Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Burdach, Karl Friedrich: Propädeutik zum Studium der gesammten Heilkunst. Leipzig, 1800.

Bild:
<< vorherige Seite

Dritter Theil.
Kranke. Man sieht außerordentlich viel Operationen, be-
kömmt aber selbst keine Kranken zu behandeln. -- In dem
Geburtshause (dem lying-in-hospitale zu Westmünster),
wo jährlich gegen 5000 Geburten vorfallen, erhält man für
40 Guineen jährlich freye Wohnung, Beköstigung, und die
Erlaubniß, allen Geburten beyzuwohnen. Lehrer ist D.
Thynne.

Fischers medicinisch-chirurgische Bemerkungen über London und
die englische Heilkunde überhaupt. Göttingen, 796. 8.
Desselben Bemerkungen über die englische Geburtshülfe. Göt-
tingen, 797. 8.
Blizards Vorschläge zur Verbesserung der Hospitäler. Aus
dem Englischen übersetzt mit Zusätzen von D. Albers, die
Medicinalanstalten zu London, Edinburg, Bath und Wien
betreffend. Jena, 799. 8.
§ 801.

Edinburg. Hier ist das medicinisch-chirurgische Kli-
nikum in einem eigenen gut eingerichteten Gebäude, welches
für 230 Kranke bestimmt ist. Die Lehrer (die Professoren
Duncan und Gregory), untersuchen die Kranken selbst,
und dictiren die Resultate davon und ihre Bemerkungen dar-
über.

Baldingers neues Magazin für Aerzte. III Bd. S. 446.
IV. In Italien.
§ 812.

Pavia. An dem dasigen Spitale, welches 400 Bet-
ten zählt, ist ein medicinisch-chirurgisches Klinikum von 26
Betten. Moscati ist Lehrer der medicinischen, und
Scarpa Lehrer der chirurgischen Klinik. Außerdem geben
auch noch 4 am Spitale angestellte Aerzte praktischen Un-
terricht am Krankenbette.


Baloin-

Dritter Theil.
Kranke. Man ſieht außerordentlich viel Operationen, be-
koͤmmt aber ſelbſt keine Kranken zu behandeln. — In dem
Geburtshauſe (dem lying-in-hospitale zu Weſtmuͤnſter),
wo jaͤhrlich gegen 5000 Geburten vorfallen, erhaͤlt man fuͤr
40 Guineen jaͤhrlich freye Wohnung, Bekoͤſtigung, und die
Erlaubniß, allen Geburten beyzuwohnen. Lehrer iſt D.
Thynne.

Fiſchers mediciniſch-chirurgiſche Bemerkungen uͤber London und
die engliſche Heilkunde uͤberhaupt. Goͤttingen, 796. 8.
Deſſelben Bemerkungen uͤber die engliſche Geburtshuͤlfe. Goͤt-
tingen, 797. 8.
Blizards Vorſchlaͤge zur Verbeſſerung der Hoſpitaͤler. Aus
dem Engliſchen uͤberſetzt mit Zuſaͤtzen von D. Albers, die
Medicinalanſtalten zu London, Edinburg, Bath und Wien
betreffend. Jena, 799. 8.
§ 801.

Edinburg. Hier iſt das mediciniſch-chirurgiſche Kli-
nikum in einem eigenen gut eingerichteten Gebaͤude, welches
fuͤr 230 Kranke beſtimmt iſt. Die Lehrer (die Profeſſoren
Duncan und Gregory), unterſuchen die Kranken ſelbſt,
und dictiren die Reſultate davon und ihre Bemerkungen dar-
uͤber.

Baldingers neues Magazin fuͤr Aerzte. III Bd. S. 446.
IV. In Italien.
§ 812.

Pavia. An dem daſigen Spitale, welches 400 Bet-
ten zaͤhlt, iſt ein mediciniſch-chirurgiſches Klinikum von 26
Betten. Moscati iſt Lehrer der mediciniſchen, und
Scarpa Lehrer der chirurgiſchen Klinik. Außerdem geben
auch noch 4 am Spitale angeſtellte Aerzte praktiſchen Un-
terricht am Krankenbette.


Baloin-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="2">
        <div n="3">
          <div n="4">
            <div n="5">
              <div n="6">
                <div n="7">
                  <p><pb facs="#f0276" n="258"/><fw place="top" type="header">Dritter Theil.</fw><lb/>
Kranke. Man &#x017F;ieht außerordentlich viel Operationen, be-<lb/>
ko&#x0364;mmt aber &#x017F;elb&#x017F;t keine Kranken zu behandeln. &#x2014; In dem<lb/>
Geburtshau&#x017F;e (dem <hi rendition="#aq">lying-in-hospitale</hi> zu We&#x017F;tmu&#x0364;n&#x017F;ter),<lb/>
wo ja&#x0364;hrlich gegen 5000 <choice><sic>Grburten</sic><corr>Geburten</corr></choice> vorfallen, erha&#x0364;lt man fu&#x0364;r<lb/>
40 Guineen ja&#x0364;hrlich freye Wohnung, Beko&#x0364;&#x017F;tigung, und die<lb/>
Erlaubniß, allen Geburten beyzuwohnen. Lehrer i&#x017F;t <hi rendition="#aq">D.</hi><lb/><hi rendition="#g">Thynne</hi>.</p><lb/>
                  <list>
                    <item><hi rendition="#g">Fi&#x017F;chers</hi> medicini&#x017F;ch-chirurgi&#x017F;che Bemerkungen u&#x0364;ber London und<lb/>
die engli&#x017F;che Heilkunde u&#x0364;berhaupt. Go&#x0364;ttingen, 796. 8.</item><lb/>
                    <item>De&#x017F;&#x017F;elben Bemerkungen u&#x0364;ber die engli&#x017F;che Geburtshu&#x0364;lfe. Go&#x0364;t-<lb/>
tingen, 797. 8.</item><lb/>
                    <item><hi rendition="#g">Blizards</hi> Vor&#x017F;chla&#x0364;ge zur Verbe&#x017F;&#x017F;erung der Ho&#x017F;pita&#x0364;ler. Aus<lb/>
dem Engli&#x017F;chen u&#x0364;ber&#x017F;etzt mit Zu&#x017F;a&#x0364;tzen von <hi rendition="#aq">D.</hi> <hi rendition="#g">Albers</hi>, die<lb/>
Medicinalan&#x017F;talten zu London, Edinburg, Bath und Wien<lb/>
betreffend. Jena, 799. 8.</item>
                  </list>
                </div><lb/>
                <div n="7">
                  <head>§ 801.</head><lb/>
                  <p><hi rendition="#g">Edinburg</hi>. Hier i&#x017F;t das medicini&#x017F;ch-chirurgi&#x017F;che Kli-<lb/>
nikum in einem eigenen gut eingerichteten Geba&#x0364;ude, welches<lb/>
fu&#x0364;r 230 Kranke be&#x017F;timmt i&#x017F;t. Die Lehrer (die Profe&#x017F;&#x017F;oren<lb/><hi rendition="#g">Duncan</hi> und <hi rendition="#g">Gregory</hi>), unter&#x017F;uchen die Kranken &#x017F;elb&#x017F;t,<lb/>
und dictiren die Re&#x017F;ultate davon und ihre Bemerkungen dar-<lb/>
u&#x0364;ber.</p><lb/>
                  <list>
                    <item><hi rendition="#g">Baldingers</hi> neues Magazin fu&#x0364;r Aerzte. <hi rendition="#aq">III</hi> Bd. S. 446.</item>
                  </list>
                </div>
              </div><lb/>
              <div n="6">
                <head><hi rendition="#g"><hi rendition="#aq">IV.</hi> In Italien</hi>.</head><lb/>
                <div n="7">
                  <head>§ 812.</head><lb/>
                  <p><hi rendition="#g">Pavia</hi>. An dem da&#x017F;igen Spitale, welches 400 Bet-<lb/>
ten za&#x0364;hlt, i&#x017F;t ein medicini&#x017F;ch-chirurgi&#x017F;ches Klinikum von 26<lb/>
Betten. <hi rendition="#g">Moscati</hi> i&#x017F;t Lehrer der medicini&#x017F;chen, und<lb/><hi rendition="#g">Scarpa</hi> Lehrer der chirurgi&#x017F;chen Klinik. Außerdem geben<lb/>
auch noch 4 am Spitale ange&#x017F;tellte Aerzte prakti&#x017F;chen Un-<lb/>
terricht am Krankenbette.</p><lb/>
                  <fw place="bottom" type="catch"><hi rendition="#g">Baloin</hi>-</fw><lb/>
                </div>
              </div>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[258/0276] Dritter Theil. Kranke. Man ſieht außerordentlich viel Operationen, be- koͤmmt aber ſelbſt keine Kranken zu behandeln. — In dem Geburtshauſe (dem lying-in-hospitale zu Weſtmuͤnſter), wo jaͤhrlich gegen 5000 Geburten vorfallen, erhaͤlt man fuͤr 40 Guineen jaͤhrlich freye Wohnung, Bekoͤſtigung, und die Erlaubniß, allen Geburten beyzuwohnen. Lehrer iſt D. Thynne. Fiſchers mediciniſch-chirurgiſche Bemerkungen uͤber London und die engliſche Heilkunde uͤberhaupt. Goͤttingen, 796. 8. Deſſelben Bemerkungen uͤber die engliſche Geburtshuͤlfe. Goͤt- tingen, 797. 8. Blizards Vorſchlaͤge zur Verbeſſerung der Hoſpitaͤler. Aus dem Engliſchen uͤberſetzt mit Zuſaͤtzen von D. Albers, die Medicinalanſtalten zu London, Edinburg, Bath und Wien betreffend. Jena, 799. 8. § 801. Edinburg. Hier iſt das mediciniſch-chirurgiſche Kli- nikum in einem eigenen gut eingerichteten Gebaͤude, welches fuͤr 230 Kranke beſtimmt iſt. Die Lehrer (die Profeſſoren Duncan und Gregory), unterſuchen die Kranken ſelbſt, und dictiren die Reſultate davon und ihre Bemerkungen dar- uͤber. Baldingers neues Magazin fuͤr Aerzte. III Bd. S. 446. IV. In Italien. § 812. Pavia. An dem daſigen Spitale, welches 400 Bet- ten zaͤhlt, iſt ein mediciniſch-chirurgiſches Klinikum von 26 Betten. Moscati iſt Lehrer der mediciniſchen, und Scarpa Lehrer der chirurgiſchen Klinik. Außerdem geben auch noch 4 am Spitale angeſtellte Aerzte praktiſchen Un- terricht am Krankenbette. Baloin-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/burdach_propaedeutik_1800
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/burdach_propaedeutik_1800/276
Zitationshilfe: Burdach, Karl Friedrich: Propädeutik zum Studium der gesammten Heilkunst. Leipzig, 1800, S. 258. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/burdach_propaedeutik_1800/276>, abgerufen am 26.03.2019.