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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten, Nr. 26, 14. Februar 1801.

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[Spaltenumbruch] zu 9 Rthlr. N. Zweydrittel verpachtet. Holz und Torf ist zum
Bedürfniß des Guts vorhanden. Die Onera realia und öffent-
liche Lasten des Guts sind unbedeutend, so wie die Priester-
und Küster-Gebühren. Bey der Besichtigung des Guts wird
sich ein jeder durch den Augenschein überzeugen, daß dies Gut
keiner Empfehlung bedarf.




Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und
Stargard Herr etc.

Laden auf unterthänigste Bitte des Hosraths Krüger hie-
selbst, als Vormundes, und des hiesigen Advocaten Lettow,
qua litis curatoris des minderjährigen Sohnes Unsers ver-
storbenen Hof- und Landgerichts-Procurators Nonnemann, alle
diejenigen, welche an dem Nachlaß des Verstorbenen überhaupt,
besonders aber an dessen hieselbst in der Glevinschen Straße be-
legenes Wohnhaus aus irgend einem Grunde rechtliche An-
sprache machen zu können vermeynen, hiemit peremtorie gnä-
digst und wollen, daß selbige am
sieben und zwanzigsten März dieses Jahrs,
Morgens um 10 Uhr, auf Unserm Hof- und Landgericht er-
scheinen und ihre Forderungen specifice angeben und rechtlicher
Art nach bescheinigen, widrigenfalls aber mit Auflegung eines
ewigen Stillschweigens auf stets präcludiret und abgewiesen zu
werden gewärtigen sollen. W[o]rnach man sich zu richten.


(L. S.)     Ad Mandatum Serenissimi proprium.
Vt.

C. A. v. Kielmannsegge.
J. H. Wulffleff.



Nachdem der bisherige hiesige Bürger Georg Ludewig Dö-
ling unverehelicht verstorben, so werden hiemit alle diejenigen,
welche an dessen Nachlaß als Erben oder sonst aus irgend einem
andern Grunde Anspruch zu haben vermeynen, imgleichen die-
jenigen, welche annoch Capitalia, Gelder oder Pfänder von
selbigem besitzen, öffentlich und bey Verlust ihrer Rechte citiret
und verabladet, sich damit am 26sten Februar d. J., Morgens
11 Uhr, gehörig zu Rathhause zu melden.


In fidem:
J. H. E. Evers, Secr.



Dorum, im Lande Wursten.

Zum anderweitigen gericht-
lichen Verkauf des der Wittwe Köhnen hieselbst zugehörenden
und an der langen Straße belegenen Hauses cum pertinen-
tiis,
das sich sowohl zu einer bequemen Wohnung, als zur
Wirthschaft oder zum Handel sehr empfiehlt, ist Termin auf
den 23sten künftigen Monats Februar, Morgens 10 Uhr, in
gedachtem Hause anberahmet.

Königl. Churfürstl. Voigtey-Gericht.




Lüneburg.

Wider alle, die sich am 2ten Februar mit ihren
Ansprüchen an den Bürger und Weißbecker Thomas Ludewig
Wagener im Gerichte nicht gemeldet, ist Decretum praeclu-
sivum
ausgefertiget.




E. E. Rathe des Städtchens Bergedorf haben Sophia
Margaretha, des verstorbenen Hinrich Daniel Biehl Wittwe,
gebohrne Martin, cum Curatore, Nicolaus Hinrich Biehl in
Hamburg, Susanna Maria, verwittwete Sthamer, gebohrne
Biehl, cum Curatore, Johann Georg Hastedt uxor. noie.
Maria Elisabeth, geb. Biehl, und Johann Hinrich Franck,
curat. noie. Hermann Michel Biehl, per Procuratorem im-
plorando
angezeigt, daß im December vorigen Jahrs hieselbst
der hiesige Bürger Hinrich Daniel Biehl verstorben, und sie,
Jmploranten, und respective ihre Ehefrau und Curandus, als
Wittwe und leibliche Geschwister des Verstorbenen, die einzigen
rechtmäßigen Jntestat-Erben des Nachlasses geworden seyn.
So wenig die Jmploranten, bey der Ordnung, worin solcher
sich befindet, Schulden zu vermuthen haben, so wollten sie
dennoch, um denselben gehörig unter sich vertheilen zu können,
und in rechtliche Gewißheit zu setzen, daß niemand Forderung
daran habe, um ein behufiges öffentliches Proclama gebeten
haben; E. E. Rath hat ihrem Petito deseriret; heischet und
ladet demnach alle diejenigen, welche an den verstorbenen Hin-
rich Daniel Biehl und dessen Nachlaß einige Forderung oder
Ansprache, solche rühren her aus Rechnung, Schuldverschrei-
bungen, Bürg- oder Pfandschaften, oder woher sie wollen, zu
haben vermeynen, daß sie solche vor E. E. Rathe hieselbst spä-
[Spaltenumbruch] testens bis zum 5ten May dieses Jahrs, als dem angesetzten
termino peremtorio et praeclusivo, und zwar Auswärtige
durch einen hiesigen Mandatarium anzeigen und auf Erfordern
justificiren, widrigenfalls sie gewärtigen sollen, daß sie nachher
nicht weiter damit gehöret, sondern präcludiret und ihnen ein
ewiges Stillschweigen auferlegt werde.


(L. S.)     Bürgermeister und Rath des Städtchens
Bergedorf.



E. hiesigen Wohllöbl. Niedergerichre haben Sr. Berge und
Comp. mand. noie. Sr. Johann Gabriel [Hu]nzicker in
Aarau im Canton Aargau, abermals implorando zu verneh-
men gegeben, welchergestalt am 30sten September 1800 hie-
selbst Franz Gabriel Hunzicker unverehelicht und ohne ein Te-
stament zu hinterlassen verstorben wäre. Wenn nun gleich
dessen lelblicher Vater und einziger gesetzlicher Jntestaterbe, Jo-
hann Gabriel Hunzicker, in Aarau im Canton Aargau, kein
Bedenken getragen hätte, die Erbschaft seines gedachten ver-
storbenen Sohnes pure anzutreten, so erachtete er es dennoch
zu seiner Beruhigung und um die vom löbl. Zehnten-Amte un-
ter Siegel genommene Verlassenschaft mit Sicherheit in B[e]sitz
nehmen zu können, zumal da der Verstorbene außer seinen eige-
nen Geschäfften auch die Handlungs-Angelegenheiten der Ge-
brüder Hoeslin in Triest betrieben und besorgt hätte, welche
letztere, da das Mandatum des Defuncti durch diesen Tod er-
loschen, anitzt von den eigentlichen Erbschafts-Gegenstän-
den separirt werden müßten, für nöthig, durch sie, Jm-
ploranten, als seine gehörig constituirte Mandatarien, nach
Ablauf des ersten, um die Erkennung eines zweyten
Proclamatis geziemend zu ersuchen, wodurch alle und jede,
welche an die Verlassenschaft des hieselbst verstorbenen Franz
Gabriel Hunzicker ex capite hereditatis, vel crediti, vel
ex alio quocunque capite vel causa
Ansprüche oder For-
derungen zu haben vermeynten, diese vermeyntlichen Ansprüche
mögten nun die von dem Defuncto für eigene Rechnung, oder
auch die von demselben zwar auf seinen privativen Namen,
jedoch als Geschäfftsträger der Gebrüder Hoeslin in Triest be-
sorgten Angelegenheiten concerniren, zur Angabe und Justifica-
tion derselben und zwar Auswärtige p. Procur. ad acta con-
stitutum,
in einem von Gerichtswegen anzuberahmenden Ter-
min sub poena praeclusi et perpetui silentii aufgefordert,
und angewiesen würden. Diesem Petito 2di Proclamatis ist
gerichtlich deferiret und darauf der 23ste März d. J. pro ter-
mino peremtorio
anberahmet worden; welches hiemit noti-
ficiret wird.




Es hat Sr. Johann Justus Schacht Einem hiesigen Wohl-
löblichen Niedergerichte implorando geziemend angezeigt, wie
er seit zwanzig Jahren über ein auf die Namen Catharina Eli-
sabeth Koll, geb. Schacht, und Johann Hinrich Bösch, im
Stadt-Erbebuch geschriebenes, in der Knochenhauerstraße, ge-
genwärtig zwischen Erich Hinrich Hamann und Johann Daniel
Barthold Möller belegenes Erbe die Administration geführt.
Um sich solcher einmal zu entledigen, sähe derselbe bey dem Be-
wußtseyn, daß zwar einige Anverwandte von den in der Be-
schwerung des Erbes benannten Personen in dem Grade als
Brüder-Kinder existiren, sich dennoch gemüßigt, ein Proclama
dahin nachzusuchen: Daß alle und jede, welche außer den be-
kannten und in dem angegebenen Grade sich gleichwohl zu legi-
timirenden Personen an das auf die Namen Catharina Elisa-
beth Koll, geb. Schacht, und Johann Hinrich Bösch, im Stadt-
Erbebuch geschriebene, in der Knochenhauerstraße, gegenwärtig
zwischen Erich Hinrich Hamann und Johann Daniel Barthold
Möller belegene Erbe, und den darin seit Ao. 1763, Nat. Ma-
riae,
auf den Namen Johann Hinrich Bösch eingeschriebenen
Posten, ex capite hereditatis, oder sonst irgend einige recht-
liche Ansprüche und Forderungen zu haben vermeynen, zur
Angabe und Justification ihres Erbrechts, Auswärtige per
Procuratorem ad Acta constitutum, in termino perem-
torie praesigendo, sub poena praeclusi et perpetui silen-
tii,
aufgefordert und angewiesen werden sollen, damit obge-
dachtes Erbe einem oder mehreren sich zunächst legitimirenden
Erben und Anverwandten demnächst um- und zugeschrieben,
oder auch zum öffentlichen Verkauf gebracht werden könne.
Da nun diesem Petito gerichtlich deferirt, und dazu der 23ste
März a. c. per 2dum Proclama denno, pro termino
peremtorio,
angesetzet worden, als wird solches hiedurch be-
kannt gemacht.

[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] zu 9 Rthlr. N. Zweydrittel verpachtet. Holz und Torf iſt zum
Bedürfniß des Guts vorhanden. Die Onera realia und öffent-
liche Laſten des Guts ſind unbedeutend, ſo wie die Prieſter-
und Küſter-Gebühren. Bey der Beſichtigung des Guts wird
ſich ein jeder durch den Augenſchein überzeugen, daß dies Gut
keiner Empfehlung bedarf.




Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fürſt zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und
Stargard Herr ꝛc.

Laden auf unterthänigſte Bitte des Hoſraths Krüger hie-
ſelbſt, als Vormundes, und des hieſigen Advocaten Lettow,
qua litis curatoris des minderjährigen Sohnes Unſers ver-
ſtorbenen Hof- und Landgerichts-Procurators Nonnemann, alle
diejenigen, welche an dem Nachlaß des Verſtorbenen überhaupt,
beſonders aber an deſſen hieſelbſt in der Glevinſchen Straße be-
legenes Wohnhaus aus irgend einem Grunde rechtliche An-
ſprache machen zu können vermeynen, hiemit peremtorie gnä-
digſt und wollen, daß ſelbige am
ſieben und zwanzigſten März dieſes Jahrs,
Morgens um 10 Uhr, auf Unſerm Hof- und Landgericht er-
ſcheinen und ihre Forderungen ſpecifice angeben und rechtlicher
Art nach beſcheinigen, widrigenfalls aber mit Auflegung eines
ewigen Stillſchweigens auf ſtets präcludiret und abgewieſen zu
werden gewärtigen ſollen. W[o]rnach man ſich zu richten.


(L. S.)     Ad Mandatum Sereniſſimi proprium.
Vt.

C. A. v. Kielmannsegge.
J. H. Wulffleff.



Nachdem der bisherige hieſige Bürger Georg Ludewig Dö-
ling unverehelicht verſtorben, ſo werden hiemit alle diejenigen,
welche an deſſen Nachlaß als Erben oder ſonſt aus irgend einem
andern Grunde Anſpruch zu haben vermeynen, imgleichen die-
jenigen, welche annoch Capitalia, Gelder oder Pfänder von
ſelbigem beſitzen, öffentlich und bey Verluſt ihrer Rechte citiret
und verabladet, ſich damit am 26ſten Februar d. J., Morgens
11 Uhr, gehörig zu Rathhauſe zu melden.


In fidem:
J. H. E. Evers, Secr.



Dorum, im Lande Wurſten.

Zum anderweitigen gericht-
lichen Verkauf des der Wittwe Köhnen hieſelbſt zugehörenden
und an der langen Straße belegenen Hauſes cum pertinen-
tiis,
das ſich ſowohl zu einer bequemen Wohnung, als zur
Wirthſchaft oder zum Handel ſehr empfiehlt, iſt Termin auf
den 23ſten künftigen Monats Februar, Morgens 10 Uhr, in
gedachtem Hauſe anberahmet.

Königl. Churfürſtl. Voigtey-Gericht.




Lüneburg.

Wider alle, die ſich am 2ten Februar mit ihren
Anſprüchen an den Bürger und Weißbecker Thomas Ludewig
Wagener im Gerichte nicht gemeldet, iſt Decretum præclu-
ſivum
ausgefertiget.




E. E. Rathe des Städtchens Bergedorf haben Sophia
Margaretha, des verſtorbenen Hinrich Daniel Biehl Wittwe,
gebohrne Martin, cum Curatore, Nicolaus Hinrich Biehl in
Hamburg, Suſanna Maria, verwittwete Sthamer, gebohrne
Biehl, cum Curatore, Johann Georg Haſtedt uxor. noie.
Maria Eliſabeth, geb. Biehl, und Johann Hinrich Franck,
curat. noie. Hermann Michel Biehl, per Procuratorem im-
plorando
angezeigt, daß im December vorigen Jahrs hieſelbſt
der hieſige Bürger Hinrich Daniel Biehl verſtorben, und ſie,
Jmploranten, und reſpective ihre Ehefrau und Curandus, als
Wittwe und leibliche Geſchwiſter des Verſtorbenen, die einzigen
rechtmäßigen Jnteſtat-Erben des Nachlaſſes geworden ſeyn.
So wenig die Jmploranten, bey der Ordnung, worin ſolcher
ſich befindet, Schulden zu vermuthen haben, ſo wollten ſie
dennoch, um denſelben gehörig unter ſich vertheilen zu können,
und in rechtliche Gewißheit zu ſetzen, daß niemand Forderung
daran habe, um ein behufiges öffentliches Proclama gebeten
haben; E. E. Rath hat ihrem Petito deſeriret; heiſchet und
ladet demnach alle diejenigen, welche an den verſtorbenen Hin-
rich Daniel Biehl und deſſen Nachlaß einige Forderung oder
Anſprache, ſolche rühren her aus Rechnung, Schuldverſchrei-
bungen, Bürg- oder Pfandſchaften, oder woher ſie wollen, zu
haben vermeynen, daß ſie ſolche vor E. E. Rathe hieſelbſt ſpä-
[Spaltenumbruch] teſtens bis zum 5ten May dieſes Jahrs, als dem angeſetzten
termino peremtorio et præcluſivo, und zwar Auswärtige
durch einen hieſigen Mandatarium anzeigen und auf Erfordern
juſtificiren, widrigenfalls ſie gewärtigen ſollen, daß ſie nachher
nicht weiter damit gehöret, ſondern präcludiret und ihnen ein
ewiges Stillſchweigen auferlegt werde.


(L. S.)     Bürgermeiſter und Rath des Städtchens
Bergedorf.



E. hieſigen Wohllöbl. Niedergerichre haben Sr. Berge und
Comp. mand. noie. Sr. Johann Gabriel [Hu]nzicker in
Aarau im Canton Aargau, abermals implorando zu verneh-
men gegeben, welchergeſtalt am 30ſten September 1800 hie-
ſelbſt Franz Gabriel Hunzicker unverehelicht und ohne ein Te-
ſtament zu hinterlaſſen verſtorben wäre. Wenn nun gleich
deſſen lelblicher Vater und einziger geſetzlicher Jnteſtaterbe, Jo-
hann Gabriel Hunzicker, in Aarau im Canton Aargau, kein
Bedenken getragen hätte, die Erbſchaft ſeines gedachten ver-
ſtorbenen Sohnes pure anzutreten, ſo erachtete er es dennoch
zu ſeiner Beruhigung und um die vom löbl. Zehnten-Amte un-
ter Siegel genommene Verlaſſenſchaft mit Sicherheit in B[e]ſitz
nehmen zu können, zumal da der Verſtorbene außer ſeinen eige-
nen Geſchäfften auch die Handlungs-Angelegenheiten der Ge-
brüder Hoeslin in Trieſt betrieben und beſorgt hätte, welche
letztere, da das Mandatum des Defuncti durch dieſen Tod er-
loſchen, anitzt von den eigentlichen Erbſchafts-Gegenſtän-
den ſeparirt werden müßten, für nöthig, durch ſie, Jm-
ploranten, als ſeine gehörig conſtituirte Mandatarien, nach
Ablauf des erſten, um die Erkennung eines zweyten
Proclamatis geziemend zu erſuchen, wodurch alle und jede,
welche an die Verlaſſenſchaft des hieſelbſt verſtorbenen Franz
Gabriel Hunzicker ex capite hereditatis, vel crediti, vel
ex alio quocunque capite vel cauſa
Anſprüche oder For-
derungen zu haben vermeynten, dieſe vermeyntlichen Anſprüche
mögten nun die von dem Defuncto für eigene Rechnung, oder
auch die von demſelben zwar auf ſeinen privativen Namen,
jedoch als Geſchäfftsträger der Gebrüder Hoeslin in Trieſt be-
ſorgten Angelegenheiten concerniren, zur Angabe und Juſtifica-
tion derſelben und zwar Auswärtige p. Procur. ad acta con-
ſtitutum,
in einem von Gerichtswegen anzuberahmenden Ter-
min ſub pœna præcluſi et perpetui ſilentii aufgefordert,
und angewieſen würden. Dieſem Petito 2di Proclamatis iſt
gerichtlich deferiret und darauf der 23ſte März d. J. pro ter-
mino peremtorio
anberahmet worden; welches hiemit noti-
ficiret wird.




Es hat Sr. Johann Juſtus Schacht Einem hieſigen Wohl-
löblichen Niedergerichte implorando geziemend angezeigt, wie
er ſeit zwanzig Jahren über ein auf die Namen Catharina Eli-
ſabeth Koll, geb. Schacht, und Johann Hinrich Böſch, im
Stadt-Erbebuch geſchriebenes, in der Knochenhauerſtraße, ge-
genwärtig zwiſchen Erich Hinrich Hamann und Johann Daniel
Barthold Möller belegenes Erbe die Adminiſtration geführt.
Um ſich ſolcher einmal zu entledigen, ſähe derſelbe bey dem Be-
wußtſeyn, daß zwar einige Anverwandte von den in der Be-
ſchwerung des Erbes benannten Perſonen in dem Grade als
Brüder-Kinder exiſtiren, ſich dennoch gemüßigt, ein Proclama
dahin nachzuſuchen: Daß alle und jede, welche außer den be-
kannten und in dem angegebenen Grade ſich gleichwohl zu legi-
timirenden Perſonen an das auf die Namen Catharina Eliſa-
beth Koll, geb. Schacht, und Johann Hinrich Böſch, im Stadt-
Erbebuch geſchriebene, in der Knochenhauerſtraße, gegenwärtig
zwiſchen Erich Hinrich Hamann und Johann Daniel Barthold
Möller belegene Erbe, und den darin ſeit Ao. 1763, Nat. Ma-
riæ,
auf den Namen Johann Hinrich Böſch eingeſchriebenen
Poſten, ex capite hereditatis, oder ſonſt irgend einige recht-
liche Anſprüche und Forderungen zu haben vermeynen, zur
Angabe und Juſtification ihres Erbrechts, Auswärtige per
Procuratorem ad Acta conſtitutum, in termino perem-
torie præſigendo, ſub pœna præcluſi et perpetui ſilen-
tii,
aufgefordert und angewieſen werden ſollen, damit obge-
dachtes Erbe einem oder mehreren ſich zunächſt legitimirenden
Erben und Anverwandten demnächſt um- und zugeſchrieben,
oder auch zum öffentlichen Verkauf gebracht werden könne.
Da nun dieſem Petito gerichtlich deferirt, und dazu der 23ſte
März a. c. per 2dum Proclama denno, pro termino
peremtorio,
angeſetzet worden, als wird ſolches hiedurch be-
kannt gemacht.

[Ende Spaltensatz]
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[[12]/0012] zu 9 Rthlr. N. Zweydrittel verpachtet. Holz und Torf iſt zum Bedürfniß des Guts vorhanden. Die Onera realia und öffent- liche Laſten des Guts ſind unbedeutend, ſo wie die Prieſter- und Küſter-Gebühren. Bey der Beſichtigung des Guts wird ſich ein jeder durch den Augenſchein überzeugen, daß dies Gut keiner Empfehlung bedarf. Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu Mecklenburg, Fürſt zu Wenden, Schwerin und Ratze- burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und Stargard Herr ꝛc. Laden auf unterthänigſte Bitte des Hoſraths Krüger hie- ſelbſt, als Vormundes, und des hieſigen Advocaten Lettow, qua litis curatoris des minderjährigen Sohnes Unſers ver- ſtorbenen Hof- und Landgerichts-Procurators Nonnemann, alle diejenigen, welche an dem Nachlaß des Verſtorbenen überhaupt, beſonders aber an deſſen hieſelbſt in der Glevinſchen Straße be- legenes Wohnhaus aus irgend einem Grunde rechtliche An- ſprache machen zu können vermeynen, hiemit peremtorie gnä- digſt und wollen, daß ſelbige am ſieben und zwanzigſten März dieſes Jahrs, Morgens um 10 Uhr, auf Unſerm Hof- und Landgericht er- ſcheinen und ihre Forderungen ſpecifice angeben und rechtlicher Art nach beſcheinigen, widrigenfalls aber mit Auflegung eines ewigen Stillſchweigens auf ſtets präcludiret und abgewieſen zu werden gewärtigen ſollen. Wornach man ſich zu richten. Ge- geben Güſtrow, den 19ten Januar 1801. (L. S.) Ad Mandatum Sereniſſimi proprium. Vt. C. A. v. Kielmannsegge. J. H. Wulffleff. Nachdem der bisherige hieſige Bürger Georg Ludewig Dö- ling unverehelicht verſtorben, ſo werden hiemit alle diejenigen, welche an deſſen Nachlaß als Erben oder ſonſt aus irgend einem andern Grunde Anſpruch zu haben vermeynen, imgleichen die- jenigen, welche annoch Capitalia, Gelder oder Pfänder von ſelbigem beſitzen, öffentlich und bey Verluſt ihrer Rechte citiret und verabladet, ſich damit am 26ſten Februar d. J., Morgens 11 Uhr, gehörig zu Rathhauſe zu melden. Decretum a Senatu Mölln, den 15ten Januar 1801. In fidem: J. H. E. Evers, Secr. Dorum, im Lande Wurſten. Zum anderweitigen gericht- lichen Verkauf des der Wittwe Köhnen hieſelbſt zugehörenden und an der langen Straße belegenen Hauſes cum pertinen- tiis, das ſich ſowohl zu einer bequemen Wohnung, als zur Wirthſchaft oder zum Handel ſehr empfiehlt, iſt Termin auf den 23ſten künftigen Monats Februar, Morgens 10 Uhr, in gedachtem Hauſe anberahmet. Königl. Churfürſtl. Voigtey-Gericht. Lüneburg. Wider alle, die ſich am 2ten Februar mit ihren Anſprüchen an den Bürger und Weißbecker Thomas Ludewig Wagener im Gerichte nicht gemeldet, iſt Decretum præclu- ſivum ausgefertiget. E. E. Rathe des Städtchens Bergedorf haben Sophia Margaretha, des verſtorbenen Hinrich Daniel Biehl Wittwe, gebohrne Martin, cum Curatore, Nicolaus Hinrich Biehl in Hamburg, Suſanna Maria, verwittwete Sthamer, gebohrne Biehl, cum Curatore, Johann Georg Haſtedt uxor. noie. Maria Eliſabeth, geb. Biehl, und Johann Hinrich Franck, curat. noie. Hermann Michel Biehl, per Procuratorem im- plorando angezeigt, daß im December vorigen Jahrs hieſelbſt der hieſige Bürger Hinrich Daniel Biehl verſtorben, und ſie, Jmploranten, und reſpective ihre Ehefrau und Curandus, als Wittwe und leibliche Geſchwiſter des Verſtorbenen, die einzigen rechtmäßigen Jnteſtat-Erben des Nachlaſſes geworden ſeyn. So wenig die Jmploranten, bey der Ordnung, worin ſolcher ſich befindet, Schulden zu vermuthen haben, ſo wollten ſie dennoch, um denſelben gehörig unter ſich vertheilen zu können, und in rechtliche Gewißheit zu ſetzen, daß niemand Forderung daran habe, um ein behufiges öffentliches Proclama gebeten haben; E. E. Rath hat ihrem Petito deſeriret; heiſchet und ladet demnach alle diejenigen, welche an den verſtorbenen Hin- rich Daniel Biehl und deſſen Nachlaß einige Forderung oder Anſprache, ſolche rühren her aus Rechnung, Schuldverſchrei- bungen, Bürg- oder Pfandſchaften, oder woher ſie wollen, zu haben vermeynen, daß ſie ſolche vor E. E. Rathe hieſelbſt ſpä- teſtens bis zum 5ten May dieſes Jahrs, als dem angeſetzten termino peremtorio et præcluſivo, und zwar Auswärtige durch einen hieſigen Mandatarium anzeigen und auf Erfordern juſtificiren, widrigenfalls ſie gewärtigen ſollen, daß ſie nachher nicht weiter damit gehöret, ſondern präcludiret und ihnen ein ewiges Stillſchweigen auferlegt werde. Bergedorf, den 27ſten Januar 1801. (L. S.) Bürgermeiſter und Rath des Städtchens Bergedorf. E. hieſigen Wohllöbl. Niedergerichre haben Sr. Berge und Comp. mand. noie. Sr. Johann Gabriel Hunzicker in Aarau im Canton Aargau, abermals implorando zu verneh- men gegeben, welchergeſtalt am 30ſten September 1800 hie- ſelbſt Franz Gabriel Hunzicker unverehelicht und ohne ein Te- ſtament zu hinterlaſſen verſtorben wäre. Wenn nun gleich deſſen lelblicher Vater und einziger geſetzlicher Jnteſtaterbe, Jo- hann Gabriel Hunzicker, in Aarau im Canton Aargau, kein Bedenken getragen hätte, die Erbſchaft ſeines gedachten ver- ſtorbenen Sohnes pure anzutreten, ſo erachtete er es dennoch zu ſeiner Beruhigung und um die vom löbl. 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Procur. ad acta con- ſtitutum, in einem von Gerichtswegen anzuberahmenden Ter- min ſub pœna præcluſi et perpetui ſilentii aufgefordert, und angewieſen würden. Dieſem Petito 2di Proclamatis iſt gerichtlich deferiret und darauf der 23ſte März d. J. pro ter- mino peremtorio anberahmet worden; welches hiemit noti- ficiret wird. Hamburg, den 4ten Februar 1801. Es hat Sr. Johann Juſtus Schacht Einem hieſigen Wohl- löblichen Niedergerichte implorando geziemend angezeigt, wie er ſeit zwanzig Jahren über ein auf die Namen Catharina Eli- ſabeth Koll, geb. Schacht, und Johann Hinrich Böſch, im Stadt-Erbebuch geſchriebenes, in der Knochenhauerſtraße, ge- genwärtig zwiſchen Erich Hinrich Hamann und Johann Daniel Barthold Möller belegenes Erbe die Adminiſtration geführt. Um ſich ſolcher einmal zu entledigen, ſähe derſelbe bey dem Be- wußtſeyn, daß zwar einige Anverwandte von den in der Be- ſchwerung des Erbes benannten Perſonen in dem Grade als Brüder-Kinder exiſtiren, ſich dennoch gemüßigt, ein Proclama dahin nachzuſuchen: Daß alle und jede, welche außer den be- kannten und in dem angegebenen Grade ſich gleichwohl zu legi- timirenden Perſonen an das auf die Namen Catharina Eliſa- beth Koll, geb. Schacht, und Johann Hinrich Böſch, im Stadt- Erbebuch geſchriebene, in der Knochenhauerſtraße, gegenwärtig zwiſchen Erich Hinrich Hamann und Johann Daniel Barthold Möller belegene Erbe, und den darin ſeit Ao. 1763, Nat. Ma- riæ, auf den Namen Johann Hinrich Böſch eingeſchriebenen Poſten, ex capite hereditatis, oder ſonſt irgend einige recht- liche Anſprüche und Forderungen zu haben vermeynen, zur Angabe und Juſtification ihres Erbrechts, Auswärtige per Procuratorem ad Acta conſtitutum, in termino perem- torie præſigendo, ſub pœna præcluſi et perpetui ſilen- tii, aufgefordert und angewieſen werden ſollen, damit obge- dachtes Erbe einem oder mehreren ſich zunächſt legitimirenden Erben und Anverwandten demnächſt um- und zugeſchrieben, oder auch zum öffentlichen Verkauf gebracht werden könne. Da nun dieſem Petito gerichtlich deferirt, und dazu der 23ſte März a. c. per 2dum Proclama denno, pro termino peremtorio, angeſetzet worden, als wird ſolches hiedurch be- kannt gemacht. Hamburg, 1801.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten, Nr. 26, 14. Februar 1801, S. [12]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_261402_1801/12>, abgerufen am 13.11.2018.