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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ulr
Gymnasialseminar, 1889 in eine welt-
liche Mittelschule, 1890 in eine tiro-
lische Lehrerbildungsanstalt u. 1893
in ein katholisches Wiener Pädago-
gium, aus dem er aber entlief, um
nun, nachdem sich die Erziehung von
Jesuiten, Schulbrüdern und anderen
geistlichen Herren als verfehlt erwie-
sen, selbst die Führung seines verfah-
renen Lebenskarrens in die Hand zu
nehmen. Zunächst war er durch meh-
rere Semester außerordentlicher Hörer
an der Universität, deren Bibliothek
von ihm in ausgiebigster Weise bei
philosophischen, naturwissenschaft-
lichen und literarischen Studien be-
nutzt wurde. Jn diese Zeit fallen auch
seine ersten literarischen Veröffent-
lichungen (1897). Danach war er
Privatbeamter, Journalist, Postbe-
amter u. landete schließlich auf einem
bescheidenen Plätzchen in einem öster-
reich. Ministerium. Seit 1902 ist er
auch durch Theodor Antropp, den
stillen Förderer aller deutsch-österrei-
chischen Literaten, zur Mitarbeit an
der "Ostdeutschen Rundschau" heran-
gezogen.

S:

Herr Lehrer! (Sozial.
R. a. der Gegenwart), 1903. - Der
Manschettenknopf (R.), 1906. - Jch
verheirate meine Mama und andere
Humoresken, 1908. - Der Manschet-
tenknopf (Krim.-R. a. d. Jtal.), 1912.

Ulrich, Johann Balthasar,

geb.
am 24. Oktbr. 1817 im Muotatal im
Kanton Schwyz, studierte in Schwyz
bei den Jesuiten, später in Brigg,
trat ins Noviziat der Jesuiten, mußte
aber wegen Kränklichkeit wieder aus-
treten, war später einige Jahre als
Literat bei den Brüdern Benzinger
in Einsiedeln angestellt und wurde
bald nach dem Sonderbundskriege
Landschreiber des Bezirks Schwyz u.
starb als solcher an Tuberkulose des
Kehlkopfes am 25. Januar 1876. Er
redigierte 1841 die "Luzerner Zei-
tung", 1841-46 die Luzerner "Staats-
zeitung der kathol. Schweiz", 1847
den "Wächter aus der Urschweiz" u.
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Ulr
1855-56 den "Schweizer Erzähler".

S:

Blütenlese für Gott und Vater-
land in Gedichten; III, 1841. - Vater-
ländische Blütenlese in Gedichten u.
Erzählungen, 1843.

*Ulrich, Hans Herbert,

Kollektiv-
Pseudonym für die Brüder Hans
Ulrich
und Herbert Ulrich, von
denen der erste am 13. März 1886 in
Freiburg in Schlesien und der zweite
am 19. März 1887 ebenda geboren
wurde. Beide widmeten sich der mi-
litärischen Laufbahn, besuchten die
Gymnasien in Breslau u. Schweid-
nitz und die Kadettenanstalten in
Wahlstatt u. Groß-Lichterfelde, und
beide dienen jetzt als Leutnants (Hans
seit 1906, Herbert seit 1907) im Gre-
nadierregiment König Friedrich Wil-
helm II. in Schweidnitz.

S:

"Jch
hatt' einen Kameraden ..." (Kadet-
tengeschn., bevorw. v. Paul Keller),
1909. - Blutsbrüder (Neue Kadetten-
geschn.), 1909. 2. A. 1910. - Glück
und Glanz (Ge., mit Geleitwort von
Viktor Blüthgen), 1910. - Ruth Ma-
roll (R. a. der Gesellschaft), 1912. -
Gold für Eisen (Festsp. z. Erinnerg.
a. d. J. 1813), 1912.

Ulrich, Karl,

Pseud. f. Theodor
Curti
; s. d.!

Ulrich, Marianne,

geb. zu Wollin
in Pommern, verlebte einen großen
Teil ihrer Jugend an der nahen Ost-
see, wo die Liebe zu Meer und Wald
mit ihr groß wurde. Schon als Kind
beschäftigte sie sich am liebsten damit,
Märchen und Geschichten zu ersinnen,
doch hat erst seit wenigen Jahren die
Schriftstellerin in ihr den Mut ge-
funden, einiges Erlebte und Erdachte
zu veröffentlichen. Sie lebt jetzt in
Berlin u. hat hier an der Seite eines
edlen, hochbedeutenden Gatten reiche
Anregung für ihre Tätigkeit gefun-
den.

S:

Heimkehr und andere No-
vellen (Heimkehr. - Badebekanntschaft.
- Die Ringe), 1905. - Martyrium
(R.), 1907. - Glück auf dem Weg
(En.), 1907.

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Ulr
Gymnaſialſeminar, 1889 in eine welt-
liche Mittelſchule, 1890 in eine tiro-
liſche Lehrerbildungsanſtalt u. 1893
in ein katholiſches Wiener Pädago-
gium, aus dem er aber entlief, um
nun, nachdem ſich die Erziehung von
Jeſuiten, Schulbrüdern und anderen
geiſtlichen Herren als verfehlt erwie-
ſen, ſelbſt die Führung ſeines verfah-
renen Lebenskarrens in die Hand zu
nehmen. Zunächſt war er durch meh-
rere Semeſter außerordentlicher Hörer
an der Univerſität, deren Bibliothek
von ihm in ausgiebigſter Weiſe bei
philoſophiſchen, naturwiſſenſchaft-
lichen und literariſchen Studien be-
nutzt wurde. Jn dieſe Zeit fallen auch
ſeine erſten literariſchen Veröffent-
lichungen (1897). Danach war er
Privatbeamter, Journaliſt, Poſtbe-
amter u. landete ſchließlich auf einem
beſcheidenen Plätzchen in einem öſter-
reich. Miniſterium. Seit 1902 iſt er
auch durch Theodor Antropp, den
ſtillen Förderer aller deutſch-öſterrei-
chiſchen Literaten, zur Mitarbeit an
der „Oſtdeutſchen Rundſchau“ heran-
gezogen.

S:

Herr Lehrer! (Sozial.
R. a. der Gegenwart), 1903. – Der
Manſchettenknopf (R.), 1906. – Jch
verheirate meine Mama und andere
Humoresken, 1908. – Der Manſchet-
tenknopf (Krim.-R. a. d. Jtal.), 1912.

Ulrich, Johann Balthaſar,

geb.
am 24. Oktbr. 1817 im Muotatal im
Kanton Schwyz, ſtudierte in Schwyz
bei den Jeſuiten, ſpäter in Brigg,
trat ins Noviziat der Jeſuiten, mußte
aber wegen Kränklichkeit wieder aus-
treten, war ſpäter einige Jahre als
Literat bei den Brüdern Benzinger
in Einſiedeln angeſtellt und wurde
bald nach dem Sonderbundskriege
Landſchreiber des Bezirks Schwyz u.
ſtarb als ſolcher an Tuberkuloſe des
Kehlkopfes am 25. Januar 1876. Er
redigierte 1841 die „Luzerner Zei-
tung“, 1841–46 die Luzerner „Staats-
zeitung der kathol. Schweiz“, 1847
den „Wächter aus der Urſchweiz“ u.
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Ulr
1855–56 den „Schweizer Erzähler“.

S:

Blütenleſe für Gott und Vater-
land in Gedichten; III, 1841. – Vater-
ländiſche Blütenleſe in Gedichten u.
Erzählungen, 1843.

*Ulrich, Hans Herbert,

Kollektiv-
Pſeudonym für die Brüder Hans
Ulrich
und Herbert Ulrich, von
denen der erſte am 13. März 1886 in
Freiburg in Schleſien und der zweite
am 19. März 1887 ebenda geboren
wurde. Beide widmeten ſich der mi-
litäriſchen Laufbahn, beſuchten die
Gymnaſien in Breslau u. Schweid-
nitz und die Kadettenanſtalten in
Wahlſtatt u. Groß-Lichterfelde, und
beide dienen jetzt als Leutnants (Hans
ſeit 1906, Herbert ſeit 1907) im Gre-
nadierregiment König Friedrich Wil-
helm II. in Schweidnitz.

S:

„Jch
hatt’ einen Kameraden ...“ (Kadet-
tengeſchn., bevorw. v. Paul Keller),
1909. – Blutsbrüder (Neue Kadetten-
geſchn.), 1909. 2. A. 1910. – Glück
und Glanz (Ge., mit Geleitwort von
Viktor Blüthgen), 1910. – Ruth Ma-
roll (R. a. der Geſellſchaft), 1912. –
Gold für Eiſen (Feſtſp. z. Erinnerg.
a. d. J. 1813), 1912.

Ulrich, Karl,

Pſeud. f. Theodor
Curti
; ſ. d.!

Ulrich, Marianne,

geb. zu Wollin
in Pommern, verlebte einen großen
Teil ihrer Jugend an der nahen Oſt-
ſee, wo die Liebe zu Meer und Wald
mit ihr groß wurde. Schon als Kind
beſchäftigte ſie ſich am liebſten damit,
Märchen und Geſchichten zu erſinnen,
doch hat erſt ſeit wenigen Jahren die
Schriftſtellerin in ihr den Mut ge-
funden, einiges Erlebte und Erdachte
zu veröffentlichen. Sie lebt jetzt in
Berlin u. hat hier an der Seite eines
edlen, hochbedeutenden Gatten reiche
Anregung für ihre Tätigkeit gefun-
den.

S:

Heimkehr und andere No-
vellen (Heimkehr. – Badebekanntſchaft.
– Die Ringe), 1905. – Martyrium
(R.), 1907. – Glück auf dem Weg
(En.), 1907.

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[241/0245] Ulr Ulr Gymnaſialſeminar, 1889 in eine welt- liche Mittelſchule, 1890 in eine tiro- liſche Lehrerbildungsanſtalt u. 1893 in ein katholiſches Wiener Pädago- gium, aus dem er aber entlief, um nun, nachdem ſich die Erziehung von Jeſuiten, Schulbrüdern und anderen geiſtlichen Herren als verfehlt erwie- ſen, ſelbſt die Führung ſeines verfah- renen Lebenskarrens in die Hand zu nehmen. Zunächſt war er durch meh- rere Semeſter außerordentlicher Hörer an der Univerſität, deren Bibliothek von ihm in ausgiebigſter Weiſe bei philoſophiſchen, naturwiſſenſchaft- lichen und literariſchen Studien be- nutzt wurde. Jn dieſe Zeit fallen auch ſeine erſten literariſchen Veröffent- lichungen (1897). Danach war er Privatbeamter, Journaliſt, Poſtbe- amter u. landete ſchließlich auf einem beſcheidenen Plätzchen in einem öſter- reich. Miniſterium. Seit 1902 iſt er auch durch Theodor Antropp, den ſtillen Förderer aller deutſch-öſterrei- chiſchen Literaten, zur Mitarbeit an der „Oſtdeutſchen Rundſchau“ heran- gezogen. S: Herr Lehrer! (Sozial. R. a. der Gegenwart), 1903. – Der Manſchettenknopf (R.), 1906. – Jch verheirate meine Mama und andere Humoresken, 1908. – Der Manſchet- tenknopf (Krim.-R. a. d. Jtal.), 1912. Ulrich, Johann Balthaſar, geb. am 24. Oktbr. 1817 im Muotatal im Kanton Schwyz, ſtudierte in Schwyz bei den Jeſuiten, ſpäter in Brigg, trat ins Noviziat der Jeſuiten, mußte aber wegen Kränklichkeit wieder aus- treten, war ſpäter einige Jahre als Literat bei den Brüdern Benzinger in Einſiedeln angeſtellt und wurde bald nach dem Sonderbundskriege Landſchreiber des Bezirks Schwyz u. ſtarb als ſolcher an Tuberkuloſe des Kehlkopfes am 25. Januar 1876. Er redigierte 1841 die „Luzerner Zei- tung“, 1841–46 die Luzerner „Staats- zeitung der kathol. Schweiz“, 1847 den „Wächter aus der Urſchweiz“ u. 1855–56 den „Schweizer Erzähler“. S: Blütenleſe für Gott und Vater- land in Gedichten; III, 1841. – Vater- ländiſche Blütenleſe in Gedichten u. Erzählungen, 1843. *Ulrich, Hans Herbert, Kollektiv- Pſeudonym für die Brüder Hans Ulrich und Herbert Ulrich, von denen der erſte am 13. März 1886 in Freiburg in Schleſien und der zweite am 19. März 1887 ebenda geboren wurde. Beide widmeten ſich der mi- litäriſchen Laufbahn, beſuchten die Gymnaſien in Breslau u. Schweid- nitz und die Kadettenanſtalten in Wahlſtatt u. Groß-Lichterfelde, und beide dienen jetzt als Leutnants (Hans ſeit 1906, Herbert ſeit 1907) im Gre- nadierregiment König Friedrich Wil- helm II. in Schweidnitz. S: „Jch hatt’ einen Kameraden ...“ (Kadet- tengeſchn., bevorw. v. Paul Keller), 1909. – Blutsbrüder (Neue Kadetten- geſchn.), 1909. 2. A. 1910. – Glück und Glanz (Ge., mit Geleitwort von Viktor Blüthgen), 1910. – Ruth Ma- roll (R. a. der Geſellſchaft), 1912. – Gold für Eiſen (Feſtſp. z. Erinnerg. a. d. J. 1813), 1912. Ulrich, Karl, Pſeud. f. Theodor Curti; ſ. d.! Ulrich, Marianne, geb. zu Wollin in Pommern, verlebte einen großen Teil ihrer Jugend an der nahen Oſt- ſee, wo die Liebe zu Meer und Wald mit ihr groß wurde. Schon als Kind beſchäftigte ſie ſich am liebſten damit, Märchen und Geſchichten zu erſinnen, doch hat erſt ſeit wenigen Jahren die Schriftſtellerin in ihr den Mut ge- funden, einiges Erlebte und Erdachte zu veröffentlichen. Sie lebt jetzt in Berlin u. hat hier an der Seite eines edlen, hochbedeutenden Gatten reiche Anregung für ihre Tätigkeit gefun- den. S: Heimkehr und andere No- vellen (Heimkehr. – Badebekanntſchaft. – Die Ringe), 1905. – Martyrium (R.), 1907. – Glück auf dem Weg (En.), 1907. * 16

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 241. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/245>, abgerufen am 19.03.2019.