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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Wil
vergleichende Sprachwissenschaft zu
studieren u. bestand bereits nach zwei
Jahren sein Kandidatenexamen. Dar-
auf war er kurze Zeit Mitarbeiter an
der "Neuen Dörptschen Zeitung", seit
dem Herbst 1888 Oberlehrer der deut-
schen Sprache zu Akkerman in Bessa-
rabien, kam zu Anfang d. J. 1900
in gleicher Eigenschaft an die Real-
schule in Cherson und 1909 an das
Gymnasium in Lugansk (Gouverne-
ment Jekaterinoslav). Jm J. 1901
wurde ihm der Rang eines Staats-
rats verliehen.

S:

Heitere Erzäh-
lungen, 1891. - Stille Wasser (R.),
1891. - Der Tonkünstler (L.), 1893.
- Burschenbuch, 1894. - Nachtschatten
(Nn.), 1895. - Zeitmärchen, 1895. -
Wir beide! (Ge.), 1895. - Moderner
Sängerkrieg (Reimschw. f. d. Possen-
bühne des Schriftstellerlebens), 1896.
- Rätsel (Nn.), 1896. - Sprachheiter-
keiten (Plaudereien), 1896. - Jm
Jungfernstift, oder: Der gezähmte
Widerspenstige (Lsp.), 1902. - Mong-
kut, oder: Die Stiefgroßschwieger-
mutter (Versschausp.), 1902. - Der
Leibarzt, oder: Das vergnügte Kran-
kenhaus (Lsp.), 1902. - Naladi, oder:
Königswild (Jndisches Versdrama),
1902. - Jrmgard, oder: Weibestreu
(Verslsp.), 1902.

Wilmers, John,

Pseud. f. Theo-
dor Beier;
s. d.!

*Wilms, Wilhelm,

geb. am 14.
Juli 1865 zu Berksen im Kreise Soest
(Westfalen), erhielt seine Vorbildung
seit 1877 auf dem Archigymnasium in
Soest und studierte seit 1885 in Tü-
bingen, Leipzig, Berlin und Bonn
Theologie und daneben Philosophie,
Geschichte und Staatswissenschaften.
Nachdem er in den Jahren 1888 und
1890 seine theologischen Examina in
Münster abgelegt und 1891 in Hamm
die Ordination erhalten hatte, fand
er zunächst in Hamm als Kreisvikar
Verwendung, kam am 1. Jan. 1894
als Pfarrer nach Nieheim im Kreise
Höxter und wirkt seit 1905 als Pfar-
[Spaltenumbruch]

Wim
rer in seiner Heimatgemeinde Dinker
im Kr. Soest.

S:

Aus Vorhof und
Heiligtum (Relig. Ge.), 1900. 3. A.
1903. - Um des Volkes Seele (Ge.),
1903. - Dietwald Vrischemai (Ep. G.),
1907.

*Wilsdorf, Ernst Oskar,

geb.
am 3. Januar 1846 in Cunnersdorf
bei Hainichen im Königreich Sachsen
als der Sohn eines Lehrers, bildete
sich 1861-1865 auf dem Seminar in
Nossen zum Lehrer aus, war dann
Hilfslehrer in Greifendorf bei Wald-
heim und in Döbeln, ging 1868 als
Hauslehrer nach Triest, später nach
Monocle bei Carvazere im Venezia-
nischen und kehrte 1871 nach Sachsen
zurück, wo er als Lehrer in Ober-
frohna und in Dresden Verwendung
fand. 1875 wurde er Oberlehrer an
der höheren Mädchenschule in Riesa
und 1877 Schuldirektor in Plauen
bei Dresden. Seit 1903, nach Ein-
gemeindung Plauens in Dresden ist
er hier Direktor der XV. Bürgerschule.
Außer mehreren pädagogischen Wer-
ken schrieb er

S:

Gräfin Kielmanns-
egge (Lebensbild), 1889. 2. A. 1904.
- Gräfin Cosel (Lebensbild), 1891.
3. A. 1902. - Der Schulbursch und
anderes (En.), 1907.

Wimmer, Joseph,

* am 23. Jan.
1834 in Wien als der Sohn eines
geachteten Bürgers und Kaufmanns,
besuchte das Gymnasium der Piaristen
in der Josephstadt und widmete sich
von 1851-56 dem Buchhandel, da-
zwischen aber auch schriftstellerischer
Tätigkeit, indem er für Bäuerles
"Theaterzeitung" manchen Artikel lie-
ferte. Von 1856-58 gehörte er der
Redaktion der genannten Zeitung
an; dann gründete er mit O. F. Ebers-
berg die humoristisch-satirische Wo-
chenschrift "Tritsch-Tratsch" u. wid-
mete sich nach Eingehen derselben
(1859) dramatischen Arbeiten, indem
er zunächst im Verein mit Theodor
Flamm vier Possen verfaßte, welche
auch aufgeführt wurden. Nachdem

*


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Wil
vergleichende Sprachwiſſenſchaft zu
ſtudieren u. beſtand bereits nach zwei
Jahren ſein Kandidatenexamen. Dar-
auf war er kurze Zeit Mitarbeiter an
der „Neuen Dörptſchen Zeitung“, ſeit
dem Herbſt 1888 Oberlehrer der deut-
ſchen Sprache zu Akkerman in Beſſa-
rabien, kam zu Anfang d. J. 1900
in gleicher Eigenſchaft an die Real-
ſchule in Cherſon und 1909 an das
Gymnaſium in Lugansk (Gouverne-
ment Jekaterinoſlav). Jm J. 1901
wurde ihm der Rang eines Staats-
rats verliehen.

S:

Heitere Erzäh-
lungen, 1891. – Stille Waſſer (R.),
1891. – Der Tonkünſtler (L.), 1893.
– Burſchenbuch, 1894. – Nachtſchatten
(Nn.), 1895. – Zeitmärchen, 1895. –
Wir beide! (Ge.), 1895. – Moderner
Sängerkrieg (Reimſchw. f. d. Poſſen-
bühne des Schriftſtellerlebens), 1896.
– Rätſel (Nn.), 1896. – Sprachheiter-
keiten (Plaudereien), 1896. – Jm
Jungfernſtift, oder: Der gezähmte
Widerſpenſtige (Lſp.), 1902. – Mong-
kut, oder: Die Stiefgroßſchwieger-
mutter (Versſchauſp.), 1902. – Der
Leibarzt, oder: Das vergnügte Kran-
kenhaus (Lſp.), 1902. – Naladi, oder:
Königswild (Jndiſches Versdrama),
1902. – Jrmgard, oder: Weibestreu
(Verslſp.), 1902.

Wilmers, John,

Pſeud. f. Theo-
dor Beier;
ſ. d.!

*Wilms, Wilhelm,

geb. am 14.
Juli 1865 zu Berkſen im Kreiſe Soeſt
(Weſtfalen), erhielt ſeine Vorbildung
ſeit 1877 auf dem Archigymnaſium in
Soeſt und ſtudierte ſeit 1885 in Tü-
bingen, Leipzig, Berlin und Bonn
Theologie und daneben Philoſophie,
Geſchichte und Staatswiſſenſchaften.
Nachdem er in den Jahren 1888 und
1890 ſeine theologiſchen Examina in
Münſter abgelegt und 1891 in Hamm
die Ordination erhalten hatte, fand
er zunächſt in Hamm als Kreisvikar
Verwendung, kam am 1. Jan. 1894
als Pfarrer nach Nieheim im Kreiſe
Höxter und wirkt ſeit 1905 als Pfar-
[Spaltenumbruch]

Wim
rer in ſeiner Heimatgemeinde Dinker
im Kr. Soeſt.

S:

Aus Vorhof und
Heiligtum (Relig. Ge.), 1900. 3. A.
1903. – Um des Volkes Seele (Ge.),
1903. – Dietwald Vriſchemai (Ep. G.),
1907.

*Wilsdorf, Ernſt Oskar,

geb.
am 3. Januar 1846 in Cunnersdorf
bei Hainichen im Königreich Sachſen
als der Sohn eines Lehrers, bildete
ſich 1861–1865 auf dem Seminar in
Noſſen zum Lehrer aus, war dann
Hilfslehrer in Greifendorf bei Wald-
heim und in Döbeln, ging 1868 als
Hauslehrer nach Trieſt, ſpäter nach
Monocle bei Carvazere im Venezia-
niſchen und kehrte 1871 nach Sachſen
zurück, wo er als Lehrer in Ober-
frohna und in Dresden Verwendung
fand. 1875 wurde er Oberlehrer an
der höheren Mädchenſchule in Rieſa
und 1877 Schuldirektor in Plauen
bei Dresden. Seit 1903, nach Ein-
gemeindung Plauens in Dresden iſt
er hier Direktor der XV. Bürgerſchule.
Außer mehreren pädagogiſchen Wer-
ken ſchrieb er

S:

Gräfin Kielmanns-
egge (Lebensbild), 1889. 2. A. 1904.
– Gräfin Coſel (Lebensbild), 1891.
3. A. 1902. – Der Schulburſch und
anderes (En.), 1907.

Wimmer, Joſeph,

* am 23. Jan.
1834 in Wien als der Sohn eines
geachteten Bürgers und Kaufmanns,
beſuchte das Gymnaſium der Piariſten
in der Joſephſtadt und widmete ſich
von 1851–56 dem Buchhandel, da-
zwiſchen aber auch ſchriftſtelleriſcher
Tätigkeit, indem er für Bäuerles
„Theaterzeitung“ manchen Artikel lie-
ferte. Von 1856–58 gehörte er der
Redaktion der genannten Zeitung
an; dann gründete er mit O. F. Ebers-
berg die humoriſtiſch-ſatiriſche Wo-
chenſchrift „Tritſch-Tratſch“ u. wid-
mete ſich nach Eingehen derſelben
(1859) dramatiſchen Arbeiten, indem
er zunächſt im Verein mit Theodor
Flamm vier Poſſen verfaßte, welche
auch aufgeführt wurden. Nachdem

*
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[462/0466] Wil Wim vergleichende Sprachwiſſenſchaft zu ſtudieren u. beſtand bereits nach zwei Jahren ſein Kandidatenexamen. Dar- auf war er kurze Zeit Mitarbeiter an der „Neuen Dörptſchen Zeitung“, ſeit dem Herbſt 1888 Oberlehrer der deut- ſchen Sprache zu Akkerman in Beſſa- rabien, kam zu Anfang d. J. 1900 in gleicher Eigenſchaft an die Real- ſchule in Cherſon und 1909 an das Gymnaſium in Lugansk (Gouverne- ment Jekaterinoſlav). Jm J. 1901 wurde ihm der Rang eines Staats- rats verliehen. S: Heitere Erzäh- lungen, 1891. – Stille Waſſer (R.), 1891. – Der Tonkünſtler (L.), 1893. – Burſchenbuch, 1894. – Nachtſchatten (Nn.), 1895. – Zeitmärchen, 1895. – Wir beide! (Ge.), 1895. – Moderner Sängerkrieg (Reimſchw. f. d. Poſſen- bühne des Schriftſtellerlebens), 1896. – Rätſel (Nn.), 1896. – Sprachheiter- keiten (Plaudereien), 1896. – Jm Jungfernſtift, oder: Der gezähmte Widerſpenſtige (Lſp.), 1902. – Mong- kut, oder: Die Stiefgroßſchwieger- mutter (Versſchauſp.), 1902. – Der Leibarzt, oder: Das vergnügte Kran- kenhaus (Lſp.), 1902. – Naladi, oder: Königswild (Jndiſches Versdrama), 1902. – Jrmgard, oder: Weibestreu (Verslſp.), 1902. Wilmers, John, Pſeud. f. Theo- dor Beier; ſ. d.! *Wilms, Wilhelm, geb. am 14. Juli 1865 zu Berkſen im Kreiſe Soeſt (Weſtfalen), erhielt ſeine Vorbildung ſeit 1877 auf dem Archigymnaſium in Soeſt und ſtudierte ſeit 1885 in Tü- bingen, Leipzig, Berlin und Bonn Theologie und daneben Philoſophie, Geſchichte und Staatswiſſenſchaften. Nachdem er in den Jahren 1888 und 1890 ſeine theologiſchen Examina in Münſter abgelegt und 1891 in Hamm die Ordination erhalten hatte, fand er zunächſt in Hamm als Kreisvikar Verwendung, kam am 1. Jan. 1894 als Pfarrer nach Nieheim im Kreiſe Höxter und wirkt ſeit 1905 als Pfar- rer in ſeiner Heimatgemeinde Dinker im Kr. Soeſt. S: Aus Vorhof und Heiligtum (Relig. Ge.), 1900. 3. A. 1903. – Um des Volkes Seele (Ge.), 1903. – Dietwald Vriſchemai (Ep. G.), 1907. *Wilsdorf, Ernſt Oskar, geb. am 3. Januar 1846 in Cunnersdorf bei Hainichen im Königreich Sachſen als der Sohn eines Lehrers, bildete ſich 1861–1865 auf dem Seminar in Noſſen zum Lehrer aus, war dann Hilfslehrer in Greifendorf bei Wald- heim und in Döbeln, ging 1868 als Hauslehrer nach Trieſt, ſpäter nach Monocle bei Carvazere im Venezia- niſchen und kehrte 1871 nach Sachſen zurück, wo er als Lehrer in Ober- frohna und in Dresden Verwendung fand. 1875 wurde er Oberlehrer an der höheren Mädchenſchule in Rieſa und 1877 Schuldirektor in Plauen bei Dresden. Seit 1903, nach Ein- gemeindung Plauens in Dresden iſt er hier Direktor der XV. Bürgerſchule. Außer mehreren pädagogiſchen Wer- ken ſchrieb er S: Gräfin Kielmanns- egge (Lebensbild), 1889. 2. A. 1904. – Gräfin Coſel (Lebensbild), 1891. 3. A. 1902. – Der Schulburſch und anderes (En.), 1907. Wimmer, Joſeph, * am 23. Jan. 1834 in Wien als der Sohn eines geachteten Bürgers und Kaufmanns, beſuchte das Gymnaſium der Piariſten in der Joſephſtadt und widmete ſich von 1851–56 dem Buchhandel, da- zwiſchen aber auch ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit, indem er für Bäuerles „Theaterzeitung“ manchen Artikel lie- ferte. Von 1856–58 gehörte er der Redaktion der genannten Zeitung an; dann gründete er mit O. F. Ebers- berg die humoriſtiſch-ſatiriſche Wo- chenſchrift „Tritſch-Tratſch“ u. wid- mete ſich nach Eingehen derſelben (1859) dramatiſchen Arbeiten, indem er zunächſt im Verein mit Theodor Flamm vier Poſſen verfaßte, welche auch aufgeführt wurden. Nachdem *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 462. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/466>, abgerufen am 22.03.2019.