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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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reich machte er als Landwehrleutnant
mit, wurde am 1. Dezbr. 1870 bei
Orleans schwer verwundet und in-
folgedessen 1871 auf Lebensdauer
pensioniert. Nach seiner Genesung
übernahm er die artistische Leitung
des Ateliers des bayerischen Kunst-
gewerbevereins, errichtete gleichzeitig
ein Privatatelier für Architektur und
führte in den folgenden Jahren zahl-
reiche, künstlerisch hervorragende
Bauten in München u. verschiedenen
anderen Orten aus. Jm Jahre 1881
verband er sich mit dem Erfinder der
Autotypie, Georg Meisenbach, und ist
er noch heute Teilhaber der Firma
Meisenbach, Riffarth & Ko. Seine
Verdienste auf dem Gebiete der mo-
dernen Reproduktionstechnik werden
von allen Fachkreisen anerkannt. Jm
Jahre 1876 betätigte er sich als lei-
tender Architekt und 1888 als Direk-
torial-Mitglied bei den großen deut-
schen Kunstgewerbe-Ausstellungen in
München, leitete 1878 als Architekt
und erster Schriftführer die große
Deutsche Brauerei-Ausstellung da-
selbst, war 1881 und 1906 erster Vor-
sitzender des Preßkomitees des 12. u.
15. Deutschen Bundesschießens in
München, wurde 1889 zum Präsiden-
ten des Münchener Journalisten- u.
Schriftstellervereins erwählt, welche
Ehrenstellung er zehn Jahre inne-
hatte, und war 1907-09 erster Vor-
sitzender des Künstler-Unterstützungs-
vereins. Er ist Ehrenmitglied in- u.
ausländischer Vereine, und sein Lan-
desfürst hat ihn zum königl. bayeri-
schen Wirklichen Rat ernannt.

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Vom Jsarstrand. Bunte Blätter aus
der Mappe eines alten Müncheners
(Dn.); II, 1912.

Schmidt, Karl Eugen

(VI, S.
231).

S:

Schambes Klappergässers
Himmel- und Höllenfahrt (Rom.),
1912.

Schmidt, Maximilian

(VI, S.
233).

S:

Am Vermittelungsamt
(Schw.), 1912. - Die Sängerin von
[Spaltenumbruch]

Schö
der Gindlalm (Volksst., mit Hans
Neuert), 1912.

Schmidt, Otto Ernst

(VI, S. 235).

S:

Aus meinem Sommergarten
(Humor. Plaudereien), 1912. - Der
Einzug (Festsp. zur Einweihung des
neuen Thalia-Theaters in Hamburg),
1912.

Schmidtbonn, Wilhelm

(VI, S.
344), lebt seit 1912 in Murnau (Ober-
bayern).

S:

Der verlorene Sohn
(Legendenspiel), 1912. - Das Glücks-
schiff (Geschn. v. Rhein), 1912.

Schmitthenner, Adolf

(VI, S.
249).

S:

Treuherzige Geschichten,
1.-12. T. 1912. - Vier Novellen,
1912.

Schmitz, Oskar A. H.

(VI, S.
351).

S:

Wenn wir Frauen er-
wachen ... (R.), 1912.

Schnellbach, Peter

(VI, S. 269).

S:

Aus Schacht und Scholle (Ge.),
1912.

Schnitzler, Arthur

(VI, S. 272).

S:

Gesammelte Werke; 2. Abteilg.
(Die Theaterstücke); IV, 1912. - Frau
Berta Garlan (N.), 1912. - Die Hir-
tenflöte, 1912. - Professor Bernhardi
(Kom.), 1.-4. A. 1912.

Scholz, Wilhelm von

(VI, S. 281).

S:

Neue Gedichte, 1912.

Schöner, Reinhold,

geboren am
6. Novbr. 1849 in Erfurt als Sohn
eines königl. Rentenbankbeamten, be-
suchte seit 1858 das Domgymnasium
in Magdeburg und 1867-1869 das
Magdalenen-Gymnasium in Bres-
lau, worauf er daselbst von 1869-73
Philosophie, Geschichte und Sprachen
studierte. Nach Erlangung des Dok-
torgrades ging er Ende 1873 als Er-
zieher nach Neapel, lebt dort seit 1875
unabhängig als Publizist, später in
Sorrent und Pompeji u. nahm 1882
seinen dauernden Wohnsitz in Rom.
Er war regelmäßiger Mitarbeiter u.
Berichterstatter für die gelesensten
Zeitschriften in Deutschland, beson-
ders für die "Vossische Zeitung" in
Berlin. Außer mehreren topographi-

*

[Spaltenumbruch]

Schm
reich machte er als Landwehrleutnant
mit, wurde am 1. Dezbr. 1870 bei
Orleans ſchwer verwundet und in-
folgedeſſen 1871 auf Lebensdauer
penſioniert. Nach ſeiner Geneſung
übernahm er die artiſtiſche Leitung
des Ateliers des bayeriſchen Kunſt-
gewerbevereins, errichtete gleichzeitig
ein Privatatelier für Architektur und
führte in den folgenden Jahren zahl-
reiche, künſtleriſch hervorragende
Bauten in München u. verſchiedenen
anderen Orten aus. Jm Jahre 1881
verband er ſich mit dem Erfinder der
Autotypie, Georg Meiſenbach, und iſt
er noch heute Teilhaber der Firma
Meiſenbach, Riffarth & Ko. Seine
Verdienſte auf dem Gebiete der mo-
dernen Reproduktionstechnik werden
von allen Fachkreiſen anerkannt. Jm
Jahre 1876 betätigte er ſich als lei-
tender Architekt und 1888 als Direk-
torial-Mitglied bei den großen deut-
ſchen Kunſtgewerbe-Ausſtellungen in
München, leitete 1878 als Architekt
und erſter Schriftführer die große
Deutſche Brauerei-Ausſtellung da-
ſelbſt, war 1881 und 1906 erſter Vor-
ſitzender des Preßkomitees des 12. u.
15. Deutſchen Bundesſchießens in
München, wurde 1889 zum Präſiden-
ten des Münchener Journaliſten- u.
Schriftſtellervereins erwählt, welche
Ehrenſtellung er zehn Jahre inne-
hatte, und war 1907–09 erſter Vor-
ſitzender des Künſtler-Unterſtützungs-
vereins. Er iſt Ehrenmitglied in- u.
ausländiſcher Vereine, und ſein Lan-
desfürſt hat ihn zum königl. bayeri-
ſchen Wirklichen Rat ernannt.

S:


Vom Jſarſtrand. Bunte Blätter aus
der Mappe eines alten Müncheners
(Dn.); II, 1912.

Schmidt, Karl Eugen

(VI, S.
231).

S:

Schambes Klappergäſſers
Himmel- und Höllenfahrt (Rom.),
1912.

Schmidt, Maximilian

(VI, S.
233).

S:

Am Vermittelungsamt
(Schw.), 1912. – Die Sängerin von
[Spaltenumbruch]

Schö
der Gindlalm (Volksſt., mit Hans
Neuert), 1912.

Schmidt, Otto Ernſt

(VI, S. 235).

S:

Aus meinem Sommergarten
(Humor. Plaudereien), 1912. – Der
Einzug (Feſtſp. zur Einweihung des
neuen Thalia-Theaters in Hamburg),
1912.

Schmidtbonn, Wilhelm

(VI, S.
344), lebt ſeit 1912 in Murnau (Ober-
bayern).

S:

Der verlorene Sohn
(Legendenſpiel), 1912. – Das Glücks-
ſchiff (Geſchn. v. Rhein), 1912.

Schmitthenner, Adolf

(VI, S.
249).

S:

Treuherzige Geſchichten,
1.–12. T. 1912. – Vier Novellen,
1912.

Schmitz, Oskar A. H.

(VI, S.
351).

S:

Wenn wir Frauen er-
wachen ... (R.), 1912.

Schnellbach, Peter

(VI, S. 269).

S:

Aus Schacht und Scholle (Ge.),
1912.

Schnitzler, Arthur

(VI, S. 272).

S:

Geſammelte Werke; 2. Abteilg.
(Die Theaterſtücke); IV, 1912. – Frau
Berta Garlan (N.), 1912. – Die Hir-
tenflöte, 1912. – Profeſſor Bernhardi
(Kom.), 1.–4. A. 1912.

Scholz, Wilhelm von

(VI, S. 281).

S:

Neue Gedichte, 1912.

Schöner, Reinhold,

geboren am
6. Novbr. 1849 in Erfurt als Sohn
eines königl. Rentenbankbeamten, be-
ſuchte ſeit 1858 das Domgymnaſium
in Magdeburg und 1867–1869 das
Magdalenen-Gymnaſium in Bres-
lau, worauf er daſelbſt von 1869–73
Philoſophie, Geſchichte und Sprachen
ſtudierte. Nach Erlangung des Dok-
torgrades ging er Ende 1873 als Er-
zieher nach Neapel, lebt dort ſeit 1875
unabhängig als Publiziſt, ſpäter in
Sorrent und Pompeji u. nahm 1882
ſeinen dauernden Wohnſitz in Rom.
Er war regelmäßiger Mitarbeiter u.
Berichterſtatter für die geleſenſten
Zeitſchriften in Deutſchland, beſon-
ders für die „Voſſiſche Zeitung“ in
Berlin. Außer mehreren topographi-

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[263/0267] Schm Schö reich machte er als Landwehrleutnant mit, wurde am 1. Dezbr. 1870 bei Orleans ſchwer verwundet und in- folgedeſſen 1871 auf Lebensdauer penſioniert. Nach ſeiner Geneſung übernahm er die artiſtiſche Leitung des Ateliers des bayeriſchen Kunſt- gewerbevereins, errichtete gleichzeitig ein Privatatelier für Architektur und führte in den folgenden Jahren zahl- reiche, künſtleriſch hervorragende Bauten in München u. verſchiedenen anderen Orten aus. Jm Jahre 1881 verband er ſich mit dem Erfinder der Autotypie, Georg Meiſenbach, und iſt er noch heute Teilhaber der Firma Meiſenbach, Riffarth & Ko. Seine Verdienſte auf dem Gebiete der mo- dernen Reproduktionstechnik werden von allen Fachkreiſen anerkannt. Jm Jahre 1876 betätigte er ſich als lei- tender Architekt und 1888 als Direk- torial-Mitglied bei den großen deut- ſchen Kunſtgewerbe-Ausſtellungen in München, leitete 1878 als Architekt und erſter Schriftführer die große Deutſche Brauerei-Ausſtellung da- ſelbſt, war 1881 und 1906 erſter Vor- ſitzender des Preßkomitees des 12. u. 15. Deutſchen Bundesſchießens in München, wurde 1889 zum Präſiden- ten des Münchener Journaliſten- u. Schriftſtellervereins erwählt, welche Ehrenſtellung er zehn Jahre inne- hatte, und war 1907–09 erſter Vor- ſitzender des Künſtler-Unterſtützungs- vereins. Er iſt Ehrenmitglied in- u. ausländiſcher Vereine, und ſein Lan- desfürſt hat ihn zum königl. bayeri- ſchen Wirklichen Rat ernannt. S: Vom Jſarſtrand. Bunte Blätter aus der Mappe eines alten Müncheners (Dn.); II, 1912. Schmidt, Karl Eugen (VI, S. 231). S: Schambes Klappergäſſers Himmel- und Höllenfahrt (Rom.), 1912. Schmidt, Maximilian (VI, S. 233). S: Am Vermittelungsamt (Schw.), 1912. – Die Sängerin von der Gindlalm (Volksſt., mit Hans Neuert), 1912. Schmidt, Otto Ernſt (VI, S. 235). S: Aus meinem Sommergarten (Humor. Plaudereien), 1912. – Der Einzug (Feſtſp. zur Einweihung des neuen Thalia-Theaters in Hamburg), 1912. Schmidtbonn, Wilhelm (VI, S. 344), lebt ſeit 1912 in Murnau (Ober- bayern). S: Der verlorene Sohn (Legendenſpiel), 1912. – Das Glücks- ſchiff (Geſchn. v. Rhein), 1912. Schmitthenner, Adolf (VI, S. 249). S: Treuherzige Geſchichten, 1.–12. T. 1912. – Vier Novellen, 1912. Schmitz, Oskar A. H. (VI, S. 351). S: Wenn wir Frauen er- wachen ... (R.), 1912. Schnellbach, Peter (VI, S. 269). S: Aus Schacht und Scholle (Ge.), 1912. Schnitzler, Arthur (VI, S. 272). S: Geſammelte Werke; 2. Abteilg. (Die Theaterſtücke); IV, 1912. – Frau Berta Garlan (N.), 1912. – Die Hir- tenflöte, 1912. – Profeſſor Bernhardi (Kom.), 1.–4. A. 1912. Scholz, Wilhelm von (VI, S. 281). S: Neue Gedichte, 1912. Schöner, Reinhold, geboren am 6. Novbr. 1849 in Erfurt als Sohn eines königl. Rentenbankbeamten, be- ſuchte ſeit 1858 das Domgymnaſium in Magdeburg und 1867–1869 das Magdalenen-Gymnaſium in Bres- lau, worauf er daſelbſt von 1869–73 Philoſophie, Geſchichte und Sprachen ſtudierte. Nach Erlangung des Dok- torgrades ging er Ende 1873 als Er- zieher nach Neapel, lebt dort ſeit 1875 unabhängig als Publiziſt, ſpäter in Sorrent und Pompeji u. nahm 1882 ſeinen dauernden Wohnſitz in Rom. Er war regelmäßiger Mitarbeiter u. Berichterſtatter für die geleſenſten Zeitſchriften in Deutſchland, beſon- ders für die „Voſſiſche Zeitung“ in Berlin. Außer mehreren topographi- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/267>, S. 263, abgerufen am 21.09.2017.