Chronik des Wiener Stadt-
theaters 1872–84; 1889. – Aus dem
Tagebuch eines Wiener Schauſpielers
1848–1892; 1903. – Allerlei vom
Theater und von Kunſt, 1909.

Tzſchirner, Hans Erich,

pſeud.
Hans Erich Freiherr von Hetz,
wurde am 24. Oktbr. 1882 in Dem-
min (Pommern) als Sohn des Juſtiz-
rats Dr. Kuno T. geboren, abſolvierte
das Gymnaſium bis zur Oberſekunda
und beſuchte danach, da er ſich dem
Militärweſen widmen wollte, eine
Vorbereitungsanſtalt. Nach Able-
gung der beiden vorgeſchriebenen
Prüfungen trat er in das 2. Pom-
merſche Feld-Artillerie-Regiment
Nr. 17 zu Bromberg ein. Eine ſchwere
Nervenerkrankung, die er ſich auf
einer Spätherbſtjagd zugezogen hatte,
zwang ihn nach einer dreijährigen
heiteren Leutnantszeit um Beurlau-
bung und ſchließlich um ſeinen Ab-
ſchied aus dem aktiven Dienſte nach-
zuſuchen. Seitdem lebt er nur ſeiner
Geſundheit, wie auch der Schrift-
ſtellerei und ſeinem Hange zu größe-
ren Reiſen, auf denen er auch den
Stoff zu ſeinen Romanen fand.

S:


Bric-à-brac. Vom Pferd, vom Weib,
vom Jachtfahren, von Nietzſche und
anderem (Sk. u. Ge.), 1905. – Eben-
bürtigkeit. Ein Traum aus dem Sü-
den. Nach Briefen, 1906. 8. A. 1908.
– Des morſchen Grafen Tagebuch,
1907.

Ubell, Hermann,

geb. am 3. März
1876 in Graz (Steiermark), Dr. phil.,
lebt (1907) als k. k. Konſervater und
Muſeumsdirektor in Linz a. Donau.
Außer verſchiedenen kunſtgeſchichtlich.
Eſſays veröffentlichte er

S:

Stunden-
reigen (Ge.), 1903. – Die griechiſche
Tragödie, 1905.

*Ueberhorſt, Chriſtian

Ludwig
Wilhelm, pſd. Wilhelm Birk-
hof,
entſtammt einer alten weſtfäli-
ſchen Bauernfamilie, die nach ihrem
Hofgute „Die Horſt“ den Namen
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Ubl
Schulte über die Horſt führte,
und wurde am 8. Oktober 1854 zu
Tecklenburg i. Weſtfalen als der Sohn
eines Rechtsanwalts und Notars ge-
boren. Er beſuchte das Gymnaſium
in Hamm und trat nach beſtandenem
Abiturientenexamen am 1. April 1874
als Avantageur in das Hohenzollern-
ſche Füſilierregiment Nr. 40 zu Köln
ein. Nach Abſolvierung der Kriegs-
ſchule zu Engers am Rhein wurde er
1875 Offizier, ſpäter auf längere Zeit
nach Koblenz, Berlin, Potsdam und
Aachen kommandiert und ſchließlich
mit dem aus der Kölner Garniſon
neu gebildeten Jnfanterieregiment
Nr. 144 nach Mörchingen in Lothrin-
gen verſetzt. Seit dem Novbr. 1890
Hauptmann und Kompagniechef da-
ſelbſt, trat er im Juni 1895 mit der
Ausſicht auf Anſtellung im Zivildienſt
in Penſion, ſtudierte im darauffol-
genden Winter an der Berliner Uni-
verſität Philoſophie und ließ ſich nach
ſeiner Verheiratung im Herbſt 1897
in Wiesbaden nieder. Hier ſtarb er
am 28. Auguſt 1900. Zahlreiche Rei-
ſen haben ihn durch einen großen Teil
von Europa geführt u. ihn gleichzeitig
veranlaßt, eine Reihe von Reiſehand-
büchern zu veröffentlichen, wie „Reiſe-
planmacher für Südbayern, Öſter-
reich, die Schweiz und Oberitalien“
(1900) – „Führer für die bayeriſchen
Königsſchlöſſer“ (1900) – „Führer für
Oberammergau u. ſein Paſſionsſpiel“
(1900).

S:

Jn Luſt und Leid (Ge.),
1886. – Jm Spiel der Wogen (R. a.
d. heutigen Leben), 1888.

*Ubl, Emil,

geb. am 27. Januar
1844 in Klagenfurt (Kärnten) als
Sohn des Kreisſekretärs Karl U., trat
1860 als Kadett in das Pionierkorps,
wurde 1864 Leutnant bei der Jn-
fanterie und machte den Feldzug von
1866 ſowie die Schlacht bei Kuſtozza
mit. Zunehmende Augenſchäche ver-
anlaßte ihn, zur Jntendantur über-
zutreten, und als Jntendant machte
er 1878 die Akkupation Vosniens mit.

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[234/0238] Tzſch Ubl 1879. – Chronik des Wiener Stadt- theaters 1872–84; 1889. – Aus dem Tagebuch eines Wiener Schauſpielers 1848–1892; 1903. – Allerlei vom Theater und von Kunſt, 1909. Tzſchirner, Hans Erich, pſeud. Hans Erich Freiherr von Hetz, wurde am 24. Oktbr. 1882 in Dem- min (Pommern) als Sohn des Juſtiz- rats Dr. Kuno T. geboren, abſolvierte das Gymnaſium bis zur Oberſekunda und beſuchte danach, da er ſich dem Militärweſen widmen wollte, eine Vorbereitungsanſtalt. Nach Able- gung der beiden vorgeſchriebenen Prüfungen trat er in das 2. Pom- merſche Feld-Artillerie-Regiment Nr. 17 zu Bromberg ein. Eine ſchwere Nervenerkrankung, die er ſich auf einer Spätherbſtjagd zugezogen hatte, zwang ihn nach einer dreijährigen heiteren Leutnantszeit um Beurlau- bung und ſchließlich um ſeinen Ab- ſchied aus dem aktiven Dienſte nach- zuſuchen. Seitdem lebt er nur ſeiner Geſundheit, wie auch der Schrift- ſtellerei und ſeinem Hange zu größe- ren Reiſen, auf denen er auch den Stoff zu ſeinen Romanen fand. S: Bric-à-brac. Vom Pferd, vom Weib, vom Jachtfahren, von Nietzſche und anderem (Sk. u. Ge.), 1905. – Eben- bürtigkeit. Ein Traum aus dem Sü- den. Nach Briefen, 1906. 8. A. 1908. – Des morſchen Grafen Tagebuch, 1907. Ubell, Hermann, geb. am 3. März 1876 in Graz (Steiermark), Dr. phil., lebt (1907) als k. k. Konſervater und Muſeumsdirektor in Linz a. Donau. Außer verſchiedenen kunſtgeſchichtlich. Eſſays veröffentlichte er S: Stunden- reigen (Ge.), 1903. – Die griechiſche Tragödie, 1905. *Ueberhorſt, Chriſtian Ludwig Wilhelm, pſd. Wilhelm Birk- hof, entſtammt einer alten weſtfäli- ſchen Bauernfamilie, die nach ihrem Hofgute „Die Horſt“ den Namen Schulte über die Horſt führte, und wurde am 8. Oktober 1854 zu Tecklenburg i. Weſtfalen als der Sohn eines Rechtsanwalts und Notars ge- boren. Er beſuchte das Gymnaſium in Hamm und trat nach beſtandenem Abiturientenexamen am 1. April 1874 als Avantageur in das Hohenzollern- ſche Füſilierregiment Nr. 40 zu Köln ein. Nach Abſolvierung der Kriegs- ſchule zu Engers am Rhein wurde er 1875 Offizier, ſpäter auf längere Zeit nach Koblenz, Berlin, Potsdam und Aachen kommandiert und ſchließlich mit dem aus der Kölner Garniſon neu gebildeten Jnfanterieregiment Nr. 144 nach Mörchingen in Lothrin- gen verſetzt. Seit dem Novbr. 1890 Hauptmann und Kompagniechef da- ſelbſt, trat er im Juni 1895 mit der Ausſicht auf Anſtellung im Zivildienſt in Penſion, ſtudierte im darauffol- genden Winter an der Berliner Uni- verſität Philoſophie und ließ ſich nach ſeiner Verheiratung im Herbſt 1897 in Wiesbaden nieder. Hier ſtarb er am 28. Auguſt 1900. Zahlreiche Rei- ſen haben ihn durch einen großen Teil von Europa geführt u. ihn gleichzeitig veranlaßt, eine Reihe von Reiſehand- büchern zu veröffentlichen, wie „Reiſe- planmacher für Südbayern, Öſter- reich, die Schweiz und Oberitalien“ (1900) – „Führer für die bayeriſchen Königsſchlöſſer“ (1900) – „Führer für Oberammergau u. ſein Paſſionsſpiel“ (1900). S: Jn Luſt und Leid (Ge.), 1886. – Jm Spiel der Wogen (R. a. d. heutigen Leben), 1888. *Ubl, Emil, geb. am 27. Januar 1844 in Klagenfurt (Kärnten) als Sohn des Kreisſekretärs Karl U., trat 1860 als Kadett in das Pionierkorps, wurde 1864 Leutnant bei der Jn- fanterie und machte den Feldzug von 1866 ſowie die Schlacht bei Kuſtozza mit. Zunehmende Augenſchäche ver- anlaßte ihn, zur Jntendantur über- zutreten, und als Jntendant machte er 1878 die Akkupation Vosniens mit. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 234. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/238>, abgerufen am 21.03.2019.