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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Zöl
benpensionat, u. arbeitete dann, da
er für den Beruf eines Fabrikanten
bestimmt ward, in einer Tiroler
Baumwollenspinnerei. Da ihm dies
Leben aber nicht behagte, so wandte
er sich wieder den Wissenschaften zu,
studierte in Zürich, Wien, Heidelberg,
Kiel und Berlin und promovierte
1875 zum Dr. phil. Jn den folgen-
den Jahren lebte er vorwiegend in
Paris, mit dramatischen u. drama-
turgischen Arbeiten beschäftigt, wel-
che letztere er in den verschiedensten
deutschen Zeitschriften zum Abdruck
brachte, u. übernahm am 1. Oktober
1881 an Paul Lindaus Stelle die
Redaktion der "Gegenwart" in Ber-
lin und 1892 auch den Verlag der-
selben. Z. starb am 22. März 1901 da-
selbst.

S:

Die Jungfrau vom Stuhl
(Kom. Heldengedicht), 1875. - Reise
um die Pariser Welt; II, 1881. -
Der Klatsch (R.), 2. A. 1889. - Frau
Minne (Künstlerroman), 1889. - Ku-
lissengeister (R.); II, 1891. - Die
Million (R.); II, 1893. - Bismarcks
Nachfolger (R.), 1894.

Zöllner, Karl Friedrich,

geb. den
19. Januar 1800 in Breslau, wo sein
Vater Militärarzt war, erlernte die
Buchdruckerkunst und lebte seit 1833,
literarisch beschäftigt, in Oels, wo er
auch 1835 als Korrektor in der dor-
tigen Hofbuchdruckerei in Tätigkeit
trat. Weitere Nachrichten fehlen.

S:


Novellen- und Liederkranz, 1836.

Zoellner, Margarete,

die jüngste
unter den im Lexikon aufgeführten
Dichterinnen, wurde im Sommer
1894 in Neuyork geboren, wo ihr
Vater, der bekannte Komponist Hein-
rich Z., 1890-98 Leiter des "Deut-
schen Liederkranzes" war, kam dann
nach Leipzig, wo der Vater Musik-
direktor an der Universität ward, u.
empfing hier ihre Schulbildung. Seit
ihrem achten Jahre betätigte sie sich
als Dichterin, und als sie vierzehn
Jahre zählte, sammelte ihre Groß-
mutter alle in diesen sechs Jahren
[Spaltenumbruch]

Zoep
entstandenen Gedichte, die nach dem
Urteil Sachverständiger alle den
Stempel des Kindlichen und doch zu-
gleich das Merkmal einer dichterischen
Begabung tragen, u. übergab sie der
Öffentlichkeit.

S:

Gedichte, 1908. -
Märzenschnee (E.), 1909. - Jutta
Sanden (Dr.), 1910.

*Zoozmann, Richard Hug[o]
Max,

geb. am 13. März 1863 zu Ber-
lin als der Sohn eines Kammerge-
richtssekretärs, verlebte seine Kna-
benzeit behufs Kräftigung seine[r]
schwächlichen Gesundheit zum Teil i[n]
Brandenburg a. H. u. besuchte dann
von 1875-81 das Louisenstädtisch[e]
Realgymnasium in Berlin. Darau[f]
trat er in ein Bankgeschäft ein und
war mehrere Jahre darin tätig. Jetz[t]
lebt er als Redakteur und Schriftstel-
ler in Berlin. Von seinen zahlreiche[n]
Übersetzungen sind besonders diejeni[-]
gen der einzelnen u. gesamten Werk[e]
Dantes hervorzuheben.

S:

Minne-
born (Lyr. Ge.), 1882. 2. A. 1883. -
Lieder, Romanzen u. Balladen, 1884
4. A. 1896. - Neue Dichtungen, 1886.
3. A. 1896. - Aus Herz u. Welt (Neu[e]
Ge.), 1888. 3. A. 1896. - Jn Clio[s]
u. Eratos Banden (Ge.), 1889. - Di[e]
Salier (Hist. Dr.), 1890. - Seltsam[e]
Geschichten (Liederzykl.), 1891. - Epi[-]
soden (Moderne Dn.), 1891. 2. A[.]
1892. - Zwischen Himmel und Erd[e]
(Bühnendichtung), 1895. - Ums Rech[t]
(Trsp.), 1896. - Gedichte; III, 1896
- Aus allen Zonen (Ep. Ge.), 1892. [-]
Des Menschen Wille (Märchensp.)
1895. - Narrenchronik (Allerlei lustig
Reimereien, Eulenspiegeleien, Schw.)
1900. - Don Juan (Dr. G.), 1903. [-]
Dantes letzte Tage (D.), 1909. - Ver-
schiedene Anthologien.

*Zoepf, Ludwig,

geb. am 6. Aug[.]
1880 in Tegernsee (Oberbayern), be[-]
suchte die dortige Volksschule, danac[h]
das Ludwigs-Gymnasium in Mün[-]
chen und bezog 1901 die dortige Uni[-]
versität. Eine heftige Erkrankun[g]
zwang ihn 1905 zu längerer Unter[-]

*

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Zöl
benpenſionat, u. arbeitete dann, da
er für den Beruf eines Fabrikanten
beſtimmt ward, in einer Tiroler
Baumwollenſpinnerei. Da ihm dies
Leben aber nicht behagte, ſo wandte
er ſich wieder den Wiſſenſchaften zu,
ſtudierte in Zürich, Wien, Heidelberg,
Kiel und Berlin und promovierte
1875 zum Dr. phil. Jn den folgen-
den Jahren lebte er vorwiegend in
Paris, mit dramatiſchen u. drama-
turgiſchen Arbeiten beſchäftigt, wel-
che letztere er in den verſchiedenſten
deutſchen Zeitſchriften zum Abdruck
brachte, u. übernahm am 1. Oktober
1881 an Paul Lindaus Stelle die
Redaktion der „Gegenwart“ in Ber-
lin und 1892 auch den Verlag der-
ſelben. Z. ſtarb am 22. März 1901 da-
ſelbſt.

S:

Die Jungfrau vom Stuhl
(Kom. Heldengedicht), 1875. – Reiſe
um die Pariſer Welt; II, 1881. –
Der Klatſch (R.), 2. A. 1889. – Frau
Minne (Künſtlerroman), 1889. – Ku-
liſſengeiſter (R.); II, 1891. – Die
Million (R.); II, 1893. – Bismarcks
Nachfolger (R.), 1894.

Zöllner, Karl Friedrich,

geb. den
19. Januar 1800 in Breslau, wo ſein
Vater Militärarzt war, erlernte die
Buchdruckerkunſt und lebte ſeit 1833,
literariſch beſchäftigt, in Oels, wo er
auch 1835 als Korrektor in der dor-
tigen Hofbuchdruckerei in Tätigkeit
trat. Weitere Nachrichten fehlen.

S:


Novellen- und Liederkranz, 1836.

Zoellner, Margarete,

die jüngſte
unter den im Lexikon aufgeführten
Dichterinnen, wurde im Sommer
1894 in Neuyork geboren, wo ihr
Vater, der bekannte Komponiſt Hein-
rich Z., 1890–98 Leiter des „Deut-
ſchen Liederkranzes“ war, kam dann
nach Leipzig, wo der Vater Muſik-
direktor an der Univerſität ward, u.
empfing hier ihre Schulbildung. Seit
ihrem achten Jahre betätigte ſie ſich
als Dichterin, und als ſie vierzehn
Jahre zählte, ſammelte ihre Groß-
mutter alle in dieſen ſechs Jahren
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Zoep
entſtandenen Gedichte, die nach dem
Urteil Sachverſtändiger alle den
Stempel des Kindlichen und doch zu-
gleich das Merkmal einer dichteriſchen
Begabung tragen, u. übergab ſie der
Öffentlichkeit.

S:

Gedichte, 1908. –
Märzenſchnee (E.), 1909. – Jutta
Sanden (Dr.), 1910.

*Zoozmann, Richard Hug[o]
Max,

geb. am 13. März 1863 zu Ber-
lin als der Sohn eines Kammerge-
richtsſekretärs, verlebte ſeine Kna-
benzeit behufs Kräftigung ſeine[r]
ſchwächlichen Geſundheit zum Teil i[n]
Brandenburg a. H. u. beſuchte dann
von 1875–81 das Louiſenſtädtiſch[e]
Realgymnaſium in Berlin. Darau[f]
trat er in ein Bankgeſchäft ein und
war mehrere Jahre darin tätig. Jetz[t]
lebt er als Redakteur und Schriftſtel-
ler in Berlin. Von ſeinen zahlreiche[n]
Überſetzungen ſind beſonders diejeni[-]
gen der einzelnen u. geſamten Werk[e]
Dantes hervorzuheben.

S:

Minne-
born (Lyr. Ge.), 1882. 2. A. 1883. –
Lieder, Romanzen u. Balladen, 1884
4. A. 1896. – Neue Dichtungen, 1886.
3. A. 1896. – Aus Herz u. Welt (Neu[e]
Ge.), 1888. 3. A. 1896. – Jn Clio[s]
u. Eratos Banden (Ge.), 1889. – Di[e]
Salier (Hiſt. Dr.), 1890. – Seltſam[e]
Geſchichten (Liederzykl.), 1891. – Epi[-]
ſoden (Moderne Dn.), 1891. 2. A[.]
1892. – Zwiſchen Himmel und Erd[e]
(Bühnendichtung), 1895. – Ums Rech[t]
(Trſp.), 1896. – Gedichte; III, 1896
– Aus allen Zonen (Ep. Ge.), 1892. [-]
Des Menſchen Wille (Märchenſp.)
1895. – Narrenchronik (Allerlei luſtig
Reimereien, Eulenſpiegeleien, Schw.)
1900. – Don Juan (Dr. G.), 1903. [-]
Dantes letzte Tage (D.), 1909. – Ver-
ſchiedene Anthologien.

*Zoepf, Ludwig,

geb. am 6. Aug[.]
1880 in Tegernſee (Oberbayern), be[-]
ſuchte die dortige Volksſchule, danac[h]
das Ludwigs-Gymnaſium in Mün[-]
chen und bezog 1901 die dortige Uni[-]
verſität. Eine heftige Erkrankun[g]
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*
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[112/0116] Zöl Zoep benpenſionat, u. arbeitete dann, da er für den Beruf eines Fabrikanten beſtimmt ward, in einer Tiroler Baumwollenſpinnerei. Da ihm dies Leben aber nicht behagte, ſo wandte er ſich wieder den Wiſſenſchaften zu, ſtudierte in Zürich, Wien, Heidelberg, Kiel und Berlin und promovierte 1875 zum Dr. phil. Jn den folgen- den Jahren lebte er vorwiegend in Paris, mit dramatiſchen u. drama- turgiſchen Arbeiten beſchäftigt, wel- che letztere er in den verſchiedenſten deutſchen Zeitſchriften zum Abdruck brachte, u. übernahm am 1. Oktober 1881 an Paul Lindaus Stelle die Redaktion der „Gegenwart“ in Ber- lin und 1892 auch den Verlag der- ſelben. Z. ſtarb am 22. März 1901 da- ſelbſt. S: Die Jungfrau vom Stuhl (Kom. Heldengedicht), 1875. – Reiſe um die Pariſer Welt; II, 1881. – Der Klatſch (R.), 2. A. 1889. – Frau Minne (Künſtlerroman), 1889. – Ku- liſſengeiſter (R.); II, 1891. – Die Million (R.); II, 1893. – Bismarcks Nachfolger (R.), 1894. Zöllner, Karl Friedrich, geb. den 19. Januar 1800 in Breslau, wo ſein Vater Militärarzt war, erlernte die Buchdruckerkunſt und lebte ſeit 1833, literariſch beſchäftigt, in Oels, wo er auch 1835 als Korrektor in der dor- tigen Hofbuchdruckerei in Tätigkeit trat. Weitere Nachrichten fehlen. S: Novellen- und Liederkranz, 1836. Zoellner, Margarete, die jüngſte unter den im Lexikon aufgeführten Dichterinnen, wurde im Sommer 1894 in Neuyork geboren, wo ihr Vater, der bekannte Komponiſt Hein- rich Z., 1890–98 Leiter des „Deut- ſchen Liederkranzes“ war, kam dann nach Leipzig, wo der Vater Muſik- direktor an der Univerſität ward, u. empfing hier ihre Schulbildung. Seit ihrem achten Jahre betätigte ſie ſich als Dichterin, und als ſie vierzehn Jahre zählte, ſammelte ihre Groß- mutter alle in dieſen ſechs Jahren entſtandenen Gedichte, die nach dem Urteil Sachverſtändiger alle den Stempel des Kindlichen und doch zu- gleich das Merkmal einer dichteriſchen Begabung tragen, u. übergab ſie der Öffentlichkeit. S: Gedichte, 1908. – Märzenſchnee (E.), 1909. – Jutta Sanden (Dr.), 1910. *Zoozmann, Richard Hugo Max, geb. am 13. März 1863 zu Ber- lin als der Sohn eines Kammerge- richtsſekretärs, verlebte ſeine Kna- benzeit behufs Kräftigung ſeiner ſchwächlichen Geſundheit zum Teil in Brandenburg a. H. u. beſuchte dann von 1875–81 das Louiſenſtädtiſche Realgymnaſium in Berlin. Darauf trat er in ein Bankgeſchäft ein und war mehrere Jahre darin tätig. Jetzt lebt er als Redakteur und Schriftſtel- ler in Berlin. Von ſeinen zahlreichen Überſetzungen ſind beſonders diejeni- gen der einzelnen u. geſamten Werke Dantes hervorzuheben. S: Minne- born (Lyr. Ge.), 1882. 2. A. 1883. – Lieder, Romanzen u. Balladen, 1884 4. A. 1896. – Neue Dichtungen, 1886. 3. A. 1896. – Aus Herz u. Welt (Neue Ge.), 1888. 3. A. 1896. – Jn Clios u. Eratos Banden (Ge.), 1889. – Die Salier (Hiſt. Dr.), 1890. – Seltſame Geſchichten (Liederzykl.), 1891. – Epi- ſoden (Moderne Dn.), 1891. 2. A. 1892. – Zwiſchen Himmel und Erde (Bühnendichtung), 1895. – Ums Recht (Trſp.), 1896. – Gedichte; III, 1896 – Aus allen Zonen (Ep. Ge.), 1892. - Des Menſchen Wille (Märchenſp.) 1895. – Narrenchronik (Allerlei luſtig Reimereien, Eulenſpiegeleien, Schw.) 1900. – Don Juan (Dr. G.), 1903. - Dantes letzte Tage (D.), 1909. – Ver- ſchiedene Anthologien. *Zoepf, Ludwig, geb. am 6. Aug. 1880 in Tegernſee (Oberbayern), be- ſuchte die dortige Volksſchule, danach das Ludwigs-Gymnaſium in Mün- chen und bezog 1901 die dortige Uni- verſität. Eine heftige Erkrankung zwang ihn 1905 zu längerer Unter- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/116>, S. 112, abgerufen am 21.09.2017.