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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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(Tagebuchblätter), 1890. - Kleiner
Lachspiegel (Sk. u. Bilder), 1891.

*Weiß, Karl,

pseud. C. Karl-
weis,
wurde am 23. Novbr. 1850
zu Wien geboren und war schon früh-
zeitig darauf angewiesen, sich auf
eigene Füße zu stellen und sich durch
eigene Kraft fortzuhelfen. Nachdem
er die Vorschule und die sechs Klassen
der Wiener Oberrealschule "auf der
Wieden" absolviert hatte, sollte er
sich nach dem Willen der Eltern den
technischen Studien zuwenden; aber
seine leidenschaftliche Vorliebe für
dramatische Kunst, die sich bei ihm
schon als Schüler durch häufigen Be-
such des Burgtheaters festgesetzt hatte,
drängte zur Bühne: er ging seinen
Eltern durch und verschrieb sich einer
wandernden Schauspielertruppe. Jn-
dessen erkannte er nach Jahresfrist,
daß seine Begabung höheren An-
sprüchen doch nicht genügen könne,
und so gab er dem Drängen seiner
Eltern nach u. erwählte die Beamten-
laufbahn. Er widmete sich dem Eisen-
bahnfache und ging 1868 zur österr.-
ungar. Staatseisenbahn-Gesellschaft,
trat 1870 als Ober-Offizial in die
Dienste der Karl-Ludwig-Bahn,
wurde 1873 Betriebs-Sekretär der
Graz-Köflacher Bahn, kam in gleicher
Eigenschaft 1879 zur Südbahn und
wurde bei derselben 1891 zum Ober-
inspektor der Generaldirektion (Wien)
befördert. Jn dieser Stellung blieb
er bis zu seinem Tode am 27. Oktbr.
1901.

S:

Paul de Kock (Lsp.), 1876, -
Aus dem Französischen (Lsp.), 1878.
- Cousine Melanie (Lsp.), 1879. -
Der Rächer (Lsp.), 1880. - Der Dra-
goner (Lsp.), 1883. - Andere (Lsp.),
1885. - Bruder Hans (Lsp.), 1886. -
Einer vom alten Schlag (Lsp., mit
V. Chiavacci), 1886. - Geschichten aus
Stadt u. Dorf (Nn. u. Sk.), 1889. -
Wiener Kinder (R.), 1887. - Eine
Geldheirat (Schausp., mit Gustav
Schwartzkopf), 1892. - Ein Sohn
seiner Zeit (R.), 1892. - Reich werden
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Wei
(Wien. R.), 1893. - Aus der Vorstadt
(Volksst., mit Herm. Bahr), 1893. -
Der kleine Mann (Wiener Schw.),
1894. 2. A. 1897. - Goldene Herzen
(Volksst.), 1895. - Adieu Papa und
andere kleine Geschichten, 1898. - Das
grobe Hemd (Volksst.), 1901. - Mar-
tins Ehe (N. in Briefen), 1901. - Der
neue Simson (Komödie), 1902. - Das
liebe Jch (Volksst.), 1898. - Onkel
Toni (Komödie), 1900. - Wien, das
bist du! (Kleine En. a. d. Nachlasse),
1903.

*Weiß jun., Karl,

geb. am 27.
Dezember 1867 in Wien als Sohn
des Jnhabers eines Theater- u. Kon-
zertbureaus, Karl Weiß, besuchte das
Realgymnasium u. akademische Gym-
nasium in Wien, mußte aber seinen
Plan, die Rechte zu studieren, wegen
eines Herzleidens aufgeben und trat
1885 in das Bureau seines Vaters
ein, dem er noch heute als Teilhaber
angehört. Er ist nebenher Mitarbeiter
verschiedener inländischen und aus-
ländischen Blätter u. gründete 1898
das "Neue Wiener Echo", das er nur
bis 1899 erscheinen ließ, da er die
Direktion des Jantsch-Theaters über-
nahm, die er aber nach kurzer Zeit
wieder aufgab. Jn den Jahren 1901
bis 1904 war er Direktor des Stadt-
theaters in Salzburg, später Direktor
des Jntimen Theaters in Nürnberg.

S:

Naturmenschen (Operette, Musik
von Thdr. Erler), 1896. - Goldregen
(Augewählte Ge.), 1898. - Als wir
noch Kinder waren (Lsp.), 1898.

*Weiß, Karl Franz Joseph,

psd.
Karl Schrattenthal, wurde am
25. Sept. 1846 zu Klattau in Böhmen
geboren, wo sein Vater, österreich.
Kavallerieoffizier, in Garnison lag.
Der Sohn wurde gleichfalls für den
Militärstand bestimmt und trat des-
halb im Alter von elf Jahren in das
Kadetten-Jnstitut zu Eisenstadt in
Ungarn ein; 1862 bezog er die Mili-
tär-Akademie zu Wiener-Neustadt, um
dieselbe als Offizier 1866 zu verlassen

*


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Wei
(Tagebuchblätter), 1890. – Kleiner
Lachſpiegel (Sk. u. Bilder), 1891.

*Weiß, Karl,

pſeud. C. Karl-
weis,
wurde am 23. Novbr. 1850
zu Wien geboren und war ſchon früh-
zeitig darauf angewieſen, ſich auf
eigene Füße zu ſtellen und ſich durch
eigene Kraft fortzuhelfen. Nachdem
er die Vorſchule und die ſechs Klaſſen
der Wiener Oberrealſchule „auf der
Wieden“ abſolviert hatte, ſollte er
ſich nach dem Willen der Eltern den
techniſchen Studien zuwenden; aber
ſeine leidenſchaftliche Vorliebe für
dramatiſche Kunſt, die ſich bei ihm
ſchon als Schüler durch häufigen Be-
ſuch des Burgtheaters feſtgeſetzt hatte,
drängte zur Bühne: er ging ſeinen
Eltern durch und verſchrieb ſich einer
wandernden Schauſpielertruppe. Jn-
deſſen erkannte er nach Jahresfriſt,
daß ſeine Begabung höheren An-
ſprüchen doch nicht genügen könne,
und ſo gab er dem Drängen ſeiner
Eltern nach u. erwählte die Beamten-
laufbahn. Er widmete ſich dem Eiſen-
bahnfache und ging 1868 zur öſterr.-
ungar. Staatseiſenbahn-Geſellſchaft,
trat 1870 als Ober-Offizial in die
Dienſte der Karl-Ludwig-Bahn,
wurde 1873 Betriebs-Sekretär der
Graz-Köflacher Bahn, kam in gleicher
Eigenſchaft 1879 zur Südbahn und
wurde bei derſelben 1891 zum Ober-
inſpektor der Generaldirektion (Wien)
befördert. Jn dieſer Stellung blieb
er bis zu ſeinem Tode am 27. Oktbr.
1901.

S:

Paul de Kock (Lſp.), 1876, –
Aus dem Franzöſiſchen (Lſp.), 1878.
– Couſine Melanie (Lſp.), 1879. –
Der Rächer (Lſp.), 1880. – Der Dra-
goner (Lſp.), 1883. – Andere (Lſp.),
1885. – Bruder Hans (Lſp.), 1886. –
Einer vom alten Schlag (Lſp., mit
V. Chiavacci), 1886. – Geſchichten aus
Stadt u. Dorf (Nn. u. Sk.), 1889. –
Wiener Kinder (R.), 1887. – Eine
Geldheirat (Schauſp., mit Guſtav
Schwartzkopf), 1892. – Ein Sohn
ſeiner Zeit (R.), 1892. – Reich werden
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Wei
(Wien. R.), 1893. – Aus der Vorſtadt
(Volksſt., mit Herm. Bahr), 1893. –
Der kleine Mann (Wiener Schw.),
1894. 2. A. 1897. – Goldene Herzen
(Volksſt.), 1895. – Adieu Papa und
andere kleine Geſchichten, 1898. – Das
grobe Hemd (Volksſt.), 1901. – Mar-
tins Ehe (N. in Briefen), 1901. – Der
neue Simſon (Komödie), 1902. – Das
liebe Jch (Volksſt.), 1898. – Onkel
Toni (Komödie), 1900. – Wien, das
biſt du! (Kleine En. a. d. Nachlaſſe),
1903.

*Weiß jun., Karl,

geb. am 27.
Dezember 1867 in Wien als Sohn
des Jnhabers eines Theater- u. Kon-
zertbureaus, Karl Weiß, beſuchte das
Realgymnaſium u. akademiſche Gym-
naſium in Wien, mußte aber ſeinen
Plan, die Rechte zu ſtudieren, wegen
eines Herzleidens aufgeben und trat
1885 in das Bureau ſeines Vaters
ein, dem er noch heute als Teilhaber
angehört. Er iſt nebenher Mitarbeiter
verſchiedener inländiſchen und aus-
ländiſchen Blätter u. gründete 1898
das „Neue Wiener Echo“, das er nur
bis 1899 erſcheinen ließ, da er die
Direktion des Jantſch-Theaters über-
nahm, die er aber nach kurzer Zeit
wieder aufgab. Jn den Jahren 1901
bis 1904 war er Direktor des Stadt-
theaters in Salzburg, ſpäter Direktor
des Jntimen Theaters in Nürnberg.

S:

Naturmenſchen (Operette, Muſik
von Thdr. Erler), 1896. – Goldregen
(Augewählte Ge.), 1898. – Als wir
noch Kinder waren (Lſp.), 1898.

*Weiß, Karl Franz Joſeph,

pſd.
Karl Schrattenthal, wurde am
25. Sept. 1846 zu Klattau in Böhmen
geboren, wo ſein Vater, öſterreich.
Kavallerieoffizier, in Garniſon lag.
Der Sohn wurde gleichfalls für den
Militärſtand beſtimmt und trat des-
halb im Alter von elf Jahren in das
Kadetten-Jnſtitut zu Eiſenſtadt in
Ungarn ein; 1862 bezog er die Mili-
tär-Akademie zu Wiener-Neuſtadt, um
dieſelbe als Offizier 1866 zu verlaſſen

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[376/0380] Wei Wei (Tagebuchblätter), 1890. – Kleiner Lachſpiegel (Sk. u. Bilder), 1891. *Weiß, Karl, pſeud. C. Karl- weis, wurde am 23. Novbr. 1850 zu Wien geboren und war ſchon früh- zeitig darauf angewieſen, ſich auf eigene Füße zu ſtellen und ſich durch eigene Kraft fortzuhelfen. Nachdem er die Vorſchule und die ſechs Klaſſen der Wiener Oberrealſchule „auf der Wieden“ abſolviert hatte, ſollte er ſich nach dem Willen der Eltern den techniſchen Studien zuwenden; aber ſeine leidenſchaftliche Vorliebe für dramatiſche Kunſt, die ſich bei ihm ſchon als Schüler durch häufigen Be- ſuch des Burgtheaters feſtgeſetzt hatte, drängte zur Bühne: er ging ſeinen Eltern durch und verſchrieb ſich einer wandernden Schauſpielertruppe. Jn- deſſen erkannte er nach Jahresfriſt, daß ſeine Begabung höheren An- ſprüchen doch nicht genügen könne, und ſo gab er dem Drängen ſeiner Eltern nach u. erwählte die Beamten- laufbahn. Er widmete ſich dem Eiſen- bahnfache und ging 1868 zur öſterr.- ungar. Staatseiſenbahn-Geſellſchaft, trat 1870 als Ober-Offizial in die Dienſte der Karl-Ludwig-Bahn, wurde 1873 Betriebs-Sekretär der Graz-Köflacher Bahn, kam in gleicher Eigenſchaft 1879 zur Südbahn und wurde bei derſelben 1891 zum Ober- inſpektor der Generaldirektion (Wien) befördert. Jn dieſer Stellung blieb er bis zu ſeinem Tode am 27. Oktbr. 1901. S: Paul de Kock (Lſp.), 1876, – Aus dem Franzöſiſchen (Lſp.), 1878. – Couſine Melanie (Lſp.), 1879. – Der Rächer (Lſp.), 1880. – Der Dra- goner (Lſp.), 1883. – Andere (Lſp.), 1885. – Bruder Hans (Lſp.), 1886. – Einer vom alten Schlag (Lſp., mit V. Chiavacci), 1886. – Geſchichten aus Stadt u. Dorf (Nn. u. Sk.), 1889. – Wiener Kinder (R.), 1887. – Eine Geldheirat (Schauſp., mit Guſtav Schwartzkopf), 1892. – Ein Sohn ſeiner Zeit (R.), 1892. – Reich werden (Wien. R.), 1893. – Aus der Vorſtadt (Volksſt., mit Herm. Bahr), 1893. – Der kleine Mann (Wiener Schw.), 1894. 2. A. 1897. – Goldene Herzen (Volksſt.), 1895. – Adieu Papa und andere kleine Geſchichten, 1898. – Das grobe Hemd (Volksſt.), 1901. – Mar- tins Ehe (N. in Briefen), 1901. – Der neue Simſon (Komödie), 1902. – Das liebe Jch (Volksſt.), 1898. – Onkel Toni (Komödie), 1900. – Wien, das biſt du! (Kleine En. a. d. Nachlaſſe), 1903. *Weiß jun., Karl, geb. am 27. Dezember 1867 in Wien als Sohn des Jnhabers eines Theater- u. Kon- zertbureaus, Karl Weiß, beſuchte das Realgymnaſium u. akademiſche Gym- naſium in Wien, mußte aber ſeinen Plan, die Rechte zu ſtudieren, wegen eines Herzleidens aufgeben und trat 1885 in das Bureau ſeines Vaters ein, dem er noch heute als Teilhaber angehört. Er iſt nebenher Mitarbeiter verſchiedener inländiſchen und aus- ländiſchen Blätter u. gründete 1898 das „Neue Wiener Echo“, das er nur bis 1899 erſcheinen ließ, da er die Direktion des Jantſch-Theaters über- nahm, die er aber nach kurzer Zeit wieder aufgab. Jn den Jahren 1901 bis 1904 war er Direktor des Stadt- theaters in Salzburg, ſpäter Direktor des Jntimen Theaters in Nürnberg. S: Naturmenſchen (Operette, Muſik von Thdr. Erler), 1896. – Goldregen (Augewählte Ge.), 1898. – Als wir noch Kinder waren (Lſp.), 1898. *Weiß, Karl Franz Joſeph, pſd. Karl Schrattenthal, wurde am 25. Sept. 1846 zu Klattau in Böhmen geboren, wo ſein Vater, öſterreich. Kavallerieoffizier, in Garniſon lag. Der Sohn wurde gleichfalls für den Militärſtand beſtimmt und trat des- halb im Alter von elf Jahren in das Kadetten-Jnſtitut zu Eiſenſtadt in Ungarn ein; 1862 bezog er die Mili- tär-Akademie zu Wiener-Neuſtadt, um dieſelbe als Offizier 1866 zu verlaſſen *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 376. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/380>, abgerufen am 18.03.2019.