Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821.

Bild:
<< vorherige Seite

II. Th. II. Tit. Bedingte Rechte; in friedl. Verhältn.
Glimpf zweckmäsig zu verwenden. Aber die
Vermittlung giebt ihm kein Recht, seine An-
träge mit Gewalt durchzusetzen. Zu einer Ga-
rantie des vermittelten Vertrags, giebt die Ver-
mittlung weder Recht noch Pflicht f).

a) Moser's Versuch, VIII. 422 f. u. Th. X, Bd. 2, S. 310.
Institutions politiques, par le B. de Bielfeld, T. II, p. 152.
b) Französisch-preussischer Fr. zu Basel 1795, Art. 11, in
de Martens recueil, VI. 498.
c) Russische Erklärung an Frankreich 1742, bei Moser a. a. O.
d) G. S. Treuer diss. de prudentia circa officium pacificatoris
inter gentes. Lips. 1727. 4. Heinichen über Friedens Ver-
mittlungen; in der Minerva, Oct. 1813, S. 1--12. De Steck
sur la mediation d'honneur; in s. Essais sur plusieurs ma-
tieres, n° 1. Die bewaffnete Vermittlung; in Vogt's Staats-
Relationen, Bd. V, Heft I (Frankf. 1805), Num. I. Moser's
Versuch, VIII. 421 ff. u. Th. X. Bd. 2, S. 310. Bielfeld
a. a. O. v. Ompteda's Lit. II. 667. v. Kamptz neue Lit., §. 326.
e) Man sehe z. B. den Vertrag zwischen Frankreich und Oest-
reich, betr. die Friedensvermittlung, geschlossen zu Dresden
am 30. Jun. 1813; in v. Martens recueil, Supplem. V. 586.
f) Fagel diss. cit. cap. 7. §. 4. -- Doch kann die Garantie
auch von einer vermittelnden Macht versprochen werden,
wie in dem teschener Fr. 1779, Art. 8, und am Schluss die
GarantieErklärung. Vertrag zwischen Kurpfalz u. Kursachsen
zu Teschen, v. 1779, Art. 5. De Martens recueil, II. 5. 8. 18.
§. 161.
Beitritt dritter Mächte.

Zuweilen wird dritten Mächten Theilneh-
mung an einem Völkervertrag
, als Haupt- oder
Neben Contrahenten, gestattet, oder wenigstens
bedungen a). Erklärt sich die dritte Macht be-
reit zu der Theilnahme, so geschieht dieses
entweder in dem Vertrag selbst, oder nachher

II. Th. II. Tit. Bedingte Rechte; in friedl. Verhältn.
Glimpf zweckmäsig zu verwenden. Aber die
Vermittlung giebt ihm kein Recht, seine An-
träge mit Gewalt durchzusetzen. Zu einer Ga-
rantie des vermittelten Vertrags, giebt die Ver-
mittlung weder Recht noch Pflicht f).

a) Moser’s Versuch, VIII. 422 f. u. Th. X, Bd. 2, S. 310.
Institutions politiques, par le B. de Bielfeld, T. II, p. 152.
b) Französisch-preussischer Fr. zu Basel 1795, Art. 11, in
de Martens recueil, VI. 498.
c) Russische Erklärung an Frankreich 1742, bei Moser a. a. O.
d) G. S. Treuer diss. de prudentia circa officium pacificatoris
inter gentes. Lips. 1727. 4. Heinichen über Friedens Ver-
mittlungen; in der Minerva, Oct. 1813, S. 1—12. De Steck
sur la médiation d’honneur; in s. Essais sur plusieurs ma-
tières, n° 1. Die bewaffnete Vermittlung; in Vogt’s Staats-
Relationen, Bd. V, Heft I (Frankf. 1805), Num. I. Moser’s
Versuch, VIII. 421 ff. u. Th. X. Bd. 2, S. 310. Bielfeld
a. a. O. v. Ompteda’s Lit. II. 667. v. Kamptz neue Lit., §. 326.
e) Man sehe z. B. den Vertrag zwischen Frankreich und Oest-
reich, betr. die Friedensvermittlung, geschlossen zu Dresden
am 30. Jun. 1813; in v. Martens recueil, Supplém. V. 586.
f) Fagel diss. cit. cap. 7. §. 4. — Doch kann die Garantie
auch von einer vermittelnden Macht versprochen werden,
wie in dem teschener Fr. 1779, Art. 8, und am Schluſs die
GarantieErklärung. Vertrag zwischen Kurpfalz u. Kursachsen
zu Teschen, v. 1779, Art. 5. De Martens recueil, II. 5. 8. 18.
§. 161.
Beitritt dritter Mächte.

Zuweilen wird dritten Mächten Theilneh-
mung an einem Völkervertrag
, als Haupt- oder
Neben Contrahenten, gestattet, oder wenigstens
bedungen a). Erklärt sich die dritte Macht be-
reit zu der Theilnahme, so geschieht dieses
entweder in dem Vertrag selbst, oder nachher

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <div n="5">
                <p><pb facs="#f0266" n="260"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#i">II. Th. II. Tit. Bedingte Rechte; in friedl. Verhältn.</hi></fw><lb/>
Glimpf zweckmäsig zu verwenden. Aber die<lb/>
Vermittlung giebt ihm kein Recht, seine An-<lb/>
träge mit Gewalt durchzusetzen. Zu einer Ga-<lb/>
rantie des vermittelten Vertrags, giebt die Ver-<lb/>
mittlung weder Recht noch Pflicht <hi rendition="#i">f</hi>).</p><lb/>
                <note place="end" n="a)"><hi rendition="#k">Moser</hi>&#x2019;s Versuch, VIII. 422 f. u. Th. X, Bd. 2, S. 310.<lb/>
Institutions politiques, par le B. de <hi rendition="#k">Bielfeld</hi>, T. II, p. 152.</note><lb/>
                <note place="end" n="b)">Französisch-preussischer Fr. zu Basel 1795, Art. 11, in<lb/>
de <hi rendition="#k">Martens</hi> recueil, VI. 498.</note><lb/>
                <note place="end" n="c)">Russische Erklärung an Frankreich 1742, bei <hi rendition="#k">Moser</hi> a. a. O.</note><lb/>
                <note place="end" n="d)">G. S. <hi rendition="#k">Treuer</hi> diss. de prudentia circa officium pacificatoris<lb/>
inter gentes. Lips. 1727. 4. <hi rendition="#k">Heinichen</hi> über Friedens Ver-<lb/>
mittlungen; in der Minerva, Oct. 1813, S. 1&#x2014;12. De <hi rendition="#k">Steck</hi><lb/>
sur la médiation d&#x2019;honneur; in s. Essais sur plusieurs ma-<lb/>
tières, n° 1. Die bewaffnete Vermittlung; in <hi rendition="#k">Vogt</hi>&#x2019;s Staats-<lb/>
Relationen, Bd. V, Heft I (Frankf. 1805), Num. I. <hi rendition="#k">Moser</hi>&#x2019;s<lb/>
Versuch, VIII. 421 ff. u. Th. X. Bd. 2, S. 310. <hi rendition="#k">Bielfeld</hi><lb/>
a. a. O. v. <hi rendition="#k">Ompteda</hi>&#x2019;s Lit. II. 667. v. <hi rendition="#k">Kamptz</hi> neue Lit., §. 326.</note><lb/>
                <note place="end" n="e)">Man sehe z. B. den Vertrag zwischen Frankreich und Oest-<lb/>
reich, betr. die Friedensvermittlung, geschlossen zu Dresden<lb/>
am 30. Jun. 1813; in v. <hi rendition="#k">Martens</hi> recueil, Supplém. V. 586.</note><lb/>
                <note place="end" n="f)"><hi rendition="#k">Fagel</hi> diss. cit. cap. 7. §. 4. &#x2014; Doch kann die Garantie<lb/>
auch von einer vermittelnden Macht versprochen werden,<lb/>
wie in dem teschener Fr. 1779, Art. 8, und am Schlu&#x017F;s die<lb/>
GarantieErklärung. Vertrag zwischen Kurpfalz u. Kursachsen<lb/>
zu Teschen, v. 1779, Art. 5. De <hi rendition="#k">Martens</hi> recueil, II. 5. 8. 18.</note>
              </div><lb/>
              <div n="5">
                <head>§. 161.<lb/><hi rendition="#i">Beitritt dritter Mächte.</hi></head><lb/>
                <p>Zuweilen wird <hi rendition="#i">dritten</hi> Mächten <hi rendition="#i">Theilneh-<lb/>
mung an einem Völkervertrag</hi>, als Haupt- oder<lb/>
Neben Contrahenten, gestattet, oder wenigstens<lb/>
bedungen <hi rendition="#i">a</hi>). Erklärt sich die dritte Macht be-<lb/>
reit zu der Theilnahme, so geschieht dieses<lb/>
entweder <hi rendition="#i">in dem Vertrag selbst</hi>, oder nachher<lb/></p>
              </div>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[260/0266] II. Th. II. Tit. Bedingte Rechte; in friedl. Verhältn. Glimpf zweckmäsig zu verwenden. Aber die Vermittlung giebt ihm kein Recht, seine An- träge mit Gewalt durchzusetzen. Zu einer Ga- rantie des vermittelten Vertrags, giebt die Ver- mittlung weder Recht noch Pflicht f). a⁾ Moser’s Versuch, VIII. 422 f. u. Th. X, Bd. 2, S. 310. Institutions politiques, par le B. de Bielfeld, T. II, p. 152. b⁾ Französisch-preussischer Fr. zu Basel 1795, Art. 11, in de Martens recueil, VI. 498. c⁾ Russische Erklärung an Frankreich 1742, bei Moser a. a. O. d⁾ G. S. Treuer diss. de prudentia circa officium pacificatoris inter gentes. Lips. 1727. 4. Heinichen über Friedens Ver- mittlungen; in der Minerva, Oct. 1813, S. 1—12. De Steck sur la médiation d’honneur; in s. Essais sur plusieurs ma- tières, n° 1. Die bewaffnete Vermittlung; in Vogt’s Staats- Relationen, Bd. V, Heft I (Frankf. 1805), Num. I. Moser’s Versuch, VIII. 421 ff. u. Th. X. Bd. 2, S. 310. Bielfeld a. a. O. v. Ompteda’s Lit. II. 667. v. Kamptz neue Lit., §. 326. e⁾ Man sehe z. B. den Vertrag zwischen Frankreich und Oest- reich, betr. die Friedensvermittlung, geschlossen zu Dresden am 30. Jun. 1813; in v. Martens recueil, Supplém. V. 586. f⁾ Fagel diss. cit. cap. 7. §. 4. — Doch kann die Garantie auch von einer vermittelnden Macht versprochen werden, wie in dem teschener Fr. 1779, Art. 8, und am Schluſs die GarantieErklärung. Vertrag zwischen Kurpfalz u. Kursachsen zu Teschen, v. 1779, Art. 5. De Martens recueil, II. 5. 8. 18. §. 161. Beitritt dritter Mächte. Zuweilen wird dritten Mächten Theilneh- mung an einem Völkervertrag, als Haupt- oder Neben Contrahenten, gestattet, oder wenigstens bedungen a). Erklärt sich die dritte Macht be- reit zu der Theilnahme, so geschieht dieses entweder in dem Vertrag selbst, oder nachher

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_voelkerrecht01_1821
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_voelkerrecht01_1821/266
Zitationshilfe: Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821, S. 260. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_voelkerrecht01_1821/266>, abgerufen am 24.05.2020.