Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 72, Hamburg, 5. Mai 1790.

Bild:
<< vorherige Seite

[Spaltenumbruch] Nachricht bestätigt, daß der Holländische Ostindien-
fahrer, Doggerbank, unweit Java verlohren gegangen.
Er war für 100000 Pf. Sterl. assecurirt, und einige
unsere hiesigen Assecuradeurs machten gestern auf Loyds
Coffeehause lange und saure Gesichter. Man hatte seit
4 Monaten von dem Schiffe nichts gehört, und am
Sonnabend wurden 70 Guineen Prämie fürs hundert
darauf geboten.

Der Graf von Rohde, Königl. Preußischer Gesandte
am Königl. Portugiesischen Hofe, ist dem Könige und
der Königinn durch den hiesigen Preußischen Gesand-
ten, Herrn von Alvensleben, vorgestellt worden.




Gestern kam hier ein Courier aus Berlin an, und
heute versichert man, daß unser Hof mit dem Preußi-
schen noch ferner alle Mühe anwende, um einen allge-
meinen Frieden zwischen den kriegführenden Mächten
zu Stande zu bringen; daß aber, wenn diese Verwen-
dung fruchtlos seyn sollte, alsdenn ein Krieg zwischen
Oesterreich und Preußen unvermeidlich seyn werde,
bey welchem England alsdenn vielleicht nicht gleich-
gültig bleiben dürfte.


Vorgestern gieng ein Englischer Courier, von Con-
stantinopel kommend, durch diese Stadt nach London.


Man hat hier sichere Nachricht von unserer Armee,
aus welcher erhellet, daß die meisten Officiers, welche
in der Sache des Generals van der Meersch verwickelt
gewesen, erklärt haben, daß sie dazu verleitet worden,
und daß sie zu ihrer Pflicht zurückgekehrt wären, so
daß nun die Ruhe bey der Armee völlig hergestellt zu
seyn scheint. Die beyden Herren von dem souverainen
Congreß zu Brüssel befinden sich als Deputirte zu Felde
bey den Generals Schönfeldt und Dirick; die Vorpo-
sten find mit frischen Truppen verstäckt, und mit
13 Kanonen weiter vorgerückt; die Cavallerie ist mit
allem überflüßig versehen; auch haben unsere Truppen
die Stadt Huy, zwischen Namur und Lüttich, gut be-
setzt, um den Oesterreichern die Zufuhr beschwerlicher
zu machen, und sie desto leichter aus Marche vertrei-
ben zu können.

Die Oesterreichischen Kriegsgefangenen aus dieser
Stadt und Gent sind nach Namur gebracht worden,
um daselbst ausgewechselt zu werden. Zu Gent soll
das Mißvergnügen der Bürger über den Aufenthalt
des Generals van der Meersch auf unserer Citadelle
auch nicht so groß seyn, wie es anfangs ausgegeben
worden.


Da Se. Königl. Majestät von Schweden bereits
1788 ein Kaper-Reglement abgefasset haben, solches
aber erst im vergangenen März-Monat durch Jhren
Staatsminister, Herrn von Duben, dem Holländischen
zu Stockholm residirenden Gesandten zustellen lassen;
so ist ein Theil desselben nicht eher, als den 13ten des
v. M. den Generalstaaten bekannt worden. Da nun
in dem gedachten Reglement, unter anderen Artikeln
von contrebanden Waaren, auch Geld gerechnet, und
der Handel auf Rußland sehr stark mit baarem Gelde
getrieben wird, weshalb auch von Zeit zu Zeit sehr
ansehnliche Summen dahin geschickt werden; so hat
diese Bestimmung Sr. Schwedischen Majestät bey
[Spaltenumbruch] demjenigen Theil unserer Nation, welche nach Ruß-
land Handlung treibt, natürlich eine große Verlegen-
heit verursacht. Dies ist von dem Erfolg gewesen,
daß sich die Directeurs des Moskovischen Handels, und
eine Anzahl ansehnlicher Amsterdammer Kaufleute an
die Generalstaaten gewendet haben, um Jhro Hoch-
mögenden Jnterceßion hierinn bey gedachter Sr. Ma-
jestät zum Behuf der Handlung dieser Lande zu suchen.
Die Generalstaaten haben auch für gut befunden,
Jhrem Minister zu Stockholm den Auftrag zu geben,
bey dem Schwedischen Hofe auf die Einziehung des
gedachten Reglements zu dringen, in so fern dasselbe
das baare Geld unter contrebande Güter rechnet; auch
auf die unmittelbare Freygebung des baaren Geldes,
welches vor der Zeit, da das Geld für Contrebande
erklärt worden, von hier abgeschickt ist, im Fall un-
verhofft etwas von selbigem möchte angehalten oder
aufgebracht seyn.

Man hat Nachricht, daß die erste Division der aus
Lüttich marschirten Preußen den 21sten des v. M.
längs Venloo marschirt ist. Die übrigen haben selbi-
ger folgen sollen. Es heißt, daß sie vors erste bis
Keevelaar und andern kleinen Orten gehen dürften.
Sie haben sonst ihre Garnisonen zu Wesel, Ham und
Bielefeld gehabt.

Man will jetzt mit Zuverläßigkeit versichern, daß die
Gerüchte von einer Verbindung der Höfe von Madrid,
Turin und Neapolis, zur Bewirkung einer Contre-
Revolution in Frankreich, gänzlich ungegründet sind,
wofür sie der zu Madrid residirende Französische Both-
schafter officialiter erklärt hat.

Man vernimmt aus Brüssel, daß der Procurator
des Generals van der Meersch, Herr Sandelin, den
Staaten von Flandern ein Memoire zur Vertheidi-
gung des gedachten Generals übergeben hat, worinn
er in dessen Namen gegen den wider ihn errichteten
Kriegsrath und dessen Proceduren protestirt.


Der General von Berlemont, ehemaliger Chef des
dimittirten Regiments des Fürsten Bischofs, hat seine
Stelle niedergelegt.


Der Fürst Bischof hat ein Manifest an die Einwoh-
ner dieses Landes ergehen lassen, welches wesentlich
Folgendes enthält:

"Die Verläumdung, welche bisher meine lobens-
würdigsten Absichten vergiftet hat, sucht noch immer
meine Bemühungen, die Ruhe im Lande wieder her-
zustellen, verdächtig zu machen. Jch liebe meine Un-
terthanen zu sehr, als daß ich sie nicht warnen sollte,
gegen die falschen Eindrücke auf ihrer Hut zu seyn,
welche man ihnen in Betreff meiner väterlichen Ge-
sinnungen beyzubringen sucht. Mein Eid und meine
Pflicht erfordern es, daß ich die Ausführung der
Kayserl. Decrete reclamire. Es ist euer Fürst, euer
Bischof, euer Vater, der euch zu sich ruft. Nie,
meine Kinder, ist mir der Gedanke in dem Sinn ge-
kommen, euch zu quälen, eure Rechte, oder die Grund-
gesetze des Landes zu verletzen. -- Niemand von euch
soll beunruhigt werden, wenn er sich nur nicht den
Decreten unsers obersten Richters auf eine strafbare
Weise widersetzt. Ja, ob ich gleich überzeugt bin,
daß die Regierung, unter welcher ihr seit mehr als
100 Jahren frey und glücklich gelebt habt, für das

[Spaltenumbruch] Nachricht beſtaͤtigt, daß der Hollaͤndiſche Oſtindien-
fahrer, Doggerbank, unweit Java verlohren gegangen.
Er war fuͤr 100000 Pf. Sterl. aſſecurirt, und einige
unſere hieſigen Aſſecuradeurs machten geſtern auf Loyds
Coffeehauſe lange und ſaure Geſichter. Man hatte ſeit
4 Monaten von dem Schiffe nichts gehoͤrt, und am
Sonnabend wurden 70 Guineen Praͤmie fuͤrs hundert
darauf geboten.

Der Graf von Rohde, Koͤnigl. Preußiſcher Geſandte
am Koͤnigl. Portugieſiſchen Hofe, iſt dem Koͤnige und
der Koͤniginn durch den hieſigen Preußiſchen Geſand-
ten, Herrn von Alvensleben, vorgeſtellt worden.




Geſtern kam hier ein Courier aus Berlin an, und
heute verſichert man, daß unſer Hof mit dem Preußi-
ſchen noch ferner alle Muͤhe anwende, um einen allge-
meinen Frieden zwiſchen den kriegfuͤhrenden Maͤchten
zu Stande zu bringen; daß aber, wenn dieſe Verwen-
dung fruchtlos ſeyn ſollte, alsdenn ein Krieg zwiſchen
Oeſterreich und Preußen unvermeidlich ſeyn werde,
bey welchem England alsdenn vielleicht nicht gleich-
guͤltig bleiben duͤrfte.


Vorgeſtern gieng ein Engliſcher Courier, von Con-
ſtantinopel kommend, durch dieſe Stadt nach London.


Man hat hier ſichere Nachricht von unſerer Armee,
aus welcher erhellet, daß die meiſten Officiers, welche
in der Sache des Generals van der Meerſch verwickelt
geweſen, erklaͤrt haben, daß ſie dazu verleitet worden,
und daß ſie zu ihrer Pflicht zuruͤckgekehrt waͤren, ſo
daß nun die Ruhe bey der Armee voͤllig hergeſtellt zu
ſeyn ſcheint. Die beyden Herren von dem ſouverainen
Congreß zu Bruͤſſel befinden ſich als Deputirte zu Felde
bey den Generals Schoͤnfeldt und Dirick; die Vorpo-
ſten find mit friſchen Truppen verſtaͤckt, und mit
13 Kanonen weiter vorgeruͤckt; die Cavallerie iſt mit
allem uͤberfluͤßig verſehen; auch haben unſere Truppen
die Stadt Huy, zwiſchen Namur und Luͤttich, gut be-
ſetzt, um den Oeſterreichern die Zufuhr beſchwerlicher
zu machen, und ſie deſto leichter aus Marche vertrei-
ben zu koͤnnen.

Die Oeſterreichiſchen Kriegsgefangenen aus dieſer
Stadt und Gent ſind nach Namur gebracht worden,
um daſelbſt ausgewechſelt zu werden. Zu Gent ſoll
das Mißvergnuͤgen der Buͤrger uͤber den Aufenthalt
des Generals van der Meerſch auf unſerer Citadelle
auch nicht ſo groß ſeyn, wie es anfangs ausgegeben
worden.


Da Se. Koͤnigl. Majeſtaͤt von Schweden bereits
1788 ein Kaper-Reglement abgefaſſet haben, ſolches
aber erſt im vergangenen Maͤrz-Monat durch Jhren
Staatsminiſter, Herrn von Duben, dem Hollaͤndiſchen
zu Stockholm reſidirenden Geſandten zuſtellen laſſen;
ſo iſt ein Theil deſſelben nicht eher, als den 13ten des
v. M. den Generalſtaaten bekannt worden. Da nun
in dem gedachten Reglement, unter anderen Artikeln
von contrebanden Waaren, auch Geld gerechnet, und
der Handel auf Rußland ſehr ſtark mit baarem Gelde
getrieben wird, weshalb auch von Zeit zu Zeit ſehr
anſehnliche Summen dahin geſchickt werden; ſo hat
dieſe Beſtimmung Sr. Schwediſchen Majeſtaͤt bey
[Spaltenumbruch] demjenigen Theil unſerer Nation, welche nach Ruß-
land Handlung treibt, natuͤrlich eine große Verlegen-
heit verurſacht. Dies iſt von dem Erfolg geweſen,
daß ſich die Directeurs des Moſkoviſchen Handels, und
eine Anzahl anſehnlicher Amſterdammer Kaufleute an
die Generalſtaaten gewendet haben, um Jhro Hoch-
moͤgenden Jnterceßion hierinn bey gedachter Sr. Ma-
jeſtaͤt zum Behuf der Handlung dieſer Lande zu ſuchen.
Die Generalſtaaten haben auch fuͤr gut befunden,
Jhrem Miniſter zu Stockholm den Auftrag zu geben,
bey dem Schwediſchen Hofe auf die Einziehung des
gedachten Reglements zu dringen, in ſo fern daſſelbe
das baare Geld unter contrebande Guͤter rechnet; auch
auf die unmittelbare Freygebung des baaren Geldes,
welches vor der Zeit, da das Geld fuͤr Contrebande
erklaͤrt worden, von hier abgeſchickt iſt, im Fall un-
verhofft etwas von ſelbigem moͤchte angehalten oder
aufgebracht ſeyn.

Man hat Nachricht, daß die erſte Diviſion der aus
Luͤttich marſchirten Preußen den 21ſten des v. M.
laͤngs Venloo marſchirt iſt. Die uͤbrigen haben ſelbi-
ger folgen ſollen. Es heißt, daß ſie vors erſte bis
Keevelaar und andern kleinen Orten gehen duͤrften.
Sie haben ſonſt ihre Garniſonen zu Weſel, Ham und
Bielefeld gehabt.

Man will jetzt mit Zuverlaͤßigkeit verſichern, daß die
Geruͤchte von einer Verbindung der Hoͤfe von Madrid,
Turin und Neapolis, zur Bewirkung einer Contre-
Revolution in Frankreich, gaͤnzlich ungegruͤndet ſind,
wofuͤr ſie der zu Madrid reſidirende Franzoͤſiſche Both-
ſchafter officialiter erklaͤrt hat.

Man vernimmt aus Bruͤſſel, daß der Procurator
des Generals van der Meerſch, Herr Sandelin, den
Staaten von Flandern ein Memoire zur Vertheidi-
gung des gedachten Generals uͤbergeben hat, worinn
er in deſſen Namen gegen den wider ihn errichteten
Kriegsrath und deſſen Proceduren proteſtirt.


Der General von Berlemont, ehemaliger Chef des
dimittirten Regiments des Fuͤrſten Biſchofs, hat ſeine
Stelle niedergelegt.


Der Fuͤrſt Biſchof hat ein Manifeſt an die Einwoh-
ner dieſes Landes ergehen laſſen, welches weſentlich
Folgendes enthaͤlt:

“Die Verlaͤumdung, welche bisher meine lobens-
wuͤrdigſten Abſichten vergiftet hat, ſucht noch immer
meine Bemuͤhungen, die Ruhe im Lande wieder her-
zuſtellen, verdaͤchtig zu machen. Jch liebe meine Un-
terthanen zu ſehr, als daß ich ſie nicht warnen ſollte,
gegen die falſchen Eindruͤcke auf ihrer Hut zu ſeyn,
welche man ihnen in Betreff meiner vaͤterlichen Ge-
ſinnungen beyzubringen ſucht. Mein Eid und meine
Pflicht erfordern es, daß ich die Ausfuͤhrung der
Kayſerl. Decrete reclamire. Es iſt euer Fuͤrſt, euer
Biſchof, euer Vater, der euch zu ſich ruft. Nie,
meine Kinder, iſt mir der Gedanke in dem Sinn ge-
kommen, euch zu quaͤlen, eure Rechte, oder die Grund-
geſetze des Landes zu verletzen. — Niemand von euch
ſoll beunruhigt werden, wenn er ſich nur nicht den
Decreten unſers oberſten Richters auf eine ſtrafbare
Weiſe widerſetzt. Ja, ob ich gleich uͤberzeugt bin,
daß die Regierung, unter welcher ihr ſeit mehr als
100 Jahren frey und gluͤcklich gelebt habt, fuͤr das

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div type="jPoliticalNews">
          <div type="jArticle">
            <div type="jArticle">
              <p><pb facs="#f0002" n="[2]"/><cb/>
Nachricht be&#x017F;ta&#x0364;tigt, daß der
                         Holla&#x0364;ndi&#x017F;che O&#x017F;tindien-<lb/>
fahrer, Doggerbank, unweit
                         Java verlohren gegangen.<lb/>
Er war fu&#x0364;r 100000 Pf. Sterl.
                         a&#x017F;&#x017F;ecurirt, und einige<lb/>
un&#x017F;ere hie&#x017F;igen
                         A&#x017F;&#x017F;ecuradeurs machten ge&#x017F;tern auf
                         Loyds<lb/>
Coffeehau&#x017F;e lange und &#x017F;aure Ge&#x017F;ichter. Man
                         hatte &#x017F;eit<lb/>
4 Monaten von dem Schiffe nichts geho&#x0364;rt, und
                         am<lb/>
Sonnabend wurden 70 Guineen Pra&#x0364;mie fu&#x0364;rs
                         hundert<lb/>
darauf geboten.</p><lb/>
              <p>Der Graf von Rohde, Ko&#x0364;nigl. Preußi&#x017F;cher Ge&#x017F;andte<lb/>
am
                         Ko&#x0364;nigl. Portugie&#x017F;i&#x017F;chen Hofe, i&#x017F;t dem
                         Ko&#x0364;nige und<lb/>
der Ko&#x0364;niginn durch den hie&#x017F;igen
                         Preußi&#x017F;chen Ge&#x017F;and-<lb/>
ten, Herrn von Alvensleben,
                         vorge&#x017F;tellt worden.</p>
            </div><lb/>
            <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
            <div type="jArticle">
              <p>Ge&#x017F;tern kam hier ein Courier aus Berlin an, und<lb/>
heute
                         ver&#x017F;ichert man, daß un&#x017F;er Hof mit dem Preußi-<lb/>
&#x017F;chen
                         noch ferner alle Mu&#x0364;he anwende, um einen allge-<lb/>
meinen Frieden
                         zwi&#x017F;chen den kriegfu&#x0364;hrenden Ma&#x0364;chten<lb/>
zu Stande zu
                         bringen; daß aber, wenn die&#x017F;e Verwen-<lb/>
dung fruchtlos &#x017F;eyn
                         &#x017F;ollte, alsdenn ein Krieg zwi&#x017F;chen<lb/>
Oe&#x017F;terreich und
                         Preußen unvermeidlich &#x017F;eyn werde,<lb/>
bey welchem England alsdenn
                         vielleicht nicht gleich-<lb/>
gu&#x0364;ltig bleiben du&#x0364;rfte.</p>
            </div>
          </div><lb/>
          <div type="jArticle">
            <dateline> <hi rendition="#c"><hi rendition="#fr">O&#x017F;tende,</hi> den 25 April.</hi> </dateline><lb/>
            <p>Vorge&#x017F;tern gieng ein Engli&#x017F;cher Courier, von
                         Con-<lb/>
&#x017F;tantinopel kommend, durch die&#x017F;e Stadt nach
                         London.</p>
          </div><lb/>
          <div type="jArticle">
            <dateline> <hi rendition="#c"><hi rendition="#fr">Antwerpen,</hi> den 26 April.</hi> </dateline><lb/>
            <p>Man hat hier &#x017F;ichere Nachricht von un&#x017F;erer Armee,<lb/>
aus
                         welcher erhellet, daß die mei&#x017F;ten Officiers, welche<lb/>
in der Sache
                         des Generals van der Meer&#x017F;ch verwickelt<lb/>
gewe&#x017F;en,
                         erkla&#x0364;rt haben, daß &#x017F;ie dazu verleitet worden,<lb/>
und daß
                         &#x017F;ie zu ihrer Pflicht zuru&#x0364;ckgekehrt wa&#x0364;ren,
                         &#x017F;o<lb/>
daß nun die Ruhe bey der Armee vo&#x0364;llig
                         herge&#x017F;tellt zu<lb/>
&#x017F;eyn &#x017F;cheint. Die beyden Herren von
                         dem &#x017F;ouverainen<lb/>
Congreß zu Bru&#x0364;&#x017F;&#x017F;el befinden
                         &#x017F;ich als Deputirte zu Felde<lb/>
bey den Generals Scho&#x0364;nfeldt
                         und Dirick; die Vorpo-<lb/>
&#x017F;ten find mit fri&#x017F;chen Truppen
                         ver&#x017F;ta&#x0364;ckt, und mit<lb/>
13 Kanonen weiter vorgeru&#x0364;ckt;
                         die Cavallerie i&#x017F;t mit<lb/>
allem u&#x0364;berflu&#x0364;ßig
                         ver&#x017F;ehen; auch haben un&#x017F;ere Truppen<lb/>
die Stadt Huy,
                         zwi&#x017F;chen Namur und Lu&#x0364;ttich, gut be-<lb/>
&#x017F;etzt, um den
                         Oe&#x017F;terreichern die Zufuhr be&#x017F;chwerlicher<lb/>
zu machen, und
                         &#x017F;ie de&#x017F;to leichter aus Marche vertrei-<lb/>
ben zu
                         ko&#x0364;nnen.</p><lb/>
            <p>Die Oe&#x017F;terreichi&#x017F;chen Kriegsgefangenen aus
                         die&#x017F;er<lb/>
Stadt und Gent &#x017F;ind nach Namur gebracht
                         worden,<lb/>
um da&#x017F;elb&#x017F;t ausgewech&#x017F;elt zu werden. Zu
                         Gent &#x017F;oll<lb/>
das Mißvergnu&#x0364;gen der Bu&#x0364;rger
                         u&#x0364;ber den Aufenthalt<lb/>
des Generals van der Meer&#x017F;ch auf
                         un&#x017F;erer Citadelle<lb/>
auch nicht &#x017F;o groß &#x017F;eyn, wie es
                         anfangs ausgegeben<lb/>
worden.</p>
          </div><lb/>
          <div type="jArticle">
            <dateline> <hi rendition="#c"><hi rendition="#fr">Haag,</hi> den 1 May.</hi> </dateline><lb/>
            <p>Da Se. Ko&#x0364;nigl. Maje&#x017F;ta&#x0364;t von Schweden bereits<lb/>
1788
                             ein Kaper-Reglement abgefa&#x017F;&#x017F;et haben,
                             &#x017F;olches<lb/>
aber er&#x017F;t im vergangenen Ma&#x0364;rz-Monat
                             durch Jhren<lb/>
Staatsmini&#x017F;ter, Herrn von Duben, dem
                             Holla&#x0364;ndi&#x017F;chen<lb/>
zu Stockholm re&#x017F;idirenden
                             Ge&#x017F;andten zu&#x017F;tellen la&#x017F;&#x017F;en;<lb/>
&#x017F;o
                             i&#x017F;t ein Theil de&#x017F;&#x017F;elben nicht eher, als den 13ten
                             des<lb/>
v. M. den General&#x017F;taaten bekannt worden. Da nun<lb/>
in
                             dem gedachten Reglement, unter anderen Artikeln<lb/>
von contrebanden
                             Waaren, auch <hi rendition="#fr">Geld</hi> gerechnet, und<lb/>
der Handel
                             auf Rußland &#x017F;ehr &#x017F;tark mit baarem Gelde<lb/>
getrieben
                             wird, weshalb auch von Zeit zu Zeit &#x017F;ehr<lb/>
an&#x017F;ehnliche
                             Summen dahin ge&#x017F;chickt werden; &#x017F;o hat<lb/>
die&#x017F;e
                             Be&#x017F;timmung Sr. Schwedi&#x017F;chen Maje&#x017F;ta&#x0364;t
                             bey<lb/><cb/>
demjenigen Theil un&#x017F;erer Nation, welche nach
                             Ruß-<lb/>
land Handlung treibt, natu&#x0364;rlich eine große
                             Verlegen-<lb/>
heit verur&#x017F;acht. Dies i&#x017F;t von dem Erfolg
                             gewe&#x017F;en,<lb/>
daß &#x017F;ich die Directeurs des
                             Mo&#x017F;kovi&#x017F;chen Handels, und<lb/>
eine Anzahl
                             an&#x017F;ehnlicher Am&#x017F;terdammer Kaufleute an<lb/>
die
                             General&#x017F;taaten gewendet haben, um Jhro Hoch-<lb/>
mo&#x0364;genden
                             Jnterceßion hierinn bey gedachter Sr. Ma-<lb/>
je&#x017F;ta&#x0364;t zum
                             Behuf der Handlung die&#x017F;er Lande zu &#x017F;uchen.<lb/>
Die
                             General&#x017F;taaten haben auch fu&#x0364;r gut befunden,<lb/>
Jhrem
                             Mini&#x017F;ter zu Stockholm den Auftrag zu geben,<lb/>
bey dem
                             Schwedi&#x017F;chen Hofe auf die Einziehung des<lb/>
gedachten Reglements
                             zu dringen, in &#x017F;o fern da&#x017F;&#x017F;elbe<lb/>
das baare Geld
                             unter contrebande Gu&#x0364;ter rechnet; auch<lb/>
auf die unmittelbare
                             Freygebung des baaren Geldes,<lb/>
welches vor der Zeit, da das Geld
                             fu&#x0364;r Contrebande<lb/>
erkla&#x0364;rt worden, von hier
                             abge&#x017F;chickt i&#x017F;t, im Fall un-<lb/>
verhofft etwas von
                             &#x017F;elbigem mo&#x0364;chte angehalten oder<lb/>
aufgebracht
                             &#x017F;eyn.</p><lb/>
            <p>Man hat Nachricht, daß die er&#x017F;te Divi&#x017F;ion der
                         aus<lb/>
Lu&#x0364;ttich mar&#x017F;chirten Preußen den 21&#x017F;ten des v.
                         M.<lb/>
la&#x0364;ngs Venloo mar&#x017F;chirt i&#x017F;t. Die u&#x0364;brigen
                         haben &#x017F;elbi-<lb/>
ger folgen &#x017F;ollen. Es heißt, daß &#x017F;ie
                         vors er&#x017F;te bis<lb/>
Keevelaar und andern kleinen Orten gehen
                         du&#x0364;rften.<lb/>
Sie haben &#x017F;on&#x017F;t ihre Garni&#x017F;onen zu
                         We&#x017F;el, Ham und<lb/>
Bielefeld gehabt.</p><lb/>
            <p>Man will jetzt mit Zuverla&#x0364;ßigkeit ver&#x017F;ichern, daß
                         die<lb/>
Geru&#x0364;chte von einer Verbindung der Ho&#x0364;fe von
                         Madrid,<lb/>
Turin und Neapolis, zur Bewirkung einer Contre-<lb/>
Revolution
                         in Frankreich, ga&#x0364;nzlich ungegru&#x0364;ndet
                         &#x017F;ind,<lb/>
wofu&#x0364;r &#x017F;ie der zu Madrid re&#x017F;idirende
                         Franzo&#x0364;&#x017F;i&#x017F;che Both-<lb/>
&#x017F;chafter officialiter
                         erkla&#x0364;rt hat.</p><lb/>
            <p>Man vernimmt aus Bru&#x0364;&#x017F;&#x017F;el, daß der Procurator<lb/>
des
                         Generals van der Meer&#x017F;ch, Herr Sandelin, den<lb/>
Staaten von Flandern
                         ein Memoire zur Vertheidi-<lb/>
gung des gedachten Generals u&#x0364;bergeben
                         hat, worinn<lb/>
er in de&#x017F;&#x017F;en Namen gegen den wider ihn
                         errichteten<lb/>
Kriegsrath und de&#x017F;&#x017F;en Proceduren
                         prote&#x017F;tirt.</p>
          </div><lb/>
          <div type="jArticle">
            <dateline> <hi rendition="#c"><hi rendition="#fr">Schreiben aus Lu&#x0364;ttich,</hi> vom 28
                         April.</hi> </dateline><lb/>
            <p>Der General von Berlemont, ehemaliger Chef des<lb/>
dimittirten Regiments des
                         Fu&#x0364;r&#x017F;ten Bi&#x017F;chofs, hat &#x017F;eine<lb/>
Stelle
                         niedergelegt.</p><lb/>
          </div>
          <div type="letter">
            <p>Der Fu&#x0364;r&#x017F;t Bi&#x017F;chof hat ein Manife&#x017F;t an die
                         Einwoh-<lb/>
ner die&#x017F;es Landes ergehen la&#x017F;&#x017F;en, welches
                         we&#x017F;entlich<lb/>
Folgendes entha&#x0364;lt:</p><lb/>
            <p>&#x201C;Die Verla&#x0364;umdung, welche bisher meine
                         lobens-<lb/>
wu&#x0364;rdig&#x017F;ten Ab&#x017F;ichten vergiftet hat,
                         &#x017F;ucht noch immer<lb/>
meine Bemu&#x0364;hungen, die Ruhe im Lande
                         wieder her-<lb/>
zu&#x017F;tellen, verda&#x0364;chtig zu machen. Jch liebe
                         meine Un-<lb/>
terthanen zu &#x017F;ehr, als daß ich &#x017F;ie nicht warnen
                         &#x017F;ollte,<lb/>
gegen die fal&#x017F;chen Eindru&#x0364;cke auf ihrer Hut
                         zu &#x017F;eyn,<lb/>
welche man ihnen in Betreff meiner va&#x0364;terlichen
                         Ge-<lb/>
&#x017F;innungen beyzubringen &#x017F;ucht. Mein Eid und
                         meine<lb/>
Pflicht erfordern es, daß ich die Ausfu&#x0364;hrung
                         der<lb/>
Kay&#x017F;erl. Decrete reclamire. Es i&#x017F;t euer
                         Fu&#x0364;r&#x017F;t, euer<lb/>
Bi&#x017F;chof, euer Vater, der euch zu
                         &#x017F;ich ruft. Nie,<lb/>
meine Kinder, i&#x017F;t mir der Gedanke in dem
                         Sinn ge-<lb/>
kommen, euch zu qua&#x0364;len, eure Rechte, oder die
                         Grund-<lb/>
ge&#x017F;etze des Landes zu verletzen. &#x2014; Niemand von
                         euch<lb/>
&#x017F;oll beunruhigt werden, wenn er &#x017F;ich nur nicht
                         den<lb/>
Decreten un&#x017F;ers ober&#x017F;ten Richters auf eine
                         &#x017F;trafbare<lb/>
Wei&#x017F;e wider&#x017F;etzt. Ja, ob ich gleich
                         u&#x0364;berzeugt bin,<lb/>
daß die Regierung, unter welcher ihr &#x017F;eit
                         mehr als<lb/>
100 Jahren frey und glu&#x0364;cklich gelebt habt, fu&#x0364;r
                             das<lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[2]/0002] Nachricht beſtaͤtigt, daß der Hollaͤndiſche Oſtindien- fahrer, Doggerbank, unweit Java verlohren gegangen. Er war fuͤr 100000 Pf. Sterl. aſſecurirt, und einige unſere hieſigen Aſſecuradeurs machten geſtern auf Loyds Coffeehauſe lange und ſaure Geſichter. Man hatte ſeit 4 Monaten von dem Schiffe nichts gehoͤrt, und am Sonnabend wurden 70 Guineen Praͤmie fuͤrs hundert darauf geboten. Der Graf von Rohde, Koͤnigl. Preußiſcher Geſandte am Koͤnigl. Portugieſiſchen Hofe, iſt dem Koͤnige und der Koͤniginn durch den hieſigen Preußiſchen Geſand- ten, Herrn von Alvensleben, vorgeſtellt worden. Geſtern kam hier ein Courier aus Berlin an, und heute verſichert man, daß unſer Hof mit dem Preußi- ſchen noch ferner alle Muͤhe anwende, um einen allge- meinen Frieden zwiſchen den kriegfuͤhrenden Maͤchten zu Stande zu bringen; daß aber, wenn dieſe Verwen- dung fruchtlos ſeyn ſollte, alsdenn ein Krieg zwiſchen Oeſterreich und Preußen unvermeidlich ſeyn werde, bey welchem England alsdenn vielleicht nicht gleich- guͤltig bleiben duͤrfte. Oſtende, den 25 April. Vorgeſtern gieng ein Engliſcher Courier, von Con- ſtantinopel kommend, durch dieſe Stadt nach London. Antwerpen, den 26 April. Man hat hier ſichere Nachricht von unſerer Armee, aus welcher erhellet, daß die meiſten Officiers, welche in der Sache des Generals van der Meerſch verwickelt geweſen, erklaͤrt haben, daß ſie dazu verleitet worden, und daß ſie zu ihrer Pflicht zuruͤckgekehrt waͤren, ſo daß nun die Ruhe bey der Armee voͤllig hergeſtellt zu ſeyn ſcheint. Die beyden Herren von dem ſouverainen Congreß zu Bruͤſſel befinden ſich als Deputirte zu Felde bey den Generals Schoͤnfeldt und Dirick; die Vorpo- ſten find mit friſchen Truppen verſtaͤckt, und mit 13 Kanonen weiter vorgeruͤckt; die Cavallerie iſt mit allem uͤberfluͤßig verſehen; auch haben unſere Truppen die Stadt Huy, zwiſchen Namur und Luͤttich, gut be- ſetzt, um den Oeſterreichern die Zufuhr beſchwerlicher zu machen, und ſie deſto leichter aus Marche vertrei- ben zu koͤnnen. Die Oeſterreichiſchen Kriegsgefangenen aus dieſer Stadt und Gent ſind nach Namur gebracht worden, um daſelbſt ausgewechſelt zu werden. Zu Gent ſoll das Mißvergnuͤgen der Buͤrger uͤber den Aufenthalt des Generals van der Meerſch auf unſerer Citadelle auch nicht ſo groß ſeyn, wie es anfangs ausgegeben worden. Haag, den 1 May. Da Se. Koͤnigl. Majeſtaͤt von Schweden bereits 1788 ein Kaper-Reglement abgefaſſet haben, ſolches aber erſt im vergangenen Maͤrz-Monat durch Jhren Staatsminiſter, Herrn von Duben, dem Hollaͤndiſchen zu Stockholm reſidirenden Geſandten zuſtellen laſſen; ſo iſt ein Theil deſſelben nicht eher, als den 13ten des v. M. den Generalſtaaten bekannt worden. Da nun in dem gedachten Reglement, unter anderen Artikeln von contrebanden Waaren, auch Geld gerechnet, und der Handel auf Rußland ſehr ſtark mit baarem Gelde getrieben wird, weshalb auch von Zeit zu Zeit ſehr anſehnliche Summen dahin geſchickt werden; ſo hat dieſe Beſtimmung Sr. Schwediſchen Majeſtaͤt bey demjenigen Theil unſerer Nation, welche nach Ruß- land Handlung treibt, natuͤrlich eine große Verlegen- heit verurſacht. Dies iſt von dem Erfolg geweſen, daß ſich die Directeurs des Moſkoviſchen Handels, und eine Anzahl anſehnlicher Amſterdammer Kaufleute an die Generalſtaaten gewendet haben, um Jhro Hoch- moͤgenden Jnterceßion hierinn bey gedachter Sr. Ma- jeſtaͤt zum Behuf der Handlung dieſer Lande zu ſuchen. Die Generalſtaaten haben auch fuͤr gut befunden, Jhrem Miniſter zu Stockholm den Auftrag zu geben, bey dem Schwediſchen Hofe auf die Einziehung des gedachten Reglements zu dringen, in ſo fern daſſelbe das baare Geld unter contrebande Guͤter rechnet; auch auf die unmittelbare Freygebung des baaren Geldes, welches vor der Zeit, da das Geld fuͤr Contrebande erklaͤrt worden, von hier abgeſchickt iſt, im Fall un- verhofft etwas von ſelbigem moͤchte angehalten oder aufgebracht ſeyn. Man hat Nachricht, daß die erſte Diviſion der aus Luͤttich marſchirten Preußen den 21ſten des v. M. laͤngs Venloo marſchirt iſt. Die uͤbrigen haben ſelbi- ger folgen ſollen. Es heißt, daß ſie vors erſte bis Keevelaar und andern kleinen Orten gehen duͤrften. Sie haben ſonſt ihre Garniſonen zu Weſel, Ham und Bielefeld gehabt. Man will jetzt mit Zuverlaͤßigkeit verſichern, daß die Geruͤchte von einer Verbindung der Hoͤfe von Madrid, Turin und Neapolis, zur Bewirkung einer Contre- Revolution in Frankreich, gaͤnzlich ungegruͤndet ſind, wofuͤr ſie der zu Madrid reſidirende Franzoͤſiſche Both- ſchafter officialiter erklaͤrt hat. Man vernimmt aus Bruͤſſel, daß der Procurator des Generals van der Meerſch, Herr Sandelin, den Staaten von Flandern ein Memoire zur Vertheidi- gung des gedachten Generals uͤbergeben hat, worinn er in deſſen Namen gegen den wider ihn errichteten Kriegsrath und deſſen Proceduren proteſtirt. Schreiben aus Luͤttich, vom 28 April. Der General von Berlemont, ehemaliger Chef des dimittirten Regiments des Fuͤrſten Biſchofs, hat ſeine Stelle niedergelegt. Der Fuͤrſt Biſchof hat ein Manifeſt an die Einwoh- ner dieſes Landes ergehen laſſen, welches weſentlich Folgendes enthaͤlt: “Die Verlaͤumdung, welche bisher meine lobens- wuͤrdigſten Abſichten vergiftet hat, ſucht noch immer meine Bemuͤhungen, die Ruhe im Lande wieder her- zuſtellen, verdaͤchtig zu machen. Jch liebe meine Un- terthanen zu ſehr, als daß ich ſie nicht warnen ſollte, gegen die falſchen Eindruͤcke auf ihrer Hut zu ſeyn, welche man ihnen in Betreff meiner vaͤterlichen Ge- ſinnungen beyzubringen ſucht. Mein Eid und meine Pflicht erfordern es, daß ich die Ausfuͤhrung der Kayſerl. Decrete reclamire. Es iſt euer Fuͤrſt, euer Biſchof, euer Vater, der euch zu ſich ruft. Nie, meine Kinder, iſt mir der Gedanke in dem Sinn ge- kommen, euch zu quaͤlen, eure Rechte, oder die Grund- geſetze des Landes zu verletzen. — Niemand von euch ſoll beunruhigt werden, wenn er ſich nur nicht den Decreten unſers oberſten Richters auf eine ſtrafbare Weiſe widerſetzt. Ja, ob ich gleich uͤberzeugt bin, daß die Regierung, unter welcher ihr ſeit mehr als 100 Jahren frey und gluͤcklich gelebt habt, fuͤr das

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-07T10:32:49Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

Weitere Informationen:

Die Transkription erfolgte nach den unter http://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat formulierten Richtlinien.

Verfahren der Texterfassung: manuell (doppelt erfasst).

Bogensignaturen: keine Angabe; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: wie Vorlage; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: wie Vorlage; I/J in Fraktur: wie Vorlage; Kolumnentitel: keine Angabe; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): wie Vorlage; Normalisierungen: dokumentiert; rundes r (&#xa75b;): wie Vorlage; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: wie Vorlage; u/v bzw. U/V: wie Vorlage; Vokale mit übergest. e: wie Vorlage; Vollständigkeit: vollständig erfasst; Zeichensetzung: wie Vorlage; Zeilenumbrüche markiert: ja;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_720505_1790
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_720505_1790/2
Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 72, Hamburg, 5. Mai 1790, S. [2]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_720505_1790/2>, abgerufen am 18.03.2019.