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Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Lehrbuch des gemeinen in Deutschland geltenden Peinlichen Rechts. Giessen, 1801.

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II. Buch. III. Theil. IV. Titel. I. Abschnitt.


Vierter Titel.
Von den Vergehen, durch welche theils Gesetze
der Sittenpolizey, theils Gesetze der Bevölke-
rungspolizey übertreten werden.

Fleischesverbrechen.


Erster Abschnitt.
Von Fleischesverbrechen überhaupt
.


I. Iac. Cella von Verbrechen und Strafen in Unzachts-
fällen.
Leipz. 1785. 8.

§. 481.

Fleischesverbrechen (delicta carnis)
überhaupt sind Verbrechen, welche durch ge-
setzwidrige Befriedigung des Geschlechtstriebes
begangen werden.
Im engern und eigentli-
chen Sinn sind alle diejenigen gesetzwidrigen
Befriedigungen des Geschlechtstriebes ausge-
schlossen, welche schon in ihrem Begriff die
Verletzung wirklicher Rechte einer Person ent-
halten.


§. 482
II. Buch. III. Theil. IV. Titel. I. Abſchnitt.


Vierter Titel.
Von den Vergehen, durch welche theils Geſetze
der Sittenpolizey, theils Geſetze der Bevölke-
rungspolizey übertreten werden.

Fleiſchesverbrechen.


Erſter Abſchnitt.
Von Fleiſchesverbrechen überhaupt
.


I. Iac. Cella von Verbrechen und Strafen in Unzachts-
fällen.
Leipz. 1785. 8.

§. 481.

Fleiſchesverbrechen (delicta carnis)
überhaupt ſind Verbrechen, welche durch ge-
ſetzwidrige Befriedigung des Geſchlechtstriebes
begangen werden.
Im engern und eigentli-
chen Sinn ſind alle diejenigen geſetzwidrigen
Befriedigungen des Geſchlechtstriebes ausge-
ſchloſſen, welche ſchon in ihrem Begriff die
Verletzung wirklicher Rechte einer Perſon ent-
halten.


§. 482
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[388/0416] II. Buch. III. Theil. IV. Titel. I. Abſchnitt. Vierter Titel. Von den Vergehen, durch welche theils Geſetze der Sittenpolizey, theils Geſetze der Bevölke- rungspolizey übertreten werden. Fleiſchesverbrechen. Erſter Abſchnitt. Von Fleiſchesverbrechen überhaupt. I. Iac. Cella von Verbrechen und Strafen in Unzachts- fällen. Leipz. 1785. 8. §. 481. Fleiſchesverbrechen (delicta carnis) überhaupt ſind Verbrechen, welche durch ge- ſetzwidrige Befriedigung des Geſchlechtstriebes begangen werden. Im engern und eigentli- chen Sinn ſind alle diejenigen geſetzwidrigen Befriedigungen des Geſchlechtstriebes ausge- ſchloſſen, welche ſchon in ihrem Begriff die Verletzung wirklicher Rechte einer Perſon ent- halten. §. 482

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Zitationshilfe: Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Lehrbuch des gemeinen in Deutschland geltenden Peinlichen Rechts. Giessen, 1801, S. 388. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/feuerbach_recht_1801/416>, abgerufen am 26.03.2019.