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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Zül
Wilhelms-Realschule in Liegnitz.

S:


Frau Sehnsucht (Ge.), 1900. - Vor
den Toren der seligen Gärten (Ge.),
1906. - Festspiel zum Todestage der
Königin Luise, 1910.

Zülch, Karl,

* am 22. April 1847
zu Homberg in Hessen als der Sohn
eines Pastors, verlebte seine Kind-
heit in Völkershausen und später in
Hombressen, wohin der Vater ver-
setzt worden war, besuchte dann die
Gymnasien zu Hersfeld u. Kassel und
studierte seit 1867 in Marburg und
Erlangen Theologie. Darauf wurde
er Hauslehrer bei einem Herrn von
Eschwege in Reichensachsen und später
altlutherischer Pastor erst in Brüs-
sow, danach in Cammin (Pommern).
Von hier ging er nach den Vereinig-
ten Staaten, und lebt er jetzt in Buf-
falo.

S:

Geistliche Lieder, 1882.

Zumbroock, Ferdinand,

geb. am
18. Juni 1816 zu Münster in West-
falen als der Sohn eines Oberlandes-
gerichtsrats, besuchte anfänglich das
Gymnasium seiner Vaterstadt u. war
dann als Ökonomieeleve auf einem
Gute des Freiherrn von Romberg
beschäftigt. Doch gab er den ihm
wenig zusagenden Beruf eines Land-
wirts bald wieder auf und lebte hin-
fort als Rentner und Schriftsteller in
seiner Vaterstadt. Er starb daselbst
am 17. Januar 1890.

S:

Poetische
Versuche in westfälischer Mundart,
1847. 10. A. 1883. 2. bis 5. Bdchn.
u. d. T.: Neue poetische Versuche nebst
einem Anhange, enthaltend Lieder u.
Melodien in westfälischer Mdt., 1857
bis 1888. - Neue Zimmermanns-
sprüche (4 plattd. u. 4 hochd.), 1856.
2. A. 1875.

*Zumstein, Karl,

geb. am 30. Jan.
1867 in Niedermagstatt, einem welt-
abgeschiedenen Dörfchen des Kreises
Mülhausen (Elsaß) als einziger Sohn
eines Kleinbauern, wie es in dieser
Gegend die weitaus größte Zahl der
Besitzer sind, besuchte vom 6. bis 14.
Jahre die Ortsschule u. mußte dann
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Zün
in der Landwirtschaft tätig sein.
Blieb ihm somit der Besuch einer
weiteren Bildungsanstalt versagt, so
suchte er sich doch durch das Lesen
guter Bücher zu entschädigen, und er
benutzte jede freie Minute dazu. Der
Drang, selber zu dichten, zeigte sich
frühzeitig, aber er fand in seinem
Dörflein niemand, der ihn fördern
konnte. Erst später, als er es wagte,
mit einigen Gedichten u. Erzählungen
im "Hausschatz für Elsaß-Lothringen"
an die Öffentlichkeit zu treten u. diese
Sachen freundliche Anerkennung fan-
den, wurde er zuversichtlicher, u. so ist
er denn auch in der Folge neben sei-
ner schweren Berufsarbeit der Poesie
treu geblieben. Er lebt noch heute in
seinem Heimatorte.

S:

Klänge aus
dem Sundgau (Ge. von Karl Zum-
stein) und: Neue Wanderlieder (Ge.
von E. Woerth (s. d.!), 1906. - Rim
di odder i friß di! (Varsle üs'm
Sundgoi), 1909. - Hulanen-Marie
(N. a. d. J. 1870-71), 1911.

*Zünd, Luise,

bekannt unter ihrem
Mädchennamen Luise Meyer von
Schauensee,
entstammte einer al-
ten Patrizierfamilie und wurde am
8. Septbr. 1829 in Luzern geboren.
Sie war die jüngste von zehn Ge-
schwistern, verlor ihren Vater, als sie
kaum sieben Jahre alt war, u. wuchs
nun unter den Augen ihrer Mutter
auf, nach deren Tode sie in der Fa-
milie ihrer Schwester, der Frau des
Bankiers Seb. Crivelli Aufnahme
fand. Dort gewann sie Zeit, ihrem
Hange zur Literatur sich hinzugeben,
und, von teilnehmenden Freunden
ermuntert, übergab sie ihre ersten
schriftstellerischen Versuche der Öffent-
lichkeit. Sie verheiratete sich später
mit dem aus angesehener Familie
stammenden Herrn Joseph Zünd zu
einer glücklichen Ehe, aus der vier
Kinder hervorgingen. Sie starb in
Luzern im Sommer d. J. 1902.

S:


Ein Sturm auf dem Vierwaldstätter
See (E.), 4. A. 1861. - Der Knabe

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Zül
Wilhelms-Realſchule in Liegnitz.

S:


Frau Sehnſucht (Ge.), 1900. – Vor
den Toren der ſeligen Gärten (Ge.),
1906. – Feſtſpiel zum Todestage der
Königin Luiſe, 1910.

Zülch, Karl,

* am 22. April 1847
zu Homberg in Heſſen als der Sohn
eines Paſtors, verlebte ſeine Kind-
heit in Völkershauſen und ſpäter in
Hombreſſen, wohin der Vater ver-
ſetzt worden war, beſuchte dann die
Gymnaſien zu Hersfeld u. Kaſſel und
ſtudierte ſeit 1867 in Marburg und
Erlangen Theologie. Darauf wurde
er Hauslehrer bei einem Herrn von
Eſchwege in Reichenſachſen und ſpäter
altlutheriſcher Paſtor erſt in Brüſ-
ſow, danach in Cammin (Pommern).
Von hier ging er nach den Vereinig-
ten Staaten, und lebt er jetzt in Buf-
falo.

S:

Geiſtliche Lieder, 1882.

Zumbroock, Ferdinand,

geb. am
18. Juni 1816 zu Münſter in Weſt-
falen als der Sohn eines Oberlandes-
gerichtsrats, beſuchte anfänglich das
Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u. war
dann als Ökonomieeleve auf einem
Gute des Freiherrn von Romberg
beſchäftigt. Doch gab er den ihm
wenig zuſagenden Beruf eines Land-
wirts bald wieder auf und lebte hin-
fort als Rentner und Schriftſteller in
ſeiner Vaterſtadt. Er ſtarb daſelbſt
am 17. Januar 1890.

S:

Poetiſche
Verſuche in weſtfäliſcher Mundart,
1847. 10. A. 1883. 2. bis 5. Bdchn.
u. d. T.: Neue poetiſche Verſuche nebſt
einem Anhange, enthaltend Lieder u.
Melodien in weſtfäliſcher Mdt., 1857
bis 1888. – Neue Zimmermanns-
ſprüche (4 plattd. u. 4 hochd.), 1856.
2. A. 1875.

*Zumſtein, Karl,

geb. am 30. Jan.
1867 in Niedermagſtatt, einem welt-
abgeſchiedenen Dörfchen des Kreiſes
Mülhauſen (Elſaß) als einziger Sohn
eines Kleinbauern, wie es in dieſer
Gegend die weitaus größte Zahl der
Beſitzer ſind, beſuchte vom 6. bis 14.
Jahre die Ortsſchule u. mußte dann
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Zün
in der Landwirtſchaft tätig ſein.
Blieb ihm ſomit der Beſuch einer
weiteren Bildungsanſtalt verſagt, ſo
ſuchte er ſich doch durch das Leſen
guter Bücher zu entſchädigen, und er
benutzte jede freie Minute dazu. Der
Drang, ſelber zu dichten, zeigte ſich
frühzeitig, aber er fand in ſeinem
Dörflein niemand, der ihn fördern
konnte. Erſt ſpäter, als er es wagte,
mit einigen Gedichten u. Erzählungen
im „Hausſchatz für Elſaß-Lothringen“
an die Öffentlichkeit zu treten u. dieſe
Sachen freundliche Anerkennung fan-
den, wurde er zuverſichtlicher, u. ſo iſt
er denn auch in der Folge neben ſei-
ner ſchweren Berufsarbeit der Poeſie
treu geblieben. Er lebt noch heute in
ſeinem Heimatorte.

S:

Klänge aus
dem Sundgau (Ge. von Karl Zum-
ſtein) und: Neue Wanderlieder (Ge.
von E. Woerth (ſ. d.!), 1906. – Rim
di odder i friß di! (Varsle üs’m
Sundgoi), 1909. – Hulanen-Marie
(N. a. d. J. 1870–71), 1911.

*Zünd, Luiſe,

bekannt unter ihrem
Mädchennamen Luiſe Meyer von
Schauenſee,
entſtammte einer al-
ten Patrizierfamilie und wurde am
8. Septbr. 1829 in Luzern geboren.
Sie war die jüngſte von zehn Ge-
ſchwiſtern, verlor ihren Vater, als ſie
kaum ſieben Jahre alt war, u. wuchs
nun unter den Augen ihrer Mutter
auf, nach deren Tode ſie in der Fa-
milie ihrer Schweſter, der Frau des
Bankiers Seb. Crivelli Aufnahme
fand. Dort gewann ſie Zeit, ihrem
Hange zur Literatur ſich hinzugeben,
und, von teilnehmenden Freunden
ermuntert, übergab ſie ihre erſten
ſchriftſtelleriſchen Verſuche der Öffent-
lichkeit. Sie verheiratete ſich ſpäter
mit dem aus angeſehener Familie
ſtammenden Herrn Joſeph Zünd zu
einer glücklichen Ehe, aus der vier
Kinder hervorgingen. Sie ſtarb in
Luzern im Sommer d. J. 1902.

S:


Ein Sturm auf dem Vierwaldſtätter
See (E.), 4. A. 1861. – Der Knabe

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[116/0120] Zül Zün Wilhelms-Realſchule in Liegnitz. S: Frau Sehnſucht (Ge.), 1900. – Vor den Toren der ſeligen Gärten (Ge.), 1906. – Feſtſpiel zum Todestage der Königin Luiſe, 1910. Zülch, Karl, * am 22. April 1847 zu Homberg in Heſſen als der Sohn eines Paſtors, verlebte ſeine Kind- heit in Völkershauſen und ſpäter in Hombreſſen, wohin der Vater ver- ſetzt worden war, beſuchte dann die Gymnaſien zu Hersfeld u. Kaſſel und ſtudierte ſeit 1867 in Marburg und Erlangen Theologie. Darauf wurde er Hauslehrer bei einem Herrn von Eſchwege in Reichenſachſen und ſpäter altlutheriſcher Paſtor erſt in Brüſ- ſow, danach in Cammin (Pommern). Von hier ging er nach den Vereinig- ten Staaten, und lebt er jetzt in Buf- falo. S: Geiſtliche Lieder, 1882. Zumbroock, Ferdinand, geb. am 18. Juni 1816 zu Münſter in Weſt- falen als der Sohn eines Oberlandes- gerichtsrats, beſuchte anfänglich das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u. war dann als Ökonomieeleve auf einem Gute des Freiherrn von Romberg beſchäftigt. Doch gab er den ihm wenig zuſagenden Beruf eines Land- wirts bald wieder auf und lebte hin- fort als Rentner und Schriftſteller in ſeiner Vaterſtadt. Er ſtarb daſelbſt am 17. Januar 1890. S: Poetiſche Verſuche in weſtfäliſcher Mundart, 1847. 10. A. 1883. 2. bis 5. Bdchn. u. d. T.: Neue poetiſche Verſuche nebſt einem Anhange, enthaltend Lieder u. Melodien in weſtfäliſcher Mdt., 1857 bis 1888. – Neue Zimmermanns- ſprüche (4 plattd. u. 4 hochd.), 1856. 2. A. 1875. *Zumſtein, Karl, geb. am 30. Jan. 1867 in Niedermagſtatt, einem welt- abgeſchiedenen Dörfchen des Kreiſes Mülhauſen (Elſaß) als einziger Sohn eines Kleinbauern, wie es in dieſer Gegend die weitaus größte Zahl der Beſitzer ſind, beſuchte vom 6. bis 14. Jahre die Ortsſchule u. mußte dann in der Landwirtſchaft tätig ſein. Blieb ihm ſomit der Beſuch einer weiteren Bildungsanſtalt verſagt, ſo ſuchte er ſich doch durch das Leſen guter Bücher zu entſchädigen, und er benutzte jede freie Minute dazu. Der Drang, ſelber zu dichten, zeigte ſich frühzeitig, aber er fand in ſeinem Dörflein niemand, der ihn fördern konnte. Erſt ſpäter, als er es wagte, mit einigen Gedichten u. Erzählungen im „Hausſchatz für Elſaß-Lothringen“ an die Öffentlichkeit zu treten u. dieſe Sachen freundliche Anerkennung fan- den, wurde er zuverſichtlicher, u. ſo iſt er denn auch in der Folge neben ſei- ner ſchweren Berufsarbeit der Poeſie treu geblieben. Er lebt noch heute in ſeinem Heimatorte. S: Klänge aus dem Sundgau (Ge. von Karl Zum- ſtein) und: Neue Wanderlieder (Ge. von E. Woerth (ſ. d.!), 1906. – Rim di odder i friß di! (Varsle üs’m Sundgoi), 1909. – Hulanen-Marie (N. a. d. J. 1870–71), 1911. *Zünd, Luiſe, bekannt unter ihrem Mädchennamen Luiſe Meyer von Schauenſee, entſtammte einer al- ten Patrizierfamilie und wurde am 8. Septbr. 1829 in Luzern geboren. Sie war die jüngſte von zehn Ge- ſchwiſtern, verlor ihren Vater, als ſie kaum ſieben Jahre alt war, u. wuchs nun unter den Augen ihrer Mutter auf, nach deren Tode ſie in der Fa- milie ihrer Schweſter, der Frau des Bankiers Seb. Crivelli Aufnahme fand. Dort gewann ſie Zeit, ihrem Hange zur Literatur ſich hinzugeben, und, von teilnehmenden Freunden ermuntert, übergab ſie ihre erſten ſchriftſtelleriſchen Verſuche der Öffent- lichkeit. Sie verheiratete ſich ſpäter mit dem aus angeſehener Familie ſtammenden Herrn Joſeph Zünd zu einer glücklichen Ehe, aus der vier Kinder hervorgingen. Sie ſtarb in Luzern im Sommer d. J. 1902. S: Ein Sturm auf dem Vierwaldſtätter See (E.), 4. A. 1861. – Der Knabe *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/120>, S. 116, abgerufen am 21.09.2017.