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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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[-]Das Leben Jesu in Liedern, 1892.
[-]Wahrheitszeugen (R.), 1892.

Zientner, Johann Baptist,

* am
[2]7. Juni 1857 in Lenzfried (Bayern),
[le]bt (1902) als Pfarrer in Reicholz-
[r]ied bei Kempten in Bayern.

S:

Das
[P]rinzenlieschen v. Wolkenstein (Tra-
[g]ikom. Schsp.), 1899. - Missionsspiel
[(]Schsp.), 1891. - Die Marienanstalt
[(]Festsp.), 1904.

*Ziersch, Walther,

geb. am 14. No-
[v]ember 1874 in Barmen als Sohn
[e]ines Fabrikbesitzers, besuchte die
[G]ymnasien in Barmen u. Darmstadt
[u]. widmete sich nach Erledigung des
[A]bituriums der militärischen Lauf-
[b]ahn; aber nur auf kurze Zeit. Noch
als Leutnant trat er zur Referve über,
[s]tudierte darauf in Würzburg und
Bonn die Rechte, absolvierte in Köln
das erste juristische Examen und pro-
movierte in Leipzig zum Dr. jur. Als
Referendar war er in Lennep und
Elberfeld tätig, ging dann nach Mün-
chen, wo er besonders unter Bren-
tano sich dem Studium der National-
ökonomie widmete und sich auch die
Würde eines Dr. oecon. polit. er-
warb. Er arbeitete danach längere
Zeit an einer Geschichte der Natio-
nalökonomie, um sich in diesem Fache
zu habilitieren, gab aber diesen Plan
auf, nachdem sein erster Roman bei-
fällig aufgenommen worden war, u.
wurde nun Schriftsteller. Er lebt
während des Winters in München,
während des Sommers in Egern am
Tegernsee oder im Jagdhaus Huber-
tushöhe bei Scharnitz in Tirol.

S:


Zwei Brüder (R.), 1908. - Wider die
Welt (R.), 1909. - Du gehst einen
schweren Gang (Münchener R.), 1911.

Zifferer, Paul,

geb. am 9. März
1879 in Bistritz am Hostein (Mähren),
studierte in Paris und Wien Juris-
prudenz und Philosophie, trat nach
Erlangung der Doktorwürde als Se-
kretär in die Dienste des ehemaligen
Botschafters am Wiener Hofe, Gra-
fen Foucher de Careil, u. übernahm
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Zil
später eine gleiche Stellung bei dem
Senator Baron de Caze in Paris.
Nach verschiedenen Reisen durch Eu-
ropa u. Amerika kehrte er nach Wien
zurück und ist seitdem als Feuilleton-
redakteur an der "Neuen Fr. Presse"
tätig. Außer verschiedenen Überset-
zungen ins Französische und zahlrei-
chen Arbeiten für französische und
deutsche Blätter schrieb er

S:

Zwei
Märchen aus dem Böhmerwalde,
1898. - Der kleine Gott der Welt (R.),
1902. - Pariser Cantilenen, 1904. -
Das Kleid des Gauklers, 1911. - Die
helle Nacht (Ein [Bühnen]-Gedicht),
1912.

*Zilcken, Fritz,

* am 19. Juli 1846
zu Beuel bei Bonn, kam im Alter von
acht Jahren mit seinen Eltern nach
Köln, besuchte hier die Realschule und
trat mit 17 Jahren in ein kaufmän-
nisches Geschäft ein. Jm Jahre 1869
genügte er seiner Militärpflicht im
Rheinischen Feldartillerie-Regiment
Nr. 8 und machte den Feldzug gegen
Frankreich mit. Als Offizier u. Ritter
des Eisernen Kreuzes heimgekehrt,
gründete er in Köln 1872 ein eigenes
Fabrikgeschäft, das er aber wegen Miß-
erfolge 1876 aufgeben mußte. Er
lebte nun zwei Jahre als Mitarbeiter
verschiedener Zeitungen und Zeit-
schriften in Köln, übernahm dann
1878 mit der gleichzeitigen Verlegung
seines Wohnsitzes nach Bonn die aus-
wärtige Vertretung eines großen Köl-
nischen Fabrikgeschäfts, die ausge-
dehnte Reisen durch ganz Mitteleuropa
mit sich führte. 1891 trat er in die
innere kaufmännische Leitung des Ge-
schäfts ein u. siedelte wieder nach Köln
über.

S:

Novellen, 1885 (Jnhalt:
Donna Juana. - Mit der Schwalbe.
- Die Nase. - Zwischen Gräbern). -
Zwei Novellen, 1896. - Phantastische
Geschichten (3 Nn.), 1897.

Zille, Moritz Alexander,

wurde
am 31. März 1814 zu Oberullersdorf
bei Zittau geboren, wo sein Vater
Ökonomieverwalter war. Er besuchte

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Zie
[-]Das Leben Jeſu in Liedern, 1892.
[-]Wahrheitszeugen (R.), 1892.

Zientner, Johann Baptiſt,

* am
[2]7. Juni 1857 in Lenzfried (Bayern),
[le]bt (1902) als Pfarrer in Reicholz-
[r]ied bei Kempten in Bayern.

S:

Das
[P]rinzenlieschen v. Wolkenſtein (Tra-
[g]ikom. Schſp.), 1899. – Miſſionsſpiel
[(]Schſp.), 1891. – Die Marienanſtalt
[(]Feſtſp.), 1904.

*Zierſch, Walther,

geb. am 14. No-
[v]ember 1874 in Barmen als Sohn
[e]ines Fabrikbeſitzers, beſuchte die
[G]ymnaſien in Barmen u. Darmſtadt
[u]. widmete ſich nach Erledigung des
[A]bituriums der militäriſchen Lauf-
[b]ahn; aber nur auf kurze Zeit. Noch
als Leutnant trat er zur Referve über,
[ſ]tudierte darauf in Würzburg und
Bonn die Rechte, abſolvierte in Köln
das erſte juriſtiſche Examen und pro-
movierte in Leipzig zum Dr. jur. Als
Referendar war er in Lennep und
Elberfeld tätig, ging dann nach Mün-
chen, wo er beſonders unter Bren-
tano ſich dem Studium der National-
ökonomie widmete und ſich auch die
Würde eines Dr. oecon. polit. er-
warb. Er arbeitete danach längere
Zeit an einer Geſchichte der Natio-
nalökonomie, um ſich in dieſem Fache
zu habilitieren, gab aber dieſen Plan
auf, nachdem ſein erſter Roman bei-
fällig aufgenommen worden war, u.
wurde nun Schriftſteller. Er lebt
während des Winters in München,
während des Sommers in Egern am
Tegernſee oder im Jagdhaus Huber-
tushöhe bei Scharnitz in Tirol.

S:


Zwei Brüder (R.), 1908. – Wider die
Welt (R.), 1909. – Du gehſt einen
ſchweren Gang (Münchener R.), 1911.

Zifferer, Paul,

geb. am 9. März
1879 in Biſtritz am Hoſtein (Mähren),
ſtudierte in Paris und Wien Juris-
prudenz und Philoſophie, trat nach
Erlangung der Doktorwürde als Se-
kretär in die Dienſte des ehemaligen
Botſchafters am Wiener Hofe, Gra-
fen Foucher de Careil, u. übernahm
[Spaltenumbruch]

Zil
ſpäter eine gleiche Stellung bei dem
Senator Baron de Caze in Paris.
Nach verſchiedenen Reiſen durch Eu-
ropa u. Amerika kehrte er nach Wien
zurück und iſt ſeitdem als Feuilleton-
redakteur an der „Neuen Fr. Preſſe“
tätig. Außer verſchiedenen Überſet-
zungen ins Franzöſiſche und zahlrei-
chen Arbeiten für franzöſiſche und
deutſche Blätter ſchrieb er

S:

Zwei
Märchen aus dem Böhmerwalde,
1898. – Der kleine Gott der Welt (R.),
1902. – Pariſer Cantilenen, 1904. –
Das Kleid des Gauklers, 1911. – Die
helle Nacht (Ein [Bühnen]-Gedicht),
1912.

*Zilcken, Fritz,

* am 19. Juli 1846
zu Beuel bei Bonn, kam im Alter von
acht Jahren mit ſeinen Eltern nach
Köln, beſuchte hier die Realſchule und
trat mit 17 Jahren in ein kaufmän-
niſches Geſchäft ein. Jm Jahre 1869
genügte er ſeiner Militärpflicht im
Rheiniſchen Feldartillerie-Regiment
Nr. 8 und machte den Feldzug gegen
Frankreich mit. Als Offizier u. Ritter
des Eiſernen Kreuzes heimgekehrt,
gründete er in Köln 1872 ein eigenes
Fabrikgeſchäft, das er aber wegen Miß-
erfolge 1876 aufgeben mußte. Er
lebte nun zwei Jahre als Mitarbeiter
verſchiedener Zeitungen und Zeit-
ſchriften in Köln, übernahm dann
1878 mit der gleichzeitigen Verlegung
ſeines Wohnſitzes nach Bonn die aus-
wärtige Vertretung eines großen Köl-
niſchen Fabrikgeſchäfts, die ausge-
dehnte Reiſen durch ganz Mitteleuropa
mit ſich führte. 1891 trat er in die
innere kaufmänniſche Leitung des Ge-
ſchäfts ein u. ſiedelte wieder nach Köln
über.

S:

Novellen, 1885 (Jnhalt:
Donna Juana. – Mit der Schwalbe.
– Die Naſe. – Zwiſchen Gräbern). –
Zwei Novellen, 1896. – Phantaſtiſche
Geſchichten (3 Nn.), 1897.

Zille, Moritz Alexander,

wurde
am 31. März 1814 zu Oberullersdorf
bei Zittau geboren, wo ſein Vater
Ökonomieverwalter war. Er beſuchte

*
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[93/0097] Zie Zil -Das Leben Jeſu in Liedern, 1892. -Wahrheitszeugen (R.), 1892. Zientner, Johann Baptiſt, * am 27. Juni 1857 in Lenzfried (Bayern), lebt (1902) als Pfarrer in Reicholz- ried bei Kempten in Bayern. S: Das Prinzenlieschen v. Wolkenſtein (Tra- gikom. Schſp.), 1899. – Miſſionsſpiel (Schſp.), 1891. – Die Marienanſtalt (Feſtſp.), 1904. *Zierſch, Walther, geb. am 14. No- vember 1874 in Barmen als Sohn eines Fabrikbeſitzers, beſuchte die Gymnaſien in Barmen u. Darmſtadt u. widmete ſich nach Erledigung des Abituriums der militäriſchen Lauf- bahn; aber nur auf kurze Zeit. Noch als Leutnant trat er zur Referve über, ſtudierte darauf in Würzburg und Bonn die Rechte, abſolvierte in Köln das erſte juriſtiſche Examen und pro- movierte in Leipzig zum Dr. jur. Als Referendar war er in Lennep und Elberfeld tätig, ging dann nach Mün- chen, wo er beſonders unter Bren- tano ſich dem Studium der National- ökonomie widmete und ſich auch die Würde eines Dr. oecon. polit. er- warb. Er arbeitete danach längere Zeit an einer Geſchichte der Natio- nalökonomie, um ſich in dieſem Fache zu habilitieren, gab aber dieſen Plan auf, nachdem ſein erſter Roman bei- fällig aufgenommen worden war, u. wurde nun Schriftſteller. Er lebt während des Winters in München, während des Sommers in Egern am Tegernſee oder im Jagdhaus Huber- tushöhe bei Scharnitz in Tirol. S: Zwei Brüder (R.), 1908. – Wider die Welt (R.), 1909. – Du gehſt einen ſchweren Gang (Münchener R.), 1911. Zifferer, Paul, geb. am 9. März 1879 in Biſtritz am Hoſtein (Mähren), ſtudierte in Paris und Wien Juris- prudenz und Philoſophie, trat nach Erlangung der Doktorwürde als Se- kretär in die Dienſte des ehemaligen Botſchafters am Wiener Hofe, Gra- fen Foucher de Careil, u. übernahm ſpäter eine gleiche Stellung bei dem Senator Baron de Caze in Paris. Nach verſchiedenen Reiſen durch Eu- ropa u. Amerika kehrte er nach Wien zurück und iſt ſeitdem als Feuilleton- redakteur an der „Neuen Fr. Preſſe“ tätig. Außer verſchiedenen Überſet- zungen ins Franzöſiſche und zahlrei- chen Arbeiten für franzöſiſche und deutſche Blätter ſchrieb er S: Zwei Märchen aus dem Böhmerwalde, 1898. – Der kleine Gott der Welt (R.), 1902. – Pariſer Cantilenen, 1904. – Das Kleid des Gauklers, 1911. – Die helle Nacht (Ein [Bühnen]-Gedicht), 1912. *Zilcken, Fritz, * am 19. Juli 1846 zu Beuel bei Bonn, kam im Alter von acht Jahren mit ſeinen Eltern nach Köln, beſuchte hier die Realſchule und trat mit 17 Jahren in ein kaufmän- niſches Geſchäft ein. Jm Jahre 1869 genügte er ſeiner Militärpflicht im Rheiniſchen Feldartillerie-Regiment Nr. 8 und machte den Feldzug gegen Frankreich mit. Als Offizier u. Ritter des Eiſernen Kreuzes heimgekehrt, gründete er in Köln 1872 ein eigenes Fabrikgeſchäft, das er aber wegen Miß- erfolge 1876 aufgeben mußte. Er lebte nun zwei Jahre als Mitarbeiter verſchiedener Zeitungen und Zeit- ſchriften in Köln, übernahm dann 1878 mit der gleichzeitigen Verlegung ſeines Wohnſitzes nach Bonn die aus- wärtige Vertretung eines großen Köl- niſchen Fabrikgeſchäfts, die ausge- dehnte Reiſen durch ganz Mitteleuropa mit ſich führte. 1891 trat er in die innere kaufmänniſche Leitung des Ge- ſchäfts ein u. ſiedelte wieder nach Köln über. S: Novellen, 1885 (Jnhalt: Donna Juana. – Mit der Schwalbe. – Die Naſe. – Zwiſchen Gräbern). – Zwei Novellen, 1896. – Phantaſtiſche Geſchichten (3 Nn.), 1897. Zille, Moritz Alexander, wurde am 31. März 1814 zu Oberullersdorf bei Zittau geboren, wo ſein Vater Ökonomieverwalter war. Er beſuchte *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/97>, S. 93, abgerufen am 21.09.2017.