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Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821.

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II. Th. II. Tit. Bedingte Rechte; in friedl. Verhältn.
u. dem Königr. Italien, zu Fontainebleau am 10. Oct. 1807
geschlossen, in d. Polit. Journal 1807, St. XII, S. 1212. Desgl.
zw. Russland u. Schweden, v. 20. Nov. 1810, in v. Martens
recueil, Supplem. V. 313. VIII. 33. Desgl. zw. Preussen u.
dem K. Sachsen, v. 22. Aug. 1819. Preussische Grenzen auf
der linken Rheinseite, in d. angef. HauptRecess der frankf.
Territ.Commission, Art. 13 u. 14. Desgl. zw. Frankreich u.
d. Königr. der Niederlande, v. 28. März 1820. Acte final du
congres de Vienne, art. 2, 4, 7, 66, 85 et 95.
f) Günther, II. 196. 208. Moser v. d. R.Stände Landen, S.
14 f. 17 f.
g) Günther, II. 200. 185. 197. J. J. Moser v. d. geogra-
phischen Staatsklugheit bei Schliessung der Tractaten; in
s. vermischten Abhandl. aus d. europ. Völkerr. (Frankf.
1756. 8.), S. 264.
h) Günther, II. 189. Klüber's öffentl. Recht des teutschen Bundes,
§. 207--212.
§. 134.
Wirkungen des Staatseigenthumsrechtes in dem Staatsgebiet.
In Absicht auf
1) Zuwachs, und 2) Einrichtungen für
eigene Zwecke.

Vermöge des Staatseigenthumsrechtes steht
dem Staat, mit Ausschluss aller Auswärtigen,
die Befugniss zu, das Staatsgebiet nicht nur
zu besitzen und zu gebrauchen, sondern auch
darüber zu verfügen, und dasselbe durch Ac-
cession zu vermehren. Der Staat ist dem-
nach berechtigt, 1) Sachen, welche durch äus-
serlich wirkende Ursachen zu dem Staatsgebiet
hinzukommen (Accessionen), mit demselben als
Staatseigenthum zu verbinden; gleichviel, ob
der Zuwachs erfolgt durch Anspülung (alluvio),
oder durch Anwurf (appulsio, coalitio), oder
durch Bildung einer Insel in seinem Wasser-
gebiet a). Der Staat hat 2) das Recht, das

II. Th. II. Tit. Bedingte Rechte; in friedl. Verhältn.
u. dem Königr. Italien, zu Fontainebleau am 10. Oct. 1807
geschlossen, in d. Polit. Journal 1807, St. XII, S. 1212. Desgl.
zw. Ruſsland u. Schweden, v. 20. Nov. 1810, in v. Martens
recueil, Supplém. V. 313. VIII. 33. Desgl. zw. Preussen u.
dem K. Sachsen, v. 22. Aug. 1819. Preussische Grenzen auf
der linken Rheinseite, in d. angef. HauptReceſs der frankf.
Territ.Commission, Art. 13 u. 14. Desgl. zw. Frankreich u.
d. Königr. der Niederlande, v. 28. März 1820. Acte final du
congrès de Vienne, art. 2, 4, 7, 66, 85 et 95.
f) Günther, II. 196. 208. Moser v. d. R.Stände Landen, S.
14 f. 17 f.
g) Günther, II. 200. 185. 197. J. J. Moser v. d. geogra-
phischen Staatsklugheit bei Schliessung der Tractaten; in
s. vermischten Abhandl. aus d. europ. Völkerr. (Frankf.
1756. 8.), S. 264.
h) Günther, II. 189. Klüber’s öffentl. Recht des teutschen Bundes,
§. 207—212.
§. 134.
Wirkungen des Staatseigenthumsrechtes in dem Staatsgebiet.
In Absicht auf
1) Zuwachs, und 2) Einrichtungen für
eigene Zwecke.

Vermöge des Staatseigenthumsrechtes steht
dem Staat, mit Ausschluſs aller Auswärtigen,
die Befugniſs zu, das Staatsgebiet nicht nur
zu besitzen und zu gebrauchen, sondern auch
darüber zu verfügen, und dasselbe durch Ac-
cession zu vermehren. Der Staat ist dem-
nach berechtigt, 1) Sachen, welche durch äus-
serlich wirkende Ursachen zu dem Staatsgebiet
hinzukommen (Accessionen), mit demselben als
Staatseigenthum zu verbinden; gleichviel, ob
der Zuwachs erfolgt durch Anspülung (alluvio),
oder durch Anwurf (appulsio, coalitio), oder
durch Bildung einer Insel in seinem Wasser-
gebiet a). Der Staat hat 2) das Recht, das

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[214/0220] II. Th. II. Tit. Bedingte Rechte; in friedl. Verhältn. e⁾ u. dem Königr. Italien, zu Fontainebleau am 10. Oct. 1807 geschlossen, in d. Polit. Journal 1807, St. XII, S. 1212. Desgl. zw. Ruſsland u. Schweden, v. 20. Nov. 1810, in v. Martens recueil, Supplém. V. 313. VIII. 33. Desgl. zw. Preussen u. dem K. Sachsen, v. 22. Aug. 1819. Preussische Grenzen auf der linken Rheinseite, in d. angef. HauptReceſs der frankf. Territ.Commission, Art. 13 u. 14. Desgl. zw. Frankreich u. d. Königr. der Niederlande, v. 28. März 1820. Acte final du congrès de Vienne, art. 2, 4, 7, 66, 85 et 95. f⁾ Günther, II. 196. 208. Moser v. d. R.Stände Landen, S. 14 f. 17 f. g⁾ Günther, II. 200. 185. 197. J. J. Moser v. d. geogra- phischen Staatsklugheit bei Schliessung der Tractaten; in s. vermischten Abhandl. aus d. europ. Völkerr. (Frankf. 1756. 8.), S. 264. h⁾ Günther, II. 189. Klüber’s öffentl. Recht des teutschen Bundes, §. 207—212. §. 134. Wirkungen des Staatseigenthumsrechtes in dem Staatsgebiet. In Absicht auf 1) Zuwachs, und 2) Einrichtungen für eigene Zwecke. Vermöge des Staatseigenthumsrechtes steht dem Staat, mit Ausschluſs aller Auswärtigen, die Befugniſs zu, das Staatsgebiet nicht nur zu besitzen und zu gebrauchen, sondern auch darüber zu verfügen, und dasselbe durch Ac- cession zu vermehren. Der Staat ist dem- nach berechtigt, 1) Sachen, welche durch äus- serlich wirkende Ursachen zu dem Staatsgebiet hinzukommen (Accessionen), mit demselben als Staatseigenthum zu verbinden; gleichviel, ob der Zuwachs erfolgt durch Anspülung (alluvio), oder durch Anwurf (appulsio, coalitio), oder durch Bildung einer Insel in seinem Wasser- gebiet a). Der Staat hat 2) das Recht, das

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Zitationshilfe: Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821, S. 214. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_voelkerrecht01_1821/220>, abgerufen am 24.05.2020.