Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717.

Bild:
<< vorherige Seite

Unterschiedliche verwerffliche
Stande/ ihm es wieder vergelten zu können/ ich em-
pfinde von Tage zu Tage den Effect von dessen Re-
commendation
in meiner Handlung/ dieweil daß
mein Herr N. N. mich hat beehret mit seinen Commis-
sionibus
auf des Herrn seine Recommendation, al-
les was ich dargegen meinem Herrn werde sagen kön-
nen/ wird seyn/ daß ich werde umarmen/ jederzeit die
Gelegenheit ihm zu dienen/ und mich erweisen en ef-
fect,
daß ich sey/ etc.

IV. Ein durch Commata und Puncta
übel unterschiedenes Schreiben.
Mein Herr!

JCh bin demselben/ noch Antwort schuldig auf/ sein
voriges vom 7. dato: und habe ich daraus zur
Genüge/ ersehen was/ der Herr will haben die 10.
Rthlr./ seynd vor die Assignation, eingegangen noch
nicht/ aber die 500. Rthlr. von den Wechsel/ so/ ich
zur Nachricht/ melden und dabey; Meines Herrn fer-
nere Ordre, abwarten wollen; Der ich verharre.

NB. Wann aus [o]bigen Brief soll verstanden werden/
daß die 10. Rthlr. vor die Assignation eingegan-
gen/ aber noch nicht die 500. Rthlr. vor den
Wechsel/ so wird sich solches schwerlich aus obiger
Distinction, weil hinter eingegangen kein Com-
ma
ist/ sondern vielmehr das Gegentheil verstehen
lassen.
V. Ein aufgeblasenes und nach dem
Roman oder Poesie schmeckendes
Schreiben.
Mein

Unterſchiedliche verwerffliche
Stande/ ihm es wieder vergelten zu koͤnnen/ ich em-
pfinde von Tage zu Tage den Effect von deſſen Re-
commendation
in meiner Handlung/ dieweil daß
mein Herr N. N. mich hat beehret mit ſeinen Commis-
ſionibus
auf des Herrn ſeine Recommendation, al-
les was ich dargegen meinem Herrn werde ſagen koͤn-
nen/ wird ſeyn/ daß ich werde umarmen/ jederzeit die
Gelegenheit ihm zu dienen/ und mich erweiſen en ef-
fect,
daß ich ſey/ ꝛc.

IV. Ein durch Commata und Puncta
uͤbel unterſchiedenes Schreiben.
Mein Herr!

JCh bin demſelben/ noch Antwort ſchuldig auf/ ſein
voriges vom 7. dato: und habe ich daraus zur
Genuͤge/ erſehen was/ der Herr will haben die 10.
Rthlr./ ſeynd vor die Aſſignation, eingegangen noch
nicht/ aber die 500. Rthlr. von den Wechſel/ ſo/ ich
zur Nachricht/ melden und dabey; Meines Herrn fer-
nere Ordre, abwarten wollen; Der ich verharre.

NB. Wann aus [o]bigen Brief ſoll verſtanden werden/
daß die 10. Rthlr. vor die Asſignation eingegan-
gen/ aber noch nicht die 500. Rthlr. vor den
Wechſel/ ſo wird ſich ſolches ſchwerlich aus obiger
Diſtinction, weil hinter eingegangen kein Com-
ma
iſt/ ſondern vielmehr das Gegentheil verſtehen
laſſen.
V. Ein aufgeblaſenes und nach dem
Roman oder Poeſie ſchmeckendes
Schreiben.
Mein
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="3">
        <div n="4">
          <p><pb facs="#f1014" n="998"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Unter&#x017F;chiedliche verwerffliche</hi></fw><lb/>
Stande/ ihm es wieder vergelten zu ko&#x0364;nnen/ ich em-<lb/>
pfinde von Tage zu Tage den <hi rendition="#aq">Effect</hi> von de&#x017F;&#x017F;en <hi rendition="#aq">Re-<lb/>
commendation</hi> in meiner Handlung/ dieweil daß<lb/>
mein Herr <hi rendition="#aq">N. N.</hi> mich hat beehret mit &#x017F;einen <hi rendition="#aq">Commis-<lb/>
&#x017F;ionibus</hi> auf des Herrn &#x017F;eine <hi rendition="#aq">Recommendation,</hi> al-<lb/>
les was ich dargegen meinem Herrn werde &#x017F;agen ko&#x0364;n-<lb/>
nen/ wird &#x017F;eyn/ daß ich werde umarmen/ jederzeit die<lb/>
Gelegenheit ihm zu dienen/ und mich erwei&#x017F;en <hi rendition="#aq">en ef-<lb/>
fect,</hi> daß ich &#x017F;ey/ &#xA75B;c.</p>
        </div><lb/>
        <div n="4">
          <head> <hi rendition="#b"><hi rendition="#aq">IV.</hi> Ein durch <hi rendition="#aq">Commata</hi> und <hi rendition="#aq">Puncta</hi><lb/>
u&#x0364;bel unter&#x017F;chiedenes Schreiben.</hi> </head><lb/>
          <salute> <hi rendition="#fr">Mein Herr!</hi> </salute><lb/>
          <p><hi rendition="#in">J</hi>Ch bin dem&#x017F;elben/ noch Antwort &#x017F;chuldig auf/ &#x017F;ein<lb/>
voriges vom 7. <hi rendition="#aq">dato:</hi> und habe ich daraus zur<lb/>
Genu&#x0364;ge/ er&#x017F;ehen was/ der Herr will haben die 10.<lb/>
Rthlr./ &#x017F;eynd vor die <hi rendition="#aq">A&#x017F;&#x017F;ignation,</hi> eingegangen noch<lb/>
nicht/ aber die 500. Rthlr. von den Wech&#x017F;el/ &#x017F;o/ ich<lb/>
zur Nachricht/ melden und dabey; Meines Herrn fer-<lb/>
nere <hi rendition="#aq">Ordre,</hi> abwarten wollen; Der ich verharre.</p><lb/>
          <list>
            <item><hi rendition="#aq">NB.</hi> Wann aus <supplied>o</supplied>bigen Brief &#x017F;oll ver&#x017F;tanden werden/<lb/>
daß die 10. Rthlr. vor die <hi rendition="#aq">As&#x017F;ignation</hi> eingegan-<lb/>
gen/ aber noch nicht die 500. Rthlr. vor den<lb/>
Wech&#x017F;el/ &#x017F;o wird &#x017F;ich &#x017F;olches &#x017F;chwerlich aus obiger<lb/><hi rendition="#aq">Di&#x017F;tinction,</hi> weil hinter eingegangen kein <hi rendition="#aq">Com-<lb/>
ma</hi> i&#x017F;t/ &#x017F;ondern vielmehr das Gegentheil ver&#x017F;tehen<lb/>
la&#x017F;&#x017F;en.</item>
          </list>
        </div><lb/>
        <div n="4">
          <head> <hi rendition="#b"><hi rendition="#aq">V.</hi> Ein aufgebla&#x017F;enes und nach dem<lb/><hi rendition="#aq">Roman</hi> oder <hi rendition="#aq">Poe&#x017F;ie</hi> &#x017F;chmeckendes<lb/>
Schreiben.</hi> </head><lb/>
          <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#fr">Mein</hi> </fw><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[998/1014] Unterſchiedliche verwerffliche Stande/ ihm es wieder vergelten zu koͤnnen/ ich em- pfinde von Tage zu Tage den Effect von deſſen Re- commendation in meiner Handlung/ dieweil daß mein Herr N. N. mich hat beehret mit ſeinen Commis- ſionibus auf des Herrn ſeine Recommendation, al- les was ich dargegen meinem Herrn werde ſagen koͤn- nen/ wird ſeyn/ daß ich werde umarmen/ jederzeit die Gelegenheit ihm zu dienen/ und mich erweiſen en ef- fect, daß ich ſey/ ꝛc. IV. Ein durch Commata und Puncta uͤbel unterſchiedenes Schreiben. Mein Herr! JCh bin demſelben/ noch Antwort ſchuldig auf/ ſein voriges vom 7. dato: und habe ich daraus zur Genuͤge/ erſehen was/ der Herr will haben die 10. Rthlr./ ſeynd vor die Aſſignation, eingegangen noch nicht/ aber die 500. Rthlr. von den Wechſel/ ſo/ ich zur Nachricht/ melden und dabey; Meines Herrn fer- nere Ordre, abwarten wollen; Der ich verharre. NB. Wann aus obigen Brief ſoll verſtanden werden/ daß die 10. Rthlr. vor die Asſignation eingegan- gen/ aber noch nicht die 500. Rthlr. vor den Wechſel/ ſo wird ſich ſolches ſchwerlich aus obiger Diſtinction, weil hinter eingegangen kein Com- ma iſt/ ſondern vielmehr das Gegentheil verſtehen laſſen. V. Ein aufgeblaſenes und nach dem Roman oder Poeſie ſchmeckendes Schreiben. Mein

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Grundlage der vorliegenden digitalen Ausgabe bild… [mehr]

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717/1014
Zitationshilfe: Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717, S. 998. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717/1014>, abgerufen am 21.07.2019.