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Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767.

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LXIV h. von den tagelön. u. handarb.
wird unten im 2ten teile, 64sten haubtstücke noch
beigebracht werden.

Vir und sechzigstes haubtstück
von
den tagelönern und handarbeitern.
§ 497

Die tagelöner sind vom gesinde unterschiden (§
491). Jhr tagelon hat, nach der regel, ver-
möge des gerichtsbrauches, keinesweges dasjenige
vorzugsrecht, wie das lidlon des gesindes; dafern
die landes- und stadtgesäze solches nicht verordnen,
noch sonst hergebracht ist, Ge. Lud. Bochmer de
iure mercedis opisicum in concursu creditorum,

Goett. 1753, 4t, s. 32 fgg., s. 35 fg., Ge. Ad.
Struve
de operarum locat. et conduct. Jena 1692.
Jnhalts der frankfurtischen stadt-reformation th. I,
tit. 49, § 3, haben die tagelöner, wie das gesinde,
ein vorzügliches recht. Dahingegen wird nach
fürschrift der nürnbergischen stadt-reformation tit.
XXII, lex VIII, und daselbst der Wölker im 2ten
th. s. 304, den tagelönern, und den dinstboten nur
ein vorrecht vor allen persönlichen gläubigern bei-
geleget.

Fünf und sechzigstes haubtstück
von den gastwirten.
§ 503

Man findet allerhand wirte, welche bald wein-von den matt-
cherlei wirten.

bald bir-auch anderes getränk an andere
versellen, und gäste sezen. Sie dürfen entweder
zugleich die fremden behergen, auch selbige, wie an-
dere, auf verlangen, gegen einen rechtmässigen preiß,

mit
III. Teil. C c

LXIV h. von den tageloͤn. u. handarb.
wird unten im 2ten teile, 64ſten haubtſtuͤcke noch
beigebracht werden.

Vir und ſechzigſtes haubtſtuͤck
von
den tageloͤnern und handarbeitern.
§ 497

Die tageloͤner ſind vom geſinde unterſchiden (§
491). Jhr tagelon hat, nach der regel, ver-
moͤge des gerichtsbrauches, keinesweges dasjenige
vorzugsrecht, wie das lidlon des geſindes; dafern
die landes- und ſtadtgeſaͤze ſolches nicht verordnen,
noch ſonſt hergebracht iſt, Ge. Lud. Bochmer de
iure mercedis opiſicum in concurſu creditorum,

Goett. 1753, 4t, ſ. 32 fgg., ſ. 35 fg., Ge. Ad.
Struve
de operarum locat. et conduct. Jena 1692.
Jnhalts der frankfurtiſchen ſtadt-reformation th. I,
tit. 49, § 3, haben die tageloͤner, wie das geſinde,
ein vorzuͤgliches recht. Dahingegen wird nach
fuͤrſchrift der nuͤrnbergiſchen ſtadt-reformation tit.
XXII, lex VIII, und daſelbſt der Woͤlker im 2ten
th. ſ. 304, den tageloͤnern, und den dinſtboten nur
ein vorrecht vor allen perſoͤnlichen glaͤubigern bei-
geleget.

Fuͤnf und ſechzigſtes haubtſtuͤck
von den gaſtwirten.
§ 503

Man findet allerhand wirte, welche bald wein-von den matt-
cherlei wirten.

bald bir-auch anderes getraͤnk an andere
verſellen, und gaͤſte ſezen. Sie duͤrfen entweder
zugleich die fremden behergen, auch ſelbige, wie an-
dere, auf verlangen, gegen einen rechtmaͤſſigen preiß,

mit
III. Teil. C c
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[401/0425] LXIV h. von den tageloͤn. u. handarb. wird unten im 2ten teile, 64ſten haubtſtuͤcke noch beigebracht werden. Vir und ſechzigſtes haubtſtuͤck von den tageloͤnern und handarbeitern. § 497 Die tageloͤner ſind vom geſinde unterſchiden (§ 491). Jhr tagelon hat, nach der regel, ver- moͤge des gerichtsbrauches, keinesweges dasjenige vorzugsrecht, wie das lidlon des geſindes; dafern die landes- und ſtadtgeſaͤze ſolches nicht verordnen, noch ſonſt hergebracht iſt, Ge. Lud. Bochmer de iure mercedis opiſicum in concurſu creditorum, Goett. 1753, 4t, ſ. 32 fgg., ſ. 35 fg., Ge. Ad. Struve de operarum locat. et conduct. Jena 1692. Jnhalts der frankfurtiſchen ſtadt-reformation th. I, tit. 49, § 3, haben die tageloͤner, wie das geſinde, ein vorzuͤgliches recht. Dahingegen wird nach fuͤrſchrift der nuͤrnbergiſchen ſtadt-reformation tit. XXII, lex VIII, und daſelbſt der Woͤlker im 2ten th. ſ. 304, den tageloͤnern, und den dinſtboten nur ein vorrecht vor allen perſoͤnlichen glaͤubigern bei- geleget. Fuͤnf und ſechzigſtes haubtſtuͤck von den gaſtwirten. § 503 Man findet allerhand wirte, welche bald wein- bald bir-auch anderes getraͤnk an andere verſellen, und gaͤſte ſezen. Sie duͤrfen entweder zugleich die fremden behergen, auch ſelbige, wie an- dere, auf verlangen, gegen einen rechtmaͤſſigen preiß, mit von den matt- cherlei wirten. III. Teil. C c

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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 401. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/425>, abgerufen am 19.03.2019.