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Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682.

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Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] Hund ohngefähr im Rohr daselbst eine wilde Katz ge-
wittert/ aufgesucht/ angesprengt/ und auf einen Baum/
der kaum 30 Schritt von mir stund/ am eben densel-
ben Damm hinauf getrieben/ der Hund ist um den un-
tersten Stamm herum gesprungen und die Katz daroben
angebellt/ wie er dann ein sonderlicher Katzen-Feind
und ein starcker/ bissiger/ Otterfarber Hunde gewesen:
Als ich gesehen/ daß eine grosse wilde Katz sey/ habe ich
das mit grossen Endtenschröten geladene Rohr ergriffen/
den Anschlag auf die Katz nehmen/ und sie herab schiessen
wollen/ ehe ich aber den Schuß vollbringen können/ hat
die Katz von dem auf dem Damm stehenden Baum ei-
nen geschwinden Sprung/ in das nächste trockene
Geröhricht gethan/ der Hund aber/ der seine Augen nie
von der Katzen gewendet/ ist alsbald nachgeeilet/ und
hat sie unferne vom Damm in dem Rohr angetroffen
und ergriffen; ich merckte gleich/ daß der Kampff an-
gieng/ mit der Püchsen aber im dicken Gezausicht nicht
schiessen möchte/ nahm alsbald meinen Degen/ und stieg
in das Geröhricht/ da ich nicht weit vom Damm den
Hund mit der Katzen dermassen verwickelt fande/ daß
ich zu thun gehabt/ mit dem blossen Degen/ der Katzen/
ohne Verletzung des Hundes/ einen Fang zu geben/ biß
ich doch endlich die Katz hab auf die Erden durch und
durch gespiesset; die Katz/ als sie sich verwundet empfun-
[Spaltenumbruch] den/ ließ stracks von dem Hund ab/ und schwung sich al-
so durchstochener/ mit so grosser Furi an der Klingen ge-
gen meiner Hand/ daß ich selbigen nothwendig habe
müssen fallen lassen; entzwischen aber ersahe der nun-
mehr von der Katzen befreyte Hund seinen Vortheil/ er-
griff sie bey dem Genick/ und hielt sie so feste/ daß ich
Zeit hatte/ mit dem Fuß den Degen wieder aus der Ka-
tzen zu ziehen/ und ihr folgends den Rest zu geben.

Die wilden Katzenbälge werden zu Brustflecken
den jenigen Leuten genommen/ die einen blöden Magen
haben/ muß aber der Kopf übersich gekehret seyn/ sonst
sollen sie Unwillen verursachen.

Gesnerus sagt/ ihr Fleisch sey mit dem Hasen einer-
ley Complexion, werde auch bey ihnen in der Speise
gegessen; Etliche sagen/ sie seyen gantz angenehm und
gut; Etliche haben einen Abscheu dafür/ weil sie Mäu-
se fressen/ da doch die Vögel ihre meiste Speise sind.

Das Fette davon wärmet/ lindert und zertreibt/ in
allerley Glieder-Kranckheiten nützlich zu gebrauchen.

Das wilde Katzen-Fleisch weich gesotten/ und warm
aufgelegt/ besänfftiget das Podagra.

Und alle Artzneyen die man von den heimischen Ka-
tzen zu brauchen pfleget/ mögen von den wilden/ mit
kräfftiger und stärckerer Wirckung genommen wer-
den.

Cap. LXXV.
Von den Mardern.
[Spaltenumbruch]

DJe Marder sind bey uns von zweyerley Gattun-
gen; etliche werden genennt Stein-Marder/ die
sich in Felsen auch in dem alten Gemäuer/ wol
auch auf den Böden und in den höchsten Schlupffwin-
ckeln der Dächer und Häuser aufhalten/ sonderlich an
den Orten/ wo es Tauben giebt/ welche wol und sorg-
fältig vor ihnen zu bewahren/ nicht weniger sind sie auch
den Hünern und allem Mayergeflügel aufsätzig. Die
Baum-Marder aber halten sich alle in grossen wilden
Gehültzen auf/ die man auch/ wegen ihres schönen und
theuren Fuders Edel-Marder heisset/ leben gern in den
Alpen und wo es Buchen- und Tannen-Wälder giebt/
sie haben weichere/ lindere/ dickere Haar/ als die Haus-
Marder/ und eine gelblichte Kehle/ welche an den Haus-
Mardern weißlicht ist. Sie gewohnen leichtlich bey den
Menschen/ und treiben allerley seltsame Affenspiel und
Sprünge/ schertzen auch mit den jungen Hunden; ihre
liebste Speise sind Eyer/ die sie artlich durch ein klein
gemachtes Löchlein aussauffen können/ doch sind sie
heimtückisch/ darum ihnen von etlichen die scharffen
Fahezähne ausgebrochen werden.

Jonstonus schreibt/ daß bey dem Bregenzer-See
Marder sind/ die des Nachts einen Schein von sich ge-
ben. Jst ein wehrhafftes und streitbares Thierlein/ da-
her vermeynet man/ es sey ihnen der Name Martes von
den Lateinern gegeben worden/ oder der Name Marder/
bedeute gleichsam einen Mörder/ weil er alles Geflügel
anfällt und erwürgt. Die Stein-Marder nisten in
den Felslöchern und hohlen Bäumen; die Edel-Mar-
der aber machen ihre Nester auf den hohen Tannenbäu-
men/ wie die Eychhörnlein/ daselbst werden sie zuzeiten
mit samt den Jungen gefangen.

Gesnerus schreibt/ daß in den hohen Gebürgen zwi-
[Spaltenumbruch] schen Jtalia und Schweitz in den Alpen gegen Mittag
allein die weißkeelichten/ gegen Mitternacht aber/ die
gelbkeelichten Marder wohnen/ und gefangen werden.
Man fängt sie mit Falltruhen und Falleysen/ da man ih-
nen mit einem Ey zu richten pflegt/ werden auch von den
Jägern mit grossen Schroten/ oder kleinen Kugeln aus
gezogenen Röhren geschossen.

Was die Zobel antrifft/ sind sie in unsern Landen
nicht zu finden/ und werden allein aus Littau/ Reussen/
und aus den äussersten Moscowitischen Ländern zu uns
überbracht.

Jn Lappland (wie Joh. Schefferus in Beschrei-
bung desselben Lands bezeuget) werden die Marder/ Zo-
beln und Hermelein/ die ersten mit höltzernen Pfeilen/
die vornen stumpff sind/ des Balgs zu verschonen geschos-
sen/ die letzten aber mit Fallen gefangen.

Jonstonus sagt/ wann die Zobelbälge auf dem Bo-
den einer Truhen gelegt/ und mit andern Kleidern be-
schweret werden. solche in dreyen Tagen fast oben auf
gefunden werden. Sind unruhige hurtige Thierlein/
ihre Bälge sind unterschiedenes Wehrts/ welche lange/
dicke und wol schwartze/ mit kleinen Silberhärlein ver-
mischte Haar haben/ und die zu rechter Zeit in Jahr ge-
fangen werden/ sind am würdigsten/ wie Herr Sig-
mund von Herberstein in seiner Moscovia bezeuget/ diß-
halb der Wasser Ustyug, und der grossen Dwina findet
man die Zöbel/ aber um Petzora, spricht er/ die meisten
und besten/ daselbst werden auch die Hermlein/ schwar-
tzen Füchse und Feche gefunden.

Die Zobelbälge/ wann sie lang an der Sonnen
hencken/ werden verderbt.

Vor den Schaben bewahrt man sie/ durch öffters
Ausklopffen/ und Wermuth gedörrt/ darzwischen gelegt.

Zum

Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] Hund ohngefaͤhr im Rohr daſelbſt eine wilde Katz ge-
wittert/ aufgeſucht/ angeſprengt/ und auf einen Baum/
der kaum 30 Schritt von mir ſtund/ am eben denſel-
ben Damm hinauf getrieben/ der Hund iſt um den un-
terſten Stamm herum geſprungen und die Katz daroben
angebellt/ wie er dann ein ſonderlicher Katzen-Feind
und ein ſtarcker/ biſſiger/ Otterfarber Hunde geweſen:
Als ich geſehen/ daß eine groſſe wilde Katz ſey/ habe ich
das mit groſſen Endtenſchroͤten geladene Rohr ergriffen/
den Anſchlag auf die Katz nehmen/ und ſie herab ſchieſſen
wollen/ ehe ich aber den Schuß vollbringen koͤnnen/ hat
die Katz von dem auf dem Damm ſtehenden Baum ei-
nen geſchwinden Sprung/ in das naͤchſte trockene
Geroͤhricht gethan/ der Hund aber/ der ſeine Augen nie
von der Katzen gewendet/ iſt alsbald nachgeeilet/ und
hat ſie unferne vom Damm in dem Rohr angetroffen
und ergriffen; ich merckte gleich/ daß der Kampff an-
gieng/ mit der Puͤchſen aber im dicken Gezauſicht nicht
ſchieſſen moͤchte/ nahm alsbald meinen Degen/ und ſtieg
in das Geroͤhricht/ da ich nicht weit vom Damm den
Hund mit der Katzen dermaſſen verwickelt fande/ daß
ich zu thun gehabt/ mit dem bloſſen Degen/ der Katzen/
ohne Verletzung des Hundes/ einen Fang zu geben/ biß
ich doch endlich die Katz hab auf die Erden durch und
durch geſpieſſet; die Katz/ als ſie ſich verwundet empfun-
[Spaltenumbruch] den/ ließ ſtracks von dem Hund ab/ und ſchwung ſich al-
ſo durchſtochener/ mit ſo groſſer Furi an der Klingen ge-
gen meiner Hand/ daß ich ſelbigen nothwendig habe
muͤſſen fallen laſſen; entzwiſchen aber erſahe der nun-
mehr von der Katzen befreyte Hund ſeinen Vortheil/ er-
griff ſie bey dem Genick/ und hielt ſie ſo feſte/ daß ich
Zeit hatte/ mit dem Fuß den Degen wieder aus der Ka-
tzen zu ziehen/ und ihr folgends den Reſt zu geben.

Die wilden Katzenbaͤlge werden zu Bruſtflecken
den jenigen Leuten genommen/ die einen bloͤden Magen
haben/ muß aber der Kopf uͤberſich gekehret ſeyn/ ſonſt
ſollen ſie Unwillen verurſachen.

Geſnerus ſagt/ ihr Fleiſch ſey mit dem Haſen einer-
ley Complexion, werde auch bey ihnen in der Speiſe
gegeſſen; Etliche ſagen/ ſie ſeyen gantz angenehm und
gut; Etliche haben einen Abſcheu dafuͤr/ weil ſie Maͤu-
ſe freſſen/ da doch die Voͤgel ihre meiſte Speiſe ſind.

Das Fette davon waͤrmet/ lindert und zertreibt/ in
allerley Glieder-Kranckheiten nuͤtzlich zu gebrauchen.

Das wilde Katzen-Fleiſch weich geſotten/ und warm
aufgelegt/ beſaͤnfftiget das Podagra.

Und alle Artzneyen die man von den heimiſchen Ka-
tzen zu brauchen pfleget/ moͤgen von den wilden/ mit
kraͤfftiger und ſtaͤrckerer Wirckung genommen wer-
den.

Cap. LXXV.
Von den Mardern.
[Spaltenumbruch]

DJe Marder ſind bey uns von zweyerley Gattun-
gen; etliche werden genennt Stein-Marder/ die
ſich in Felſen auch in dem alten Gemaͤuer/ wol
auch auf den Boͤden und in den hoͤchſten Schlupffwin-
ckeln der Daͤcher und Haͤuſer aufhalten/ ſonderlich an
den Orten/ wo es Tauben giebt/ welche wol und ſorg-
faͤltig vor ihnen zu bewahren/ nicht weniger ſind ſie auch
den Huͤnern und allem Mayergefluͤgel aufſaͤtzig. Die
Baum-Marder aber halten ſich alle in groſſen wilden
Gehuͤltzen auf/ die man auch/ wegen ihres ſchoͤnen und
theuren Fuders Edel-Marder heiſſet/ leben gern in den
Alpen und wo es Buchen- und Tannen-Waͤlder giebt/
ſie haben weichere/ lindere/ dickere Haar/ als die Haus-
Marder/ und eine gelblichte Kehle/ welche an den Haus-
Mardern weißlicht iſt. Sie gewohnen leichtlich bey den
Menſchen/ und treiben allerley ſeltſame Affenſpiel und
Spruͤnge/ ſchertzen auch mit den jungen Hunden; ihre
liebſte Speiſe ſind Eyer/ die ſie artlich durch ein klein
gemachtes Loͤchlein ausſauffen koͤnnen/ doch ſind ſie
heimtuͤckiſch/ darum ihnen von etlichen die ſcharffen
Fahezaͤhne ausgebrochen werden.

Jonſtonus ſchreibt/ daß bey dem Bregenzer-See
Marder ſind/ die des Nachts einen Schein von ſich ge-
ben. Jſt ein wehrhafftes und ſtreitbares Thierlein/ da-
her vermeynet man/ es ſey ihnen der Name Martes von
den Lateinern gegeben worden/ oder der Name Marder/
bedeute gleichſam einen Moͤrder/ weil er alles Gefluͤgel
anfaͤllt und erwuͤrgt. Die Stein-Marder niſten in
den Felsloͤchern und hohlen Baͤumen; die Edel-Mar-
der aber machen ihre Neſter auf den hohen Tannenbaͤu-
men/ wie die Eychhoͤrnlein/ daſelbſt werden ſie zuzeiten
mit ſamt den Jungen gefangen.

Geſnerus ſchreibt/ daß in den hohen Gebuͤrgen zwi-
[Spaltenumbruch] ſchen Jtalia und Schweitz in den Alpen gegen Mittag
allein die weißkeelichten/ gegen Mitternacht aber/ die
gelbkeelichten Marder wohnen/ und gefangen werden.
Man faͤngt ſie mit Falltruhen und Falleyſen/ da man ih-
nen mit einem Ey zu richten pflegt/ werden auch von den
Jaͤgern mit groſſen Schroten/ oder kleinen Kugeln aus
gezogenen Roͤhren geſchoſſen.

Was die Zobel antrifft/ ſind ſie in unſern Landen
nicht zu finden/ und werden allein aus Littau/ Reuſſen/
und aus den aͤuſſerſten Moſcowitiſchen Laͤndern zu uns
uͤberbracht.

Jn Lappland (wie Joh. Schefferus in Beſchrei-
bung deſſelben Lands bezeuget) werden die Marder/ Zo-
beln und Hermelein/ die erſten mit hoͤltzernen Pfeilen/
die vornen ſtumpff ſind/ des Balgs zu verſchonen geſchoſ-
ſen/ die letzten aber mit Fallen gefangen.

Jonſtonus ſagt/ wann die Zobelbaͤlge auf dem Bo-
den einer Truhen gelegt/ und mit andern Kleidern be-
ſchweret werden. ſolche in dreyen Tagen faſt oben auf
gefunden werden. Sind unruhige hurtige Thierlein/
ihre Baͤlge ſind unterſchiedenes Wehrts/ welche lange/
dicke und wol ſchwartze/ mit kleinen Silberhaͤrlein ver-
miſchte Haar haben/ und die zu rechter Zeit in Jahr ge-
fangen werden/ ſind am wuͤrdigſten/ wie Herr Sig-
mund von Herberſtein in ſeiner Moſcovia bezeuget/ diß-
halb der Waſſer Uſtyug, und der groſſen Dwina findet
man die Zoͤbel/ aber um Petzora, ſpricht er/ die meiſten
und beſten/ daſelbſt werden auch die Hermlein/ ſchwar-
tzen Fuͤchſe und Feche gefunden.

Die Zobelbaͤlge/ wann ſie lang an der Sonnen
hencken/ werden verderbt.

Vor den Schaben bewahrt man ſie/ durch oͤffters
Ausklopffen/ und Wermuth gedoͤrꝛt/ darzwiſchen gelegt.

Zum
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[638/0656] Des Adelichen Land- und Feld-Lebens Hund ohngefaͤhr im Rohr daſelbſt eine wilde Katz ge- wittert/ aufgeſucht/ angeſprengt/ und auf einen Baum/ der kaum 30 Schritt von mir ſtund/ am eben denſel- ben Damm hinauf getrieben/ der Hund iſt um den un- terſten Stamm herum geſprungen und die Katz daroben angebellt/ wie er dann ein ſonderlicher Katzen-Feind und ein ſtarcker/ biſſiger/ Otterfarber Hunde geweſen: Als ich geſehen/ daß eine groſſe wilde Katz ſey/ habe ich das mit groſſen Endtenſchroͤten geladene Rohr ergriffen/ den Anſchlag auf die Katz nehmen/ und ſie herab ſchieſſen wollen/ ehe ich aber den Schuß vollbringen koͤnnen/ hat die Katz von dem auf dem Damm ſtehenden Baum ei- nen geſchwinden Sprung/ in das naͤchſte trockene Geroͤhricht gethan/ der Hund aber/ der ſeine Augen nie von der Katzen gewendet/ iſt alsbald nachgeeilet/ und hat ſie unferne vom Damm in dem Rohr angetroffen und ergriffen; ich merckte gleich/ daß der Kampff an- gieng/ mit der Puͤchſen aber im dicken Gezauſicht nicht ſchieſſen moͤchte/ nahm alsbald meinen Degen/ und ſtieg in das Geroͤhricht/ da ich nicht weit vom Damm den Hund mit der Katzen dermaſſen verwickelt fande/ daß ich zu thun gehabt/ mit dem bloſſen Degen/ der Katzen/ ohne Verletzung des Hundes/ einen Fang zu geben/ biß ich doch endlich die Katz hab auf die Erden durch und durch geſpieſſet; die Katz/ als ſie ſich verwundet empfun- den/ ließ ſtracks von dem Hund ab/ und ſchwung ſich al- ſo durchſtochener/ mit ſo groſſer Furi an der Klingen ge- gen meiner Hand/ daß ich ſelbigen nothwendig habe muͤſſen fallen laſſen; entzwiſchen aber erſahe der nun- mehr von der Katzen befreyte Hund ſeinen Vortheil/ er- griff ſie bey dem Genick/ und hielt ſie ſo feſte/ daß ich Zeit hatte/ mit dem Fuß den Degen wieder aus der Ka- tzen zu ziehen/ und ihr folgends den Reſt zu geben. Die wilden Katzenbaͤlge werden zu Bruſtflecken den jenigen Leuten genommen/ die einen bloͤden Magen haben/ muß aber der Kopf uͤberſich gekehret ſeyn/ ſonſt ſollen ſie Unwillen verurſachen. Geſnerus ſagt/ ihr Fleiſch ſey mit dem Haſen einer- ley Complexion, werde auch bey ihnen in der Speiſe gegeſſen; Etliche ſagen/ ſie ſeyen gantz angenehm und gut; Etliche haben einen Abſcheu dafuͤr/ weil ſie Maͤu- ſe freſſen/ da doch die Voͤgel ihre meiſte Speiſe ſind. Das Fette davon waͤrmet/ lindert und zertreibt/ in allerley Glieder-Kranckheiten nuͤtzlich zu gebrauchen. Das wilde Katzen-Fleiſch weich geſotten/ und warm aufgelegt/ beſaͤnfftiget das Podagra. Und alle Artzneyen die man von den heimiſchen Ka- tzen zu brauchen pfleget/ moͤgen von den wilden/ mit kraͤfftiger und ſtaͤrckerer Wirckung genommen wer- den. Cap. LXXV. Von den Mardern. DJe Marder ſind bey uns von zweyerley Gattun- gen; etliche werden genennt Stein-Marder/ die ſich in Felſen auch in dem alten Gemaͤuer/ wol auch auf den Boͤden und in den hoͤchſten Schlupffwin- ckeln der Daͤcher und Haͤuſer aufhalten/ ſonderlich an den Orten/ wo es Tauben giebt/ welche wol und ſorg- faͤltig vor ihnen zu bewahren/ nicht weniger ſind ſie auch den Huͤnern und allem Mayergefluͤgel aufſaͤtzig. Die Baum-Marder aber halten ſich alle in groſſen wilden Gehuͤltzen auf/ die man auch/ wegen ihres ſchoͤnen und theuren Fuders Edel-Marder heiſſet/ leben gern in den Alpen und wo es Buchen- und Tannen-Waͤlder giebt/ ſie haben weichere/ lindere/ dickere Haar/ als die Haus- Marder/ und eine gelblichte Kehle/ welche an den Haus- Mardern weißlicht iſt. Sie gewohnen leichtlich bey den Menſchen/ und treiben allerley ſeltſame Affenſpiel und Spruͤnge/ ſchertzen auch mit den jungen Hunden; ihre liebſte Speiſe ſind Eyer/ die ſie artlich durch ein klein gemachtes Loͤchlein ausſauffen koͤnnen/ doch ſind ſie heimtuͤckiſch/ darum ihnen von etlichen die ſcharffen Fahezaͤhne ausgebrochen werden. Jonſtonus ſchreibt/ daß bey dem Bregenzer-See Marder ſind/ die des Nachts einen Schein von ſich ge- ben. Jſt ein wehrhafftes und ſtreitbares Thierlein/ da- her vermeynet man/ es ſey ihnen der Name Martes von den Lateinern gegeben worden/ oder der Name Marder/ bedeute gleichſam einen Moͤrder/ weil er alles Gefluͤgel anfaͤllt und erwuͤrgt. Die Stein-Marder niſten in den Felsloͤchern und hohlen Baͤumen; die Edel-Mar- der aber machen ihre Neſter auf den hohen Tannenbaͤu- men/ wie die Eychhoͤrnlein/ daſelbſt werden ſie zuzeiten mit ſamt den Jungen gefangen. Geſnerus ſchreibt/ daß in den hohen Gebuͤrgen zwi- ſchen Jtalia und Schweitz in den Alpen gegen Mittag allein die weißkeelichten/ gegen Mitternacht aber/ die gelbkeelichten Marder wohnen/ und gefangen werden. Man faͤngt ſie mit Falltruhen und Falleyſen/ da man ih- nen mit einem Ey zu richten pflegt/ werden auch von den Jaͤgern mit groſſen Schroten/ oder kleinen Kugeln aus gezogenen Roͤhren geſchoſſen. Was die Zobel antrifft/ ſind ſie in unſern Landen nicht zu finden/ und werden allein aus Littau/ Reuſſen/ und aus den aͤuſſerſten Moſcowitiſchen Laͤndern zu uns uͤberbracht. Jn Lappland (wie Joh. Schefferus in Beſchrei- bung deſſelben Lands bezeuget) werden die Marder/ Zo- beln und Hermelein/ die erſten mit hoͤltzernen Pfeilen/ die vornen ſtumpff ſind/ des Balgs zu verſchonen geſchoſ- ſen/ die letzten aber mit Fallen gefangen. Jonſtonus ſagt/ wann die Zobelbaͤlge auf dem Bo- den einer Truhen gelegt/ und mit andern Kleidern be- ſchweret werden. ſolche in dreyen Tagen faſt oben auf gefunden werden. Sind unruhige hurtige Thierlein/ ihre Baͤlge ſind unterſchiedenes Wehrts/ welche lange/ dicke und wol ſchwartze/ mit kleinen Silberhaͤrlein ver- miſchte Haar haben/ und die zu rechter Zeit in Jahr ge- fangen werden/ ſind am wuͤrdigſten/ wie Herr Sig- mund von Herberſtein in ſeiner Moſcovia bezeuget/ diß- halb der Waſſer Uſtyug, und der groſſen Dwina findet man die Zoͤbel/ aber um Petzora, ſpricht er/ die meiſten und beſten/ daſelbſt werden auch die Hermlein/ ſchwar- tzen Fuͤchſe und Feche gefunden. Die Zobelbaͤlge/ wann ſie lang an der Sonnen hencken/ werden verderbt. Vor den Schaben bewahrt man ſie/ durch oͤffters Ausklopffen/ und Wermuth gedoͤrꝛt/ darzwiſchen gelegt. Zum

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Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682, S. 638. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682/656>, abgerufen am 14.10.2019.