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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Wör
Wörner, Bernhard,

wurde am
28. Dez. 1828 zu Hessenthal in Unter-
franken als der jüngste Sohn eines
Lehrers geboren, studierte auf den
Gymnasien in Aschaffenburg u. Bam-
berg und auf der Universität Würz-
burg u. trat 1850 in Thurn u. Taxis-
sche Postdienste. Wegen Mangels an
Aussichten auf schnelle Beförderung
verließ er dieselben schon nach zwei
Jahren wieder u. widmete sich dann
in Bamberg demselben Berufe. Bis
1857 wirkte er dort als Assistent am
Oberpost- und Bahnamte, um dann
zum Offizial u. 1866 zum Verwalter
der Güterexpedition daselbst beför-
dert zu werden. Jm Jahre 1871 zum
Jnspektor des Post- u. Bahnamts in
Simbach ernannt, starb er daselbst
am 24. Juli 1872.

S:

Zwei Fami-
lien (E.), 1856. - Lust und Leid (Ge-
schichten aus unseren Tagen); III,
1861-62. - Amt u. Welt (En.); III,
1864-69. - Josepha Linden (E.), 1854.
- Loretto. Die Waise (2 En.), 1855.
- Vater Felix (E.), und: Bilder a. d.
Leben (En.), 1855. - Lebende Bilder,
zum Beschauen für das Volk; II,
1865-66.

*Woerner, U. Carolina,

Tochter
des Vorigen, wurde am 7. Aug. 1865
in Bamberg geboren, wo sie auch ihre
Kindheit u. Jugend verlebte. Leider
wurde ihre schulmäßige Ausbildung
vielfach behindert und unterbrochen
durch Kränklichkeit, die sich allmählich
zu schwerem und dauerndem Leiden
entwickelte und sie mehr u. mehr von
der Außenwelt abschloß, ja endlich
auf das Krankenzimmer beschränkte.
Jm Jahre 1884 siedelte sie mit der
seit 1872 verwitweten Mutter u. den
Geschwistern nach München u. 1901
nach Freiburg i. Br. über, wo sie
zusammen mit ihrem Bruder Roman
W. lebte, der dort als ordentl. Pro-
fessor für Literaturgeschichte an der
Universität wirkte. Sie starb daselbst
am 14. Januar 1911.

S:

Gerhart
Hauptmann (Literar. Studie), 1897.
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Woer
2. A. 1901. - Gedichte, 1906. - Vor-
frühling (Dr.), 1906. 2. A. 1909. -
Jmelda Lambertazzi (Dr.), 1907. -
Der König hat gesprochen (E.), 1911.

*Woerner, Roman,

Bruder der
Vorigen, wurde am 5. Aug. 1863 in
Bamberg geboren, studierte Philo-
logie, deutsche Sprache u. Literatur
u. erwarb sich 1885 mit einer Arbeit
über "Novalis Hymnen an die Nacht
und geistliche Gedichte" die Würde
eines Dr. phil. 1895 habilitierte er
sich als Dozent an der Universität
München, wurde 1901 außerordentl.
Professor der neueren deutschen Lite-
raturgeschichte in Freiburg i. B. u.
1903 ordtl. Professor daselbst. Jm
Jahre 1909 schied er aus dem badi-
schen Staatsdienste, bei welcher Ge-
legenheit er zum ordtl. Honorarpro-
fessor ernannt wurde, und verlegte
1911 seinen Wohnsitz nach München.
Außer einigen Werken über H. Jbsen
schrieb er

S:

Das Nibelungenlied, be-
arb. u. eingeleitet, 1888. - Die Rich-
terin (Schsp. nach e. N. von Konrad
Ferd. Meyer), 1899. - Fausts Ende
(Antrittsrede), 1902. 2. A. 1904.

*Woerner, Hertha,

bekannt unter
ihrem Mädchennamen Hertha Kö-
nig,
wurde am 24. Oktbr. 1884 als
Tochter des Rittergutsbesitzers Karl
König auf Böckel bei Bünde (West-
falen) geboren und zusammen mit
einem Bruder auf dem väterlichen
Gute erzogen und unterrichtet. Mit
14 Jahren kam sie nach Bonn in
Pension u. besuchte die dortige höhere
Töchterschule. Ein einjähriger Auf-
enthalt in der Wirtschaftl. Frauen-
schule Reifenstein (Sachsen) vollen-
dete die Ausbildung nach der prak-
tischen Seite. Danach lebte Hertha K.
in Freiburg i. B., wo die Eltern den
größten Teil des Jahres verbrachten,
und widmete sich musikalischen und --
als Hörerin an der Universität --
literarischen Studien, die auch durch
wiederholte große Reisen nach Ruß-
land, Frankreich und Jtalien geför-

*
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Wör
Wörner, Bernhard,

wurde am
28. Dez. 1828 zu Heſſenthal in Unter-
franken als der jüngſte Sohn eines
Lehrers geboren, ſtudierte auf den
Gymnaſien in Aſchaffenburg u. Bam-
berg und auf der Univerſität Würz-
burg u. trat 1850 in Thurn u. Taxis-
ſche Poſtdienſte. Wegen Mangels an
Ausſichten auf ſchnelle Beförderung
verließ er dieſelben ſchon nach zwei
Jahren wieder u. widmete ſich dann
in Bamberg demſelben Berufe. Bis
1857 wirkte er dort als Aſſiſtent am
Oberpoſt- und Bahnamte, um dann
zum Offizial u. 1866 zum Verwalter
der Güterexpedition daſelbſt beför-
dert zu werden. Jm Jahre 1871 zum
Jnſpektor des Poſt- u. Bahnamts in
Simbach ernannt, ſtarb er daſelbſt
am 24. Juli 1872.

S:

Zwei Fami-
lien (E.), 1856. – Luſt und Leid (Ge-
ſchichten aus unſeren Tagen); III,
1861–62. – Amt u. Welt (En.); III,
1864–69. – Joſepha Linden (E.), 1854.
– Loretto. Die Waiſe (2 En.), 1855.
– Vater Felix (E.), und: Bilder a. d.
Leben (En.), 1855. – Lebende Bilder,
zum Beſchauen für das Volk; II,
1865–66.

*Woerner, U. Carolina,

Tochter
des Vorigen, wurde am 7. Aug. 1865
in Bamberg geboren, wo ſie auch ihre
Kindheit u. Jugend verlebte. Leider
wurde ihre ſchulmäßige Ausbildung
vielfach behindert und unterbrochen
durch Kränklichkeit, die ſich allmählich
zu ſchwerem und dauerndem Leiden
entwickelte und ſie mehr u. mehr von
der Außenwelt abſchloß, ja endlich
auf das Krankenzimmer beſchränkte.
Jm Jahre 1884 ſiedelte ſie mit der
ſeit 1872 verwitweten Mutter u. den
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nach Freiburg i. Br. über, wo ſie
zuſammen mit ihrem Bruder Roman
W. lebte, der dort als ordentl. Pro-
feſſor für Literaturgeſchichte an der
Univerſität wirkte. Sie ſtarb daſelbſt
am 14. Januar 1911.

S:

Gerhart
Hauptmann (Literar. Studie), 1897.
[Spaltenumbruch]

Woer
2. A. 1901. – Gedichte, 1906. – Vor-
frühling (Dr.), 1906. 2. A. 1909. –
Jmelda Lambertazzi (Dr.), 1907. –
Der König hat geſprochen (E.), 1911.

*Woerner, Roman,

Bruder der
Vorigen, wurde am 5. Aug. 1863 in
Bamberg geboren, ſtudierte Philo-
logie, deutſche Sprache u. Literatur
u. erwarb ſich 1885 mit einer Arbeit
über „Novalis Hymnen an die Nacht
und geiſtliche Gedichte“ die Würde
eines Dr. phil. 1895 habilitierte er
ſich als Dozent an der Univerſität
München, wurde 1901 außerordentl.
Profeſſor der neueren deutſchen Lite-
raturgeſchichte in Freiburg i. B. u.
1903 ordtl. Profeſſor daſelbſt. Jm
Jahre 1909 ſchied er aus dem badi-
ſchen Staatsdienſte, bei welcher Ge-
legenheit er zum ordtl. Honorarpro-
feſſor ernannt wurde, und verlegte
1911 ſeinen Wohnſitz nach München.
Außer einigen Werken über H. Jbſen
ſchrieb er

S:

Das Nibelungenlied, be-
arb. u. eingeleitet, 1888. – Die Rich-
terin (Schſp. nach e. N. von Konrad
Ferd. Meyer), 1899. – Fauſts Ende
(Antrittsrede), 1902. 2. A. 1904.

*Woerner, Hertha,

bekannt unter
ihrem Mädchennamen Hertha Kö-
nig,
wurde am 24. Oktbr. 1884 als
Tochter des Rittergutsbeſitzers Karl
König auf Böckel bei Bünde (Weſt-
falen) geboren und zuſammen mit
einem Bruder auf dem väterlichen
Gute erzogen und unterrichtet. Mit
14 Jahren kam ſie nach Bonn in
Penſion u. beſuchte die dortige höhere
Töchterſchule. Ein einjähriger Auf-
enthalt in der Wirtſchaftl. Frauen-
ſchule Reifenſtein (Sachſen) vollen-
dete die Ausbildung nach der prak-
tiſchen Seite. Danach lebte Hertha K.
in Freiburg i. B., wo die Eltern den
größten Teil des Jahres verbrachten,
und widmete ſich muſikaliſchen und —
als Hörerin an der Univerſität —
literariſchen Studien, die auch durch
wiederholte große Reiſen nach Ruß-
land, Frankreich und Jtalien geför-

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[44/0048] Wör Woer Wörner, Bernhard, wurde am 28. Dez. 1828 zu Heſſenthal in Unter- franken als der jüngſte Sohn eines Lehrers geboren, ſtudierte auf den Gymnaſien in Aſchaffenburg u. Bam- berg und auf der Univerſität Würz- burg u. trat 1850 in Thurn u. Taxis- ſche Poſtdienſte. Wegen Mangels an Ausſichten auf ſchnelle Beförderung verließ er dieſelben ſchon nach zwei Jahren wieder u. widmete ſich dann in Bamberg demſelben Berufe. Bis 1857 wirkte er dort als Aſſiſtent am Oberpoſt- und Bahnamte, um dann zum Offizial u. 1866 zum Verwalter der Güterexpedition daſelbſt beför- dert zu werden. Jm Jahre 1871 zum Jnſpektor des Poſt- u. Bahnamts in Simbach ernannt, ſtarb er daſelbſt am 24. Juli 1872. S: Zwei Fami- lien (E.), 1856. – Luſt und Leid (Ge- ſchichten aus unſeren Tagen); III, 1861–62. – Amt u. Welt (En.); III, 1864–69. – Joſepha Linden (E.), 1854. – Loretto. Die Waiſe (2 En.), 1855. – Vater Felix (E.), und: Bilder a. d. Leben (En.), 1855. – Lebende Bilder, zum Beſchauen für das Volk; II, 1865–66. *Woerner, U. Carolina, Tochter des Vorigen, wurde am 7. Aug. 1865 in Bamberg geboren, wo ſie auch ihre Kindheit u. Jugend verlebte. Leider wurde ihre ſchulmäßige Ausbildung vielfach behindert und unterbrochen durch Kränklichkeit, die ſich allmählich zu ſchwerem und dauerndem Leiden entwickelte und ſie mehr u. mehr von der Außenwelt abſchloß, ja endlich auf das Krankenzimmer beſchränkte. Jm Jahre 1884 ſiedelte ſie mit der ſeit 1872 verwitweten Mutter u. den Geſchwiſtern nach München u. 1901 nach Freiburg i. Br. über, wo ſie zuſammen mit ihrem Bruder Roman W. lebte, der dort als ordentl. Pro- feſſor für Literaturgeſchichte an der Univerſität wirkte. Sie ſtarb daſelbſt am 14. Januar 1911. S: Gerhart Hauptmann (Literar. Studie), 1897. 2. A. 1901. – Gedichte, 1906. – Vor- frühling (Dr.), 1906. 2. A. 1909. – Jmelda Lambertazzi (Dr.), 1907. – Der König hat geſprochen (E.), 1911. *Woerner, Roman, Bruder der Vorigen, wurde am 5. Aug. 1863 in Bamberg geboren, ſtudierte Philo- logie, deutſche Sprache u. Literatur u. erwarb ſich 1885 mit einer Arbeit über „Novalis Hymnen an die Nacht und geiſtliche Gedichte“ die Würde eines Dr. phil. 1895 habilitierte er ſich als Dozent an der Univerſität München, wurde 1901 außerordentl. Profeſſor der neueren deutſchen Lite- raturgeſchichte in Freiburg i. B. u. 1903 ordtl. Profeſſor daſelbſt. Jm Jahre 1909 ſchied er aus dem badi- ſchen Staatsdienſte, bei welcher Ge- legenheit er zum ordtl. Honorarpro- feſſor ernannt wurde, und verlegte 1911 ſeinen Wohnſitz nach München. Außer einigen Werken über H. Jbſen ſchrieb er S: Das Nibelungenlied, be- arb. u. eingeleitet, 1888. – Die Rich- terin (Schſp. nach e. N. von Konrad Ferd. Meyer), 1899. – Fauſts Ende (Antrittsrede), 1902. 2. A. 1904. *Woerner, Hertha, bekannt unter ihrem Mädchennamen Hertha Kö- nig, wurde am 24. Oktbr. 1884 als Tochter des Rittergutsbeſitzers Karl König auf Böckel bei Bünde (Weſt- falen) geboren und zuſammen mit einem Bruder auf dem väterlichen Gute erzogen und unterrichtet. Mit 14 Jahren kam ſie nach Bonn in Penſion u. beſuchte die dortige höhere Töchterſchule. Ein einjähriger Auf- enthalt in der Wirtſchaftl. Frauen- ſchule Reifenſtein (Sachſen) vollen- dete die Ausbildung nach der prak- tiſchen Seite. Danach lebte Hertha K. in Freiburg i. B., wo die Eltern den größten Teil des Jahres verbrachten, und widmete ſich muſikaliſchen und — als Hörerin an der Univerſität — literariſchen Studien, die auch durch wiederholte große Reiſen nach Ruß- land, Frankreich und Jtalien geför- *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 44. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/48>, abgerufen am 26.03.2019.