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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Wei
Weißenborn, Elisabeth,

pseud.
Jlse Theba, wurde am 14. Oktbr.
1860 in Halberstadt geboren, wo ihr
Vater Fritz W. Lehrer war und noch
jetzt (1908) das Organistenamt an
der St. Moritzkirche versieht. Sie er-
hielt ihre Schulbildung iu der dorti-
gen höheren Töchterschule, war dann
viele Jahre als Erzieherin und Leh-
rerin tätig und lebte zuletzt bis zu
ihrem Tode im J. 1901 im Eltern-
hause, ihre Muße schriftstellerischer
Tätigkeit widmend.

S:

Saumseel-
chen (E.), 1895. - Namenlose u. andere
Gedichte, 1900.

Weißenburg, Camillo,

Pseud.
für Samuel Ami Weiß; s. d.!

Weißenhofer, Robert,

geb. am
15. Sept. 1843 zu Ybbsitz in Nieder-
österreich, besuchte das Gymnasium
zu Seitenstetten, trat am 21. Sept.
1863 in das dortige Benediktinerstift
ein u. erhielt nach beendigten theo-
logischen Studien 1868 die Priester-
weihe. Von seinen Oberen zum Lehr-
amt bestimmt, legte er die Staats-
prüfung in Philologie und Germa-
nistik für Gymnasien ab und wirkte
seitdem als Professor der deutschen
Sprache und Propädeutik in Seiten-
stetten, wo er am 30. März 1900
starb. Er war auch Mitarbeiter an
dem unter der Ägide u. Mitwirkung
des Kronprinzen Rudolf erscheinen-
den Prachtwerks "Die österreichisch-
ungarische Monarchie in Wort und
Bild".

S:

Schauspiele für jugend-
liche Kreise; VI, 1875-96. (Jnhalt:
I. Die heilige Elisabeth v. Thüringen,
1875. 5. A. 1906. - II. Rosa von
Tannenburg, 1876. 5. A. 1906. - III.
Das Hirtenmädchen von Lourdes,
1879. - IV. Das Mädchen von Enns-
tal, 1879. 2. A. 1892. - V. Hedwig
und Jrmgard, 1880. 2. A. 1896. -
VI. Das Trotzköpfchen, 1880. 2. A.
1896). - Die Waise von Ybbsthal
(E.), 1877. 4. A. 1895. - Das Glöck-
lein von Schwallenbach (E.), 1878.
5. A. 1906. - Das Passionsspiel von
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Vorder-Thiersee, 1885. - Klothilde
(Volksschsp.), 1887. - Andreas Hofer
(Volksschsp.), 1893. - Der kleine Ti-
roler (E.), 1894. 2. A. 1898. - Wen-
delin, der kleine Tiroler (Volksschsp.),
1899. - Kunimund und Felix (E. a.
d. Zeit der Völkerwanderung; aus
dem Nachlaß hrsg. von Dr. Anselm
Salzer), 1904.

*Weißenthurn, M. v., d. i. Maxi-
miliane Franul von Weißen-
thurn,

eine Großnichte der be-
rühmten dramatischen Künstlerin u.
Schriftstellerin Johanna Franul v.
W., und eine Urenkelin von Goethes
"Suleika", Marianne von Willemer,
wurde am 1. März 1851 in Wien als
die Tochter eines höheren österreichi-
schen Offiziers geboren, der im Jahre
1894 als k. k. Genie-Oberst im Ruhe-
stande starb. Nachdem sie eine sorg-
fältige Erziehung genossen u. durch
viele Reisen Geist und Gemüt weiter
ausgebildet, vermählte sie sich 1873;
doch war die Ehe eine sehr unglück-
liche und wurde dieselbe auf Wunsch
der Dame bereits nach zwei Jahren
wieder gelöst. Mit ihrem einzigen
Töchterchen durch Schicksalsschläge
in eine nicht eben glänzende Lage
versetzt, faßte Frau v. W. den Ent-
schluß, zur Feder zu greifen und sich
so durch angestrengten Schriftsteller-
fleiß eine auskömmliche Selbständig-
keit zu erringen. Dieses Ziel zu er-
reichen, ist ihr denn auch glücklich ge-
lungen. Jm Jahre 1880 hatte sie den
grenzenlosen Schmerz, ihre Tochter
durch den Tod zu verlieren, und seit-
dem hat sie, um Trost und Ruhe zu
finden, sich nur noch eifriger schrift-
stellerischen Arbeiten gewidmet. Sie
lebt in Wien und während einiger
Sommermonate in Gloggnitz (Nie-
derösterreich).

S:

Auf einsamem Fel-
senriff (R., frei nach dem Engl. be-
arbeitet), 1878. - Frauenliebe (Nn.),
1882. (Jnhalt: Zu spät. - An ge-
brochenem Herzen. - Erlebtes und
Erdachtes. - Eine Gewissensschuld. -

*

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Wei
Weißenborn, Eliſabeth,

pſeud.
Jlſe Theba, wurde am 14. Oktbr.
1860 in Halberſtadt geboren, wo ihr
Vater Fritz W. Lehrer war und noch
jetzt (1908) das Organiſtenamt an
der St. Moritzkirche verſieht. Sie er-
hielt ihre Schulbildung iu der dorti-
gen höheren Töchterſchule, war dann
viele Jahre als Erzieherin und Leh-
rerin tätig und lebte zuletzt bis zu
ihrem Tode im J. 1901 im Eltern-
hauſe, ihre Muße ſchriftſtelleriſcher
Tätigkeit widmend.

S:

Saumſeel-
chen (E.), 1895. – Namenloſe u. andere
Gedichte, 1900.

Weißenburg, Camillo,

Pſeud.
für Samuel Ami Weiß; ſ. d.!

Weißenhofer, Robert,

geb. am
15. Sept. 1843 zu Ybbſitz in Nieder-
öſterreich, beſuchte das Gymnaſium
zu Seitenſtetten, trat am 21. Sept.
1863 in das dortige Benediktinerſtift
ein u. erhielt nach beendigten theo-
logiſchen Studien 1868 die Prieſter-
weihe. Von ſeinen Oberen zum Lehr-
amt beſtimmt, legte er die Staats-
prüfung in Philologie und Germa-
niſtik für Gymnaſien ab und wirkte
ſeitdem als Profeſſor der deutſchen
Sprache und Propädeutik in Seiten-
ſtetten, wo er am 30. März 1900
ſtarb. Er war auch Mitarbeiter an
dem unter der Ägide u. Mitwirkung
des Kronprinzen Rudolf erſcheinen-
den Prachtwerks „Die öſterreichiſch-
ungariſche Monarchie in Wort und
Bild“.

S:

Schauſpiele für jugend-
liche Kreiſe; VI, 1875–96. (Jnhalt:
I. Die heilige Eliſabeth v. Thüringen,
1875. 5. A. 1906. – II. Roſa von
Tannenburg, 1876. 5. A. 1906. – III.
Das Hirtenmädchen von Lourdes,
1879. – IV. Das Mädchen von Enns-
tal, 1879. 2. A. 1892. – V. Hedwig
und Jrmgard, 1880. 2. A. 1896. –
VI. Das Trotzköpfchen, 1880. 2. A.
1896). – Die Waiſe von Ybbsthal
(E.), 1877. 4. A. 1895. – Das Glöck-
lein von Schwallenbach (E.), 1878.
5. A. 1906. – Das Paſſionsſpiel von
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Wei
Vorder-Thierſee, 1885. – Klothilde
(Volksſchſp.), 1887. – Andreas Hofer
(Volksſchſp.), 1893. – Der kleine Ti-
roler (E.), 1894. 2. A. 1898. – Wen-
delin, der kleine Tiroler (Volksſchſp.),
1899. – Kunimund und Felix (E. a.
d. Zeit der Völkerwanderung; aus
dem Nachlaß hrsg. von Dr. Anſelm
Salzer), 1904.

*Weißenthurn, M. v., d. i. Maxi-
miliane Franul von Weißen-
thurn,

eine Großnichte der be-
rühmten dramatiſchen Künſtlerin u.
Schriftſtellerin Johanna Franul v.
W., und eine Urenkelin von Goethes
„Suleika“, Marianne von Willemer,
wurde am 1. März 1851 in Wien als
die Tochter eines höheren öſterreichi-
ſchen Offiziers geboren, der im Jahre
1894 als k. k. Genie-Oberſt im Ruhe-
ſtande ſtarb. Nachdem ſie eine ſorg-
fältige Erziehung genoſſen u. durch
viele Reiſen Geiſt und Gemüt weiter
ausgebildet, vermählte ſie ſich 1873;
doch war die Ehe eine ſehr unglück-
liche und wurde dieſelbe auf Wunſch
der Dame bereits nach zwei Jahren
wieder gelöſt. Mit ihrem einzigen
Töchterchen durch Schickſalsſchläge
in eine nicht eben glänzende Lage
verſetzt, faßte Frau v. W. den Ent-
ſchluß, zur Feder zu greifen und ſich
ſo durch angeſtrengten Schriftſteller-
fleiß eine auskömmliche Selbſtändig-
keit zu erringen. Dieſes Ziel zu er-
reichen, iſt ihr denn auch glücklich ge-
lungen. Jm Jahre 1880 hatte ſie den
grenzenloſen Schmerz, ihre Tochter
durch den Tod zu verlieren, und ſeit-
dem hat ſie, um Troſt und Ruhe zu
finden, ſich nur noch eifriger ſchrift-
ſtelleriſchen Arbeiten gewidmet. Sie
lebt in Wien und während einiger
Sommermonate in Gloggnitz (Nie-
deröſterreich).

S:

Auf einſamem Fel-
ſenriff (R., frei nach dem Engl. be-
arbeitet), 1878. – Frauenliebe (Nn.),
1882. (Jnhalt: Zu ſpät. – An ge-
brochenem Herzen. – Erlebtes und
Erdachtes. – Eine Gewiſſensſchuld. –

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[380/0384] Wei Wei Weißenborn, Eliſabeth, pſeud. Jlſe Theba, wurde am 14. Oktbr. 1860 in Halberſtadt geboren, wo ihr Vater Fritz W. Lehrer war und noch jetzt (1908) das Organiſtenamt an der St. Moritzkirche verſieht. Sie er- hielt ihre Schulbildung iu der dorti- gen höheren Töchterſchule, war dann viele Jahre als Erzieherin und Leh- rerin tätig und lebte zuletzt bis zu ihrem Tode im J. 1901 im Eltern- hauſe, ihre Muße ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit widmend. S: Saumſeel- chen (E.), 1895. – Namenloſe u. andere Gedichte, 1900. Weißenburg, Camillo, Pſeud. für Samuel Ami Weiß; ſ. d.! Weißenhofer, Robert, geb. am 15. Sept. 1843 zu Ybbſitz in Nieder- öſterreich, beſuchte das Gymnaſium zu Seitenſtetten, trat am 21. Sept. 1863 in das dortige Benediktinerſtift ein u. erhielt nach beendigten theo- logiſchen Studien 1868 die Prieſter- weihe. Von ſeinen Oberen zum Lehr- amt beſtimmt, legte er die Staats- prüfung in Philologie und Germa- niſtik für Gymnaſien ab und wirkte ſeitdem als Profeſſor der deutſchen Sprache und Propädeutik in Seiten- ſtetten, wo er am 30. März 1900 ſtarb. Er war auch Mitarbeiter an dem unter der Ägide u. Mitwirkung des Kronprinzen Rudolf erſcheinen- den Prachtwerks „Die öſterreichiſch- ungariſche Monarchie in Wort und Bild“. S: Schauſpiele für jugend- liche Kreiſe; VI, 1875–96. (Jnhalt: I. Die heilige Eliſabeth v. Thüringen, 1875. 5. A. 1906. – II. Roſa von Tannenburg, 1876. 5. A. 1906. – III. Das Hirtenmädchen von Lourdes, 1879. – IV. Das Mädchen von Enns- tal, 1879. 2. A. 1892. – V. Hedwig und Jrmgard, 1880. 2. A. 1896. – VI. Das Trotzköpfchen, 1880. 2. A. 1896). – Die Waiſe von Ybbsthal (E.), 1877. 4. A. 1895. – Das Glöck- lein von Schwallenbach (E.), 1878. 5. A. 1906. – Das Paſſionsſpiel von Vorder-Thierſee, 1885. – Klothilde (Volksſchſp.), 1887. – Andreas Hofer (Volksſchſp.), 1893. – Der kleine Ti- roler (E.), 1894. 2. A. 1898. – Wen- delin, der kleine Tiroler (Volksſchſp.), 1899. – Kunimund und Felix (E. a. d. Zeit der Völkerwanderung; aus dem Nachlaß hrsg. von Dr. Anſelm Salzer), 1904. *Weißenthurn, M. v., d. i. Maxi- miliane Franul von Weißen- thurn, eine Großnichte der be- rühmten dramatiſchen Künſtlerin u. Schriftſtellerin Johanna Franul v. W., und eine Urenkelin von Goethes „Suleika“, Marianne von Willemer, wurde am 1. März 1851 in Wien als die Tochter eines höheren öſterreichi- ſchen Offiziers geboren, der im Jahre 1894 als k. k. Genie-Oberſt im Ruhe- ſtande ſtarb. Nachdem ſie eine ſorg- fältige Erziehung genoſſen u. durch viele Reiſen Geiſt und Gemüt weiter ausgebildet, vermählte ſie ſich 1873; doch war die Ehe eine ſehr unglück- liche und wurde dieſelbe auf Wunſch der Dame bereits nach zwei Jahren wieder gelöſt. Mit ihrem einzigen Töchterchen durch Schickſalsſchläge in eine nicht eben glänzende Lage verſetzt, faßte Frau v. W. den Ent- ſchluß, zur Feder zu greifen und ſich ſo durch angeſtrengten Schriftſteller- fleiß eine auskömmliche Selbſtändig- keit zu erringen. Dieſes Ziel zu er- reichen, iſt ihr denn auch glücklich ge- lungen. Jm Jahre 1880 hatte ſie den grenzenloſen Schmerz, ihre Tochter durch den Tod zu verlieren, und ſeit- dem hat ſie, um Troſt und Ruhe zu finden, ſich nur noch eifriger ſchrift- ſtelleriſchen Arbeiten gewidmet. Sie lebt in Wien und während einiger Sommermonate in Gloggnitz (Nie- deröſterreich). S: Auf einſamem Fel- ſenriff (R., frei nach dem Engl. be- arbeitet), 1878. – Frauenliebe (Nn.), 1882. (Jnhalt: Zu ſpät. – An ge- brochenem Herzen. – Erlebtes und Erdachtes. – Eine Gewiſſensſchuld. – *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 380. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/384>, abgerufen am 20.03.2019.