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Hoff, Jacobus H. van 't: Die Lagerung der Atome im Raume. Übers. v. F. Herrmann. Braunschweig, 1877.

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Anhang.

Zur Erleichterung der Vorstellung ist es erforderlich, die im
ersten Abschnitt beschriebenen Figuren durch Modelle sich zur
directen Anschauung zu bringen. In den folgenden Figuren sind
die Netze der betreffenden sterischen Figuren entworfen. Diesel-
ben werden am besten aus mässig dickem Cartonpapier ausge-
schnitten. Die punktirten Linien werden mit einem scharfen Feder-
messer vorsichtig angeritzt. Durch Umknicken längs der geritzten
Linien wird die Figur räumlich zusammengebracht und durch
Festkleben der seitlich angebrachten Ausschnitte an die innere
Seite der Flächen zusammengehalten. Die obere Seite des
Netzes bildet alsdann die Aussenflächen der entstehenden Figur.

I. Ohne auf die geometrische Form des Tetraeders
Rücksicht zu nehmen, soll zunächst dargethan werden, dass
vier verschiedene Gruppen sich unter sonst gleichen Verhält-
nissen in zwei verschiedenen Reihenfolgen anordnen können.
Die Verschiedenheit der Gruppen wird angedeutet durch ver-
schiedene Farben, z. B. weiss, schwarz, roth und blau. Das
Tetraeder sei ein reguläres, die einzelnen Flächen also gleich-
seitige Dreiecke. Der weisse Carton wird in der der Fig. 39 und
40 dargestellten Weise mit farbigem Papier beklebt (die Buch-
staben sind die Anfangsbuchstaben der betreffenden Farben).
Fig. 39 und 40 liefern alsdann zwei Tetraeder, welche zwar in
Bezug auf ihre geometrische Gestalt identisch sind, nicht aber
in Bezug auf die Reihenfolge der durch Farben unterschiedenen

Anhang.

Zur Erleichterung der Vorstellung ist es erforderlich, die im
ersten Abschnitt beschriebenen Figuren durch Modelle sich zur
directen Anschauung zu bringen. In den folgenden Figuren sind
die Netze der betreffenden sterischen Figuren entworfen. Diesel-
ben werden am besten aus mässig dickem Cartonpapier ausge-
schnitten. Die punktirten Linien werden mit einem scharfen Feder-
messer vorsichtig angeritzt. Durch Umknicken längs der geritzten
Linien wird die Figur räumlich zusammengebracht und durch
Festkleben der seitlich angebrachten Ausschnitte an die innere
Seite der Flächen zusammengehalten. Die obere Seite des
Netzes bildet alsdann die Aussenflächen der entstehenden Figur.

I. Ohne auf die geometrische Form des Tetraëders
Rücksicht zu nehmen, soll zunächst dargethan werden, dass
vier verschiedene Gruppen sich unter sonst gleichen Verhält-
nissen in zwei verschiedenen Reihenfolgen anordnen können.
Die Verschiedenheit der Gruppen wird angedeutet durch ver-
schiedene Farben, z. B. weiss, schwarz, roth und blau. Das
Tetraëder sei ein reguläres, die einzelnen Flächen also gleich-
seitige Dreiecke. Der weisse Carton wird in der der Fig. 39 und
40 dargestellten Weise mit farbigem Papier beklebt (die Buch-
staben sind die Anfangsbuchstaben der betreffenden Farben).
Fig. 39 und 40 liefern alsdann zwei Tetraëder, welche zwar in
Bezug auf ihre geometrische Gestalt identisch sind, nicht aber
in Bezug auf die Reihenfolge der durch Farben unterschiedenen

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[[46]/0066] Anhang. Zur Erleichterung der Vorstellung ist es erforderlich, die im ersten Abschnitt beschriebenen Figuren durch Modelle sich zur directen Anschauung zu bringen. In den folgenden Figuren sind die Netze der betreffenden sterischen Figuren entworfen. Diesel- ben werden am besten aus mässig dickem Cartonpapier ausge- schnitten. Die punktirten Linien werden mit einem scharfen Feder- messer vorsichtig angeritzt. Durch Umknicken längs der geritzten Linien wird die Figur räumlich zusammengebracht und durch Festkleben der seitlich angebrachten Ausschnitte an die innere Seite der Flächen zusammengehalten. Die obere Seite des Netzes bildet alsdann die Aussenflächen der entstehenden Figur. I. Ohne auf die geometrische Form des Tetraëders Rücksicht zu nehmen, soll zunächst dargethan werden, dass vier verschiedene Gruppen sich unter sonst gleichen Verhält- nissen in zwei verschiedenen Reihenfolgen anordnen können. Die Verschiedenheit der Gruppen wird angedeutet durch ver- schiedene Farben, z. B. weiss, schwarz, roth und blau. Das Tetraëder sei ein reguläres, die einzelnen Flächen also gleich- seitige Dreiecke. Der weisse Carton wird in der der Fig. 39 und 40 dargestellten Weise mit farbigem Papier beklebt (die Buch- staben sind die Anfangsbuchstaben der betreffenden Farben). Fig. 39 und 40 liefern alsdann zwei Tetraëder, welche zwar in Bezug auf ihre geometrische Gestalt identisch sind, nicht aber in Bezug auf die Reihenfolge der durch Farben unterschiedenen

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Zitationshilfe: Hoff, Jacobus H. van 't: Die Lagerung der Atome im Raume. Übers. v. F. Herrmann. Braunschweig, 1877, S. [46]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hoff_atome_1877/66>, abgerufen am 19.02.2019.