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Karsch, Anna Luise: Auserlesene Gedichte. Berlin, 1764.

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Oden.
Die Allmacht und Güte Gottes



O Gott! der du allmächtig bist! -- --
An deiner unerschöpften Güte,
Die meines Daseyns Ursach ist,
Ergötzen sich mein Herz und mein Gemüte;
Ich denke sie,
Denn Herr! noch nie,
Wenn ich in Noth gesessen,
Ward ich von ihr vergessen.
Sie reicht so weit die Himmel gehn,
Ist breiter als zehntausend Erden.
Sie hieß Erzengel vor sich stehn
Sie sprach; und Thier und Menschen musten werden!
Oden.
Die Allmacht und Guͤte Gottes



O Gott! der du allmaͤchtig biſt! — —
An deiner unerſchoͤpften Guͤte,
Die meines Daſeyns Urſach iſt,
Ergoͤtzen ſich mein Herz und mein Gemuͤte;
Ich denke ſie,
Denn Herr! noch nie,
Wenn ich in Noth geſeſſen,
Ward ich von ihr vergeſſen.
Sie reicht ſo weit die Himmel gehn,
Iſt breiter als zehntauſend Erden.
Sie hieß Erzengel vor ſich ſtehn
Sie ſprach; und Thier und Menſchen muſten werden!
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[16/0060] Oden. Die Allmacht und Guͤte Gottes 1761. O Gott! der du allmaͤchtig biſt! — — An deiner unerſchoͤpften Guͤte, Die meines Daſeyns Urſach iſt, Ergoͤtzen ſich mein Herz und mein Gemuͤte; Ich denke ſie, Denn Herr! noch nie, Wenn ich in Noth geſeſſen, Ward ich von ihr vergeſſen. Sie reicht ſo weit die Himmel gehn, Iſt breiter als zehntauſend Erden. Sie hieß Erzengel vor ſich ſtehn Sie ſprach; und Thier und Menſchen muſten werden!

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Zitationshilfe: Karsch, Anna Luise: Auserlesene Gedichte. Berlin, 1764, S. 16. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/karsch_gedichte_1764/60>, abgerufen am 20.03.2019.