Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Fabricius, Johann Andreas: Philosophische Oratorie. Leipzig, 1724.

Bild:
<< vorherige Seite

und desselben eigenschaften.
hin, solches demselben zu hinterbringen. Und
gleichwie
ich vielfältig seine aufrichtige freund-
schaft verspüret: Also hoffe, Er werde mir
auch ietzo eine probe sehen lassen, und zur lei-
chenbegängniß erscheinen. Jmmassen ich
denn versichere, daß mir solches zum sonderba-
ren trost gereichen werde. Jm übrigen wün-
sche in frölichen fällen Jhm dafür meine er-
känntlichkeit zu zeigen, der ich verharre

Desselben
dienstwilligster.
Antwort.
Mein Herr

Daß der höchste Dessen geliebtesten bruder
zu sich genommen, und also Sein hauß mit einer
trauer beleget: Solches habe ich mit nicht ge-
ringem beyleid aus Dessen zeilen ersehen. Da
ich
nun von Demselben so gütig zu dem leichen-
begängniß des seel. herrn bruders eingeladen
werde; auch über dieses meine freundschaft
gegen Demselben erfodert solchen liebes-dienst
willigst über mir zu nehmen: Als habe ich be-
schlossen zu Jhm zu kommen und gegenwärtig
mit mehrern meine condolence abzulegen. Ge-
stalt ich dann
mich gleich nach versiegelung
dieses auf den weg machen werde. Verblei-
be inzwischen nebst beygefügter versicherung
meiner ergebenheit, Dessen

dienstergebenster.

Zu dergleichenconnexion hat Kemmerich l. c. aus
dem Weisen gantze modelle gegeben, welche ich

für
P

und deſſelben eigenſchaften.
hin, ſolches demſelben zu hinterbringen. Und
gleichwie
ich vielfaͤltig ſeine aufrichtige freund-
ſchaft verſpuͤret: Alſo hoffe, Er werde mir
auch ietzo eine probe ſehen laſſen, und zur lei-
chenbegaͤngniß erſcheinen. Jmmaſſen ich
denn verſichere, daß mir ſolches zum ſonderba-
ren troſt gereichen werde. Jm uͤbrigen wuͤn-
ſche in froͤlichen faͤllen Jhm dafuͤr meine er-
kaͤnntlichkeit zu zeigen, der ich verharre

Deſſelben
dienſtwilligſter.
Antwort.
Mein Herr

Daß der hoͤchſte Deſſen geliebteſten bruder
zu ſich genom̃en, und alſo Sein hauß mit einer
trauer beleget: Solches habe ich mit nicht ge-
ringem beyleid aus Deſſen zeilen erſehen. Da
ich
nun von Demſelben ſo guͤtig zu dem leichen-
begaͤngniß des ſeel. herrn bruders eingeladen
werde; auch uͤber dieſes meine freundſchaft
gegen Demſelben erfodert ſolchen liebes-dienſt
willigſt uͤber mir zu nehmen: Als habe ich be-
ſchloſſen zu Jhm zu kommen und gegenwaͤrtig
mit mehrern meine condolence abzulegen. Ge-
ſtalt ich dann
mich gleich nach verſiegelung
dieſes auf den weg machen werde. Verblei-
be inzwiſchen nebſt beygefuͤgter verſicherung
meiner ergebenheit, Deſſen

dienſtergebenſter.

Zu dergleichenconnexion hat Kemmerich l. c. aus
dem Weiſen gantze modelle gegeben, welche ich

fuͤr
P
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0243" n="225"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">und                                         de&#x017F;&#x017F;elben eigen&#x017F;chaften.</hi></fw><lb/>
hin, &#x017F;olches dem&#x017F;elben zu hinterbringen. <hi rendition="#fr">Und<lb/>
gleichwie</hi> ich vielfa&#x0364;ltig                                 &#x017F;eine aufrichtige freund-<lb/>
&#x017F;chaft                                 ver&#x017F;pu&#x0364;ret: <hi rendition="#fr">Al&#x017F;o</hi> hoffe, Er werde mir<lb/>
auch ietzo eine probe &#x017F;ehen                                 la&#x017F;&#x017F;en, und zur lei-<lb/>
chenbega&#x0364;ngniß                                 er&#x017F;cheinen. <hi rendition="#fr">Jmma&#x017F;&#x017F;en</hi> ich<lb/>
denn ver&#x017F;ichere, daß mir &#x017F;olches zum                                 &#x017F;onderba-<lb/>
ren tro&#x017F;t gereichen werde. <hi rendition="#fr">Jm u&#x0364;brigen</hi> wu&#x0364;n-<lb/>
&#x017F;che in fro&#x0364;lichen fa&#x0364;llen Jhm dafu&#x0364;r                                 meine er-<lb/>
ka&#x0364;nntlichkeit zu zeigen, der ich verharre</p><lb/>
              <closer>
                <salute> <hi rendition="#et">De&#x017F;&#x017F;elben<lb/>
dien&#x017F;twillig&#x017F;ter.</hi> </salute>
              </closer>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>Antwort.</head><lb/>
              <salute> <hi rendition="#fr">Mein Herr</hi> </salute><lb/>
              <p><hi rendition="#fr">Daß</hi> der ho&#x0364;ch&#x017F;te                                 De&#x017F;&#x017F;en geliebte&#x017F;ten bruder<lb/>
zu &#x017F;ich                                 genom&#x0303;en, und al&#x017F;o Sein hauß mit einer<lb/>
trauer                                 beleget: <hi rendition="#fr">Solches</hi> habe ich mit nicht                                 ge-<lb/>
ringem beyleid aus De&#x017F;&#x017F;en zeilen                                 er&#x017F;ehen. <hi rendition="#fr">Da<lb/>
ich</hi> nun von                                 Dem&#x017F;elben &#x017F;o gu&#x0364;tig zu dem leichen-<lb/>
bega&#x0364;ngniß des &#x017F;eel. herrn bruders eingeladen<lb/>
werde; <hi rendition="#fr">auch u&#x0364;ber die&#x017F;es</hi> meine freund&#x017F;chaft<lb/>
gegen Dem&#x017F;elben erfodert                                 &#x017F;olchen liebes-dien&#x017F;t<lb/>
willig&#x017F;t                                 u&#x0364;ber mir zu nehmen: <hi rendition="#fr">Als</hi> habe ich                                 be-<lb/>
&#x017F;chlo&#x017F;&#x017F;en zu Jhm zu kommen und                                 gegenwa&#x0364;rtig<lb/>
mit mehrern meine condolence abzulegen. <hi rendition="#fr">Ge-<lb/>
&#x017F;talt ich dann</hi> mich gleich                                 nach ver&#x017F;iegelung<lb/>
die&#x017F;es auf den weg machen                                 werde. Verblei-<lb/>
be <hi rendition="#fr">inzwi&#x017F;chen</hi> neb&#x017F;t beygefu&#x0364;gter ver&#x017F;icherung<lb/>
meiner                                 ergebenheit, De&#x017F;&#x017F;en</p><lb/>
              <closer>
                <salute> <hi rendition="#et">dien&#x017F;tergeben&#x017F;ter.</hi> </salute>
              </closer><lb/>
              <postscript>
                <p>Zu dergleichenconnexion hat Kemmerich <hi rendition="#aq">l.                                         c.</hi> aus<lb/>
dem Wei&#x017F;en gantze modelle gegeben,                                     welche ich<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">P</fw><fw place="bottom" type="catch">fu&#x0364;r</fw><lb/></p>
              </postscript>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[225/0243] und deſſelben eigenſchaften. hin, ſolches demſelben zu hinterbringen. Und gleichwie ich vielfaͤltig ſeine aufrichtige freund- ſchaft verſpuͤret: Alſo hoffe, Er werde mir auch ietzo eine probe ſehen laſſen, und zur lei- chenbegaͤngniß erſcheinen. Jmmaſſen ich denn verſichere, daß mir ſolches zum ſonderba- ren troſt gereichen werde. Jm uͤbrigen wuͤn- ſche in froͤlichen faͤllen Jhm dafuͤr meine er- kaͤnntlichkeit zu zeigen, der ich verharre Deſſelben dienſtwilligſter. Antwort. Mein Herr Daß der hoͤchſte Deſſen geliebteſten bruder zu ſich genom̃en, und alſo Sein hauß mit einer trauer beleget: Solches habe ich mit nicht ge- ringem beyleid aus Deſſen zeilen erſehen. Da ich nun von Demſelben ſo guͤtig zu dem leichen- begaͤngniß des ſeel. herrn bruders eingeladen werde; auch uͤber dieſes meine freundſchaft gegen Demſelben erfodert ſolchen liebes-dienſt willigſt uͤber mir zu nehmen: Als habe ich be- ſchloſſen zu Jhm zu kommen und gegenwaͤrtig mit mehrern meine condolence abzulegen. Ge- ſtalt ich dann mich gleich nach verſiegelung dieſes auf den weg machen werde. Verblei- be inzwiſchen nebſt beygefuͤgter verſicherung meiner ergebenheit, Deſſen dienſtergebenſter. Zu dergleichenconnexion hat Kemmerich l. c. aus dem Weiſen gantze modelle gegeben, welche ich fuͤr P

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/fabricius_oratorie_1724
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/fabricius_oratorie_1724/243
Zitationshilfe: Fabricius, Johann Andreas: Philosophische Oratorie. Leipzig, 1724, S. 225. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/fabricius_oratorie_1724/243>, abgerufen am 16.02.2019.