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Herder, Johann Gottfried von: Briefe zu Beförderung der Humanität. Bd. 4. Riga, 1794.

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Nachschrift
des Herausgebers
.

Statt einer langen Anmerkung erlaube
der Leser mir hier eine Stelle mitten unter
fremden Briefen.

Der Mann, an den zu Ende des vor-
stehenden Briefes mit dem verdienten Lobe
gedacht war, war mein Freund, und er ist
nicht mehr. Eben da ich diesen Brief zum
Druck übersehe, wird seine Leiche begraben;
aber ein Theil seines Geistes, und seine
redliche Mühe wird, hoffe ich, in unsrer
Sprache noch fortleben, so wie sein An-
denken im Herzen seiner Freunde.

Nachſchrift
des Herausgebers
.

Statt einer langen Anmerkung erlaube
der Leſer mir hier eine Stelle mitten unter
fremden Briefen.

Der Mann, an den zu Ende des vor-
ſtehenden Briefes mit dem verdienten Lobe
gedacht war, war mein Freund, und er iſt
nicht mehr. Eben da ich dieſen Brief zum
Druck uͤberſehe, wird ſeine Leiche begraben;
aber ein Theil ſeines Geiſtes, und ſeine
redliche Muͤhe wird, hoffe ich, in unſrer
Sprache noch fortleben, ſo wie ſein An-
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[148/0153] Nachſchrift des Herausgebers. Statt einer langen Anmerkung erlaube der Leſer mir hier eine Stelle mitten unter fremden Briefen. Der Mann, an den zu Ende des vor- ſtehenden Briefes mit dem verdienten Lobe gedacht war, war mein Freund, und er iſt nicht mehr. Eben da ich dieſen Brief zum Druck uͤberſehe, wird ſeine Leiche begraben; aber ein Theil ſeines Geiſtes, und ſeine redliche Muͤhe wird, hoffe ich, in unſrer Sprache noch fortleben, ſo wie ſein An- denken im Herzen ſeiner Freunde.

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Zitationshilfe: Herder, Johann Gottfried von: Briefe zu Beförderung der Humanität. Bd. 4. Riga, 1794, S. 148. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/herder_humanitaet04_1794/153>, abgerufen am 16.07.2019.