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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 114, Hamburg, 18. Juli 1789.

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Nr. 114. des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten.


Am Sonnabend den 18 Julii 1789.


[Beginn Spaltensatz]
Von gelehrten Sachen.
Jn der Königl. Preußischen akademischen Kunst- und
Buchhandlung: Italien und Deutschland in Rücksicht
auf Sitten, Gebräuche, Litteratur und Kunst. Eine Zeit-
schrift. Herausgegeben von K. P. Moritz, Prof. der
Theorie der schönen Künste in Berlin, und A. Hirt,
Gelehrten in Rom. Erstes Stück, mit Kupfern,
1789.
6 Bogen in gr. 8vo. im blauen Umschlag brochirt.
(8 Gr.) auf geglättetem Schweizerpapier 12 Gr.

Welchem Freunde der Länder- und Völkerkunde, der
Wissenschaften und Künste muß nicht die Erscheinung
eines periodischen Werkes willkommen seyn, das ganz
dazu bestimmt ist, uns neue Aufschlüsse über die wirk-
liche Verfassung zweyer so wichtigen Länder und über
die allmähligen Fortschritte der Geistesbildung ihrer
Bewohner zu geben; zweyer Länder, die in aller Ab-
sicht die größten Ansprüche auf die Aufmerksamkeit des
Beobachters haben, und die der ungeheuren Menge
von Nachrichten ungeachtet immer noch nicht so be-
kannt sind, daß man im Stande wäre, ein allgemeines
richtiges Urtheil über sie zu fällen. Dank also dem
Herrn Professor Moritz. daß er sich mit dem gelehr-
ten Alterthums- und Kunstkenner, Herrn Hirt in Rom,
in dieser Absicht verband; eine Verbindung, die in der
That nicht glücklicher getroffen werden konnte, man
mag auf die Herausgeber selbst, oder auf ihren Aufent-
haltsort Rücksicht nehmen. Beyde sind als Männer
von entschiedenen Verdiensten bekannt; des Einen
Wohnort ist der Hauptsitz der Litteratur Deutschlands;
der des Andern der Mittelpunct der Kunst und des
Geschmacks Jtaliens. Man hat daher Grund zu hoffen,
daß in dieser neuen Zeitschrift etwas ganz Vorzügliches
geleistet werden dürfte, besonders da die Herren Her-
ausgeber sich nicht an eine gewisse Zeit binden; sondern
nur so oft ein neues Stück liefern wollen, als sie in-
teressante Materialien dazu vorräthig haben werden.
Wir fügen nichts weiter zum Anpreisen eines Werks
hinzu, daß sich gewiß bey jedem, den der Jnhalt in-
tereßiren kann, von selbst durch seine innere Güte
empfehlen wird. Nur müssen wir unsern Lesern noch
sagen, was sie in diesem ersten Stücke zu suchen haben.
Den Anfang macht das Leben eines jungen Mahlers,
Germain Jean Drouais,
der 1763 zu Paris gebohren
war, eines Kunstgenies, dergleichen in einem Jahr-
hunderte nur wenige aufstehen. Herr Hirt war ein
vertrauter Freund desselben, und also gewiß im Stande,
die genauesten Nachrichten von diesem für die Kunst
zu früh gestorbenen jungen Manne zu liefern. Ein edle
Simplicität ist der Character seiner Erzählung Denn
folgt von eben diesem Verfasser: Historisch-architecto-
nische Beobachtungen über die christlichen Kirchen,

an Herrn v. G (öthe) in W (eimar.) Ein sehr scharf-
sinniger und lehrreicher Aufsatz, der aber keines Aus-
zuges fähig ist. Hierauf macht Herr Professor Moritz
[Spaltenumbruch] den Lesern ein angenehmes Geschenk mit einem Frag-
mente aus seinem Reisejournale, welches die Beschrei-
bung seiner Reise nach der kleinen Republik (la re-
publichetta)
St. Marino in einem Auszuge aus einem
Briefe von Ancona den 16ten October 1786 enthält.
Da so wenige Reisende diesen kleinen Freystaat be-
suchen, und die bisherigen Nachrichten davon so unvoll-
ständig sind; so wird gewiß dieser Beytrag zur nähern
Kenntniß desselben einem jeden sehr angenehm seyn,
wenn gleich der Statistiker noch über mancherley Ge-
genstände seiner Wissenschaft Belehrung zu finden
wünschen dürfte. Wahrscheinlich wird der Herr Pro-
fessor fortsahren, seine Reisebeschreibung Stückweise
dieser Zeitschrift einzuverleiben, welches gewiß alle
Leser derselben von Herzen wünschen. Den Beschluß
macht eine Abhandlung des Herrn Hirt: Ueber einige
Frescogemählde in einer Kapelle des Vaticanischen
Pallastes, nebst einer vorläufigen Betrachtung über
Georgio Vaseri,
wovon die Fortsetzung im folgenden
Stücke geliefert werden wird.




Bey Vandenböck und Ruprecht in Göttingen sind nachste-
   hende Bücher erschienen:

Abhandlungen, philosophische und historische, der Königl,
Gesellschaft der Wissenschaften zu Edinburg; aus dem Engli-
schen übersetzt, nebst Anmerkungen und Zusätzen von J. G.
Buhle, 1ster Theil, gr. 8. 16 Gr.

Aeschines, drey Gespräche; aus dem Griechischen übersetzt von
J. M. Heinze, 8. [unleserliches Material]6 Gr.

Beckmann, J., obostralisch-öconomische Bibliothek, 15ter Band,
3tes und 4tes Stück, 8. 10 Gr.

Desselben Anleitung zur Handlungswissenschaft, 8. 8 Gr.
Bennin, zwey Predigten, über die Folgen des bösen Beyspiels
und von dem christlichen Verhalten gegen unsere Freunde, 8.
3 Gr.

Beweis, daß eine Bibel-Uebersetzung möglichst deutlich und
verständlich seyn müsse, 8. 2 Gr.

Boehmer, G. L., principia juris feudalis, 8. maj. edit. Vta.
1 Rthlr. 4 Gr.

Canzler, F. G., neue wöchentliche Nachrichten von neuen
Land-Charten, geographischen statistischen historischen wie
auch Handlungs-Büchern und Sachen gr. 8. wovon wöchent-
lich ein Bogen, und monatlich noch ein Bogen Zugabe er-
scheint, und die als Fortsetzung der Büschingschen wöchent-
lichen Nachrichten dienen, kostet der Jahrgang 3 Rthlr.
Von dem Jahrgang 1788 sind auch vollständige Exemplare
zu haben noch im Pränumerations-Preis a 2 Rthlr. 20 Gr.

Desselben Sammlung von gedruckten Planen, zur Errichtung
der Lesegesellschaften, 4. 5 Gr.

Cicero, von den besten Gesetzen; übersetzt von J. M. Heinze, 8.
10 Gr.

Claproth, J., Rechtswissenschaft von freywilligen Gerichts-
Handlungen; 3te Auflage gr. 8. 1 Rthlr. 6 Gr. ist die
erste Deutsche Auflage der primae lineae jurisprudentis
extrajudicialis.

Eratosthenis geographicorum fragmenta, edid. G. C. F. Seidel,
8. 14 Gr.

Evangelienbuch, vermehrtes, oder Auszug des Neuen Testa-
ments, in einer neuen erläuternden Uebersetzung, 1ster Theil,
8. 10 Gr.

Eyring, J. N., pädagogisches Jahrbuch, 4tes, 5ten und 6tes
Stück, oder Opuscula ad historiam litt. rei scholast. perti-
nentia, &c.
gr. 8. 20 Gr.

[Ende Spaltensatz]
Beylage
zu
Nr. 114. des Hamburgiſchen unpartheyiſchen Correſpondenten.


Am Sonnabend den 18 Julii 1789.


[Beginn Spaltensatz]
Von gelehrten Sachen.
Jn der Koͤnigl. Preußiſchen akademiſchen Kunſt- und
Buchhandlung: Italien und Deutſchland in Rückſicht
auf Sitten, Gebräuche, Litteratur und Kunſt. Eine Zeit-
ſchrift. Herausgegeben von K. P. Moritz, Prof. der
Theorie der ſchoͤnen Kuͤnſte in Berlin, und A. Hirt,
Gelehrten in Rom. Erſtes Stuͤck, mit Kupfern,
1789.
6 Bogen in gr. 8vo. im blauen Umſchlag brochirt.
(8 Gr.) auf geglaͤttetem Schweizerpapier 12 Gr.

Welchem Freunde der Laͤnder- und Voͤlkerkunde, der
Wiſſenſchaften und Kuͤnſte muß nicht die Erſcheinung
eines periodiſchen Werkes willkommen ſeyn, das ganz
dazu beſtimmt iſt, uns neue Aufſchluͤſſe uͤber die wirk-
liche Verfaſſung zweyer ſo wichtigen Laͤnder und uͤber
die allmaͤhligen Fortſchritte der Geiſtesbildung ihrer
Bewohner zu geben; zweyer Laͤnder, die in aller Ab-
ſicht die groͤßten Anſpruͤche auf die Aufmerkſamkeit des
Beobachters haben, und die der ungeheuren Menge
von Nachrichten ungeachtet immer noch nicht ſo be-
kannt ſind, daß man im Stande waͤre, ein allgemeines
richtiges Urtheil uͤber ſie zu faͤllen. Dank alſo dem
Herrn Profeſſor Moritz. daß er ſich mit dem gelehr-
ten Alterthums- und Kunſtkenner, Herrn Hirt in Rom,
in dieſer Abſicht verband; eine Verbindung, die in der
That nicht gluͤcklicher getroffen werden konnte, man
mag auf die Herausgeber ſelbſt, oder auf ihren Aufent-
haltsort Ruͤckſicht nehmen. Beyde ſind als Maͤnner
von entſchiedenen Verdienſten bekannt; des Einen
Wohnort iſt der Hauptſitz der Litteratur Deutſchlands;
der des Andern der Mittelpunct der Kunſt und des
Geſchmacks Jtaliens. Man hat daher Grund zu hoffen,
daß in dieſer neuen Zeitſchrift etwas ganz Vorzuͤgliches
geleiſtet werden duͤrfte, beſonders da die Herren Her-
ausgeber ſich nicht an eine gewiſſe Zeit binden; ſondern
nur ſo oft ein neues Stuͤck liefern wollen, als ſie in-
tereſſante Materialien dazu vorraͤthig haben werden.
Wir fuͤgen nichts weiter zum Anpreiſen eines Werks
hinzu, daß ſich gewiß bey jedem, den der Jnhalt in-
tereßiren kann, von ſelbſt durch ſeine innere Guͤte
empfehlen wird. Nur muͤſſen wir unſern Leſern noch
ſagen, was ſie in dieſem erſten Stuͤcke zu ſuchen haben.
Den Anfang macht das Leben eines jungen Mahlers,
Germain Jean Drouais,
der 1763 zu Paris gebohren
war, eines Kunſtgenies, dergleichen in einem Jahr-
hunderte nur wenige aufſtehen. Herr Hirt war ein
vertrauter Freund deſſelben, und alſo gewiß im Stande,
die genaueſten Nachrichten von dieſem fuͤr die Kunſt
zu fruͤh geſtorbenen jungen Manne zu liefern. Ein edle
Simplicitaͤt iſt der Character ſeiner Erzaͤhlung Denn
folgt von eben dieſem Verfaſſer: Hiſtoriſch-architecto-
niſche Beobachtungen uͤber die chriſtlichen Kirchen,

an Herrn v. G (oͤthe) in W (eimar.) Ein ſehr ſcharf-
ſinniger und lehrreicher Aufſatz, der aber keines Aus-
zuges faͤhig iſt. Hierauf macht Herr Profeſſor Moritz
[Spaltenumbruch] den Leſern ein angenehmes Geſchenk mit einem Frag-
mente aus ſeinem Reiſejournale, welches die Beſchrei-
bung ſeiner Reiſe nach der kleinen Republik (la re-
publichetta)
St. Marino in einem Auszuge aus einem
Briefe von Ancona den 16ten October 1786 enthaͤlt.
Da ſo wenige Reiſende dieſen kleinen Freyſtaat be-
ſuchen, und die bisherigen Nachrichten davon ſo unvoll-
ſtaͤndig ſind; ſo wird gewiß dieſer Beytrag zur naͤhern
Kenntniß deſſelben einem jeden ſehr angenehm ſeyn,
wenn gleich der Statiſtiker noch uͤber mancherley Ge-
genſtaͤnde ſeiner Wiſſenſchaft Belehrung zu finden
wuͤnſchen duͤrfte. Wahrſcheinlich wird der Herr Pro-
feſſor fortſahren, ſeine Reiſebeſchreibung Stuͤckweiſe
dieſer Zeitſchrift einzuverleiben, welches gewiß alle
Leſer derſelben von Herzen wuͤnſchen. Den Beſchluß
macht eine Abhandlung des Herrn Hirt: Ueber einige
Freſcogemaͤhlde in einer Kapelle des Vaticaniſchen
Pallaſtes, nebſt einer vorlaͤufigen Betrachtung uͤber
Georgio Vaſeri,
wovon die Fortſetzung im folgenden
Stuͤcke geliefert werden wird.




Bey Vandenböck und Ruprecht in Göttingen ſind nachſte-
   hende Bücher erſchienen:

Abhandlungen, philoſophiſche und hiſtoriſche, der Königl,
Geſellſchaft der Wiſſenſchaften zu Edinburg; aus dem Engli-
ſchen überſetzt, nebſt Anmerkungen und Zuſätzen von J. G.
Buhle, 1ſter Theil, gr. 8. 16 Gr.

Aeſchines, drey Geſpräche; aus dem Griechiſchen überſetzt von
J. M. Heinze, 8. [unleserliches Material]6 Gr.

Beckmann, J., oboſtraliſch-öconomiſche Bibliothek, 15ter Band,
3tes und 4tes Stück, 8. 10 Gr.

Deſſelben Anleitung zur Handlungswiſſenſchaft, 8. 8 Gr.
Bennin, zwey Predigten, über die Folgen des böſen Beyſpiels
und von dem chriſtlichen Verhalten gegen unſere Freunde, 8.
3 Gr.

Beweis, daß eine Bibel-Ueberſetzung möglichſt deutlich und
verſtändlich ſeyn müſſe, 8. 2 Gr.

Boehmer, G. L., principia juris feudalis, 8. maj. edit. Vta.
1 Rthlr. 4 Gr.

Canzler, F. G., neue wöchentliche Nachrichten von neuen
Land-Charten, geographiſchen ſtatiſtiſchen hiſtoriſchen wie
auch Handlungs-Büchern und Sachen gr. 8. wovon wöchent-
lich ein Bogen, und monatlich noch ein Bogen Zugabe er-
ſcheint, und die als Fortſetzung der Büſchingſchen wöchent-
lichen Nachrichten dienen, koſtet der Jahrgang 3 Rthlr.
Von dem Jahrgang 1788 ſind auch vollſtändige Exemplare
zu haben noch im Pränumerations-Preis à 2 Rthlr. 20 Gr.

Deſſelben Sammlung von gedruckten Planen, zur Errichtung
der Leſegeſellſchaften, 4. 5 Gr.

Cicero, von den beſten Geſetzen; überſetzt von J. M. Heinze, 8.
10 Gr.

Claproth, J., Rechtswiſſenſchaft von freywilligen Gerichts-
Handlungen; 3te Auflage gr. 8. 1 Rthlr. 6 Gr. iſt die
erſte Deutſche Auflage der primæ lineæ jurisprudentis
extrajudicialis.

Eratosthenis geographicorum fragmenta, edid. G. C. F. Seidel,
8. 14 Gr.

Evangelienbuch, vermehrtes, oder Auszug des Neuen Teſta-
ments, in einer neuen erläuternden Ueberſetzung, 1ſter Theil,
8. 10 Gr.

Eyring, J. N., pädagogiſches Jahrbuch, 4tes, 5ten und 6tes
Stück, oder Opuſcula ad hiſtoriam litt. rei ſcholaſt. perti-
nentia, &c.
gr. 8. 20 Gr.

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[[5]/0005] Beylage zu Nr. 114. des Hamburgiſchen unpartheyiſchen Correſpondenten. Am Sonnabend den 18 Julii 1789. Von gelehrten Sachen. Jn der Koͤnigl. Preußiſchen akademiſchen Kunſt- und Buchhandlung: Italien und Deutſchland in Rückſicht auf Sitten, Gebräuche, Litteratur und Kunſt. Eine Zeit- ſchrift. Herausgegeben von K. P. Moritz, Prof. der Theorie der ſchoͤnen Kuͤnſte in Berlin, und A. Hirt, Gelehrten in Rom. Erſtes Stuͤck, mit Kupfern, 1789. 6 Bogen in gr. 8vo. im blauen Umſchlag brochirt. (8 Gr.) auf geglaͤttetem Schweizerpapier 12 Gr. Welchem Freunde der Laͤnder- und Voͤlkerkunde, der Wiſſenſchaften und Kuͤnſte muß nicht die Erſcheinung eines periodiſchen Werkes willkommen ſeyn, das ganz dazu beſtimmt iſt, uns neue Aufſchluͤſſe uͤber die wirk- liche Verfaſſung zweyer ſo wichtigen Laͤnder und uͤber die allmaͤhligen Fortſchritte der Geiſtesbildung ihrer Bewohner zu geben; zweyer Laͤnder, die in aller Ab- ſicht die groͤßten Anſpruͤche auf die Aufmerkſamkeit des Beobachters haben, und die der ungeheuren Menge von Nachrichten ungeachtet immer noch nicht ſo be- kannt ſind, daß man im Stande waͤre, ein allgemeines richtiges Urtheil uͤber ſie zu faͤllen. Dank alſo dem Herrn Profeſſor Moritz. daß er ſich mit dem gelehr- ten Alterthums- und Kunſtkenner, Herrn Hirt in Rom, in dieſer Abſicht verband; eine Verbindung, die in der That nicht gluͤcklicher getroffen werden konnte, man mag auf die Herausgeber ſelbſt, oder auf ihren Aufent- haltsort Ruͤckſicht nehmen. Beyde ſind als Maͤnner von entſchiedenen Verdienſten bekannt; des Einen Wohnort iſt der Hauptſitz der Litteratur Deutſchlands; der des Andern der Mittelpunct der Kunſt und des Geſchmacks Jtaliens. Man hat daher Grund zu hoffen, daß in dieſer neuen Zeitſchrift etwas ganz Vorzuͤgliches geleiſtet werden duͤrfte, beſonders da die Herren Her- ausgeber ſich nicht an eine gewiſſe Zeit binden; ſondern nur ſo oft ein neues Stuͤck liefern wollen, als ſie in- tereſſante Materialien dazu vorraͤthig haben werden. Wir fuͤgen nichts weiter zum Anpreiſen eines Werks hinzu, daß ſich gewiß bey jedem, den der Jnhalt in- tereßiren kann, von ſelbſt durch ſeine innere Guͤte empfehlen wird. Nur muͤſſen wir unſern Leſern noch ſagen, was ſie in dieſem erſten Stuͤcke zu ſuchen haben. Den Anfang macht das Leben eines jungen Mahlers, Germain Jean Drouais, der 1763 zu Paris gebohren war, eines Kunſtgenies, dergleichen in einem Jahr- hunderte nur wenige aufſtehen. Herr Hirt war ein vertrauter Freund deſſelben, und alſo gewiß im Stande, die genaueſten Nachrichten von dieſem fuͤr die Kunſt zu fruͤh geſtorbenen jungen Manne zu liefern. Ein edle Simplicitaͤt iſt der Character ſeiner Erzaͤhlung Denn folgt von eben dieſem Verfaſſer: Hiſtoriſch-architecto- niſche Beobachtungen uͤber die chriſtlichen Kirchen, an Herrn v. G (oͤthe) in W (eimar.) Ein ſehr ſcharf- ſinniger und lehrreicher Aufſatz, der aber keines Aus- zuges faͤhig iſt. Hierauf macht Herr Profeſſor Moritz den Leſern ein angenehmes Geſchenk mit einem Frag- mente aus ſeinem Reiſejournale, welches die Beſchrei- bung ſeiner Reiſe nach der kleinen Republik (la re- publichetta) St. Marino in einem Auszuge aus einem Briefe von Ancona den 16ten October 1786 enthaͤlt. Da ſo wenige Reiſende dieſen kleinen Freyſtaat be- ſuchen, und die bisherigen Nachrichten davon ſo unvoll- ſtaͤndig ſind; ſo wird gewiß dieſer Beytrag zur naͤhern Kenntniß deſſelben einem jeden ſehr angenehm ſeyn, wenn gleich der Statiſtiker noch uͤber mancherley Ge- genſtaͤnde ſeiner Wiſſenſchaft Belehrung zu finden wuͤnſchen duͤrfte. Wahrſcheinlich wird der Herr Pro- feſſor fortſahren, ſeine Reiſebeſchreibung Stuͤckweiſe dieſer Zeitſchrift einzuverleiben, welches gewiß alle Leſer derſelben von Herzen wuͤnſchen. Den Beſchluß macht eine Abhandlung des Herrn Hirt: Ueber einige Freſcogemaͤhlde in einer Kapelle des Vaticaniſchen Pallaſtes, nebſt einer vorlaͤufigen Betrachtung uͤber Georgio Vaſeri, wovon die Fortſetzung im folgenden Stuͤcke geliefert werden wird. Bey Vandenböck und Ruprecht in Göttingen ſind nachſte- hende Bücher erſchienen: Abhandlungen, philoſophiſche und hiſtoriſche, der Königl, Geſellſchaft der Wiſſenſchaften zu Edinburg; aus dem Engli- ſchen überſetzt, nebſt Anmerkungen und Zuſätzen von J. G. Buhle, 1ſter Theil, gr. 8. 16 Gr. Aeſchines, drey Geſpräche; aus dem Griechiſchen überſetzt von J. M. Heinze, 8. _ 6 Gr. Beckmann, J., oboſtraliſch-öconomiſche Bibliothek, 15ter Band, 3tes und 4tes Stück, 8. 10 Gr. Deſſelben Anleitung zur Handlungswiſſenſchaft, 8. 8 Gr. Bennin, zwey Predigten, über die Folgen des böſen Beyſpiels und von dem chriſtlichen Verhalten gegen unſere Freunde, 8. 3 Gr. Beweis, daß eine Bibel-Ueberſetzung möglichſt deutlich und verſtändlich ſeyn müſſe, 8. 2 Gr. Boehmer, G. L., principia juris feudalis, 8. maj. edit. Vta. 1 Rthlr. 4 Gr. Canzler, F. G., neue wöchentliche Nachrichten von neuen Land-Charten, geographiſchen ſtatiſtiſchen hiſtoriſchen wie auch Handlungs-Büchern und Sachen gr. 8. wovon wöchent- lich ein Bogen, und monatlich noch ein Bogen Zugabe er- ſcheint, und die als Fortſetzung der Büſchingſchen wöchent- lichen Nachrichten dienen, koſtet der Jahrgang 3 Rthlr. Von dem Jahrgang 1788 ſind auch vollſtändige Exemplare zu haben noch im Pränumerations-Preis à 2 Rthlr. 20 Gr. Deſſelben Sammlung von gedruckten Planen, zur Errichtung der Leſegeſellſchaften, 4. 5 Gr. Cicero, von den beſten Geſetzen; überſetzt von J. M. Heinze, 8. 10 Gr. Claproth, J., Rechtswiſſenſchaft von freywilligen Gerichts- Handlungen; 3te Auflage gr. 8. 1 Rthlr. 6 Gr. iſt die erſte Deutſche Auflage der primæ lineæ jurisprudentis extrajudicialis. Eratosthenis geographicorum fragmenta, edid. G. C. F. Seidel, 8. 14 Gr. Evangelienbuch, vermehrtes, oder Auszug des Neuen Teſta- ments, in einer neuen erläuternden Ueberſetzung, 1ſter Theil, 8. 10 Gr. Eyring, J. N., pädagogiſches Jahrbuch, 4tes, 5ten und 6tes Stück, oder Opuſcula ad hiſtoriam litt. rei ſcholaſt. perti- nentia, &c. gr. 8. 20 Gr.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 114, Hamburg, 18. Juli 1789, S. [5]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1141807_1789/5>, abgerufen am 09.08.2020.