Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 139, Hamburg, 1. September 1789.

Bild:
<< vorherige Seite
letzte Seite

[Spaltenumbruch] hielten und anfiengen zu beten. Den andern Tag
wurde der Hirsch von einigen Herren, die auf die Jagd
giengen, zwischen Mölln und Lauenburg, 6 Meilen
von hier, gefunden. Das wilde Schwein mit seinen
Hunden ließ sich zwischen Stenwoor und Stello nieder,
und der Jäger zu Pferde fiel bey Reinheck.




Anzeige eines Verkaufs von gesammelten Cabinetten,
besonders schönen Natur- und Kunstsachen,
unter der Hand.

Der Mackler Pierre Laporterie macht dem hiesigen
und auswärtigen geehrten Publico, vorzüglich aber
den Liebhabern der Natur- und Kunstsachen, hiemit
bekannt, daß er gesonnen ist, seine ganzen Cabinette
curiosorum,
ganz, oder auch fachweise, unter der Hand
abzustehen; nur macht er die Bedingung dabey, daß
Auswärtige ihn desfalls mit allem Briefwechsel gütigst
verschonen, und den Ankauf der ihnen gefälligen Stücke
durch hiesige Commißionairs besorgen lassen.

Diese Cabinette bestehen: 1) Aus besonders seltenen
Gemählden, welche durch die historische Beschreibung,
so er über einen Theil derselben Anno 1783 in der Franzö-
sischen Sprache abgedruckt herausgab, schon in etwas
bekannt sind. 2) Aus einer eben so edlen Sammlung
Handzeichnungen in Portefeuille. 3) An Mineralien,
a) aus circa 1000 Stuffen Cobolte, meistens seltenen
Stücken aus dem alten Sächsischen Vorrath. b) Aus
eben so viel Hornsteinen, in fleißig-polirten Tafeln
und Blöcken, mit gediegen Silber, so übrigens die
ganze Schule der Metallen und Halbmetallen vor-
stellen, auch meistens vom alten Vorrath her. c) Aus
sehr vielen Parade-Stuffen von crystallinischen Roth-
gülden, sehr vielen von Glas-Erz, seltenen Weißgülden,
gediegen Silber, etc. d) Aus einer sonderbaren Samm-
lung Horn-Erz, (Luna cornea cristallisata) in einem
weiten und ungewöhnlichen Umfang. e) Aus einer
Sammlung von circa 100 Stuffen Bley-Feder- und
Säulenspath; meistens von Glücksrad. f) Aus einer
Sammlung angeschliffener und sauber polirter Roch-
litzer und Chemnitzer Achaten, etc. wovon in einer
Beschreibung der Sternsteinen aus Ceylon zuletzt in
einer Note erwähnt worden ist. g) Aus einer Samm-
lung der ganzen Schule des Sternsteins, welcher aus
dem verwandelten Saphir herstammt, (siehe das vom
Eigener selbst über die Ceylonschen Steinen Ao. 1786
im Druck erschienenes Werk) in einem fast unbegreif-
lichen Umfang. h) Aus einer ansehnlichen interessan-
ten und systematisch catalogisirten Sammlung roher ver-
steinerter Hölzer, welche den Ursprung des Stern- und
Staarenstein aus sich selbst beweisen.




Hamburg, den 28sten August 1789.   

Anno 1784 eröffneten wir dem respectiven Publicum
unfern ersten Entwurf einer Rathsertheilung und Ver-
haltungsvorschrift über eingesandte Krankheits-Nach-
richten, welche wir sowol in unserm Wochenblatt,
die Aerzte und Gesundheits-Zeitung betitelt, als
auch privatim (weil sehr viele dieses lieber wünschten)
ausführten; da so viele Briefe von einer nicht geringen
Anzahl geretteter Leidenden, z. B. der Ouanie, Zehrung,
Scharbock, venerischen Uebel, etc. die Fortsetzung dieses
Plans wünschen; so werden wir ununterbrochen fort-
fahren, jedem, der uns seine Krankheit nur irgend
[Spaltenumbruch] umständlich beschreibt, privatim und unentgeldlich
unter dem Siegel der Verschwiegenheit unsern Rath
mitzutheilen. Briefe an uns wolle man durch ein
Couvert an den hiesigen Churhannöverischen Post-
schreiber,
Herrn Schilling, ergehen lassen: An die
Aerzte, Verfasser der Deutschen Gesundheits-
Zeitung.




Hiemit habe ich meinen auswärtigen und einheimi-
schen Freunden bekannt machen wollen, daß ich meine
Handlung unter meiner eigenen Firma führe, und er-
suche also, alle an meiner Handlung gehenden Briefe
mit unterzeichneter Addresse zu notiren.


Friedr. Wilh. Scheller.   



Befehl Jhro Kayserl. Majeste, der Selbstherrscherinn aller
Reußen, etc. etc.

Aus dem Walckschen Stadtmagistrate, auf Ansuchen der
Curatoren bonorum des Herrn Rathmann Carl Martin
Sparwart
und des Herrn Rathmann Otto Joh. Voigdt,
ergehet hiemittelst an alle und jede Creditores des gewesenen
Walckschen Rathmanns und Jnspectoris des Volks-Schule,
Carl Peter Berg, da sich selbiger unterm 24sten März d. J.
gerichtliche Fallit angegeben, und förmlich ad Concursum pro-
vociret hat, diese Convocation, daß sich diejenigen, welche
Schulden halben oder auch anderweitige Ansprüche an dem
Vermögen des Herrn Rathmanns und Schul-Jnspectorie,
Carl Peter Berg, haben, binnen 6 Monaten a dato hujus
Proclama
anhero mit ihren Forderungen in duplo, und wie's
mehr gesetzlich vorgeschrieben ist, angeben, ihre Forderungen
verificiren, und sodann entweder in Person oder durch einen
Bevollmächtigten mit Beobachtung der Prozeßform den Aus-
schlag Rechtens abwarten sollen, mit der ausdrücklichen Ver-
warnung, daß wer sich in diesem Termino und denen darauf
folgenden, 3 Anschlägen von 14 Tagen zu 14 Tagen nicht ge-
meldet hat, mit seinen Ansprüchen präcludirt und nicht
weiter gehöret werden wird; desgleichen werden alle diejeni-
gen, so dem Debitori com. beschuldiget sind, aufgefordert, bin-
nen 6 Wochen a dato ihre Schuld allhier im Magistrate zum
Besten der Concursmassa abzutragen, weil man sonsten ge-
nöthigt seyn wird, auf Kosten des Säumigen gerichtlich zu
verfahren.


(L. S.)   Carl Gustav Frantzenn, Bürgermeister.
J. H. Czwalina, Secretair.



Een zeker Jongeling, bruin van Uytzigt en[unleserliches Material] Haar, ge-
naamt A. A. S. zig op den 4. Julii passato geabsenteert heb-
bende van een Dorp, geleegen in de Provintie Overyssel, en
waar van bekend is, dat hy zig te Hamburgh ophoud of heeft
opgehouden, of waar hy zig thans bevind, word ersogt, tot
zyne bedroefde Ouders en Famielje te rug te koomen, of
ten minsten per eerste Postdag Bericht van zyn Verblyff aen
Imand hunner te geven, kunnende by verseekert zyn, dat
hy nog van zyne Famielje nog met Betrekking tot zyn Post
eenige Hindernis of Onaengenaemheid te wagten heeft.




Bekanntmachung.

Montag, den 7ten September, soll auf dem Börsensaale,
auf Ordre Herren Curatores bonorum, für Rechnung, wem
es mag angehen, ein außerordentlich reiches Pfand, aus einer
Fallit-Massa entstehend, durch die Mackier Reimarus, Texier
und Schöen öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Be-
zahlung verkauft werden, bestehend in Brillanten, Rosensteine,
Smaragden, Saphiren, Rubinen, Christophras Ringe, mit
und ohne Carmosirung, Brillanten und Rosenstein Ohrge-
hänge, Halsschleifen, Pretensionen, Braceletten, Haar- und
Brustnadeln, extra schöne 7 und ein halb Gräner auch mittel
Sorten ächte Perlen, loose Brillanten, Rosensteine, Smarag-
den und Rubinen, goldene Tabatieren, mit und ohne Brillan-
ten, einen goldenen Stockknopf, worinn eine Uhr verbor-
gen, u. a. m. Benannte Sachen sind Mittewochen und Don-
nerstag vorher, als den 2ten und 3ten September, auf der
alten Wallstraße, Nr. 16, Vormittags von 10 bis 12, und
Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, in beliebigem Augenschein zu
nehmen. Gedruckte Verzeichnisse hiervon sind bey obbenannte
Mackler, den Armen zum Besten, für 2 Schilling zu haben.

[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] hielten und anfiengen zu beten. Den andern Tag
wurde der Hirſch von einigen Herren, die auf die Jagd
giengen, zwiſchen Moͤlln und Lauenburg, 6 Meilen
von hier, gefunden. Das wilde Schwein mit ſeinen
Hunden ließ ſich zwiſchen Stenwoor und Stello nieder,
und der Jaͤger zu Pferde fiel bey Reinheck.




Anzeige eines Verkaufs von geſammelten Cabinetten,
beſonders ſchoͤnen Natur- und Kunſtſachen,
unter der Hand.

Der Mackler Pierre Laporterie macht dem hieſigen
und auswaͤrtigen geehrten Publico, vorzuͤglich aber
den Liebhabern der Natur- und Kunſtſachen, hiemit
bekannt, daß er geſonnen iſt, ſeine ganzen Cabinette
curioſorum,
ganz, oder auch fachweiſe, unter der Hand
abzuſtehen; nur macht er die Bedingung dabey, daß
Auswaͤrtige ihn desfalls mit allem Briefwechſel guͤtigſt
verſchonen, und den Ankauf der ihnen gefaͤlligen Stuͤcke
durch hieſige Commißionairs beſorgen laſſen.

Dieſe Cabinette beſtehen: 1) Aus beſonders ſeltenen
Gemaͤhlden, welche durch die hiſtoriſche Beſchreibung,
ſo er uͤber einen Theil derſelben Anno 1783 in der Franzoͤ-
ſiſchen Sprache abgedruckt herausgab, ſchon in etwas
bekannt ſind. 2) Aus einer eben ſo edlen Sammlung
Handzeichnungen in Portefeuille. 3) An Mineralien,
a) aus circa 1000 Stuffen Cobolte, meiſtens ſeltenen
Stuͤcken aus dem alten Saͤchſiſchen Vorrath. b) Aus
eben ſo viel Hornſteinen, in fleißig-polirten Tafeln
und Bloͤcken, mit gediegen Silber, ſo uͤbrigens die
ganze Schule der Metallen und Halbmetallen vor-
ſtellen, auch meiſtens vom alten Vorrath her. c) Aus
ſehr vielen Parade-Stuffen von cryſtalliniſchen Roth-
guͤlden, ſehr vielen von Glas-Erz, ſeltenen Weißguͤlden,
gediegen Silber, ꝛc. d) Aus einer ſonderbaren Samm-
lung Horn-Erz, (Luna cornea criſtalliſata) in einem
weiten und ungewoͤhnlichen Umfang. e) Aus einer
Sammlung von circa 100 Stuffen Bley-Feder- und
Saͤulenſpath; meiſtens von Gluͤcksrad. f) Aus einer
Sammlung angeſchliffener und ſauber polirter Roch-
litzer und Chemnitzer Achaten, ꝛc. wovon in einer
Beſchreibung der Sternſteinen aus Ceylon zuletzt in
einer Note erwaͤhnt worden iſt. g) Aus einer Samm-
lung der ganzen Schule des Sternſteins, welcher aus
dem verwandelten Saphir herſtammt, (ſiehe das vom
Eigener ſelbſt uͤber die Ceylonſchen Steinen Ao. 1786
im Druck erſchienenes Werk) in einem faſt unbegreif-
lichen Umfang. h) Aus einer anſehnlichen intereſſan-
ten und ſyſtematiſch catalogiſirten Sammlung roher ver-
ſteinerter Hoͤlzer, welche den Urſprung des Stern- und
Staarenſtein aus ſich ſelbſt beweiſen.




Hamburg, den 28ſten Auguſt 1789.   

Anno 1784 eroͤffneten wir dem reſpectiven Publicum
unfern erſten Entwurf einer Rathsertheilung und Ver-
haltungsvorſchrift uͤber eingeſandte Krankheits-Nach-
richten, welche wir ſowol in unſerm Wochenblatt,
die Aerzte und Geſundheits-Zeitung betitelt, als
auch privatim (weil ſehr viele dieſes lieber wuͤnſchten)
ausfuͤhrten; da ſo viele Briefe von einer nicht geringen
Anzahl geretteter Leidenden, z. B. der Ouanie, Zehrung,
Scharbock, veneriſchen Uebel, ꝛc. die Fortſetzung dieſes
Plans wuͤnſchen; ſo werden wir ununterbrochen fort-
fahren, jedem, der uns ſeine Krankheit nur irgend
[Spaltenumbruch] umſtaͤndlich beſchreibt, privatim und unentgeldlich
unter dem Siegel der Verſchwiegenheit unſern Rath
mitzutheilen. Briefe an uns wolle man durch ein
Couvert an den hieſigen Churhannoͤveriſchen Poſt-
ſchreiber,
Herrn Schilling, ergehen laſſen: An die
Aerzte, Verfaſſer der Deutſchen Geſundheits-
Zeitung.




Hiemit habe ich meinen auswaͤrtigen und einheimi-
ſchen Freunden bekannt machen wollen, daß ich meine
Handlung unter meiner eigenen Firma fuͤhre, und er-
ſuche alſo, alle an meiner Handlung gehenden Briefe
mit unterzeichneter Addreſſe zu notiren.


Friedr. Wilh. Scheller.   



Befehl Jhro Kayſerl. Majeſté, der Selbſtherrſcherinn aller
Reußen, ꝛc. ꝛc.

Aus dem Walckſchen Stadtmagiſtrate, auf Anſuchen der
Curatoren bonorum des Herrn Rathmann Carl Martin
Sparwart
und des Herrn Rathmann Otto Joh. Voigdt,
ergehet hiemittelſt an alle und jede Creditores des geweſenen
Walckſchen Rathmanns und Jnſpectoris des Volks-Schule,
Carl Peter Berg, da ſich ſelbiger unterm 24ſten Maͤrz d. J.
gerichtliche Fallit angegeben, und foͤrmlich ad Concurſum pro-
vociret hat, dieſe Convocation, daß ſich diejenigen, welche
Schulden halben oder auch anderweitige Anſpruͤche an dem
Vermoͤgen des Herrn Rathmanns und Schul-Jnſpectorie,
Carl Peter Berg, haben, binnen 6 Monaten a dato hujus
Proclama
anhero mit ihren Forderungen in duplo, und wie’s
mehr geſetzlich vorgeſchrieben iſt, angeben, ihre Forderungen
verificiren, und ſodann entweder in Perſon oder durch einen
Bevollmaͤchtigten mit Beobachtung der Prozeßform den Aus-
ſchlag Rechtens abwarten ſollen, mit der ausdruͤcklichen Ver-
warnung, daß wer ſich in dieſem Termino und denen darauf
folgenden, 3 Anſchlaͤgen von 14 Tagen zu 14 Tagen nicht ge-
meldet hat, mit ſeinen Anſpruͤchen praͤcludirt und nicht
weiter gehoͤret werden wird; desgleichen werden alle diejeni-
gen, ſo dem Debitori com. beſchuldiget ſind, aufgefordert, bin-
nen 6 Wochen a dato ihre Schuld allhier im Magiſtrate zum
Beſten der Concursmaſſa abzutragen, weil man ſonſten ge-
noͤthigt ſeyn wird, auf Koſten des Saͤumigen gerichtlich zu
verfahren.


(L. S.)   Carl Guſtav Frantzenn, Buͤrgermeiſter.
J. H. Czwalina, Secretair.



Een zeker Jongeling, bruin van Uytzigt en[unleserliches Material] Haar, ge-
naamt A. A. S. zig op den 4. Julii paſſato geabſenteert heb-
bende van een Dorp, geleegen in de Provintie Overyſſel, en
waar van bekend is, dat hy zig te Hamburgh ophoud of heeft
opgehouden, of waar hy zig thans bevind, word erſogt, tot
zyne bedroefde Ouders en Famielje te rug te koomen, of
ten minſten per eerſte Poſtdag Bericht van zyn Verblyff aen
Imand hunner te geven, kunnende by verſeekert zyn, dat
hy nog van zyne Famielje nog met Betrekking tot zyn Poſt
eenige Hindernis of Onaengenaemheid te wagten heeft.




Bekanntmachung.

Montag, den 7ten September, ſoll auf dem Börſenſaale,
auf Ordre Herren Curatores bonorum, für Rechnung, wem
es mag angehen, ein außerordentlich reiches Pfand, aus einer
Fallit-Maſſa entſtehend, durch die Mackier Reimarus, Texier
und Schöen öffentlich an den Meiſtbietenden gegen baare Be-
zahlung verkauft werden, beſtehend in Brillanten, Roſenſteine,
Smaragden, Saphiren, Rubinen, Chriſtophras Ringe, mit
und ohne Carmoſirung, Brillanten und Roſenſtein Ohrge-
hänge, Halsſchleifen, Pretenſionen, Braceletten, Haar- und
Bruſtnadeln, extra ſchöne 7 und ein halb Gräner auch mittel
Sorten ächte Perlen, looſe Brillanten, Roſenſteine, Smarag-
den und Rubinen, goldene Tabatieren, mit und ohne Brillan-
ten, einen goldenen Stockknopf, worinn eine Uhr verbor-
gen, u. a. m. Benannte Sachen ſind Mittewochen und Don-
nerſtag vorher, als den 2ten und 3ten September, auf der
alten Wallſtraße, Nr. 16, Vormittags von 10 bis 12, und
Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, in beliebigem Augenſchein zu
nehmen. Gedruckte Verzeichniſſe hiervon ſind bey obbenannte
Mackler, den Armen zum Beſten, für 2 Schilling zu haben.

[Ende Spaltensatz]
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <floatingText>
          <body>
            <div type="jFeuilleton">
              <div type="jArticle">
                <p><pb facs="#f0006" n="[6]"/><cb/>
hielten und anfiengen zu beten. Den andern Tag<lb/>
wurde
                                     der Hir&#x017F;ch von einigen Herren, die auf die
                                     Jagd<lb/>
giengen, zwi&#x017F;chen Mo&#x0364;lln und Lauenburg, 6
                                     Meilen<lb/>
von hier, gefunden. Das wilde Schwein mit
                                     &#x017F;einen<lb/>
Hunden ließ &#x017F;ich zwi&#x017F;chen
                                     Stenwoor und Stello nieder,<lb/>
und der Ja&#x0364;ger zu Pferde
                                     fiel bey Reinheck.</p>
              </div>
            </div><lb/>
            <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
            <div type="jAnnouncements">
              <div type="jAn">
                <head> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#fr">Anzeige eines Verkaufs von ge&#x017F;ammelten
                             Cabinetten,<lb/>
be&#x017F;onders &#x017F;cho&#x0364;nen Natur- und
                             Kun&#x017F;t&#x017F;achen,<lb/>
unter der Hand.</hi> </hi> </head><lb/>
                <p>Der Mackler <hi rendition="#fr">Pierre Laporterie</hi> macht dem
                                     hie&#x017F;igen<lb/>
und auswa&#x0364;rtigen geehrten Publico,
                                     vorzu&#x0364;glich aber<lb/>
den Liebhabern der Natur- und
                                     Kun&#x017F;t&#x017F;achen, hiemit<lb/>
bekannt, daß er
                                     ge&#x017F;onnen i&#x017F;t, &#x017F;eine ganzen <hi rendition="#aq">Cabinette<lb/>
curio&#x017F;orum,</hi> ganz,
                                     oder auch fachwei&#x017F;e, unter der
                                     Hand<lb/>
abzu&#x017F;tehen; nur macht er die Bedingung dabey,
                                     daß<lb/>
Auswa&#x0364;rtige ihn desfalls mit allem
                                     Briefwech&#x017F;el
                                     gu&#x0364;tig&#x017F;t<lb/>
ver&#x017F;chonen, und den Ankauf der
                                     ihnen gefa&#x0364;lligen Stu&#x0364;cke<lb/>
durch hie&#x017F;ige
                                     Commißionairs be&#x017F;orgen la&#x017F;&#x017F;en.</p><lb/>
                <p>Die&#x017F;e Cabinette be&#x017F;tehen: 1) Aus be&#x017F;onders
                                     &#x017F;eltenen<lb/>
Gema&#x0364;hlden, welche durch die
                                     hi&#x017F;tori&#x017F;che Be&#x017F;chreibung,<lb/>
&#x017F;o er
                                     u&#x0364;ber einen Theil der&#x017F;elben Anno 1783 in der
                                     Franzo&#x0364;-<lb/>
&#x017F;i&#x017F;chen Sprache abgedruckt
                                     herausgab, &#x017F;chon in etwas<lb/>
bekannt &#x017F;ind. 2) Aus
                                     einer eben &#x017F;o edlen Sammlung<lb/>
Handzeichnungen in
                                     Portefeuille. 3) An Mineralien,<lb/><hi rendition="#aq">a)</hi> aus <hi rendition="#aq">circa</hi> 1000 Stuffen Cobolte,
                                     mei&#x017F;tens &#x017F;eltenen<lb/>
Stu&#x0364;cken aus dem
                                     alten Sa&#x0364;ch&#x017F;i&#x017F;chen Vorrath. <hi rendition="#aq">b)</hi> Aus<lb/>
eben &#x017F;o viel
                                     Horn&#x017F;teinen, in fleißig-polirten Tafeln<lb/>
und
                                     Blo&#x0364;cken, mit gediegen Silber, &#x017F;o u&#x0364;brigens
                                     die<lb/>
ganze Schule der Metallen und Halbmetallen
                                     vor-<lb/>
&#x017F;tellen, auch mei&#x017F;tens vom alten Vorrath
                                     her. <hi rendition="#aq">c)</hi> Aus<lb/>
&#x017F;ehr vielen
                                     Parade-Stuffen von cry&#x017F;tallini&#x017F;chen
                                     Roth-<lb/>
gu&#x0364;lden, &#x017F;ehr vielen von Glas-Erz,
                                     &#x017F;eltenen Weißgu&#x0364;lden,<lb/>
gediegen Silber,
                                     &#xA75B;c. <hi rendition="#aq">d)</hi> Aus einer
                                     &#x017F;onderbaren Samm-<lb/>
lung <hi rendition="#fr">Horn-Erz,</hi> <hi rendition="#aq">(Luna cornea
                                         cri&#x017F;talli&#x017F;ata)</hi> in einem<lb/>
weiten und
                                     ungewo&#x0364;hnlichen Umfang. <hi rendition="#aq">e)</hi> Aus
                                     einer<lb/>
Sammlung von <hi rendition="#aq">circa</hi> 100
                                     Stuffen Bley-Feder- und<lb/>
Sa&#x0364;ulen&#x017F;path;
                                     mei&#x017F;tens von Glu&#x0364;cksrad. <hi rendition="#aq">f)</hi> Aus einer<lb/>
Sammlung ange&#x017F;chliffener und
                                     &#x017F;auber polirter Roch-<lb/>
litzer und Chemnitzer Achaten,
                                     &#xA75B;c. wovon in einer<lb/>
Be&#x017F;chreibung der
                                     Stern&#x017F;teinen aus Ceylon zuletzt in<lb/>
einer Note
                                     erwa&#x0364;hnt worden i&#x017F;t. <hi rendition="#aq">g)</hi> Aus einer Samm-<lb/>
lung der ganzen Schule des
                                     Stern&#x017F;teins, welcher aus<lb/>
dem verwandelten Saphir
                                     her&#x017F;tammt, (&#x017F;iehe das vom<lb/>
Eigener
                                     &#x017F;elb&#x017F;t u&#x0364;ber die Ceylon&#x017F;chen Steinen
                                     Ao. 1786<lb/>
im Druck er&#x017F;chienenes Werk) in einem
                                     fa&#x017F;t unbegreif-<lb/>
lichen Umfang. <hi rendition="#aq">h)</hi> Aus einer an&#x017F;ehnlichen
                                     intere&#x017F;&#x017F;an-<lb/>
ten und
                                     &#x017F;y&#x017F;temati&#x017F;ch catalogi&#x017F;irten Sammlung
                                     roher ver-<lb/>
&#x017F;teinerter Ho&#x0364;lzer, welche den
                                     Ur&#x017F;prung des Stern- und<lb/>
Staaren&#x017F;tein aus
                                     &#x017F;ich &#x017F;elb&#x017F;t bewei&#x017F;en.</p>
              </div><lb/>
              <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
              <div type="jAn">
                <head> <hi rendition="#right"><hi rendition="#fr">Hamburg,</hi> den 28&#x017F;ten Augu&#x017F;t
                         1789.<space dim="horizontal"/></hi> </head><lb/>
                <p>Anno 1784 ero&#x0364;ffneten wir dem re&#x017F;pectiven Publicum<lb/>
unfern
                         er&#x017F;ten Entwurf einer Rathsertheilung und
                         Ver-<lb/>
haltungsvor&#x017F;chrift u&#x0364;ber einge&#x017F;andte
                         Krankheits-Nach-<lb/>
richten, welche wir &#x017F;owol in un&#x017F;erm
                         Wochenblatt,<lb/>
die <hi rendition="#fr">Aerzte und
                             Ge&#x017F;undheits-Zeitung</hi> betitelt, als<lb/>
auch privatim (weil
                         &#x017F;ehr viele die&#x017F;es lieber
                         wu&#x0364;n&#x017F;chten)<lb/>
ausfu&#x0364;hrten; da &#x017F;o viele Briefe
                         von einer nicht geringen<lb/>
Anzahl geretteter Leidenden, z. B. der Ouanie,
                         Zehrung,<lb/>
Scharbock, veneri&#x017F;chen Uebel, &#xA75B;c. die
                         Fort&#x017F;etzung die&#x017F;es<lb/>
Plans wu&#x0364;n&#x017F;chen;
                         &#x017F;o werden wir ununterbrochen fort-<lb/>
fahren, jedem, der uns
                         &#x017F;eine Krankheit nur irgend<lb/><cb/>
um&#x017F;ta&#x0364;ndlich
                         be&#x017F;chreibt, privatim und unentgeldlich<lb/>
unter dem Siegel der
                         Ver&#x017F;chwiegenheit un&#x017F;ern Rath<lb/>
mitzutheilen. Briefe an uns
                         wolle man durch ein<lb/>
Couvert an den hie&#x017F;igen <hi rendition="#fr">Churhanno&#x0364;veri&#x017F;chen
                             Po&#x017F;t-<lb/>
&#x017F;chreiber,</hi> Herrn <hi rendition="#fr">Schilling,</hi> ergehen la&#x017F;&#x017F;en: An <hi rendition="#fr">die<lb/>
Aerzte, Verfa&#x017F;&#x017F;er der Deut&#x017F;chen
                             Ge&#x017F;undheits-<lb/>
Zeitung.</hi></p>
              </div><lb/>
              <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
              <div type="jAn">
                <p>Hiemit habe ich meinen auswa&#x0364;rtigen und einheimi-<lb/>
&#x017F;chen
                         Freunden bekannt machen wollen, daß ich meine<lb/>
Handlung unter meiner
                         eigenen Firma fu&#x0364;hre, und er-<lb/>
&#x017F;uche al&#x017F;o, alle an
                         meiner Handlung gehenden Briefe<lb/>
mit unterzeichneter
                         Addre&#x017F;&#x017F;e zu notiren.</p>
                <closer>
                  <dateline> Lu&#x0364;neburg,<lb/>
den 28&#x017F;ten
                         Augu&#x017F;t 1789.</dateline><lb/>
                  <signed> <hi rendition="#right"> <hi rendition="#fr">Friedr. Wilh. Scheller.<space dim="horizontal"/></hi> </hi> </signed>
                </closer>
              </div><lb/>
              <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
              <div type="jAn">
                <head> <hi rendition="#fr">Befehl Jhro Kay&#x017F;erl. Maje&#x017F;t<hi rendition="#aq">é</hi>, der
                         Selb&#x017F;therr&#x017F;cherinn aller<lb/>
Reußen, &#xA75B;c.
                         &#xA75B;c.</hi> </head><lb/>
                <p> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#in">A</hi>us dem Walck&#x017F;chen Stadtmagi&#x017F;trate,
                         auf An&#x017F;uchen der<lb/><hi rendition="#aq">Curatoren bonorum</hi> des
                         Herrn Rathmann <hi rendition="#fr">Carl Martin<lb/>
Sparwart</hi> und des
                         Herrn Rathmann <hi rendition="#fr">Otto Joh. Voigdt,</hi><lb/>
ergehet
                         hiemittel&#x017F;t an alle und jede Creditores des
                         gewe&#x017F;enen<lb/>
Walck&#x017F;chen Rathmanns und Jn&#x017F;pectoris des
                             Volks-Schule,<lb/><hi rendition="#fr">Carl Peter Berg,</hi> da
                         &#x017F;ich &#x017F;elbiger unterm 24&#x017F;ten Ma&#x0364;rz d.
                         J.<lb/>
gerichtliche Fallit angegeben, und fo&#x0364;rmlich <hi rendition="#aq">ad Concur&#x017F;um</hi> pro-<lb/>
vociret hat,
                         die&#x017F;e Convocation, daß &#x017F;ich diejenigen, welche<lb/>
Schulden
                         halben oder auch anderweitige An&#x017F;pru&#x0364;che an
                         dem<lb/>
Vermo&#x0364;gen des Herrn Rathmanns und
                             Schul-Jn&#x017F;pectorie,<lb/><hi rendition="#fr">Carl Peter Berg,</hi> haben, binnen 6 Monaten <hi rendition="#aq">a dato hujus<lb/>
Proclama</hi> anhero mit ihren Forderungen <hi rendition="#aq">in duplo,</hi> und
                         wie&#x2019;s<lb/>
mehr ge&#x017F;etzlich vorge&#x017F;chrieben i&#x017F;t,
                         angeben, ihre Forderungen<lb/>
verificiren, und &#x017F;odann entweder in
                         Per&#x017F;on oder durch einen<lb/>
Bevollma&#x0364;chtigten mit Beobachtung
                         der Prozeßform den Aus-<lb/>
&#x017F;chlag Rechtens abwarten &#x017F;ollen,
                         mit der ausdru&#x0364;cklichen Ver-<lb/>
warnung, daß wer &#x017F;ich in
                         die&#x017F;em <hi rendition="#aq">Termino</hi> und denen
                         darauf<lb/>
folgenden, 3 An&#x017F;chla&#x0364;gen von 14 Tagen zu 14 Tagen
                         nicht ge-<lb/>
meldet hat, mit &#x017F;einen An&#x017F;pru&#x0364;chen
                         pra&#x0364;cludirt und nicht<lb/>
weiter geho&#x0364;ret werden wird;
                         desgleichen werden alle diejeni-<lb/>
gen, &#x017F;o dem <hi rendition="#aq">Debitori com.</hi> be&#x017F;chuldiget &#x017F;ind, aufgefordert,
                         bin-<lb/>
nen 6 Wochen <hi rendition="#aq">a dato</hi> ihre Schuld allhier im
                         Magi&#x017F;trate zum<lb/>
Be&#x017F;ten der Concursma&#x017F;&#x017F;a
                         abzutragen, weil man &#x017F;on&#x017F;ten ge-<lb/>
no&#x0364;thigt
                         &#x017F;eyn wird, auf Ko&#x017F;ten des Sa&#x0364;umigen gerichtlich
                         zu<lb/>
verfahren.</hi> </p>
                <closer>
                  <dateline> <hi rendition="#fr"> Walck, im Stadtmagi&#x017F;trat, den 2ten May 1789.</hi> </dateline><lb/>
                  <signed> <hi rendition="#et"><hi rendition="#aq">(L. S.)<space dim="horizontal"/><hi rendition="#i">Carl Gu&#x017F;tav
                             Frantzenn,</hi></hi> Bu&#x0364;rgermei&#x017F;ter.</hi><lb/> <hi rendition="#fr #right">J. H. Czwalina, Secretair.</hi> </signed>
                </closer>
              </div><lb/>
              <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
              <div type="jAn">
                <p> <hi rendition="#aq">Een zeker Jongeling, bruin van Uytzigt en<gap reason="illegible"/> Haar, ge-<lb/>
naamt A. A. S. zig op
                                         den 4. Julii pa&#x017F;&#x017F;ato geab&#x017F;enteert
                                         heb-<lb/>
bende van een Dorp, geleegen in de Provintie
                                         Overy&#x017F;&#x017F;el, en<lb/>
waar van bekend is, dat hy
                                         zig te Hamburgh ophoud of heeft<lb/>
opgehouden, of waar hy
                                         zig thans bevind, word er&#x017F;ogt, tot<lb/>
zyne bedroefde
                                         Ouders en Famielje te rug te koomen, of<lb/>
ten
                                         min&#x017F;ten per eer&#x017F;te Po&#x017F;tdag Bericht van
                                         zyn Verblyff aen<lb/>
Imand hunner te geven, kunnende by
                                         ver&#x017F;eekert zyn, dat<lb/>
hy nog van zyne Famielje nog
                                         met Betrekking tot zyn <hi rendition="#i">Po&#x017F;t</hi><lb/>
eenige Hindernis of Onaengenaemheid te
                                         wagten heeft.</hi> </p>
              </div><lb/>
              <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
              <div type="jAn">
                <head> <hi rendition="#c #fr">Bekanntmachung.</hi> </head><lb/>
                <p> <hi rendition="#fr">Montag, den 7ten September, &#x017F;oll auf dem
                                         Bör&#x017F;en&#x017F;aale,<lb/>
auf Ordre Herren <hi rendition="#aq">Curatores bonorum,</hi> für Rechnung,
                                         wem<lb/>
es mag angehen, ein außerordentlich reiches Pfand,
                                         aus einer<lb/>
Fallit-Ma&#x017F;&#x017F;a ent&#x017F;tehend,
                                         durch die Mackier Reimarus, Texier<lb/>
und Schöen öffentlich
                                         an den Mei&#x017F;tbietenden gegen baare Be-<lb/>
zahlung
                                         verkauft werden, be&#x017F;tehend in Brillanten,
                                         Ro&#x017F;en&#x017F;teine,<lb/>
Smaragden, Saphiren, Rubinen,
                                         Chri&#x017F;tophras Ringe, mit<lb/>
und ohne
                                         Carmo&#x017F;irung, Brillanten und Ro&#x017F;en&#x017F;tein
                                         Ohrge-<lb/>
hänge, Hals&#x017F;chleifen, Preten&#x017F;ionen,
                                         Braceletten, Haar- und<lb/>
Bru&#x017F;tnadeln, extra
                                         &#x017F;chöne 7 und ein halb Gräner auch mittel<lb/>
Sorten
                                         ächte Perlen, loo&#x017F;e Brillanten,
                                         Ro&#x017F;en&#x017F;teine, Smarag-<lb/>
den und Rubinen,
                                         goldene Tabatieren, mit und ohne Brillan-<lb/>
ten, einen
                                         goldenen Stockknopf, worinn eine Uhr verbor-<lb/>
gen, u. a.
                                         m. Benannte Sachen &#x017F;ind Mittewochen und
                                         Don-<lb/>
ner&#x017F;tag vorher, als den 2ten und 3ten
                                         September, auf der<lb/>
alten Wall&#x017F;traße, Nr. 16,
                                         Vormittags von 10 bis 12, und<lb/>
Nachmittags von 3 bis 5
                                         Uhr, in beliebigem Augen&#x017F;chein zu<lb/>
nehmen.
                                         Gedruckte Verzeichni&#x017F;&#x017F;e hiervon &#x017F;ind
                                         bey obbenannte<lb/>
Mackler, den Armen zum Be&#x017F;ten, für
                                         2 Schilling zu haben.</hi> </p>
              </div>
            </div>
          </body>
        </floatingText>
      </div>
      <cb type="end"/>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[6]/0006] hielten und anfiengen zu beten. Den andern Tag wurde der Hirſch von einigen Herren, die auf die Jagd giengen, zwiſchen Moͤlln und Lauenburg, 6 Meilen von hier, gefunden. Das wilde Schwein mit ſeinen Hunden ließ ſich zwiſchen Stenwoor und Stello nieder, und der Jaͤger zu Pferde fiel bey Reinheck. Anzeige eines Verkaufs von geſammelten Cabinetten, beſonders ſchoͤnen Natur- und Kunſtſachen, unter der Hand. Der Mackler Pierre Laporterie macht dem hieſigen und auswaͤrtigen geehrten Publico, vorzuͤglich aber den Liebhabern der Natur- und Kunſtſachen, hiemit bekannt, daß er geſonnen iſt, ſeine ganzen Cabinette curioſorum, ganz, oder auch fachweiſe, unter der Hand abzuſtehen; nur macht er die Bedingung dabey, daß Auswaͤrtige ihn desfalls mit allem Briefwechſel guͤtigſt verſchonen, und den Ankauf der ihnen gefaͤlligen Stuͤcke durch hieſige Commißionairs beſorgen laſſen. Dieſe Cabinette beſtehen: 1) Aus beſonders ſeltenen Gemaͤhlden, welche durch die hiſtoriſche Beſchreibung, ſo er uͤber einen Theil derſelben Anno 1783 in der Franzoͤ- ſiſchen Sprache abgedruckt herausgab, ſchon in etwas bekannt ſind. 2) Aus einer eben ſo edlen Sammlung Handzeichnungen in Portefeuille. 3) An Mineralien, a) aus circa 1000 Stuffen Cobolte, meiſtens ſeltenen Stuͤcken aus dem alten Saͤchſiſchen Vorrath. b) Aus eben ſo viel Hornſteinen, in fleißig-polirten Tafeln und Bloͤcken, mit gediegen Silber, ſo uͤbrigens die ganze Schule der Metallen und Halbmetallen vor- ſtellen, auch meiſtens vom alten Vorrath her. c) Aus ſehr vielen Parade-Stuffen von cryſtalliniſchen Roth- guͤlden, ſehr vielen von Glas-Erz, ſeltenen Weißguͤlden, gediegen Silber, ꝛc. d) Aus einer ſonderbaren Samm- lung Horn-Erz, (Luna cornea criſtalliſata) in einem weiten und ungewoͤhnlichen Umfang. e) Aus einer Sammlung von circa 100 Stuffen Bley-Feder- und Saͤulenſpath; meiſtens von Gluͤcksrad. f) Aus einer Sammlung angeſchliffener und ſauber polirter Roch- litzer und Chemnitzer Achaten, ꝛc. wovon in einer Beſchreibung der Sternſteinen aus Ceylon zuletzt in einer Note erwaͤhnt worden iſt. g) Aus einer Samm- lung der ganzen Schule des Sternſteins, welcher aus dem verwandelten Saphir herſtammt, (ſiehe das vom Eigener ſelbſt uͤber die Ceylonſchen Steinen Ao. 1786 im Druck erſchienenes Werk) in einem faſt unbegreif- lichen Umfang. h) Aus einer anſehnlichen intereſſan- ten und ſyſtematiſch catalogiſirten Sammlung roher ver- ſteinerter Hoͤlzer, welche den Urſprung des Stern- und Staarenſtein aus ſich ſelbſt beweiſen. Hamburg, den 28ſten Auguſt 1789. Anno 1784 eroͤffneten wir dem reſpectiven Publicum unfern erſten Entwurf einer Rathsertheilung und Ver- haltungsvorſchrift uͤber eingeſandte Krankheits-Nach- richten, welche wir ſowol in unſerm Wochenblatt, die Aerzte und Geſundheits-Zeitung betitelt, als auch privatim (weil ſehr viele dieſes lieber wuͤnſchten) ausfuͤhrten; da ſo viele Briefe von einer nicht geringen Anzahl geretteter Leidenden, z. B. der Ouanie, Zehrung, Scharbock, veneriſchen Uebel, ꝛc. die Fortſetzung dieſes Plans wuͤnſchen; ſo werden wir ununterbrochen fort- fahren, jedem, der uns ſeine Krankheit nur irgend umſtaͤndlich beſchreibt, privatim und unentgeldlich unter dem Siegel der Verſchwiegenheit unſern Rath mitzutheilen. Briefe an uns wolle man durch ein Couvert an den hieſigen Churhannoͤveriſchen Poſt- ſchreiber, Herrn Schilling, ergehen laſſen: An die Aerzte, Verfaſſer der Deutſchen Geſundheits- Zeitung. Hiemit habe ich meinen auswaͤrtigen und einheimi- ſchen Freunden bekannt machen wollen, daß ich meine Handlung unter meiner eigenen Firma fuͤhre, und er- ſuche alſo, alle an meiner Handlung gehenden Briefe mit unterzeichneter Addreſſe zu notiren. Luͤneburg, den 28ſten Auguſt 1789. Friedr. Wilh. Scheller. Befehl Jhro Kayſerl. Majeſté, der Selbſtherrſcherinn aller Reußen, ꝛc. ꝛc. Aus dem Walckſchen Stadtmagiſtrate, auf Anſuchen der Curatoren bonorum des Herrn Rathmann Carl Martin Sparwart und des Herrn Rathmann Otto Joh. Voigdt, ergehet hiemittelſt an alle und jede Creditores des geweſenen Walckſchen Rathmanns und Jnſpectoris des Volks-Schule, Carl Peter Berg, da ſich ſelbiger unterm 24ſten Maͤrz d. J. gerichtliche Fallit angegeben, und foͤrmlich ad Concurſum pro- vociret hat, dieſe Convocation, daß ſich diejenigen, welche Schulden halben oder auch anderweitige Anſpruͤche an dem Vermoͤgen des Herrn Rathmanns und Schul-Jnſpectorie, Carl Peter Berg, haben, binnen 6 Monaten a dato hujus Proclama anhero mit ihren Forderungen in duplo, und wie’s mehr geſetzlich vorgeſchrieben iſt, angeben, ihre Forderungen verificiren, und ſodann entweder in Perſon oder durch einen Bevollmaͤchtigten mit Beobachtung der Prozeßform den Aus- ſchlag Rechtens abwarten ſollen, mit der ausdruͤcklichen Ver- warnung, daß wer ſich in dieſem Termino und denen darauf folgenden, 3 Anſchlaͤgen von 14 Tagen zu 14 Tagen nicht ge- meldet hat, mit ſeinen Anſpruͤchen praͤcludirt und nicht weiter gehoͤret werden wird; desgleichen werden alle diejeni- gen, ſo dem Debitori com. beſchuldiget ſind, aufgefordert, bin- nen 6 Wochen a dato ihre Schuld allhier im Magiſtrate zum Beſten der Concursmaſſa abzutragen, weil man ſonſten ge- noͤthigt ſeyn wird, auf Koſten des Saͤumigen gerichtlich zu verfahren. Walck, im Stadtmagiſtrat, den 2ten May 1789. (L. S.) Carl Guſtav Frantzenn, Buͤrgermeiſter. J. H. Czwalina, Secretair. Een zeker Jongeling, bruin van Uytzigt en_ Haar, ge- naamt A. A. S. zig op den 4. Julii paſſato geabſenteert heb- bende van een Dorp, geleegen in de Provintie Overyſſel, en waar van bekend is, dat hy zig te Hamburgh ophoud of heeft opgehouden, of waar hy zig thans bevind, word erſogt, tot zyne bedroefde Ouders en Famielje te rug te koomen, of ten minſten per eerſte Poſtdag Bericht van zyn Verblyff aen Imand hunner te geven, kunnende by verſeekert zyn, dat hy nog van zyne Famielje nog met Betrekking tot zyn Poſt eenige Hindernis of Onaengenaemheid te wagten heeft. Bekanntmachung. Montag, den 7ten September, ſoll auf dem Börſenſaale, auf Ordre Herren Curatores bonorum, für Rechnung, wem es mag angehen, ein außerordentlich reiches Pfand, aus einer Fallit-Maſſa entſtehend, durch die Mackier Reimarus, Texier und Schöen öffentlich an den Meiſtbietenden gegen baare Be- zahlung verkauft werden, beſtehend in Brillanten, Roſenſteine, Smaragden, Saphiren, Rubinen, Chriſtophras Ringe, mit und ohne Carmoſirung, Brillanten und Roſenſtein Ohrge- hänge, Halsſchleifen, Pretenſionen, Braceletten, Haar- und Bruſtnadeln, extra ſchöne 7 und ein halb Gräner auch mittel Sorten ächte Perlen, looſe Brillanten, Roſenſteine, Smarag- den und Rubinen, goldene Tabatieren, mit und ohne Brillan- ten, einen goldenen Stockknopf, worinn eine Uhr verbor- gen, u. a. m. Benannte Sachen ſind Mittewochen und Don- nerſtag vorher, als den 2ten und 3ten September, auf der alten Wallſtraße, Nr. 16, Vormittags von 10 bis 12, und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, in beliebigem Augenſchein zu nehmen. Gedruckte Verzeichniſſe hiervon ſind bey obbenannte Mackler, den Armen zum Beſten, für 2 Schilling zu haben.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-07T10:32:49Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

Weitere Informationen:

Die Transkription erfolgte nach den unter http://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat formulierten Richtlinien.

Verfahren der Texterfassung: manuell (doppelt erfasst).

Bogensignaturen: keine Angabe; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: wie Vorlage; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: wie Vorlage; I/J in Fraktur: wie Vorlage; Kolumnentitel: keine Angabe; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): wie Vorlage; Normalisierungen: dokumentiert; rundes r (&#xa75b;): wie Vorlage; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: wie Vorlage; u/v bzw. U/V: wie Vorlage; Vokale mit übergest. e: wie Vorlage; Vollständigkeit: vollständig erfasst; Zeichensetzung: wie Vorlage; Zeilenumbrüche markiert: ja;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1390109_1789
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1390109_1789/6
Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 139, Hamburg, 1. September 1789, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1390109_1789/6>, abgerufen am 21.03.2019.