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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Zin
[zo]llern, die Stifterin von Beuron
Lebensbild), 1912.

*Zingerle, Edler von Sum-
[m]ersberg,
Jgnaz Vincenz,

wurde
[a]m 6. Juni 1825 in Meran als ältester
[S]ohn des Kaufmanns Bartholomäus
[Z]. geboren. besuchte das dortige, von
[de]n Benediktinern des Stiftes Ma-
[ri]enberg geleitete Gymnasium, dessen
[L]ehrer Beda Weber, Pius Zingerle
[s(]ein Onkel) und J. Thaler ihn früh-
[ze]itig mit den altdeutschen und auch
[n]eueren Dichtern bekannt machten,
[u]nd ging im Herbst 1842 nach Trient,
[u]m dort die philosophischen Studien
[zu] beginnen. Jm folgenden Jahre
[si]edelte er nach Jnnsbruck über, wo
[si]ch bald ein literarischer Verein von
[g]leichstrebenden talentvollen Jüng-
[li]ngen bildete, die besonders durch
[die]e Vorträge und den belehrenden
[U]mgang des Philologen und Ästhe-
[ti]kers Alois Flir angezogen wurden.
[Z]. wollte sich nun dem Studium der
[T]heologie widmen, ging nach Brixen,
[b]ald darauf in das Benediktinerstift
[M]arienberg, um dort sein Noviziat
[a]bzulegen, kehrte aber, da ihm das
[K]losterleben keine Befriedigung ge-
[w]ährte, in die Welt zurück und lebte
[v]on 1846-48 wieder in Brixen. Nach
[ei]ner im Herbst 1847 durch Deutsch-
[la]nd unternommenen Reise wurde er
[P]rofessor am Gymnasium zu Jnns-
[b]ruck, im Herbst 1858 mit der provi-
[so]rischen Leitung der Universitäts-
[b]ibliothek betraut, aber schon zu
[O]stern 1859 Professor der germani-
[st]ischen Fächer an der dortigen Uni-
[v]ersität und 1867 korrespondierendes
[M]itglied der Akademie der Wissen-
[sc]haften in Wien. Auch war er Mit-
[g]lied der Staatsprüfungskommission
[f]ür das Gymnasial-Lehramt. Jm
[J]ahre 1887 verlieh ihm der Kaiser
[d]en Titel eines k. k. Regierungsrats,
[u]nd bei seinem Übertritt in den Ruhe-
[s]tand (1890) erhob er ihn mit dem
[P]rädikat "Edler von Summersberg"
[in] den Adelstand. Z. starb am 17.
[Spaltenumbruch]

Zin
September 1892 in seiner Villa bei
Jnnsbruck.

S:

Frühlingszeitlosen
(Zeitgedichte), 1848. - Von den Al-
pen (Zeitgedichte), 1850. - Gedichte,
1853. - Die Müllerin (Dorfgeschichte),
1853. - Der Bauer von Longvall
(Ep.), 1874. - Engelmar (Ep.), 1882.
- König Laurin, oder: Der Rosen-
garten in Tirol (Aus dem Mittel-
hochdeutschen übers.), 1850. - Sagen
aus Tirol, 1850. - Tirols Anteil an
der deutschen Nationalliteratur im
Mittelalter, 1851. - Tirol. Natur,
Geschichte und Sage im Gewande
deutscher Dichtung, 1852. - Tirols
Volksdichtungen u. Volksgebräuche.
Auch u. d. T.: Kinder- u. Hausmär-
chen aus Tirol, 1852. 2. A. 1870. -
Kinder- und Hausmärchen aus Süd-
deutschland, 1854 (gemeinschaftlich
mit seinem Bruder Joseph Zin-
gerle,
geb. am 25. Januar 1831 in
Meran, daselbst vorgebildet, studierte
in Jnnsbruck Philosophie u. Philo-
logie, in Brixen, Tübingen u. Trient
Theologie, wurde 1858 Priester und
1859 Professor des Bibelstudiums des
Alten Testaments in Trient, 1866
Prosynodal-Examinator, 1876 Dom-
herr am Kathedralkapitel und starb
16. April 1891) -- Sitten, Bräuche
und Meinungen des Tiroler Volkes,
1857. 2. A. 1871. - Aus einem mittel-
hochdeutschen Psalter, 1856. - Sagen,
Märchen und Gebräuche aus Tirol,
1859. 2. A. 1891. - Die Sagen von
Margareta, der Maultausche, 1863.
- Der Maget Krone (Lg. a. d. 14.
Jahrh.), 1864. - Findlinge; II, 1867
bis 1870. - Beiträge zur ältern tiro-
lischen Literatur; II, 1870-71 (Jnh.:
I. Oswald von Wolkenstein. - II.
Hans Vintler). - Von sant Gregorio
auf dem Stain u. von sant Gertraud,
1873. - Die Pluemen der Tugent
des H. Vintler; 1874. - Die tiroli-
schen Weistümer; hrsg. IV, 1875-91.
- Schildereien aus Tirol; II, 1877
bis 1888. - Erzählungen aus dem
Burggrafenamte, 1884. - Bilder aus

*

[Spaltenumbruch]

Zin
[zo]llern, die Stifterin von Beuron
Lebensbild), 1912.

*Zingerle, Edler von Sum-
[m]ersberg,
Jgnaz Vincenz,

wurde
[a]m 6. Juni 1825 in Meran als älteſter
[S]ohn des Kaufmanns Bartholomäus
[Z]. geboren. beſuchte das dortige, von
[de]n Benediktinern des Stiftes Ma-
[ri]enberg geleitete Gymnaſium, deſſen
[L]ehrer Beda Weber, Pius Zingerle
[ſ(]ein Onkel) und J. Thaler ihn früh-
[ze]itig mit den altdeutſchen und auch
[n]eueren Dichtern bekannt machten,
[u]nd ging im Herbſt 1842 nach Trient,
[u]m dort die philoſophiſchen Studien
[zu] beginnen. Jm folgenden Jahre
[ſi]edelte er nach Jnnsbruck über, wo
[ſi]ch bald ein literariſcher Verein von
[g]leichſtrebenden talentvollen Jüng-
[li]ngen bildete, die beſonders durch
[die]e Vorträge und den belehrenden
[U]mgang des Philologen und Äſthe-
[ti]kers Alois Flir angezogen wurden.
[Z]. wollte ſich nun dem Studium der
[T]heologie widmen, ging nach Brixen,
[b]ald darauf in das Benediktinerſtift
[M]arienberg, um dort ſein Noviziat
[a]bzulegen, kehrte aber, da ihm das
[K]loſterleben keine Befriedigung ge-
[w]ährte, in die Welt zurück und lebte
[v]on 1846–48 wieder in Brixen. Nach
[ei]ner im Herbſt 1847 durch Deutſch-
[la]nd unternommenen Reiſe wurde er
[P]rofeſſor am Gymnaſium zu Jnns-
[b]ruck, im Herbſt 1858 mit der provi-
[ſo]riſchen Leitung der Univerſitäts-
[b]ibliothek betraut, aber ſchon zu
[O]ſtern 1859 Profeſſor der germani-
[ſt]iſchen Fächer an der dortigen Uni-
[v]erſität und 1867 korreſpondierendes
[M]itglied der Akademie der Wiſſen-
[ſc]haften in Wien. Auch war er Mit-
[g]lied der Staatsprüfungskommiſſion
[f]ür das Gymnaſial-Lehramt. Jm
[J]ahre 1887 verlieh ihm der Kaiſer
[d]en Titel eines k. k. Regierungsrats,
[u]nd bei ſeinem Übertritt in den Ruhe-
[ſ]tand (1890) erhob er ihn mit dem
[P]rädikat „Edler von Summersberg“
[in] den Adelſtand. Z. ſtarb am 17.
[Spaltenumbruch]

Zin
September 1892 in ſeiner Villa bei
Jnnsbruck.

S:

Frühlingszeitloſen
(Zeitgedichte), 1848. – Von den Al-
pen (Zeitgedichte), 1850. – Gedichte,
1853. – Die Müllerin (Dorfgeſchichte),
1853. – Der Bauer von Longvall
(Ep.), 1874. – Engelmar (Ep.), 1882.
– König Laurin, oder: Der Roſen-
garten in Tirol (Aus dem Mittel-
hochdeutſchen überſ.), 1850. – Sagen
aus Tirol, 1850. – Tirols Anteil an
der deutſchen Nationalliteratur im
Mittelalter, 1851. – Tirol. Natur,
Geſchichte und Sage im Gewande
deutſcher Dichtung, 1852. – Tirols
Volksdichtungen u. Volksgebräuche.
Auch u. d. T.: Kinder- u. Hausmär-
chen aus Tirol, 1852. 2. A. 1870. –
Kinder- und Hausmärchen aus Süd-
deutſchland, 1854 (gemeinſchaftlich
mit ſeinem Bruder Joſeph Zin-
gerle,
geb. am 25. Januar 1831 in
Meran, daſelbſt vorgebildet, ſtudierte
in Jnnsbruck Philoſophie u. Philo-
logie, in Brixen, Tübingen u. Trient
Theologie, wurde 1858 Prieſter und
1859 Profeſſor des Bibelſtudiums des
Alten Teſtaments in Trient, 1866
Proſynodal-Examinator, 1876 Dom-
herr am Kathedralkapitel und ſtarb
16. April 1891) — Sitten, Bräuche
und Meinungen des Tiroler Volkes,
1857. 2. A. 1871. – Aus einem mittel-
hochdeutſchen Pſalter, 1856. – Sagen,
Märchen und Gebräuche aus Tirol,
1859. 2. A. 1891. – Die Sagen von
Margareta, der Maultauſche, 1863.
– Der Maget Krone (Lg. a. d. 14.
Jahrh.), 1864. – Findlinge; II, 1867
bis 1870. – Beiträge zur ältern tiro-
liſchen Literatur; II, 1870–71 (Jnh.:
I. Oswald von Wolkenſtein. – II.
Hans Vintler). – Von ſant Gregorio
auf dem Stain u. von ſant Gertraud,
1873. – Die Pluemen der Tugent
des H. Vintler; 1874. – Die tiroli-
ſchen Weistümer; hrsg. IV, 1875–91.
– Schildereien aus Tirol; II, 1877
bis 1888. – Erzählungen aus dem
Burggrafenamte, 1884. – Bilder aus

*
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[101/0105] Zin Zin zollern, die Stifterin von Beuron Lebensbild), 1912. *Zingerle, Edler von Sum- mersberg, Jgnaz Vincenz, wurde am 6. Juni 1825 in Meran als älteſter Sohn des Kaufmanns Bartholomäus Z. geboren. beſuchte das dortige, von den Benediktinern des Stiftes Ma- rienberg geleitete Gymnaſium, deſſen Lehrer Beda Weber, Pius Zingerle ſ(ein Onkel) und J. Thaler ihn früh- zeitig mit den altdeutſchen und auch neueren Dichtern bekannt machten, und ging im Herbſt 1842 nach Trient, um dort die philoſophiſchen Studien zu beginnen. Jm folgenden Jahre ſiedelte er nach Jnnsbruck über, wo ſich bald ein literariſcher Verein von gleichſtrebenden talentvollen Jüng- lingen bildete, die beſonders durch diee Vorträge und den belehrenden Umgang des Philologen und Äſthe- tikers Alois Flir angezogen wurden. Z. wollte ſich nun dem Studium der Theologie widmen, ging nach Brixen, bald darauf in das Benediktinerſtift Marienberg, um dort ſein Noviziat abzulegen, kehrte aber, da ihm das Kloſterleben keine Befriedigung ge- währte, in die Welt zurück und lebte von 1846–48 wieder in Brixen. Nach einer im Herbſt 1847 durch Deutſch- land unternommenen Reiſe wurde er Profeſſor am Gymnaſium zu Jnns- bruck, im Herbſt 1858 mit der provi- ſoriſchen Leitung der Univerſitäts- bibliothek betraut, aber ſchon zu Oſtern 1859 Profeſſor der germani- ſtiſchen Fächer an der dortigen Uni- verſität und 1867 korreſpondierendes Mitglied der Akademie der Wiſſen- ſchaften in Wien. Auch war er Mit- glied der Staatsprüfungskommiſſion für das Gymnaſial-Lehramt. Jm Jahre 1887 verlieh ihm der Kaiſer den Titel eines k. k. Regierungsrats, und bei ſeinem Übertritt in den Ruhe- ſtand (1890) erhob er ihn mit dem Prädikat „Edler von Summersberg“ in den Adelſtand. Z. ſtarb am 17. September 1892 in ſeiner Villa bei Jnnsbruck. S: Frühlingszeitloſen (Zeitgedichte), 1848. – Von den Al- pen (Zeitgedichte), 1850. – Gedichte, 1853. – Die Müllerin (Dorfgeſchichte), 1853. – Der Bauer von Longvall (Ep.), 1874. – Engelmar (Ep.), 1882. – König Laurin, oder: Der Roſen- garten in Tirol (Aus dem Mittel- hochdeutſchen überſ.), 1850. – Sagen aus Tirol, 1850. – Tirols Anteil an der deutſchen Nationalliteratur im Mittelalter, 1851. – Tirol. Natur, Geſchichte und Sage im Gewande deutſcher Dichtung, 1852. – Tirols Volksdichtungen u. Volksgebräuche. Auch u. d. T.: Kinder- u. Hausmär- chen aus Tirol, 1852. 2. A. 1870. – Kinder- und Hausmärchen aus Süd- deutſchland, 1854 (gemeinſchaftlich mit ſeinem Bruder Joſeph Zin- gerle, geb. am 25. Januar 1831 in Meran, daſelbſt vorgebildet, ſtudierte in Jnnsbruck Philoſophie u. Philo- logie, in Brixen, Tübingen u. Trient Theologie, wurde 1858 Prieſter und 1859 Profeſſor des Bibelſtudiums des Alten Teſtaments in Trient, 1866 Proſynodal-Examinator, 1876 Dom- herr am Kathedralkapitel und ſtarb 16. April 1891) — Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes, 1857. 2. A. 1871. – Aus einem mittel- hochdeutſchen Pſalter, 1856. – Sagen, Märchen und Gebräuche aus Tirol, 1859. 2. A. 1891. – Die Sagen von Margareta, der Maultauſche, 1863. – Der Maget Krone (Lg. a. d. 14. Jahrh.), 1864. – Findlinge; II, 1867 bis 1870. – Beiträge zur ältern tiro- liſchen Literatur; II, 1870–71 (Jnh.: I. Oswald von Wolkenſtein. – II. Hans Vintler). – Von ſant Gregorio auf dem Stain u. von ſant Gertraud, 1873. – Die Pluemen der Tugent des H. Vintler; 1874. – Die tiroli- ſchen Weistümer; hrsg. IV, 1875–91. – Schildereien aus Tirol; II, 1877 bis 1888. – Erzählungen aus dem Burggrafenamte, 1884. – Bilder aus *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/105>, S. 101, abgerufen am 21.09.2017.