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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 113, Hamburg, 17. Juli 1789.

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[Spaltenumbruch] theuer werden mögte. Er hat deswegen das Manuscript so-
wol nochmals erwiedert, als auch so viel möglich abgekürzt.
Jeder Sachkundige siehet ein, daß der Autor bey der Abkür-
zung den Zweck seines Buchs nicht aus den Augen verlieren
darf. Mit einigen durftigen Fragen über biblische Sprüche
ist dem Schul-Lehrer auf dem Lande nicht geholfen, er kann
sich damit bey den Schul Examen nicht sonderlich auszeichnen.
Macht er sich aber den Gang der Jdeen in dem Hülfsbuch ge-
läufig, so kann er, mit der Bibel in der Hand, die reine Chri-
stusreligion überzeugend und praktisch vortragen, und sich hof-
fentlich vor Theologen und Nicht. Theologen als Bibelerklärer
und Catechet getrost hören lassen. Jn dem ersten Bande sind
die Lehren von Gott und seinen Eigenheiten von der
Schöpfung, Fürsorge, und die wichtigsten Punkte der christ-
lichen Moral
nach den Hauptsprüchen behandelt, da denn
auch die Lehre vom Eidschwur vorkommt, welche für Schul-
Lehrer immer schwer und doch höchst nothwendig ist. Jch, als
Verleger, gebe dem Publicum die Versicherung, daß ich ihm
auch den folgenden Theil des gemeinnützigen Werks möglichst
wohlfeil will in die Hände liefern. Zur Erleichterung des An-
kaufs soll der Subscriptionspreis a 12 Gr. bis Michaelis d. J.
offen bleiben.


Georg Adam Keyser.   
Liebhaber können noch Avertissements mit Probeblättern in
der Heroldschen Buchhandlung hieselbst bekommen, und allda
subscribiren lassen.



Ankündigung
eines mythologischen Lehrbuchs, von R. P. Moritz.

Wenn das Studium der Mythologie nützlich werden soll, so
muß es erst an und für sich interessant gemacht werden. Das
wird es aber nicht durch bloß historische Bearbeitung, welche
bisher in allen mythologischen Lehrbüchern geherrscht hat. --
Historisch bearbeitet ermüdet das Studium der Mythologie
sehr bald durch seine Trockenheit, und bringt der Jugend schon
im Voraus einen Ekel vor den klaßischen Dichtern der Alten
bey, zu deren Verständniß es doch nützen soll. Ein mytholo-
gisches Lehrbuch kann aber nie zu dem wahren Verständniß der
Alten führen, wenn es ihre schönen Dichtungen nicht selber,
im poetischen Sinn genommen, als schön wieder darstellt,
und sie im Ganzen als eine hohere Sprache, als schöne Sym-
bole
nimmt, wodurch die Alten das Wesen der Dinge bezeich-
neten; der ungeheuren Masse, Erde, Meer und Luft Umriß
und Bildung gaben, und auf die Weise das Leblose gleichsam
beseelten, und es sich wieder näher brachten. -- Kurz, die
Mythologie der Alten muß in dem Sinne genommen werden,
wie sie von den Dichtern selbst genommen und angewandt ist.
Jhre Entstehung bleibt immer etwas Untergeordnetes, Zufäl-
liges, worauf es bey einem mythologischen Lehrbuche, welches
zu einer Einleitung in die klaßischen Dichter bestimmt ist, weit
weniger ankommt, als auf den Geist des Ganzen, welcher die
Dichtungen betrifft. Jch habe den Entwurf zu einem solchen
mythologischen Lehrbuche, bey meinem Aufenthalt in Rom,
zum Theil schon ausgearbeitet, und bin nun gesonnen, ihn
auszuführen, und dies Werk, welches ungefähr ein Alphabet
stark werden wird, im Verlag der Königl. akademischen Kunst-
und Buchhandlung herauszugeben.

Moritz.   




Unterschriebene Handlung, welche den Verlag dieses Werks,
das wenigstens mit 30 Kupfern, nach den besten Antiken ge-
zeichnet und gestochen, versehen wird, übernommen hat, bietet
dem Publicum und den Schulen dasselbe auf Subscription für
den äußerst geringen Preis von Einem Thaler an, um die
Anschaffung desselben zu erleichtern. Sie setzt hierdurch den
Subscriptionstermin bis zum 1sten October d. J. vest, nach
dessen Ablauf dieses Buch nicht anders als zu 1 Rthlr. 12 Gr.
abgelassen werden kann. Das Werk erscheint in der Oster-
Messe 1790. Diejenigen, welche sich für dieses nützliche Werk
intereßiren, und Subscribenten sammlen wollen, erhalten für
ihre Bemühung das eilfte Exemplar umsonst. Briefe und
Gelder, bey Ablieferung der Exemplare, werden Franco ein-
gesandt, dagegen die Versendung der Exemplare auf Kosten
der Handlung bis Leipzig geschiehet.


Königl. Preußische akademische Kunst- und
Buchhandlung.

[Spaltenumbruch]
Neue Verlags. Artikel, welche in der Oster-Messe 1789 in der
Königl. Preußischen academischen Kunst- und Buchhand-
lung erschienen sind:

Atlas zu des Herrn O. C. R. Büsching Erdbeschreibung, von
D. F. Sotzmann. Erstes Heft, bestehend aus 6 Charten.

1 Rthlr. 8 Gr.

Einzigmöglicher Zweck Jesu, aus dem Grundgesetze der Reli-
gion entwickelt, 8. 12 Gr.

Erzählungen aus der Geschichte der actäontischen Nachkom-
men,
8. 20 Gr.

Fischer, E. G., Betrachtungen über die Cometen-Geschichte
des in diesem Jahre zurückerwarteten Cometen. Beschrei-
bung eines neu erfundenen bequemen Jnstruments zur
Aufsuchung desselben, mit einem Kupfer, 8. 8 Gr.

Gedanken, einige, über das Censur-Edict vom 19ten December
1788. 8. 3 Gr.

Geßners, Salomon. episches Schäfergedicht, der erste Schiffer,
in Verse gebracht von Carl Wilhelm Ramler.
8. Auf ge-
glättetem Schweizerpapier 12 Gr. Auf Schreibpapier 8 Gr.

Journal, Berlinisches, für Aufklärung; herausgegeben von
G. N. Fischer und A. Riem, 1ster und 2ter Band, und
3ten Bandes 1stes und 2tes Stück, 8. Jedes Stück 6 Gr.
Wird fortgesetzt.

Italien und Deutschland, in Rücksicht auf Sitten, Gebräuche,
Litteratur und Kunst; herausgegeben von K. P. Moritz und
A. Hirt in Rom, 1stes Stück, mit Kupfern, gr.
8. 8 Gr.
Wird fortgesetzt.

Monatsschrift der Academie der Künste und mechanischen
Wissenschaften zu Berlin, 2ter Band, und 3ten Bandes 1stes
Stück; herausgegeben von K. P. Moritz und A. Riem,
in
4. Auf geglättetem Schweizerpapier jedes einzelne Stück
18 Gr. Auf Englisches Druckpapier 10 Gr. Wird fortgesetzt.

Monumente Indischer Geschichte und Kunst. Aus dem Engli-
schen des Sir William Hodges; herausgegeben von A. Riem,
1stes Heft, mit Kupfern, Querfolio.
Auf dem feinsten ge-
glätteten Schweizerpapier 2 Rthlr. 8 Gr.

Voltaire über die Toleranz; den Bedürfnissen der Zeit gemäß
neu übersetzt, 8. 12 Gr.

Züge und Anecdoten, die interessantesten, aus der Geschichte
alter und neuer Zeiten. Ein Lesebuch für die Jugend zum
Vergnügen und Unterricht; nach dem Französischen des
Herrn Fillaßier, mit Anmerkungen und Zusätzen des Her-
ausgebers, 2tes Bändchen, 8. 18 Gr.

Kupferstiche:

Grabmaal des Schach Akbars, zu Seeundry in Ostindien, von
Berger, nach Hodges. 1 Rthlr.

Grabmaal des Shere Schach, zu Sasseran in Ostindien, von
eben demselben. 1 Rthlr.

(Auch sind bey uns die sammtlichen Kunstwerke der Ber-
linischen academischen Künstler, bestehend in Gipsabgüssen
oder Kupferstichen, zu haben.)




Nachricht.

Da von verschiedenen Orten her häufige Anfragen an uns
gethan worden sind, ob wir nicht auch außer der allgemeinen
Charte von Deutschland, welche einen Theil des Sotzmanni-
schen Atlasses zu Doctor Büschings Erdbeschreibung ausmacht,
Special-Charten von den einzelnen Deutschen Ländern liefern
würden; so sind wir, um auch von dieser Seite den Liebha-
bern der Geographie keinen Wunsch übrig zu lassen, mit dem
Herrn geheimen Secretair Sotzmann einig geworden, auch
einen Atlaß von Special-Charten Deutschlands als einen An-
hang zu den Büschingischen herauszugeben. Dieselben wer-
den in gleichem Formate mit eben der Genauigkeit und der
größten Vollständigkeit gezeichnet, und mit aller Sorgfalt und
Sauberkeit gestochen werden. Die Preußischen Staaten --
das Königreich Preußen, um der Vollständigkeit willen mit
inbegriffen -- machen den Anfang. Sie werden ebenfalls
Heftweise zu sechs Charten erscheinen, und wir bieten sie
dem Publicum für den gleichen Pränumerationspreis von
20 Groschen das Heft an. Der Termin bleibt offen bis zum
1sten October. Nach dieser Zeit kosten sie 1 Rthlr. 8 Gr.
Die Bedingungen, unter welchen wir die Herren Collecteurs
Vorauszahlung darauf anzunehmen bitten, sind die nämlichen,
die wir ihnen bey dem erstern Atlasse, dessen erstes Heft nun-
mehr fertig geworden ist, und gegen Vorauszahlung von
20 Gr auf das Zweyte von den Pränumeranten abgefodert
werden kann, zugestanden haben.


Königl. Preußis. academische Kunst- und Buchhandlung.
[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] theuer werden mögte. Er hat deswegen das Manuſcript ſo-
wol nochmals erwiedert, als auch ſo viel möglich abgekürzt.
Jeder Sachkundige ſiehet ein, daß der Autor bey der Abkür-
zung den Zweck ſeines Buchs nicht aus den Augen verlieren
darf. Mit einigen durftigen Fragen über bibliſche Sprüche
iſt dem Schul-Lehrer auf dem Lande nicht geholfen, er kann
ſich damit bey den Schul Examen nicht ſonderlich auszeichnen.
Macht er ſich aber den Gang der Jdeen in dem Hülfsbuch ge-
läufig, ſo kann er, mit der Bibel in der Hand, die reine Chri-
ſtusreligion überzeugend und praktiſch vortragen, und ſich hof-
fentlich vor Theologen und Nicht. Theologen als Bibelerklärer
und Catechet getroſt hören laſſen. Jn dem erſten Bande ſind
die Lehren von Gott und ſeinen Eigenheiten von der
Schöpfung, Fürſorge, und die wichtigſten Punkte der chriſt-
lichen Moral
nach den Hauptſprüchen behandelt, da denn
auch die Lehre vom Eidſchwur vorkommt, welche für Schul-
Lehrer immer ſchwer und doch höchſt nothwendig iſt. Jch, als
Verleger, gebe dem Publicum die Verſicherung, daß ich ihm
auch den folgenden Theil des gemeinnützigen Werks möglichſt
wohlfeil will in die Hände liefern. Zur Erleichterung des An-
kaufs ſoll der Subſcriptionspreis à 12 Gr. bis Michaelis d. J.
offen bleiben.


Georg Adam Keyſer.   
Liebhaber können noch Avertiſſements mit Probeblättern in
der Heroldſchen Buchhandlung hieſelbſt bekommen, und allda
ſubſcribiren laſſen.



Ankuͤndigung
eines mythologiſchen Lehrbuchs, von R. P. Moritz.

Wenn das Studium der Mythologie nützlich werden ſoll, ſo
muß es erſt an und für ſich intereſſant gemacht werden. Das
wird es aber nicht durch bloß hiſtoriſche Bearbeitung, welche
bisher in allen mythologiſchen Lehrbüchern geherrſcht hat. —
Hiſtoriſch bearbeitet ermüdet das Studium der Mythologie
ſehr bald durch ſeine Trockenheit, und bringt der Jugend ſchon
im Voraus einen Ekel vor den klaßiſchen Dichtern der Alten
bey, zu deren Verſtändniß es doch nützen ſoll. Ein mytholo-
giſches Lehrbuch kann aber nie zu dem wahren Verſtändniß der
Alten führen, wenn es ihre ſchönen Dichtungen nicht ſelber,
im poetiſchen Sinn genommen, als ſchön wieder darſtellt,
und ſie im Ganzen als eine hohere Sprache, als ſchöne Sym-
bole
nimmt, wodurch die Alten das Weſen der Dinge bezeich-
neten; der ungeheuren Maſſe, Erde, Meer und Luft Umriß
und Bildung gaben, und auf die Weiſe das Lebloſe gleichſam
beſeelten, und es ſich wieder näher brachten. — Kurz, die
Mythologie der Alten muß in dem Sinne genommen werden,
wie ſie von den Dichtern ſelbſt genommen und angewandt iſt.
Jhre Entſtehung bleibt immer etwas Untergeordnetes, Zufäl-
liges, worauf es bey einem mythologiſchen Lehrbuche, welches
zu einer Einleitung in die klaßiſchen Dichter beſtimmt iſt, weit
weniger ankommt, als auf den Geiſt des Ganzen, welcher die
Dichtungen betrifft. Jch habe den Entwurf zu einem ſolchen
mythologiſchen Lehrbuche, bey meinem Aufenthalt in Rom,
zum Theil ſchon ausgearbeitet, und bin nun geſonnen, ihn
auszuführen, und dies Werk, welches ungefähr ein Alphabet
ſtark werden wird, im Verlag der Königl. akademiſchen Kunſt-
und Buchhandlung herauszugeben.

Moritz.   




Unterſchriebene Handlung, welche den Verlag dieſes Werks,
das wenigſtens mit 30 Kupfern, nach den beſten Antiken ge-
zeichnet und geſtochen, verſehen wird, übernommen hat, bietet
dem Publicum und den Schulen daſſelbe auf Subſcription für
den äußerſt geringen Preis von Einem Thaler an, um die
Anſchaffung deſſelben zu erleichtern. Sie ſetzt hierdurch den
Subſcriptionstermin bis zum 1ſten October d. J. veſt, nach
deſſen Ablauf dieſes Buch nicht anders als zu 1 Rthlr. 12 Gr.
abgelaſſen werden kann. Das Werk erſcheint in der Oſter-
Meſſe 1790. Diejenigen, welche ſich für dieſes nützliche Werk
intereßiren, und Subſcribenten ſammlen wollen, erhalten für
ihre Bemühung das eilfte Exemplar umſonſt. Briefe und
Gelder, bey Ablieferung der Exemplare, werden Franco ein-
geſandt, dagegen die Verſendung der Exemplare auf Koſten
der Handlung bis Leipzig geſchiehet.


Königl. Preußiſche akademiſche Kunſt- und
Buchhandlung.

[Spaltenumbruch]
Neue Verlags. Artikel, welche in der Oſter-Meſſe 1789 in der
Königl. Preußiſchen academiſchen Kunſt- und Buchhand-
lung erſchienen ſind:

Atlas zu des Herrn O. C. R. Büſching Erdbeſchreibung, von
D. F. Sotzmann. Erſtes Heft, beſtehend aus 6 Charten.

1 Rthlr. 8 Gr.

Einzigmöglicher Zweck Jeſu, aus dem Grundgeſetze der Reli-
gion entwickelt, 8. 12 Gr.

Erzählungen aus der Geſchichte der actäontiſchen Nachkom-
men,
8. 20 Gr.

Fiſcher, E. G., Betrachtungen über die Cometen-Geſchichte
des in dieſem Jahre zurückerwarteten Cometen. Beſchrei-
bung eines neu erfundenen bequemen Jnſtruments zur
Aufſuchung deſſelben, mit einem Kupfer, 8. 8 Gr.

Gedanken, einige, über das Cenſur-Edict vom 19ten December
1788. 8. 3 Gr.

Geßners, Salomon. epiſches Schäfergedicht, der erſte Schiffer,
in Verſe gebracht von Carl Wilhelm Ramler.
8. Auf ge-
glättetem Schweizerpapier 12 Gr. Auf Schreibpapier 8 Gr.

Journal, Berliniſches, für Aufklärung; herausgegeben von
G. N. Fiſcher und A. Riem, 1ſter und 2ter Band, und
3ten Bandes 1ſtes und 2tes Stück, 8. Jedes Stück 6 Gr.
Wird fortgeſetzt.

Italien und Deutſchland, in Rückſicht auf Sitten, Gebräuche,
Litteratur und Kunſt; herausgegeben von K. P. Moritz und
A. Hirt in Rom, 1ſtes Stück, mit Kupfern, gr.
8. 8 Gr.
Wird fortgeſetzt.

Monatsſchrift der Academie der Künſte und mechaniſchen
Wiſſenſchaften zu Berlin, 2ter Band, und 3ten Bandes 1ſtes
Stück; herausgegeben von K. P. Moritz und A. Riem,
in
4. Auf geglättetem Schweizerpapier jedes einzelne Stück
18 Gr. Auf Engliſches Druckpapier 10 Gr. Wird fortgeſetzt.

Monumente Indiſcher Geſchichte und Kunſt. Aus dem Engli-
ſchen des Sir William Hodges; herausgegeben von A. Riem,
1ſtes Heft, mit Kupfern, Querfolio.
Auf dem feinſten ge-
glätteten Schweizerpapier 2 Rthlr. 8 Gr.

Voltaire über die Toleranz; den Bedürfniſſen der Zeit gemäß
neu überſetzt, 8. 12 Gr.

Züge und Anecdoten, die intereſſanteſten, aus der Geſchichte
alter und neuer Zeiten. Ein Leſebuch für die Jugend zum
Vergnügen und Unterricht; nach dem Franzöſiſchen des
Herrn Fillaßier, mit Anmerkungen und Zuſätzen des Her-
ausgebers, 2tes Bändchen, 8. 18 Gr.

Kupferſtiche:

Grabmaal des Schach Akbars, zu Seeundry in Oſtindien, von
Berger, nach Hodges. 1 Rthlr.

Grabmaal des Shere Schach, zu Saſſeran in Oſtindien, von
eben demſelben. 1 Rthlr.

(Auch ſind bey uns die ſammtlichen Kunſtwerke der Ber-
liniſchen academiſchen Künſtler, beſtehend in Gipsabgüſſen
oder Kupferſtichen, zu haben.)




Nachricht.

Da von verſchiedenen Orten her häufige Anfragen an uns
gethan worden ſind, ob wir nicht auch außer der allgemeinen
Charte von Deutſchland, welche einen Theil des Sotzmanni-
ſchen Atlaſſes zu Doctor Büſchings Erdbeſchreibung ausmacht,
Special-Charten von den einzelnen Deutſchen Ländern liefern
würden; ſo ſind wir, um auch von dieſer Seite den Liebha-
bern der Geographie keinen Wunſch übrig zu laſſen, mit dem
Herrn geheimen Secretair Sotzmann einig geworden, auch
einen Atlaß von Special-Charten Deutſchlands als einen An-
hang zu den Büſchingiſchen herauszugeben. Dieſelben wer-
den in gleichem Formate mit eben der Genauigkeit und der
größten Vollſtändigkeit gezeichnet, und mit aller Sorgfalt und
Sauberkeit geſtochen werden. Die Preußiſchen Staaten —
das Königreich Preußen, um der Vollſtändigkeit willen mit
inbegriffen — machen den Anfang. Sie werden ebenfalls
Heftweiſe zu ſechs Charten erſcheinen, und wir bieten ſie
dem Publicum für den gleichen Pränumerationspreis von
20 Groſchen das Heft an. Der Termin bleibt offen bis zum
1ſten October. Nach dieſer Zeit koſten ſie 1 Rthlr. 8 Gr.
Die Bedingungen, unter welchen wir die Herren Collecteurs
Vorauszahlung darauf anzunehmen bitten, ſind die nämlichen,
die wir ihnen bey dem erſtern Atlaſſe, deſſen erſtes Heft nun-
mehr fertig geworden iſt, und gegen Vorauszahlung von
20 Gr auf das Zweyte von den Pränumeranten abgefodert
werden kann, zugeſtanden haben.


Königl. Preußiſ. academiſche Kunſt- und Buchhandlung.
[Ende Spaltensatz]
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[[6]/0006] theuer werden mögte. Er hat deswegen das Manuſcript ſo- wol nochmals erwiedert, als auch ſo viel möglich abgekürzt. Jeder Sachkundige ſiehet ein, daß der Autor bey der Abkür- zung den Zweck ſeines Buchs nicht aus den Augen verlieren darf. Mit einigen durftigen Fragen über bibliſche Sprüche iſt dem Schul-Lehrer auf dem Lande nicht geholfen, er kann ſich damit bey den Schul Examen nicht ſonderlich auszeichnen. Macht er ſich aber den Gang der Jdeen in dem Hülfsbuch ge- läufig, ſo kann er, mit der Bibel in der Hand, die reine Chri- ſtusreligion überzeugend und praktiſch vortragen, und ſich hof- fentlich vor Theologen und Nicht. Theologen als Bibelerklärer und Catechet getroſt hören laſſen. Jn dem erſten Bande ſind die Lehren von Gott und ſeinen Eigenheiten von der Schöpfung, Fürſorge, und die wichtigſten Punkte der chriſt- lichen Moral nach den Hauptſprüchen behandelt, da denn auch die Lehre vom Eidſchwur vorkommt, welche für Schul- Lehrer immer ſchwer und doch höchſt nothwendig iſt. Jch, als Verleger, gebe dem Publicum die Verſicherung, daß ich ihm auch den folgenden Theil des gemeinnützigen Werks möglichſt wohlfeil will in die Hände liefern. Zur Erleichterung des An- kaufs ſoll der Subſcriptionspreis à 12 Gr. bis Michaelis d. J. offen bleiben. Erfurt, den 10ten Julii 1789. Georg Adam Keyſer. Liebhaber können noch Avertiſſements mit Probeblättern in der Heroldſchen Buchhandlung hieſelbſt bekommen, und allda ſubſcribiren laſſen. Ankuͤndigung eines mythologiſchen Lehrbuchs, von R. P. Moritz. Wenn das Studium der Mythologie nützlich werden ſoll, ſo muß es erſt an und für ſich intereſſant gemacht werden. Das wird es aber nicht durch bloß hiſtoriſche Bearbeitung, welche bisher in allen mythologiſchen Lehrbüchern geherrſcht hat. — Hiſtoriſch bearbeitet ermüdet das Studium der Mythologie ſehr bald durch ſeine Trockenheit, und bringt der Jugend ſchon im Voraus einen Ekel vor den klaßiſchen Dichtern der Alten bey, zu deren Verſtändniß es doch nützen ſoll. Ein mytholo- giſches Lehrbuch kann aber nie zu dem wahren Verſtändniß der Alten führen, wenn es ihre ſchönen Dichtungen nicht ſelber, im poetiſchen Sinn genommen, als ſchön wieder darſtellt, und ſie im Ganzen als eine hohere Sprache, als ſchöne Sym- bole nimmt, wodurch die Alten das Weſen der Dinge bezeich- neten; der ungeheuren Maſſe, Erde, Meer und Luft Umriß und Bildung gaben, und auf die Weiſe das Lebloſe gleichſam beſeelten, und es ſich wieder näher brachten. — Kurz, die Mythologie der Alten muß in dem Sinne genommen werden, wie ſie von den Dichtern ſelbſt genommen und angewandt iſt. Jhre Entſtehung bleibt immer etwas Untergeordnetes, Zufäl- liges, worauf es bey einem mythologiſchen Lehrbuche, welches zu einer Einleitung in die klaßiſchen Dichter beſtimmt iſt, weit weniger ankommt, als auf den Geiſt des Ganzen, welcher die Dichtungen betrifft. Jch habe den Entwurf zu einem ſolchen mythologiſchen Lehrbuche, bey meinem Aufenthalt in Rom, zum Theil ſchon ausgearbeitet, und bin nun geſonnen, ihn auszuführen, und dies Werk, welches ungefähr ein Alphabet ſtark werden wird, im Verlag der Königl. akademiſchen Kunſt- und Buchhandlung herauszugeben. Moritz. Unterſchriebene Handlung, welche den Verlag dieſes Werks, das wenigſtens mit 30 Kupfern, nach den beſten Antiken ge- zeichnet und geſtochen, verſehen wird, übernommen hat, bietet dem Publicum und den Schulen daſſelbe auf Subſcription für den äußerſt geringen Preis von Einem Thaler an, um die Anſchaffung deſſelben zu erleichtern. Sie ſetzt hierdurch den Subſcriptionstermin bis zum 1ſten October d. J. veſt, nach deſſen Ablauf dieſes Buch nicht anders als zu 1 Rthlr. 12 Gr. abgelaſſen werden kann. Das Werk erſcheint in der Oſter- Meſſe 1790. Diejenigen, welche ſich für dieſes nützliche Werk intereßiren, und Subſcribenten ſammlen wollen, erhalten für ihre Bemühung das eilfte Exemplar umſonſt. Briefe und Gelder, bey Ablieferung der Exemplare, werden Franco ein- geſandt, dagegen die Verſendung der Exemplare auf Koſten der Handlung bis Leipzig geſchiehet. Berlin, den 27ſten May 1789. Königl. Preußiſche akademiſche Kunſt- und Buchhandlung. Neue Verlags. Artikel, welche in der Oſter-Meſſe 1789 in der Königl. Preußiſchen academiſchen Kunſt- und Buchhand- lung erſchienen ſind: Atlas zu des Herrn O. C. R. Büſching Erdbeſchreibung, von D. F. Sotzmann. Erſtes Heft, beſtehend aus 6 Charten. 1 Rthlr. 8 Gr. Einzigmöglicher Zweck Jeſu, aus dem Grundgeſetze der Reli- gion entwickelt, 8. 12 Gr. Erzählungen aus der Geſchichte der actäontiſchen Nachkom- men, 8. 20 Gr. Fiſcher, E. G., Betrachtungen über die Cometen-Geſchichte des in dieſem Jahre zurückerwarteten Cometen. Beſchrei- bung eines neu erfundenen bequemen Jnſtruments zur Aufſuchung deſſelben, mit einem Kupfer, 8. 8 Gr. Gedanken, einige, über das Cenſur-Edict vom 19ten December 1788. 8. 3 Gr. Geßners, Salomon. epiſches Schäfergedicht, der erſte Schiffer, in Verſe gebracht von Carl Wilhelm Ramler. 8. Auf ge- glättetem Schweizerpapier 12 Gr. Auf Schreibpapier 8 Gr. Journal, Berliniſches, für Aufklärung; herausgegeben von G. N. Fiſcher und A. Riem, 1ſter und 2ter Band, und 3ten Bandes 1ſtes und 2tes Stück, 8. Jedes Stück 6 Gr. Wird fortgeſetzt. Italien und Deutſchland, in Rückſicht auf Sitten, Gebräuche, Litteratur und Kunſt; herausgegeben von K. P. Moritz und A. Hirt in Rom, 1ſtes Stück, mit Kupfern, gr. 8. 8 Gr. Wird fortgeſetzt. Monatsſchrift der Academie der Künſte und mechaniſchen Wiſſenſchaften zu Berlin, 2ter Band, und 3ten Bandes 1ſtes Stück; herausgegeben von K. P. Moritz und A. Riem, in 4. Auf geglättetem Schweizerpapier jedes einzelne Stück 18 Gr. Auf Engliſches Druckpapier 10 Gr. Wird fortgeſetzt. Monumente Indiſcher Geſchichte und Kunſt. Aus dem Engli- ſchen des Sir William Hodges; herausgegeben von A. Riem, 1ſtes Heft, mit Kupfern, Querfolio. Auf dem feinſten ge- glätteten Schweizerpapier 2 Rthlr. 8 Gr. Voltaire über die Toleranz; den Bedürfniſſen der Zeit gemäß neu überſetzt, 8. 12 Gr. Züge und Anecdoten, die intereſſanteſten, aus der Geſchichte alter und neuer Zeiten. Ein Leſebuch für die Jugend zum Vergnügen und Unterricht; nach dem Franzöſiſchen des Herrn Fillaßier, mit Anmerkungen und Zuſätzen des Her- ausgebers, 2tes Bändchen, 8. 18 Gr. Kupferſtiche: Grabmaal des Schach Akbars, zu Seeundry in Oſtindien, von Berger, nach Hodges. 1 Rthlr. Grabmaal des Shere Schach, zu Saſſeran in Oſtindien, von eben demſelben. 1 Rthlr. (Auch ſind bey uns die ſammtlichen Kunſtwerke der Ber- liniſchen academiſchen Künſtler, beſtehend in Gipsabgüſſen oder Kupferſtichen, zu haben.) Nachricht. Da von verſchiedenen Orten her häufige Anfragen an uns gethan worden ſind, ob wir nicht auch außer der allgemeinen Charte von Deutſchland, welche einen Theil des Sotzmanni- ſchen Atlaſſes zu Doctor Büſchings Erdbeſchreibung ausmacht, Special-Charten von den einzelnen Deutſchen Ländern liefern würden; ſo ſind wir, um auch von dieſer Seite den Liebha- bern der Geographie keinen Wunſch übrig zu laſſen, mit dem Herrn geheimen Secretair Sotzmann einig geworden, auch einen Atlaß von Special-Charten Deutſchlands als einen An- hang zu den Büſchingiſchen herauszugeben. Dieſelben wer- den in gleichem Formate mit eben der Genauigkeit und der größten Vollſtändigkeit gezeichnet, und mit aller Sorgfalt und Sauberkeit geſtochen werden. Die Preußiſchen Staaten — das Königreich Preußen, um der Vollſtändigkeit willen mit inbegriffen — machen den Anfang. Sie werden ebenfalls Heftweiſe zu ſechs Charten erſcheinen, und wir bieten ſie dem Publicum für den gleichen Pränumerationspreis von 20 Groſchen das Heft an. Der Termin bleibt offen bis zum 1ſten October. Nach dieſer Zeit koſten ſie 1 Rthlr. 8 Gr. Die Bedingungen, unter welchen wir die Herren Collecteurs Vorauszahlung darauf anzunehmen bitten, ſind die nämlichen, die wir ihnen bey dem erſtern Atlaſſe, deſſen erſtes Heft nun- mehr fertig geworden iſt, und gegen Vorauszahlung von 20 Gr auf das Zweyte von den Pränumeranten abgefodert werden kann, zugeſtanden haben. Berlin, den 30. Jun. 1789. Königl. Preußiſ. academiſche Kunſt- und Buchhandlung.

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Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-07T10:32:49Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 113, Hamburg, 17. Juli 1789, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1131707_1789/6>, abgerufen am 21.03.2019.