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Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717.

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auch Supplqven und Klag-Libellen.
Dero hohe Wohlfahrt und Prosperität/ langes Leben
und Gesundheit/ dem Höchsten hertzinniglich anzuruf-
fen/ und mich Lebenslang in tieffster Demuht erwei-
sen/ etc.

XLII. Supplic eines Kauffmanns/ wel-
chem seine Güter wegen verfahrnen
Zolls confisciret worden.
Durchläuchtigster Hertzog/ gnädigster
Herr!

EW. Durchl. muß wehmühtig zu verstehen ge-
ben/ wie daß gestern/ als meine Waaren durch
Ew. Durchl. Marck Flecken Neubruck gefahren/ und
unwissend des Orts Zoll-Gerechtigkeit sich bey dem
Zöllner nicht angegeben/ derselbe besagte meine Waa-
ren in arrest nehmen/ und biß anhero noch nicht rela-
xi
ren lassen.

Weil mir aber dadurch/ wegen instehender Meß-
Zeit/ ein grosser Schade zugefüget wird/ also daß ich
dieses Verzugs wegen in den äussersten ruin solte
können gesetzet werden; Als gelanget an Ew. Hoch-
fürstl. Durchl. mein demühtigstes Bitten und Fle-
hen/ mir Barmhertzigkeit wiederfahren zu lassen/ und
dem Zöllner anzubefehlen/ daß er mir meine Waaren
und Güter/ gegen Erlegung des gebührenden Zolls/
(welcher nur darum verfahren worden/ weil man die
Zoll-Gerechtigkeit nicht gewust) wieder frey geben
müsse: Welche hohe Gnade/ wie ich sie gäntzlich von
Eurer Hochfürstl. Durchl. Clementz zu erlangen der
allerunterthänigsten Hoffnung lebe/ als werde ich auch
nimmehrmehr ermangeln/ für Deroselben Durch-
läuchtigste Person und ihres gantzen Hoch-Fürstl.

Hau-

auch Supplqven und Klag-Libellen.
Dero hohe Wohlfahrt und Proſperitaͤt/ langes Leben
und Geſundheit/ dem Hoͤchſten hertzinniglich anzuruf-
fen/ und mich Lebenslang in tieffſter Demuht erwei-
ſen/ ꝛc.

XLII. Supplic eines Kauffmanns/ wel-
chem ſeine Guͤter wegen verfahrnen
Zolls confiſciret worden.
Durchlaͤuchtigſter Hertzog/ gnaͤdigſter
Herr!

EW. Durchl. muß wehmuͤhtig zu verſtehen ge-
ben/ wie daß geſtern/ als meine Waaren durch
Ew. Durchl. Marck Flecken Neubruck gefahren/ und
unwiſſend des Orts Zoll-Gerechtigkeit ſich bey dem
Zoͤllner nicht angegeben/ derſelbe beſagte meine Waa-
ren in arreſt nehmen/ und biß anhero noch nicht rela-
xi
ren laſſen.

Weil mir aber dadurch/ wegen inſtehender Meß-
Zeit/ ein groſſer Schade zugefuͤget wird/ alſo daß ich
dieſes Verzugs wegen in den aͤuſſerſten ruin ſolte
koͤnnen geſetzet werden; Als gelanget an Ew. Hoch-
fuͤrſtl. Durchl. mein demuͤhtigſtes Bitten und Fle-
hen/ mir Barmhertzigkeit wiederfahren zu laſſen/ und
dem Zoͤllner anzubefehlen/ daß er mir meine Waaren
und Guͤter/ gegen Erlegung des gebuͤhrenden Zolls/
(welcher nur darum verfahren worden/ weil man die
Zoll-Gerechtigkeit nicht gewuſt) wieder frey geben
muͤſſe: Welche hohe Gnade/ wie ich ſie gaͤntzlich von
Eurer Hochfuͤrſtl. Durchl. Clementz zu erlangen der
allerunterthaͤnigſten Hoffnung lebe/ als werde ich auch
nimmehrmehr ermangeln/ fuͤr Deroſelben Durch-
laͤuchtigſte Perſon und ihres gantzen Hoch-Fuͤrſtl.

Hau-
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[621/0641] auch Supplqven und Klag-Libellen. Dero hohe Wohlfahrt und Proſperitaͤt/ langes Leben und Geſundheit/ dem Hoͤchſten hertzinniglich anzuruf- fen/ und mich Lebenslang in tieffſter Demuht erwei- ſen/ ꝛc. XLII. Supplic eines Kauffmanns/ wel- chem ſeine Guͤter wegen verfahrnen Zolls confiſciret worden. Durchlaͤuchtigſter Hertzog/ gnaͤdigſter Herr! EW. Durchl. muß wehmuͤhtig zu verſtehen ge- ben/ wie daß geſtern/ als meine Waaren durch Ew. Durchl. Marck Flecken Neubruck gefahren/ und unwiſſend des Orts Zoll-Gerechtigkeit ſich bey dem Zoͤllner nicht angegeben/ derſelbe beſagte meine Waa- ren in arreſt nehmen/ und biß anhero noch nicht rela- xiren laſſen. Weil mir aber dadurch/ wegen inſtehender Meß- Zeit/ ein groſſer Schade zugefuͤget wird/ alſo daß ich dieſes Verzugs wegen in den aͤuſſerſten ruin ſolte koͤnnen geſetzet werden; Als gelanget an Ew. Hoch- fuͤrſtl. Durchl. mein demuͤhtigſtes Bitten und Fle- hen/ mir Barmhertzigkeit wiederfahren zu laſſen/ und dem Zoͤllner anzubefehlen/ daß er mir meine Waaren und Guͤter/ gegen Erlegung des gebuͤhrenden Zolls/ (welcher nur darum verfahren worden/ weil man die Zoll-Gerechtigkeit nicht gewuſt) wieder frey geben muͤſſe: Welche hohe Gnade/ wie ich ſie gaͤntzlich von Eurer Hochfuͤrſtl. Durchl. Clementz zu erlangen der allerunterthaͤnigſten Hoffnung lebe/ als werde ich auch nimmehrmehr ermangeln/ fuͤr Deroſelben Durch- laͤuchtigſte Perſon und ihres gantzen Hoch-Fuͤrſtl. Hau-

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Zitationshilfe: Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717, S. 621. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717/641>, abgerufen am 15.11.2019.