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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Weh
das bürgerliche Leben behördlich ein-
getragener Name für Frau Anna
Grosch,
geb. Pöppel von Wehlau,
wurde am 12. Aug. 1868 in Wehlau
(Ostpreußen) geboren, bildete sich be-
sonders auf Reisen in Jtalien, Frank-
reich und England, verheiratete sich
nach Kassel, wurde aber früh Witwe
und lebte als solche bis 1908 in Gon-
senheim a. Rhein, seitdem in Mainz,
seit 1910 in Maria Eich bei München
und seit 1911 in Kreuzwinkel bei
München.

S:

Liebesfrühlinge (Drei
Einakter, mit Dr. Gust. Adf. Müller),
1904. - Die Stimme des Blutes (R.),
1908 (wurde auch dramatisiert u. im
Berliner Theater aufgeführt). - Frau
Hedes Eheglück (R. e. jungen Frau),
1909. - Lebenshunger (R.), 1909.

Wehren, Else von,

geboren am
8. Oktbr. 1875 in Hagenau (Elsaß),
lebt (1902) in Hannover, (1907) in
Görlitz.

S:

Gedichte, 1899. - Eva
(Eine Herzensgesch.), 1903. - Ein-
samkeiten (Neue Ge.), 1906. - Tröst-
einsamkeit (Ge.), 1908. N. A. 1911.

Wehren, Marianne von,

geb. am
3. März 1830 in Wielitzken (Kreis
Oletzko, Ostpreußen) als Tochter des
Gutsbesitzers von Losch, zeigte schon
in ihrer Jugend Neigung u. Talent
für die Schriftstellerei und fand bei
Felix Dahn und Gustav Freytag er-
mutigende Anerkennung ihres Schaf-
fens; doch sind ihre meisten Arbeiten
nur für das Feuilleton zahlreicher
Blätter geschrieben. Die Dichterin
lebte 1897 in Jena.

S:

Zusammen-
geschmiedet (R.), 1905.

*Wehrmann, Hans,

wurde am
22. Aug. 1877 in Flensburg (Schles-
wig) als der Sohn des Schiffskapi-
täns Bernhard W. geboren, der aber
schon zwei Monate später beim Unter-
gange seines Schiffes vor Archangel
den Tod fand. Die Mutter ging mit
ihren drei Kindern nach Hamburg,
eröffnete hier ein Geschäft, das sie
mit fast übermenschlicher Anstrengung
betrieb und schließlich doch an einen
[Spaltenumbruch]

Weh
unredlichen Menschen verlor. Damit
gestaltete sich die Jugend der Kinder
zu einer ernsten und wenig erfreu-
lichen, wurde aber für unseren Dich-
ter eine gesunde Wurzel, aus der sich
Stamm und Äste zum Leben hinauf-
wenden. Er besuchte das Johanneum
in Hamburg, gab während seiner
Gymnasialzeit fleißig Privatunter-
richt, studierte von Michaelis 1896 bis
Ostern 1900 in Halle, Erlangen und
wieder in Halle Theologie und absol-
vierte sein erstes theolog. Examen in
Hamburg. Nachdem er 1900-01 in
Altona seiner Militärpflicht genügt
hatte und 1902-03 Studien halber
Leiter eines Vereinshauses der inne-
ren Mission in Hamburg-Barmbeck
gewesen war, wurde er mit Beginn
des J. 1904 Helfer der Seemanns-
mission, im Oktober d. J. Hilfspre-
diger in Rotenburgsort und im Juli
1907 Pastor in Hamburg-Eilbeck.

S:


Willi Alten. Einer, der Frieden fand
(R.), 1907. - Das Licht der Tiefe (E.),
1909.

*Wehrmeister, P. Cyrillus,

geb.
am 17. Okt. 1869 zu Füssen (Bayern),
verlebte seine Jugend seit 1874 in
Jmmenstadt (bayer. Algäu), besuchte
ein Jahr lang das Gymnasium in
Kempten und dann dasjenige in Dil-
lingen a. Donau, das er 1889 absol-
vierte. Jm Priesterseminar in Dil-
lingen studierte er darauf Theologie,
erhielt 1893 die Priesterweihe und
wirkte nun zwei Jahre als Kaplan
in Serg. Dann trat er in die St.
Benediktus-Missionsgenossenschaft zu
St. Ottilien bei Geltendorf (Ober-
bayern) ein, wo ihm nach einjährigem
Noviziat die Redaktion des "Heiden-
kind" und der "Missionsblätter" und
1900 auch die des "St. Ottilien-Mis-
sionskalenders" übertragen wurde.
Er führt die Redaktion dieser Schrif-
ten noch heute.

S:

Licht und Leben
(En. fürs Menschenherz), 1897. -
Das Geheimnis des Sonnenpriesters
(E.), 1900. 3. A. 1905. - Eine teuf-

* 23*


[Spaltenumbruch]

Weh
das bürgerliche Leben behördlich ein-
getragener Name für Frau Anna
Groſch,
geb. Pöppel von Wehlau,
wurde am 12. Aug. 1868 in Wehlau
(Oſtpreußen) geboren, bildete ſich be-
ſonders auf Reiſen in Jtalien, Frank-
reich und England, verheiratete ſich
nach Kaſſel, wurde aber früh Witwe
und lebte als ſolche bis 1908 in Gon-
ſenheim a. Rhein, ſeitdem in Mainz,
ſeit 1910 in Maria Eich bei München
und ſeit 1911 in Kreuzwinkel bei
München.

S:

Liebesfrühlinge (Drei
Einakter, mit Dr. Guſt. Adf. Müller),
1904. – Die Stimme des Blutes (R.),
1908 (wurde auch dramatiſiert u. im
Berliner Theater aufgeführt). – Frau
Hedes Eheglück (R. e. jungen Frau),
1909. – Lebenshunger (R.), 1909.

Wehren, Elſe von,

geboren am
8. Oktbr. 1875 in Hagenau (Elſaß),
lebt (1902) in Hannover, (1907) in
Görlitz.

S:

Gedichte, 1899. – Eva
(Eine Herzensgeſch.), 1903. – Ein-
ſamkeiten (Neue Ge.), 1906. – Tröſt-
einſamkeit (Ge.), 1908. N. A. 1911.

Wehren, Marianne von,

geb. am
3. März 1830 in Wielitzken (Kreis
Oletzko, Oſtpreußen) als Tochter des
Gutsbeſitzers von Loſch, zeigte ſchon
in ihrer Jugend Neigung u. Talent
für die Schriftſtellerei und fand bei
Felix Dahn und Guſtav Freytag er-
mutigende Anerkennung ihres Schaf-
fens; doch ſind ihre meiſten Arbeiten
nur für das Feuilleton zahlreicher
Blätter geſchrieben. Die Dichterin
lebte 1897 in Jena.

S:

Zuſammen-
geſchmiedet (R.), 1905.

*Wehrmann, Hans,

wurde am
22. Aug. 1877 in Flensburg (Schles-
wig) als der Sohn des Schiffskapi-
täns Bernhard W. geboren, der aber
ſchon zwei Monate ſpäter beim Unter-
gange ſeines Schiffes vor Archangel
den Tod fand. Die Mutter ging mit
ihren drei Kindern nach Hamburg,
eröffnete hier ein Geſchäft, das ſie
mit faſt übermenſchlicher Anſtrengung
betrieb und ſchließlich doch an einen
[Spaltenumbruch]

Weh
unredlichen Menſchen verlor. Damit
geſtaltete ſich die Jugend der Kinder
zu einer ernſten und wenig erfreu-
lichen, wurde aber für unſeren Dich-
ter eine geſunde Wurzel, aus der ſich
Stamm und Äſte zum Leben hinauf-
wenden. Er beſuchte das Johanneum
in Hamburg, gab während ſeiner
Gymnaſialzeit fleißig Privatunter-
richt, ſtudierte von Michaelis 1896 bis
Oſtern 1900 in Halle, Erlangen und
wieder in Halle Theologie und abſol-
vierte ſein erſtes theolog. Examen in
Hamburg. Nachdem er 1900–01 in
Altona ſeiner Militärpflicht genügt
hatte und 1902–03 Studien halber
Leiter eines Vereinshauſes der inne-
ren Miſſion in Hamburg-Barmbeck
geweſen war, wurde er mit Beginn
des J. 1904 Helfer der Seemanns-
miſſion, im Oktober d. J. Hilfspre-
diger in Rotenburgsort und im Juli
1907 Paſtor in Hamburg-Eilbeck.

S:


Willi Alten. Einer, der Frieden fand
(R.), 1907. – Das Licht der Tiefe (E.),
1909.

*Wehrmeiſter, P. Cyrillus,

geb.
am 17. Okt. 1869 zu Füſſen (Bayern),
verlebte ſeine Jugend ſeit 1874 in
Jmmenſtadt (bayer. Algäu), beſuchte
ein Jahr lang das Gymnaſium in
Kempten und dann dasjenige in Dil-
lingen a. Donau, das er 1889 abſol-
vierte. Jm Prieſterſeminar in Dil-
lingen ſtudierte er darauf Theologie,
erhielt 1893 die Prieſterweihe und
wirkte nun zwei Jahre als Kaplan
in Serg. Dann trat er in die St.
Benediktus-Miſſionsgenoſſenſchaft zu
St. Ottilien bei Geltendorf (Ober-
bayern) ein, wo ihm nach einjährigem
Noviziat die Redaktion des „Heiden-
kind“ und der „Miſſionsblätter“ und
1900 auch die des „St. Ottilien-Miſ-
ſionskalenders“ übertragen wurde.
Er führt die Redaktion dieſer Schrif-
ten noch heute.

S:

Licht und Leben
(En. fürs Menſchenherz), 1897. –
Das Geheimnis des Sonnenprieſters
(E.), 1900. 3. A. 1905. – Eine teuf-

* 23*
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[355/0359] Weh Weh das bürgerliche Leben behördlich ein- getragener Name für Frau Anna Groſch, geb. Pöppel von Wehlau, wurde am 12. Aug. 1868 in Wehlau (Oſtpreußen) geboren, bildete ſich be- ſonders auf Reiſen in Jtalien, Frank- reich und England, verheiratete ſich nach Kaſſel, wurde aber früh Witwe und lebte als ſolche bis 1908 in Gon- ſenheim a. Rhein, ſeitdem in Mainz, ſeit 1910 in Maria Eich bei München und ſeit 1911 in Kreuzwinkel bei München. S: Liebesfrühlinge (Drei Einakter, mit Dr. Guſt. Adf. Müller), 1904. – Die Stimme des Blutes (R.), 1908 (wurde auch dramatiſiert u. im Berliner Theater aufgeführt). – Frau Hedes Eheglück (R. e. jungen Frau), 1909. – Lebenshunger (R.), 1909. Wehren, Elſe von, geboren am 8. Oktbr. 1875 in Hagenau (Elſaß), lebt (1902) in Hannover, (1907) in Görlitz. S: Gedichte, 1899. – Eva (Eine Herzensgeſch.), 1903. – Ein- ſamkeiten (Neue Ge.), 1906. – Tröſt- einſamkeit (Ge.), 1908. N. A. 1911. Wehren, Marianne von, geb. am 3. März 1830 in Wielitzken (Kreis Oletzko, Oſtpreußen) als Tochter des Gutsbeſitzers von Loſch, zeigte ſchon in ihrer Jugend Neigung u. Talent für die Schriftſtellerei und fand bei Felix Dahn und Guſtav Freytag er- mutigende Anerkennung ihres Schaf- fens; doch ſind ihre meiſten Arbeiten nur für das Feuilleton zahlreicher Blätter geſchrieben. Die Dichterin lebte 1897 in Jena. S: Zuſammen- geſchmiedet (R.), 1905. *Wehrmann, Hans, wurde am 22. Aug. 1877 in Flensburg (Schles- wig) als der Sohn des Schiffskapi- täns Bernhard W. geboren, der aber ſchon zwei Monate ſpäter beim Unter- gange ſeines Schiffes vor Archangel den Tod fand. Die Mutter ging mit ihren drei Kindern nach Hamburg, eröffnete hier ein Geſchäft, das ſie mit faſt übermenſchlicher Anſtrengung betrieb und ſchließlich doch an einen unredlichen Menſchen verlor. Damit geſtaltete ſich die Jugend der Kinder zu einer ernſten und wenig erfreu- lichen, wurde aber für unſeren Dich- ter eine geſunde Wurzel, aus der ſich Stamm und Äſte zum Leben hinauf- wenden. Er beſuchte das Johanneum in Hamburg, gab während ſeiner Gymnaſialzeit fleißig Privatunter- richt, ſtudierte von Michaelis 1896 bis Oſtern 1900 in Halle, Erlangen und wieder in Halle Theologie und abſol- vierte ſein erſtes theolog. Examen in Hamburg. Nachdem er 1900–01 in Altona ſeiner Militärpflicht genügt hatte und 1902–03 Studien halber Leiter eines Vereinshauſes der inne- ren Miſſion in Hamburg-Barmbeck geweſen war, wurde er mit Beginn des J. 1904 Helfer der Seemanns- miſſion, im Oktober d. J. Hilfspre- diger in Rotenburgsort und im Juli 1907 Paſtor in Hamburg-Eilbeck. S: Willi Alten. Einer, der Frieden fand (R.), 1907. – Das Licht der Tiefe (E.), 1909. *Wehrmeiſter, P. Cyrillus, geb. am 17. Okt. 1869 zu Füſſen (Bayern), verlebte ſeine Jugend ſeit 1874 in Jmmenſtadt (bayer. Algäu), beſuchte ein Jahr lang das Gymnaſium in Kempten und dann dasjenige in Dil- lingen a. Donau, das er 1889 abſol- vierte. Jm Prieſterſeminar in Dil- lingen ſtudierte er darauf Theologie, erhielt 1893 die Prieſterweihe und wirkte nun zwei Jahre als Kaplan in Serg. Dann trat er in die St. Benediktus-Miſſionsgenoſſenſchaft zu St. Ottilien bei Geltendorf (Ober- bayern) ein, wo ihm nach einjährigem Noviziat die Redaktion des „Heiden- kind“ und der „Miſſionsblätter“ und 1900 auch die des „St. Ottilien-Miſ- ſionskalenders“ übertragen wurde. Er führt die Redaktion dieſer Schrif- ten noch heute. S: Licht und Leben (En. fürs Menſchenherz), 1897. – Das Geheimnis des Sonnenprieſters (E.), 1900. 3. A. 1905. – Eine teuf- * 23*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 355. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/359>, abgerufen am 23.03.2019.