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Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682.

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Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] laufft/ und ihn vom Feuer zuruck ziehet/ ein Hand voll
Saltz nimmt (welches man trocken zu behalten/ stets
an einem Ecken des Heerdes hält) und auf die Kohlen
wirfft/ auf welche die Milch geflossen/ dardurch er die
Continuationem Atomorum und die Sympathetische
Eigenschafft der Natur zum Theil beweisen will/ wel-
ches wir auch dahin gestellet seyn lassen.

Der Milch Gebrauch ist nicht allein zur Speiß und
Nahrung/ sondern auch zur Artzney innerlich und äus-
serlich/ wie Galenus bezeuget/ und die Erfahrung bestät-
tigt/ wol und gut zu gebrauchen.

Der alte Herr Carrichter theilt die Milch in drey
Theil; das erste und beste ist der Raum/ daraus But-
ter wird; das andere ist der Topffen/ der zu den Käsen
kommt; und der dritte sind die Molcken oder Käse-
Wasser.

Die Milch ist eines anmuthigen gleichförmigen
Temperaments, fast feist und glatt/ mehr zur Kühlung
als Hitze geneigt/ wann sie von einem gesunden Viehe
kommt; der Griechische Philosophus Psellus in libello
de victus ratione
schreibt zum Käiser Constantino, daß
frischgemolckene Milch von gesundem Vieh alsobald
und nüchtern getruncken/ und eine Zeitlang darauf ge-
fastet/ viel guter Nahrung bringe; dergestalt soll sie
auch denen Dörrsüchtigen wol dienen. Wie dann zu
unsern Zeiten eine solche Milch-Cur aufkommen/ da
die vom Podagra, Dörrsucht und andern beschwerlichen
und desperaten Kranckheiten behafftete allein von dem
Trincken der frischen neu-gemolckenen Kühemilch/ die
sie (ohn andere Speiß und Tranck) allein mit ein we-
nig eingeweichter Semmel/ zugleich essen und trincken/
[Spaltenumbruch] curirt werden. Daher ein Satyricus folgende Verslein
darauf gemacht:

Die Küh-Milch heilet itzt allein ohn Artztes
Müh'/
und wendet wundersam unheilsame Beschwerden:
Dieweil die Doctors offt mehr sauffen als die
Küh'/
also kein Wunder ist/ wann Küh itzt Doctors
werden.

Wer von dieser Milch-Cur mehr wissen will/ der
besehe die Miscellanea Curiosorum Anni 1. Observat.
141. daselbst wird er viel denckwürdige Sachen von D.
Phil. Jacob Sachsen von Löwenheim verzeichnet finden
fol. 311. &c. & ibidem in appendice Anni primi fol. 32.
ad Observ.
141.

Die neue Milch also warm/ nüchtern getruncken/
wäscht und säubert allerhand scharffe Flüsse/ so vom
Haubt auf die Brust und Lungen fallen/ daraus gar böse
eyterichte Geschwer sonst entstehen; ist auch gut denen/ die
Gifft getruncken haben/ und benimmt denselbigen seine
Schärffe/ die Milch mehret das Gebüt und den Menschli-
chen Saamen/ verzehret die zähe/ grobe/ phlegmatische und
gesaltzene Flüsse/ wie D. Carrichter in seiner Teutschen
Speiskammer bezeuget. Doch wie D. Balthasar Pi-
sanelli
will/ sollen die Febricitanten/ die vom Kopfwe-
he/ Augenschmertzen/ Sand und andern Obstructionen
und Verstopffungen beladen sind/ solche meiden/ ist auch
den Jungen anständiger und zuträglicher als den Alten/
den Zähnen und Zahnfleisch ist die Milchspeise schädlich/
daher soll man ein wenig Zucker vorher hinein thun/ und
den Mund gleich auswaschen.

Cap. XXXV.
Vom Butter und Schmaltz.
[Spaltenumbruch]

DJe Milch/ sobald sie gemolcken und sauber ge-
siegen worden/ soll man nicht lang lassen im Stall
bleiben/ sondern bald in den Keller oder Kühl-
bronnen bringen/ und allezeit am dritten Tage ausrüh-
ren/ stehets länger an/ so wird der Raum sauer/ giebt
nicht so viel Schmaltz/ sondern nur Faim/ ist auch die
untere Milch nicht mehr so gut.

Etliche halten dafür/ wann der Milchraum im Som-
mer in der Wärme stehet/ so gebe er noch mehr Butter/
wird aber weisser als sonst/ und ältet desto eher; ist also
besser/ der Milchraum werde frisch ausgerührt/ so bleibt
der Butter lieber/ und wird gelber/ wiewol es zum Zu-
sammenlauffen mehr Zeit bedarff.

Man hat/ wo grosse Wirthschafften sind/ zum Aus-
rühren grosse Fäßlein/ dardurch eine eiserne Stangen/
vornen mit einer Handhäb/ gehet/ und in einem Gerüste
ligt/ daß mans umdrähen kan/ so geht der Butter bald
zusammen; Andere haben einen hohen Kübel/ unten
breit und oben schmahl/ darein 10/ oder 12 Aechtring
gehen; inwendig ist ein Stiehl/ der durch des Deckels
Loch gehet/ und unten am Boden eine runde durchlöcher-
te Platten/ wie ein kleiner Teller/ hat/ die zieht man auf
und nieder/ biß der Butter zusammen gehet/ wann die
Milch über Nacht gestanden/ nimmt man mit einem
grossen scharffen saubern Löffel den Raum davon ab/
in ein besonders Gefässe.

Jm May wird sowol zur Speiß als zur Artzney/ der
[Spaltenumbruch] bequemste und beste Butter gemacht/ nur ist zu beobach-
ten/ daß die Mägde oder Weiber/ die damit umgehen/
sich der Reinigkeit befleissen; weil der frische Butter a-
ber nicht lang gut kan bleiben/ als wird er durch zweyer-
ley Mittel erhalten/ erstlich eingesaltzen/ wie in Böh-
men/ Sachsen und Schlesien üblich/ da wird erstlich die
frische Butter so lang ausgewaschen/ und wol unterein-
ander abgearbeitet/ biß das Wasser gantz klar bleibt;
dann nimmt man auf jedes Pfund Butter anderthalb
Loth Saltz/ mehr oder weniger/ und werden dünne
Zelten aus dem Butter gemacht/ das Saltz darauf ge-
streuet/ und wol durcheinander geknetten/ und also über
Nacht im Keller stehen lassen/ den dritten Tag wieder
ausgeknettet/ in ein Geschirr eingestossen/ und ein starck
gesaltzenes Wasser darüber gegossen/ zugedeckt/ und in
dem Keller wol verwahrt.

Andere nehmen auf 3 Psund Butter 7 Loth Saltz/
und stossen die Butter also trocken ein/ dieser bleibt län-
ger/ jener aber/ wann er bald gegessen wird/ ist liebli-
cher.

Jn Nider-Sachsen aber/ und der Orten/ wo sie
das gantze Jahr von gesaltzenem Butter kochen/ wird
die Butter viel stärcker gesaltzen/ und also trocken in höl-
zernen Tonnen und Geschirren wol verwahrt zum Ge-
brauch erhalten/ also bleibt er offt länger als ein Jahr/
und wird hin und wieder geführt/ wie man auch an der

Hollän-

Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] laufft/ und ihn vom Feuer zuruck ziehet/ ein Hand voll
Saltz nimmt (welches man trocken zu behalten/ ſtets
an einem Ecken des Heerdes haͤlt) und auf die Kohlen
wirfft/ auf welche die Milch gefloſſen/ dardurch er die
Continuationem Atomorum und die Sympathetiſche
Eigenſchafft der Natur zum Theil beweiſen will/ wel-
ches wir auch dahin geſtellet ſeyn laſſen.

Der Milch Gebrauch iſt nicht allein zur Speiß und
Nahrung/ ſondern auch zur Artzney innerlich und aͤuſ-
ſerlich/ wie Galenus bezeuget/ und die Erfahrung beſtaͤt-
tigt/ wol und gut zu gebrauchen.

Der alte Herꝛ Carrichter theilt die Milch in drey
Theil; das erſte und beſte iſt der Raum/ daraus But-
ter wird; das andere iſt der Topffen/ der zu den Kaͤſen
kommt; und der dritte ſind die Molcken oder Kaͤſe-
Waſſer.

Die Milch iſt eines anmuthigen gleichfoͤrmigen
Temperaments, faſt feiſt und glatt/ mehr zur Kuͤhlung
als Hitze geneigt/ wann ſie von einem geſunden Viehe
kommt; der Griechiſche Philoſophus Pſellus in libello
de victus ratione
ſchreibt zum Kaͤiſer Conſtantino, daß
friſchgemolckene Milch von geſundem Vieh alſobald
und nuͤchtern getruncken/ und eine Zeitlang darauf ge-
faſtet/ viel guter Nahrung bringe; dergeſtalt ſoll ſie
auch denen Doͤrrſuͤchtigen wol dienen. Wie dann zu
unſern Zeiten eine ſolche Milch-Cur aufkommen/ da
die vom Podagra, Doͤrꝛſucht und andern beſchwerlichen
und deſperaten Kranckheiten behafftete allein von dem
Trincken der friſchen neu-gemolckenen Kuͤhemilch/ die
ſie (ohn andere Speiß und Tranck) allein mit ein we-
nig eingeweichter Semmel/ zugleich eſſen und trincken/
[Spaltenumbruch] curirt werden. Daher ein Satyricus folgende Verslein
darauf gemacht:

Die Kuͤh-Milch heilet itzt allein ohn Artztes
Muͤh’/
und wendet wunderſam unheilſame Beſchwerden:
Dieweil die Doctors offt mehr ſauffen als die
Kuͤh’/
alſo kein Wunder iſt/ wann Kuͤh itzt Doctors
werden.

Wer von dieſer Milch-Cur mehr wiſſen will/ der
beſehe die Miſcellanea Curioſorum Anni 1. Obſervat.
141. daſelbſt wird er viel denckwuͤrdige Sachen von D.
Phil. Jacob Sachſen von Loͤwenheim verzeichnet finden
fol. 311. &c. & ibidem in appendice Anni primi fol. 32.
ad Obſerv.
141.

Die neue Milch alſo warm/ nuͤchtern getruncken/
waͤſcht und ſaͤubert allerhand ſcharffe Fluͤſſe/ ſo vom
Haubt auf die Bruſt und Lungen fallen/ daraus gar boͤſe
eyterichte Geſchwer ſonſt entſtehen; iſt auch gut denen/ die
Gifft getruncken haben/ und benimmt denſelbigen ſeine
Schaͤrffe/ die Milch mehret das Gebuͤt und den Menſchli-
chen Saamẽ/ verzehret die zaͤhe/ grobe/ phlegmatiſche uñ
geſaltzene Fluͤſſe/ wie D. Carrichter in ſeiner Teutſchen
Speiskammer bezeuget. Doch wie D. Balthaſar Pi-
ſanelli
will/ ſollen die Febricitanten/ die vom Kopfwe-
he/ Augenſchmertzen/ Sand und andern Obſtructionen
und Verſtopffungen beladen ſind/ ſolche meiden/ iſt auch
den Jungen anſtaͤndiger und zutraͤglicher als den Alten/
den Zaͤhnen und Zahnfleiſch iſt die Milchſpeiſe ſchaͤdlich/
daher ſoll man ein wenig Zucker vorher hinein thun/ und
den Mund gleich auswaſchen.

Cap. XXXV.
Vom Butter und Schmaltz.
[Spaltenumbruch]

DJe Milch/ ſobald ſie gemolcken und ſauber ge-
ſiegen worden/ ſoll man nicht lang laſſen im Stall
bleiben/ ſondern bald in den Keller oder Kuͤhl-
bronnen bringen/ und allezeit am dritten Tage ausruͤh-
ren/ ſtehets laͤnger an/ ſo wird der Raum ſauer/ giebt
nicht ſo viel Schmaltz/ ſondern nur Faim/ iſt auch die
untere Milch nicht mehr ſo gut.

Etliche halten dafuͤr/ wañ der Milchraum im Som-
mer in der Waͤrme ſtehet/ ſo gebe er noch mehr Butter/
wird aber weiſſer als ſonſt/ und aͤltet deſto eher; iſt alſo
beſſer/ der Milchraum werde friſch ausgeruͤhrt/ ſo bleibt
der Butter lieber/ und wird gelber/ wiewol es zum Zu-
ſammenlauffen mehr Zeit bedarff.

Man hat/ wo groſſe Wirthſchafften ſind/ zum Aus-
ruͤhren groſſe Faͤßlein/ dardurch eine eiſerne Stangen/
vornen mit einer Handhaͤb/ gehet/ und in einem Geruͤſte
ligt/ daß mans umdraͤhen kan/ ſo geht der Butter bald
zuſammen; Andere haben einen hohen Kuͤbel/ unten
breit und oben ſchmahl/ darein 10/ oder 12 Aechtring
gehen; inwendig iſt ein Stiehl/ der durch des Deckels
Loch gehet/ und unten am Boden eine runde durchloͤcher-
te Platten/ wie ein kleiner Teller/ hat/ die zieht man auf
und nieder/ biß der Butter zuſammen gehet/ wann die
Milch uͤber Nacht geſtanden/ nimmt man mit einem
groſſen ſcharffen ſaubern Loͤffel den Raum davon ab/
in ein beſonders Gefaͤſſe.

Jm May wird ſowol zur Speiß als zur Artzney/ der
[Spaltenumbruch] bequemſte und beſte Butter gemacht/ nur iſt zu beobach-
ten/ daß die Maͤgde oder Weiber/ die damit umgehen/
ſich der Reinigkeit befleiſſen; weil der friſche Butter a-
ber nicht lang gut kan bleiben/ als wird er durch zweyer-
ley Mittel erhalten/ erſtlich eingeſaltzen/ wie in Boͤh-
men/ Sachſen und Schleſien uͤblich/ da wird erſtlich die
friſche Butter ſo lang ausgewaſchen/ und wol unterein-
ander abgearbeitet/ biß das Waſſer gantz klar bleibt;
dann nimmt man auf jedes Pfund Butter anderthalb
Loth Saltz/ mehr oder weniger/ und werden duͤnne
Zelten aus dem Butter gemacht/ das Saltz darauf ge-
ſtreuet/ und wol durcheinander geknetten/ und alſo uͤber
Nacht im Keller ſtehen laſſen/ den dritten Tag wieder
ausgeknettet/ in ein Geſchirꝛ eingeſtoſſen/ und ein ſtarck
geſaltzenes Waſſer daruͤber gegoſſen/ zugedeckt/ und in
dem Keller wol verwahrt.

Andere nehmen auf 3 Pſund Butter 7 Loth Saltz/
und ſtoſſen die Butter alſo trocken ein/ dieſer bleibt laͤn-
ger/ jener aber/ wann er bald gegeſſen wird/ iſt liebli-
cher.

Jn Nider-Sachſen aber/ und der Orten/ wo ſie
das gantze Jahr von geſaltzenem Butter kochen/ wird
die Butter viel ſtaͤrcker geſaltzen/ und alſo trocken in hoͤl-
zernen Tonnen und Geſchirren wol verwahrt zum Ge-
brauch erhalten/ alſo bleibt er offt laͤnger als ein Jahr/
und wird hin und wieder gefuͤhrt/ wie man auch an der

Hollaͤn-
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[276/0294] Des Adelichen Land- und Feld-Lebens laufft/ und ihn vom Feuer zuruck ziehet/ ein Hand voll Saltz nimmt (welches man trocken zu behalten/ ſtets an einem Ecken des Heerdes haͤlt) und auf die Kohlen wirfft/ auf welche die Milch gefloſſen/ dardurch er die Continuationem Atomorum und die Sympathetiſche Eigenſchafft der Natur zum Theil beweiſen will/ wel- ches wir auch dahin geſtellet ſeyn laſſen. Der Milch Gebrauch iſt nicht allein zur Speiß und Nahrung/ ſondern auch zur Artzney innerlich und aͤuſ- ſerlich/ wie Galenus bezeuget/ und die Erfahrung beſtaͤt- tigt/ wol und gut zu gebrauchen. Der alte Herꝛ Carrichter theilt die Milch in drey Theil; das erſte und beſte iſt der Raum/ daraus But- ter wird; das andere iſt der Topffen/ der zu den Kaͤſen kommt; und der dritte ſind die Molcken oder Kaͤſe- Waſſer. Die Milch iſt eines anmuthigen gleichfoͤrmigen Temperaments, faſt feiſt und glatt/ mehr zur Kuͤhlung als Hitze geneigt/ wann ſie von einem geſunden Viehe kommt; der Griechiſche Philoſophus Pſellus in libello de victus ratione ſchreibt zum Kaͤiſer Conſtantino, daß friſchgemolckene Milch von geſundem Vieh alſobald und nuͤchtern getruncken/ und eine Zeitlang darauf ge- faſtet/ viel guter Nahrung bringe; dergeſtalt ſoll ſie auch denen Doͤrrſuͤchtigen wol dienen. Wie dann zu unſern Zeiten eine ſolche Milch-Cur aufkommen/ da die vom Podagra, Doͤrꝛſucht und andern beſchwerlichen und deſperaten Kranckheiten behafftete allein von dem Trincken der friſchen neu-gemolckenen Kuͤhemilch/ die ſie (ohn andere Speiß und Tranck) allein mit ein we- nig eingeweichter Semmel/ zugleich eſſen und trincken/ curirt werden. Daher ein Satyricus folgende Verslein darauf gemacht: Die Kuͤh-Milch heilet itzt allein ohn Artztes Muͤh’/ und wendet wunderſam unheilſame Beſchwerden: Dieweil die Doctors offt mehr ſauffen als die Kuͤh’/ alſo kein Wunder iſt/ wann Kuͤh itzt Doctors werden. Wer von dieſer Milch-Cur mehr wiſſen will/ der beſehe die Miſcellanea Curioſorum Anni 1. Obſervat. 141. daſelbſt wird er viel denckwuͤrdige Sachen von D. Phil. Jacob Sachſen von Loͤwenheim verzeichnet finden fol. 311. &c. & ibidem in appendice Anni primi fol. 32. ad Obſerv. 141. Die neue Milch alſo warm/ nuͤchtern getruncken/ waͤſcht und ſaͤubert allerhand ſcharffe Fluͤſſe/ ſo vom Haubt auf die Bruſt und Lungen fallen/ daraus gar boͤſe eyterichte Geſchwer ſonſt entſtehen; iſt auch gut denen/ die Gifft getruncken haben/ und benimmt denſelbigen ſeine Schaͤrffe/ die Milch mehret das Gebuͤt und den Menſchli- chen Saamẽ/ verzehret die zaͤhe/ grobe/ phlegmatiſche uñ geſaltzene Fluͤſſe/ wie D. Carrichter in ſeiner Teutſchen Speiskammer bezeuget. Doch wie D. Balthaſar Pi- ſanelli will/ ſollen die Febricitanten/ die vom Kopfwe- he/ Augenſchmertzen/ Sand und andern Obſtructionen und Verſtopffungen beladen ſind/ ſolche meiden/ iſt auch den Jungen anſtaͤndiger und zutraͤglicher als den Alten/ den Zaͤhnen und Zahnfleiſch iſt die Milchſpeiſe ſchaͤdlich/ daher ſoll man ein wenig Zucker vorher hinein thun/ und den Mund gleich auswaſchen. Cap. XXXV. Vom Butter und Schmaltz. DJe Milch/ ſobald ſie gemolcken und ſauber ge- ſiegen worden/ ſoll man nicht lang laſſen im Stall bleiben/ ſondern bald in den Keller oder Kuͤhl- bronnen bringen/ und allezeit am dritten Tage ausruͤh- ren/ ſtehets laͤnger an/ ſo wird der Raum ſauer/ giebt nicht ſo viel Schmaltz/ ſondern nur Faim/ iſt auch die untere Milch nicht mehr ſo gut. Etliche halten dafuͤr/ wañ der Milchraum im Som- mer in der Waͤrme ſtehet/ ſo gebe er noch mehr Butter/ wird aber weiſſer als ſonſt/ und aͤltet deſto eher; iſt alſo beſſer/ der Milchraum werde friſch ausgeruͤhrt/ ſo bleibt der Butter lieber/ und wird gelber/ wiewol es zum Zu- ſammenlauffen mehr Zeit bedarff. Man hat/ wo groſſe Wirthſchafften ſind/ zum Aus- ruͤhren groſſe Faͤßlein/ dardurch eine eiſerne Stangen/ vornen mit einer Handhaͤb/ gehet/ und in einem Geruͤſte ligt/ daß mans umdraͤhen kan/ ſo geht der Butter bald zuſammen; Andere haben einen hohen Kuͤbel/ unten breit und oben ſchmahl/ darein 10/ oder 12 Aechtring gehen; inwendig iſt ein Stiehl/ der durch des Deckels Loch gehet/ und unten am Boden eine runde durchloͤcher- te Platten/ wie ein kleiner Teller/ hat/ die zieht man auf und nieder/ biß der Butter zuſammen gehet/ wann die Milch uͤber Nacht geſtanden/ nimmt man mit einem groſſen ſcharffen ſaubern Loͤffel den Raum davon ab/ in ein beſonders Gefaͤſſe. Jm May wird ſowol zur Speiß als zur Artzney/ der bequemſte und beſte Butter gemacht/ nur iſt zu beobach- ten/ daß die Maͤgde oder Weiber/ die damit umgehen/ ſich der Reinigkeit befleiſſen; weil der friſche Butter a- ber nicht lang gut kan bleiben/ als wird er durch zweyer- ley Mittel erhalten/ erſtlich eingeſaltzen/ wie in Boͤh- men/ Sachſen und Schleſien uͤblich/ da wird erſtlich die friſche Butter ſo lang ausgewaſchen/ und wol unterein- ander abgearbeitet/ biß das Waſſer gantz klar bleibt; dann nimmt man auf jedes Pfund Butter anderthalb Loth Saltz/ mehr oder weniger/ und werden duͤnne Zelten aus dem Butter gemacht/ das Saltz darauf ge- ſtreuet/ und wol durcheinander geknetten/ und alſo uͤber Nacht im Keller ſtehen laſſen/ den dritten Tag wieder ausgeknettet/ in ein Geſchirꝛ eingeſtoſſen/ und ein ſtarck geſaltzenes Waſſer daruͤber gegoſſen/ zugedeckt/ und in dem Keller wol verwahrt. Andere nehmen auf 3 Pſund Butter 7 Loth Saltz/ und ſtoſſen die Butter alſo trocken ein/ dieſer bleibt laͤn- ger/ jener aber/ wann er bald gegeſſen wird/ iſt liebli- cher. Jn Nider-Sachſen aber/ und der Orten/ wo ſie das gantze Jahr von geſaltzenem Butter kochen/ wird die Butter viel ſtaͤrcker geſaltzen/ und alſo trocken in hoͤl- zernen Tonnen und Geſchirren wol verwahrt zum Ge- brauch erhalten/ alſo bleibt er offt laͤnger als ein Jahr/ und wird hin und wieder gefuͤhrt/ wie man auch an der Hollaͤn-

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Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682, S. 276. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682/294>, abgerufen am 23.10.2019.