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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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tion der "Rostocker Zeitung" an. Sie
lebt noch jetzt in Wismar.

S:

Reflexe
der Zeit (Nn.); II, 1868-69 (Jnhalt:
I. Jn der Badesaison. - Untergang.
- Ein geteiltes Herz. - Für u. wider
die Natur. - Die Schauspielerin. -
II. Ein Fürst. - Charitas. - Hektik
der Gedanken. - Himmel u. Erde). -
Fern und nah (Ge.), 1870. - Ein
Geheimnis u. andere Novellen, 1895.

Valentin, Viktor,

Pseudon. für
Bianca Bobertag; s. d.!

Valett, Bertha,

wurde 1822 zu
Stade im Hannöverschen geboren,
wo ihr Vater, Johann Jakob Meno
Valett (geb. 3. März 1758 zu Ham-
burg, Verfasser des Trauerspiels
"Das gerettete Venedig", nach dem
Englischen des Otway) Gymnasial-
direktor war, verheiratete sich mit
Dr. Lamprecht in Bergedorf bei
Hamburg, der dort eine Reihe von
Jahren das Amt eines Bürgermei-
sters bekleidete, jetzt aber im Ruhe-
stande lebt.

S:

Johanna, oder: Le-
bensweg einer Verlassenen (R.); II,
1860. - Orianda (N.), 1862. - Ju-
gendliebe der Gräfin Maria Aurora
Königsmark (Zeitbild); II, 1863. -
Eine gekrönte Dichterin (Biograph.
Roman): II, 1865. - Der arme Hein-
rich (Dr., nach Hartmann von Aue),
1861.

*Vallazza, Karl,

pseudon. Karl
Wallner
, wurde am 22. Febr. 1866
in Brünn (Mähren) geboren, absol-
vierte die dortige Unterrealschule u.
wandte sich dann dem Handelsfache
zu. Aber bald kehrte er aus Drang
nach Weiterbildung zu den Studien
zurück und besuchte die drei oberen
Jahrgänge der deutschen Lehrerbil-
dungsanstalt seiner Vaterstadt. Jm
November 1895 legte er die Prüfung
für Bürgerschullehrer aus den huma-
nistischen Fächern ab und ist er seit-
dem als solcher in Brünn tätig.

S:


Lose Blätter (Ge.), 1898. - Franz
Wisbacher, ein Lehrerdichter (Literar.
Essay), 1908.

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Van
Valmy, Alfred de,

Psd. für Ju-
lius Stinde
; s. d.!

Vandersee, Leon,

Pseudon. für
Helene Tiedemann; s. d.!

Vanselow, Julius Eduard,

ge-
boren am 17. Jan. 1868 zu Schön-
lanke in der Provinz Posen als der
Sohn eines Kaufmanns, besuchte, um
sich zum Lehrer auszubilden, die Prä-
parandenanstalt in Pr. Stargard u.
das Seminar zu Pr. Friedland und
wurde 1887 zweiter Lehrer zu Mühl-
banz b. Dirschau. Nach anderthalb
Jahren kam er nach Elbing, und hier
starb er bereits am 11. Dezbr. 1892.

S:

Sonnenregen (Ge.; hrsg. v. Karl
Vanselow), 1893.

*Vanselow, Karl,

geb. am 20.
März 1876 zu Schönlanke in der Pro-
vinz Posen, verlor schon als sechs-
jähriger Knabe den Vater, der nach
vieljähriger schwerer Krankheit die
Mutter in bescheidenen Verhältnissen
zurückließ. Nachdem er die höhere
Knabenschule des Ortes besucht hatte,
nahm ihn sein Bruder Julius V.
(s. d.) zu sich nach Elbing, wo dieser
ihn die höheren Klassen des Gym-
nasiums besuchen ließ. Leider starb
dieser Bruder schon im Dezbr. 1892,
so daß nun Karl V. völlig auf sich
selbst angewiesen war. Schon als
Sekundaner literarisch tätig, verließ
er mit 19 Jahren das Gymnasium
und trat 1895 in die Redaktion der
"Deutschen Warte" in Berlin ein,
machte sich indessen schon nach einem
halben Jahre daselbst als Schrift-
steller selbständig. Er gründete 1899
die Monatsschrift "Das Schulhaus",
1902 die moderne illustrierte Zeit-
schrift "Die Schönheit" und 1905 die
wissenschaftliche Zeitschrift "Geschlecht
und Gesellschaft", welche drei Blätter
er noch jetzt herausgibt. Seit 1910
hat er seinen Wohnsitz in Werder an
der Havel.

S:

Märchen der Liebe
(Nn., M., Dr. und Dn.), 1898. 2. A.
1899. - Von Weib und Welt (Ge.),
1901. 4. A. 1905.

*


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Val
tion der „Roſtocker Zeitung“ an. Sie
lebt noch jetzt in Wismar.

S:

Reflexe
der Zeit (Nn.); II, 1868–69 (Jnhalt:
I. Jn der Badeſaiſon. – Untergang.
– Ein geteiltes Herz. – Für u. wider
die Natur. – Die Schauſpielerin. –
II. Ein Fürſt. – Charitas. – Hektik
der Gedanken. – Himmel u. Erde). –
Fern und nah (Ge.), 1870. – Ein
Geheimnis u. andere Novellen, 1895.

Valentin, Viktor,

Pſeudon. für
Bianca Bobertag; ſ. d.!

Valett, Bertha,

wurde 1822 zu
Stade im Hannöverſchen geboren,
wo ihr Vater, Johann Jakob Meno
Valett (geb. 3. März 1758 zu Ham-
burg, Verfaſſer des Trauerſpiels
„Das gerettete Venedig“, nach dem
Engliſchen des Otway) Gymnaſial-
direktor war, verheiratete ſich mit
Dr. Lamprecht in Bergedorf bei
Hamburg, der dort eine Reihe von
Jahren das Amt eines Bürgermei-
ſters bekleidete, jetzt aber im Ruhe-
ſtande lebt.

S:

Johanna, oder: Le-
bensweg einer Verlaſſenen (R.); II,
1860. – Orianda (N.), 1862. – Ju-
gendliebe der Gräfin Maria Aurora
Königsmark (Zeitbild); II, 1863. –
Eine gekrönte Dichterin (Biograph.
Roman): II, 1865. – Der arme Hein-
rich (Dr., nach Hartmann von Aue),
1861.

*Vallazza, Karl,

pſeudon. Karl
Wallner
, wurde am 22. Febr. 1866
in Brünn (Mähren) geboren, abſol-
vierte die dortige Unterrealſchule u.
wandte ſich dann dem Handelsfache
zu. Aber bald kehrte er aus Drang
nach Weiterbildung zu den Studien
zurück und beſuchte die drei oberen
Jahrgänge der deutſchen Lehrerbil-
dungsanſtalt ſeiner Vaterſtadt. Jm
November 1895 legte er die Prüfung
für Bürgerſchullehrer aus den huma-
niſtiſchen Fächern ab und iſt er ſeit-
dem als ſolcher in Brünn tätig.

S:


Loſe Blätter (Ge.), 1898. – Franz
Wisbacher, ein Lehrerdichter (Literar.
Eſſay), 1908.

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Van
Valmy, Alfred de,

Pſd. für Ju-
lius Stinde
; ſ. d.!

Vanderſee, Leon,

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Helene Tiedemann; ſ. d.!

Vanſelow, Julius Eduard,

ge-
boren am 17. Jan. 1868 zu Schön-
lanke in der Provinz Poſen als der
Sohn eines Kaufmanns, beſuchte, um
ſich zum Lehrer auszubilden, die Prä-
parandenanſtalt in Pr. Stargard u.
das Seminar zu Pr. Friedland und
wurde 1887 zweiter Lehrer zu Mühl-
banz b. Dirſchau. Nach anderthalb
Jahren kam er nach Elbing, und hier
ſtarb er bereits am 11. Dezbr. 1892.

S:

Sonnenregen (Ge.; hrsg. v. Karl
Vanſelow), 1893.

*Vanſelow, Karl,

geb. am 20.
März 1876 zu Schönlanke in der Pro-
vinz Poſen, verlor ſchon als ſechs-
jähriger Knabe den Vater, der nach
vieljähriger ſchwerer Krankheit die
Mutter in beſcheidenen Verhältniſſen
zurückließ. Nachdem er die höhere
Knabenſchule des Ortes beſucht hatte,
nahm ihn ſein Bruder Julius V.
(ſ. d.) zu ſich nach Elbing, wo dieſer
ihn die höheren Klaſſen des Gym-
naſiums beſuchen ließ. Leider ſtarb
dieſer Bruder ſchon im Dezbr. 1892,
ſo daß nun Karl V. völlig auf ſich
ſelbſt angewieſen war. Schon als
Sekundaner literariſch tätig, verließ
er mit 19 Jahren das Gymnaſium
und trat 1895 in die Redaktion der
„Deutſchen Warte“ in Berlin ein,
machte ſich indeſſen ſchon nach einem
halben Jahre daſelbſt als Schrift-
ſteller ſelbſtändig. Er gründete 1899
die Monatsſchrift „Das Schulhaus“,
1902 die moderne illuſtrierte Zeit-
ſchrift „Die Schönheit“ und 1905 die
wiſſenſchaftliche Zeitſchrift „Geſchlecht
und Geſellſchaft“, welche drei Blätter
er noch jetzt herausgibt. Seit 1910
hat er ſeinen Wohnſitz in Werder an
der Havel.

S:

Märchen der Liebe
(Nn., M., Dr. und Dn.), 1898. 2. A.
1899. – Von Weib und Welt (Ge.),
1901. 4. A. 1905.

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[253/0257] Val Van tion der „Roſtocker Zeitung“ an. Sie lebt noch jetzt in Wismar. S: Reflexe der Zeit (Nn.); II, 1868–69 (Jnhalt: I. Jn der Badeſaiſon. – Untergang. – Ein geteiltes Herz. – Für u. wider die Natur. – Die Schauſpielerin. – II. Ein Fürſt. – Charitas. – Hektik der Gedanken. – Himmel u. Erde). – Fern und nah (Ge.), 1870. – Ein Geheimnis u. andere Novellen, 1895. Valentin, Viktor, Pſeudon. für Bianca Bobertag; ſ. d.! Valett, Bertha, wurde 1822 zu Stade im Hannöverſchen geboren, wo ihr Vater, Johann Jakob Meno Valett (geb. 3. März 1758 zu Ham- burg, Verfaſſer des Trauerſpiels „Das gerettete Venedig“, nach dem Engliſchen des Otway) Gymnaſial- direktor war, verheiratete ſich mit Dr. Lamprecht in Bergedorf bei Hamburg, der dort eine Reihe von Jahren das Amt eines Bürgermei- ſters bekleidete, jetzt aber im Ruhe- ſtande lebt. S: Johanna, oder: Le- bensweg einer Verlaſſenen (R.); II, 1860. – Orianda (N.), 1862. – Ju- gendliebe der Gräfin Maria Aurora Königsmark (Zeitbild); II, 1863. – Eine gekrönte Dichterin (Biograph. Roman): II, 1865. – Der arme Hein- rich (Dr., nach Hartmann von Aue), 1861. *Vallazza, Karl, pſeudon. Karl Wallner, wurde am 22. Febr. 1866 in Brünn (Mähren) geboren, abſol- vierte die dortige Unterrealſchule u. wandte ſich dann dem Handelsfache zu. Aber bald kehrte er aus Drang nach Weiterbildung zu den Studien zurück und beſuchte die drei oberen Jahrgänge der deutſchen Lehrerbil- dungsanſtalt ſeiner Vaterſtadt. Jm November 1895 legte er die Prüfung für Bürgerſchullehrer aus den huma- niſtiſchen Fächern ab und iſt er ſeit- dem als ſolcher in Brünn tätig. S: Loſe Blätter (Ge.), 1898. – Franz Wisbacher, ein Lehrerdichter (Literar. Eſſay), 1908. Valmy, Alfred de, Pſd. für Ju- lius Stinde; ſ. d.! Vanderſee, Leon, Pſeudon. für Helene Tiedemann; ſ. d.! Vanſelow, Julius Eduard, ge- boren am 17. Jan. 1868 zu Schön- lanke in der Provinz Poſen als der Sohn eines Kaufmanns, beſuchte, um ſich zum Lehrer auszubilden, die Prä- parandenanſtalt in Pr. Stargard u. das Seminar zu Pr. Friedland und wurde 1887 zweiter Lehrer zu Mühl- banz b. Dirſchau. Nach anderthalb Jahren kam er nach Elbing, und hier ſtarb er bereits am 11. Dezbr. 1892. S: Sonnenregen (Ge.; hrsg. v. Karl Vanſelow), 1893. *Vanſelow, Karl, geb. am 20. März 1876 zu Schönlanke in der Pro- vinz Poſen, verlor ſchon als ſechs- jähriger Knabe den Vater, der nach vieljähriger ſchwerer Krankheit die Mutter in beſcheidenen Verhältniſſen zurückließ. Nachdem er die höhere Knabenſchule des Ortes beſucht hatte, nahm ihn ſein Bruder Julius V. (ſ. d.) zu ſich nach Elbing, wo dieſer ihn die höheren Klaſſen des Gym- naſiums beſuchen ließ. Leider ſtarb dieſer Bruder ſchon im Dezbr. 1892, ſo daß nun Karl V. völlig auf ſich ſelbſt angewieſen war. Schon als Sekundaner literariſch tätig, verließ er mit 19 Jahren das Gymnaſium und trat 1895 in die Redaktion der „Deutſchen Warte“ in Berlin ein, machte ſich indeſſen ſchon nach einem halben Jahre daſelbſt als Schrift- ſteller ſelbſtändig. Er gründete 1899 die Monatsſchrift „Das Schulhaus“, 1902 die moderne illuſtrierte Zeit- ſchrift „Die Schönheit“ und 1905 die wiſſenſchaftliche Zeitſchrift „Geſchlecht und Geſellſchaft“, welche drei Blätter er noch jetzt herausgibt. Seit 1910 hat er ſeinen Wohnſitz in Werder an der Havel. S: Märchen der Liebe (Nn., M., Dr. und Dn.), 1898. 2. A. 1899. – Von Weib und Welt (Ge.), 1901. 4. A. 1905. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 253. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/257>, abgerufen am 21.03.2019.