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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ste
zirksrabbinatsverweser in Mährin-
gen (Württemberg), 1874 Rabbiner
in Buttenhausen, trat aber 1881 vom
Amt zurück und lebt seitdem als
Schriftsteller u. Journalist in Stutt-
gart. Er schrieb eine große Anzahl
theologischer u. sozialer Werke, über-
setzte die Werke Spinozas, verfaßte
das weit verbreitete "Lexikon der fei-
nen Sitte" (8. A. 1897, unter dem
Pseud. Kurt Adelfels) und außer-
dem

S:

Bravo! Da Capo! (Humori-
stikum, von R. Fröhlich [pseud.]),
1888. - Die Bismarckspende (Lsp.),
1891. - Morgenrot (Sozialdemokr.
Fest- und Zeitgedichte. Mit einem
Anhang Prologe und Festspiele); II,
1894-98.

Stern, Julius,

Psd. für Julius
Sturm;
s. d.!

*Stern, Julius,

geboren am 28.
Oktober 1865 in dem Dörfchen Wol-
lenberg (Kreis Heidelberg), kam im
zweiten Jahre nach Offenburg (Ba-
den), wo er die Volksschule und das
Gymnasium besuchte und bezog 1884
die Universität Heidelberg, wo er un-
ter Wachsmuth, Fr. Schöll, Bartsch,
von Duhn, von Domascewski klassi-
sche Philologie, deutsche Literatur u.
alte Geschichte, besonders aber auch
Philosophie bei Kuno Fischer hörte.
Jm Frühjahr 1889 bestand er in
Karlsruhe die Staatsprüfung für
klassische Philologie, absolvierte dann
eine kurze Probezeit am Gymnasium
in Karlsruhe und ging im Herbst
nach Straßburg, um seiner Militär-
pflicht zu genügen. Von 1890-91 war
er dann Praktikant am Gymnasium
in Lörrach, darauf ein Jahr am Gym-
nasium in Baden, wurde im Dezbr.
1897 Professor am Gymnasium in
Offenburg, 1902 in gleicher Eigen-
schaft nach Bruchsal und 1904 nach
Baden-Baden versetzt.

S:

Leben
(Ge., in Gemeinschaft mit seiner Gat-
tin Berta Stern), 1905.

Stern, Karl Walfried von,

wurde
am 16. (28. neuen Stils) Dezbr. 1819
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Ste
auf dem Gute Piomets bei Weißen-
stein in Estland geboren und auf der
Ritter- und Domschule zu Reval für
die Universität vorgebildet. Jn Dor-
pat, wo er sich von 1838-43 dem
Studium der Volkswirtschaftslehre
widmete, gehörte er mit ganzer Seele
der Studentenverbindung "Livonia"
an, deren Feste durch seine Lieder
verherrlicht wurden. Nach abgeleg-
ten Prüfungen nahm S. eine amt-
liche Stellung beim Domänen-Mini-
sterium an, welche ihn ins Jnnerste
des russischen Reiches, nach Rjäsan,
abrief. Später war S. im Kataster-
wesen zu Orel, Pleskau u. von 1852
bis 1855 in Nowgorod tätig gewesen.
Endlich des nomadisierenden Jung-
gesellenlebens überdrüssig, erwarb
er 1855 durch Kauf das im Fellin-
schen Gerichtsbezirk Livlands gele-
gene Vorwerk Wannamois, das er
zu einem selbständigen Gute unter
dem Namen Friedrichsheim umge-
staltete, und wo er ein festes Haus-
wesen gründete. Jm Jahre 1865 be-
suchte er zum erstenmal Deutschland,
um wegen seines angegriffenen Kör-
pers die Bäder von Teplitz zu ge-
brauchen. Hier stellte sich Blutbrechen
ein, das ihn später wiederholt befiel
u. an den Rand des Grabes brachte.
Es reifte daher allmählich der Plan,
sein Gut zu verkaufen u. nach Dor-
pat überzusiedeln, welchen Plan er
auch im April 1872 zur Ausführung
brachte. Hier starb er am 19. Novbr.
(1. Dezbr. n. St.) 1874.

S:

Gedichte,
1844. - Balladen und Lieder von -r-,
[Schellbach], Glitsch, Stern und Wit-
torf, 1846. - Gedichte; herausg. von
Leopold v. Schröder, 1877.

Stern, Lola,

siehe Lola Rosen-
baum!

Stern, Ludwig,

geb. am 3. Mai
1887 in Darmstadt, lebt daselbst.

S:


Jm Dämmern und Schreiten (Dn.),
1905. - Klagen u. Klänge (Ge.), 1906.

*Stern, Maurice Reinhold von,


Sohn des Karl von (s. o.!), wurde

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Ste
zirksrabbinatsverweſer in Mährin-
gen (Württemberg), 1874 Rabbiner
in Buttenhauſen, trat aber 1881 vom
Amt zurück und lebt ſeitdem als
Schriftſteller u. Journaliſt in Stutt-
gart. Er ſchrieb eine große Anzahl
theologiſcher u. ſozialer Werke, über-
ſetzte die Werke Spinozas, verfaßte
das weit verbreitete „Lexikon der fei-
nen Sitte“ (8. A. 1897, unter dem
Pſeud. Kurt Adelfels) und außer-
dem

S:

Bravo! Da Capo! (Humori-
ſtikum, von R. Fröhlich [pſeud.]),
1888. – Die Bismarckſpende (Lſp.),
1891. – Morgenrot (Sozialdemokr.
Feſt- und Zeitgedichte. Mit einem
Anhang Prologe und Feſtſpiele); II,
1894–98.

Stern, Julius,

Pſd. für Julius
Sturm;
ſ. d.!

*Stern, Julius,

geboren am 28.
Oktober 1865 in dem Dörfchen Wol-
lenberg (Kreis Heidelberg), kam im
zweiten Jahre nach Offenburg (Ba-
den), wo er die Volksſchule und das
Gymnaſium beſuchte und bezog 1884
die Univerſität Heidelberg, wo er un-
ter Wachsmuth, Fr. Schöll, Bartſch,
von Duhn, von Domascewski klaſſi-
ſche Philologie, deutſche Literatur u.
alte Geſchichte, beſonders aber auch
Philoſophie bei Kuno Fiſcher hörte.
Jm Frühjahr 1889 beſtand er in
Karlsruhe die Staatsprüfung für
klaſſiſche Philologie, abſolvierte dann
eine kurze Probezeit am Gymnaſium
in Karlsruhe und ging im Herbſt
nach Straßburg, um ſeiner Militär-
pflicht zu genügen. Von 1890–91 war
er dann Praktikant am Gymnaſium
in Lörrach, darauf ein Jahr am Gym-
naſium in Baden, wurde im Dezbr.
1897 Profeſſor am Gymnaſium in
Offenburg, 1902 in gleicher Eigen-
ſchaft nach Bruchſal und 1904 nach
Baden-Baden verſetzt.

S:

Leben
(Ge., in Gemeinſchaft mit ſeiner Gat-
tin Berta Stern), 1905.

Stern, Karl Walfried von,

wurde
am 16. (28. neuen Stils) Dezbr. 1819
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Ste
auf dem Gute Piomets bei Weißen-
ſtein in Eſtland geboren und auf der
Ritter- und Domſchule zu Reval für
die Univerſität vorgebildet. Jn Dor-
pat, wo er ſich von 1838–43 dem
Studium der Volkswirtſchaftslehre
widmete, gehörte er mit ganzer Seele
der Studentenverbindung „Livonia“
an, deren Feſte durch ſeine Lieder
verherrlicht wurden. Nach abgeleg-
ten Prüfungen nahm S. eine amt-
liche Stellung beim Domänen-Mini-
ſterium an, welche ihn ins Jnnerſte
des ruſſiſchen Reiches, nach Rjäſan,
abrief. Später war S. im Kataſter-
weſen zu Orel, Pleskau u. von 1852
bis 1855 in Nowgorod tätig geweſen.
Endlich des nomadiſierenden Jung-
geſellenlebens überdrüſſig, erwarb
er 1855 durch Kauf das im Fellin-
ſchen Gerichtsbezirk Livlands gele-
gene Vorwerk Wannamois, das er
zu einem ſelbſtändigen Gute unter
dem Namen Friedrichsheim umge-
ſtaltete, und wo er ein feſtes Haus-
weſen gründete. Jm Jahre 1865 be-
ſuchte er zum erſtenmal Deutſchland,
um wegen ſeines angegriffenen Kör-
pers die Bäder von Teplitz zu ge-
brauchen. Hier ſtellte ſich Blutbrechen
ein, das ihn ſpäter wiederholt befiel
u. an den Rand des Grabes brachte.
Es reifte daher allmählich der Plan,
ſein Gut zu verkaufen u. nach Dor-
pat überzuſiedeln, welchen Plan er
auch im April 1872 zur Ausführung
brachte. Hier ſtarb er am 19. Novbr.
(1. Dezbr. n. St.) 1874.

S:

Gedichte,
1844. – Balladen und Lieder von –r–,
[Schellbach], Glitſch, Stern und Wit-
torf, 1846. – Gedichte; herausg. von
Leopold v. Schröder, 1877.

Stern, Lola,

ſiehe Lola Roſen-
baum!

Stern, Ludwig,

geb. am 3. Mai
1887 in Darmſtadt, lebt daſelbſt.

S:


Jm Dämmern und Schreiten (Dn.),
1905. – Klagen u. Klänge (Ge.), 1906.

*Stern, Maurice Reinhold von,


Sohn des Karl von (ſ. o.!), wurde

* 5
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[65/0069] Ste Ste zirksrabbinatsverweſer in Mährin- gen (Württemberg), 1874 Rabbiner in Buttenhauſen, trat aber 1881 vom Amt zurück und lebt ſeitdem als Schriftſteller u. Journaliſt in Stutt- gart. Er ſchrieb eine große Anzahl theologiſcher u. ſozialer Werke, über- ſetzte die Werke Spinozas, verfaßte das weit verbreitete „Lexikon der fei- nen Sitte“ (8. A. 1897, unter dem Pſeud. Kurt Adelfels) und außer- dem S: Bravo! Da Capo! (Humori- ſtikum, von R. Fröhlich [pſeud.]), 1888. – Die Bismarckſpende (Lſp.), 1891. – Morgenrot (Sozialdemokr. Feſt- und Zeitgedichte. Mit einem Anhang Prologe und Feſtſpiele); II, 1894–98. Stern, Julius, Pſd. für Julius Sturm; ſ. d.! *Stern, Julius, geboren am 28. Oktober 1865 in dem Dörfchen Wol- lenberg (Kreis Heidelberg), kam im zweiten Jahre nach Offenburg (Ba- den), wo er die Volksſchule und das Gymnaſium beſuchte und bezog 1884 die Univerſität Heidelberg, wo er un- ter Wachsmuth, Fr. Schöll, Bartſch, von Duhn, von Domascewski klaſſi- ſche Philologie, deutſche Literatur u. alte Geſchichte, beſonders aber auch Philoſophie bei Kuno Fiſcher hörte. Jm Frühjahr 1889 beſtand er in Karlsruhe die Staatsprüfung für klaſſiſche Philologie, abſolvierte dann eine kurze Probezeit am Gymnaſium in Karlsruhe und ging im Herbſt nach Straßburg, um ſeiner Militär- pflicht zu genügen. Von 1890–91 war er dann Praktikant am Gymnaſium in Lörrach, darauf ein Jahr am Gym- naſium in Baden, wurde im Dezbr. 1897 Profeſſor am Gymnaſium in Offenburg, 1902 in gleicher Eigen- ſchaft nach Bruchſal und 1904 nach Baden-Baden verſetzt. S: Leben (Ge., in Gemeinſchaft mit ſeiner Gat- tin Berta Stern), 1905. Stern, Karl Walfried von, wurde am 16. (28. neuen Stils) Dezbr. 1819 auf dem Gute Piomets bei Weißen- ſtein in Eſtland geboren und auf der Ritter- und Domſchule zu Reval für die Univerſität vorgebildet. Jn Dor- pat, wo er ſich von 1838–43 dem Studium der Volkswirtſchaftslehre widmete, gehörte er mit ganzer Seele der Studentenverbindung „Livonia“ an, deren Feſte durch ſeine Lieder verherrlicht wurden. Nach abgeleg- ten Prüfungen nahm S. eine amt- liche Stellung beim Domänen-Mini- ſterium an, welche ihn ins Jnnerſte des ruſſiſchen Reiches, nach Rjäſan, abrief. Später war S. im Kataſter- weſen zu Orel, Pleskau u. von 1852 bis 1855 in Nowgorod tätig geweſen. Endlich des nomadiſierenden Jung- geſellenlebens überdrüſſig, erwarb er 1855 durch Kauf das im Fellin- ſchen Gerichtsbezirk Livlands gele- gene Vorwerk Wannamois, das er zu einem ſelbſtändigen Gute unter dem Namen Friedrichsheim umge- ſtaltete, und wo er ein feſtes Haus- weſen gründete. Jm Jahre 1865 be- ſuchte er zum erſtenmal Deutſchland, um wegen ſeines angegriffenen Kör- pers die Bäder von Teplitz zu ge- brauchen. Hier ſtellte ſich Blutbrechen ein, das ihn ſpäter wiederholt befiel u. an den Rand des Grabes brachte. Es reifte daher allmählich der Plan, ſein Gut zu verkaufen u. nach Dor- pat überzuſiedeln, welchen Plan er auch im April 1872 zur Ausführung brachte. Hier ſtarb er am 19. Novbr. (1. Dezbr. n. St.) 1874. S: Gedichte, 1844. – Balladen und Lieder von –r–, [Schellbach], Glitſch, Stern und Wit- torf, 1846. – Gedichte; herausg. von Leopold v. Schröder, 1877. Stern, Lola, ſiehe Lola Roſen- baum! Stern, Ludwig, geb. am 3. Mai 1887 in Darmſtadt, lebt daſelbſt. S: Jm Dämmern und Schreiten (Dn.), 1905. – Klagen u. Klänge (Ge.), 1906. *Stern, Maurice Reinhold von, Sohn des Karl von (ſ. o.!), wurde * 5

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 65. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/69>, abgerufen am 21.03.2019.