Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767.

Bild:
<< vorherige Seite

von den wechselverschreibungen.
nes vermögens, so vil hirzu vonnöten ist; auch ent-
richtung 5 vom hundert an järlichem interesse

auf mich
Philipp Martens
in Gießen,
Sola
acceptiret
Philipp Martens.
§ 3760

Anmerkung. Das acceptiren bedeutet im
wechselrechte, daß ich mich aller einreden begebe,
sondern nichts als die zalung mich retten solle.

§ 3761

Drei monate nach obigem gelobe ich an herrn
Friderich Obermann, oder dessen anweisung, auf
disen meinen einfachen wechselbrif fünfhundert
reichstaler zu bezalen, um deren wehrt ich von ihm
vergnüget worden bin.

an mich
Wolff Bernhard, handels-
mann aus Görlitz, der zeit
in Leipzig im goldenen
Bären anzutreffen.
angenommen
von
Wolff Bernhard.

Hir stehen zwar in der aufschrift carolinen; der
schuldner aber kan mit gangbarer münze bezalen;
weil im wechsel nicht stehet: daß mit golde bezalet
werden solle.

§ 3761

Acht tage a dato zalen E. E. (Ew. Edlen) für
disen prima-wechsel an den herrn Philipp Schu-

ster,

von den wechſelverſchreibungen.
nes vermoͤgens, ſo vil hirzu vonnoͤten iſt; auch ent-
richtung 5 vom hundert an jaͤrlichem intereſſe

auf mich
Philipp Martens
in Gießen,
Sola
acceptiret
Philipp Martens.
§ 3760

Anmerkung. Das acceptiren bedeutet im
wechſelrechte, daß ich mich aller einreden begebe,
ſondern nichts als die zalung mich retten ſolle.

§ 3761

Drei monate nach obigem gelobe ich an herrn
Friderich Obermann, oder deſſen anweiſung, auf
diſen meinen einfachen wechſelbrif fuͤnfhundert
reichstaler zu bezalen, um deren wehrt ich von ihm
vergnuͤget worden bin.

an mich
Wolff Bernhard, handels-
mann aus Goͤrlitz, der zeit
in Leipzig im goldenen
Baͤren anzutreffen.
angenommen
von
Wolff Bernhard.

Hir ſtehen zwar in der aufſchrift carolinen; der
ſchuldner aber kan mit gangbarer muͤnze bezalen;
weil im wechſel nicht ſtehet: daß mit golde bezalet
werden ſolle.

§ 3761

Acht tage a dato zalen E. E. (Ew. Edlen) fuͤr
diſen prima-wechſel an den herrn Philipp Schu-

ſter,
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f1255" n="1231"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">von den wech&#x017F;elver&#x017F;chreibungen.</hi></fw><lb/>
nes vermo&#x0364;gens, &#x017F;o vil hirzu vonno&#x0364;ten i&#x017F;t; auch ent-<lb/>
richtung 5 vom hundert an ja&#x0364;rlichem intere&#x017F;&#x017F;e</p><lb/>
          <closer>
            <salute>auf mich<lb/>
Philipp Martens<lb/>
in Gießen,<lb/><hi rendition="#aq">Sola</hi><lb/><hi rendition="#et">acceptiret<lb/>
Philipp Martens.</hi></salute>
          </closer>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head>§ 3760</head><lb/>
          <p><hi rendition="#fr">Anmerkung.</hi> Das acceptiren bedeutet im<lb/>
wech&#x017F;elrechte, daß ich mich aller einreden begebe,<lb/>
&#x017F;ondern nichts als die zalung mich retten &#x017F;olle.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head>§ 3761</head><lb/>
          <dateline>Leipzig den 6ten Ma&#x0364;rz 1763 fu&#x0364;r 500 thlr. an Ca-<note place="right">anderweite<lb/>
formeln.</note><lb/>
rolinen.</dateline><lb/>
          <p>Drei monate nach obigem gelobe ich an herrn<lb/>
Friderich Obermann, oder de&#x017F;&#x017F;en anwei&#x017F;ung, auf<lb/>
di&#x017F;en meinen einfachen wech&#x017F;elbrif fu&#x0364;nfhundert<lb/>
reichstaler zu bezalen, um deren wehrt ich von ihm<lb/>
vergnu&#x0364;get worden bin.</p><lb/>
          <closer>
            <salute>an mich<lb/>
Wolff Bernhard, handels-<lb/>
mann aus Go&#x0364;rlitz, der zeit<lb/>
in Leipzig im goldenen<lb/>
Ba&#x0364;ren anzutreffen.<lb/><hi rendition="#et">angenommen<lb/>
von<lb/>
Wolff Bernhard.</hi></salute>
          </closer><lb/>
          <postscript>
            <p>Hir &#x017F;tehen zwar in der auf&#x017F;chrift carolinen; der<lb/>
&#x017F;chuldner aber kan mit gangbarer mu&#x0364;nze bezalen;<lb/>
weil im wech&#x017F;el nicht &#x017F;tehet: daß mit golde bezalet<lb/>
werden &#x017F;olle.</p>
          </postscript>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head>§ 3761</head><lb/>
          <dateline>Marburg 1763 den 2ten Jun. fu&#x0364;r thlr. 500<note place="right">eigener wech&#x017F;el<lb/>
auf einen an-<lb/>
dern.</note><lb/><hi rendition="#c"><hi rendition="#aq">Louisd&#x2019;or.</hi></hi></dateline><lb/>
          <p>Acht tage <hi rendition="#aq">a dato</hi> zalen E. E. (Ew. Edlen) fu&#x0364;r<lb/>
di&#x017F;en <hi rendition="#aq">prima-</hi>wech&#x017F;el an den herrn Philipp Schu-<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">&#x017F;ter,</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[1231/1255] von den wechſelverſchreibungen. nes vermoͤgens, ſo vil hirzu vonnoͤten iſt; auch ent- richtung 5 vom hundert an jaͤrlichem intereſſe auf mich Philipp Martens in Gießen, Sola acceptiret Philipp Martens. § 3760 Anmerkung. Das acceptiren bedeutet im wechſelrechte, daß ich mich aller einreden begebe, ſondern nichts als die zalung mich retten ſolle. § 3761 Leipzig den 6ten Maͤrz 1763 fuͤr 500 thlr. an Ca- rolinen. Drei monate nach obigem gelobe ich an herrn Friderich Obermann, oder deſſen anweiſung, auf diſen meinen einfachen wechſelbrif fuͤnfhundert reichstaler zu bezalen, um deren wehrt ich von ihm vergnuͤget worden bin. an mich Wolff Bernhard, handels- mann aus Goͤrlitz, der zeit in Leipzig im goldenen Baͤren anzutreffen. angenommen von Wolff Bernhard. Hir ſtehen zwar in der aufſchrift carolinen; der ſchuldner aber kan mit gangbarer muͤnze bezalen; weil im wechſel nicht ſtehet: daß mit golde bezalet werden ſolle. § 3761 Marburg 1763 den 2ten Jun. fuͤr thlr. 500 Louisd’or. Acht tage a dato zalen E. E. (Ew. Edlen) fuͤr diſen prima-wechſel an den herrn Philipp Schu- ſter,

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/1255
Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 1231. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/1255>, abgerufen am 22.02.2019.