Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717.

Bild:
<< vorherige Seite

Bitt-Klag-Trost Verweiß-Handels-
Kauffmann zustehen/ gedienet/ oder auch durch Ver-
schaffung neuen Credits, zu einen kleinen Anfang kan
geholffen werden/ so last mich eure Meynung wissen;
Jch will erweisen/ daß ich beständig sey/ etc.

III. Verweiß- und Hülff-Schreiben.
Monsieur.

WJe hochmühtig ihr euch vormals bey glücklicher
Arrivirung eurer reich beladenen Schiffe er-
wiesen/ so verzagt seyd ihr jetzt über den Verlust der-
selben/ beyde Extremitäten taugen nichts: ein weiser
Mann muß im Unglück gleich gesinnet seyn/ und mit
Hiob sagen: Der HErr hats gegeben/ der HErr hats
genommen; Damit ihr aber nicht sehen solt/ daß ich
der Welt Lauff nach nur in euren glücklichen Zustand
euer Freund gewesen/ so nehmet zum Zeichen meines
mitleidigen Gemühts/ beygehende verlangte Bey-
steuer an/ und gebet Anlaß/ worinn man euch weiter
dienen könne/ so will ich nicht unterlassen/ mich zu be-
weisen/ als

euer treu-gesinnter Freund/
N. N.
IV. Gebattern-Briefe.
Mein Herr!

NAchdem es dem Höchsten gefallen/ meine Ehe-
Liebste gestern Nachmittag ihrer weiblichen
Bürde gnädig zu entbinden/ und unser Haus und
Geschlecht mit einen jungen Sohn zu erfreuen/ wel-
chen wir nach der leiblichen Geburt/ auch so gleich der
geistlichen Wieder-Geburt theilhafftig zu machen
schuldig/ hierzu aber solche Christliche Zeugen haben

mus-

Bitt-Klag-Troſt Verweiß-Handels-
Kauffmann zuſtehen/ gedienet/ oder auch durch Ver-
ſchaffung neuen Credits, zu einen kleinen Anfang kan
geholffen werden/ ſo laſt mich eure Meynung wiſſen;
Jch will erweiſen/ daß ich beſtaͤndig ſey/ ꝛc.

III. Verweiß- und Huͤlff-Schreiben.
Monſieur.

WJe hochmuͤhtig ihr euch vormals bey gluͤcklicher
Arrivirung eurer reich beladenen Schiffe er-
wieſen/ ſo verzagt ſeyd ihr jetzt uͤber den Verluſt der-
ſelben/ beyde Extremitaͤten taugen nichts: ein weiſer
Mann muß im Ungluͤck gleich geſinnet ſeyn/ und mit
Hiob ſagen: Der HErr hats gegeben/ der HErr hats
genommen; Damit ihr aber nicht ſehen ſolt/ daß ich
der Welt Lauff nach nur in euren gluͤcklichen Zuſtand
euer Freund geweſen/ ſo nehmet zum Zeichen meines
mitleidigen Gemuͤhts/ beygehende verlangte Bey-
ſteuer an/ und gebet Anlaß/ worinn man euch weiter
dienen koͤnne/ ſo will ich nicht unterlaſſen/ mich zu be-
weiſen/ als

euer treu-geſinnter Freund/
N. N.
IV. Gebattern-Briefe.
Mein Herr!

NAchdem es dem Hoͤchſten gefallen/ meine Ehe-
Liebſte geſtern Nachmittag ihrer weiblichen
Buͤrde gnaͤdig zu entbinden/ und unſer Haus und
Geſchlecht mit einen jungen Sohn zu erfreuen/ wel-
chen wir nach der leiblichen Geburt/ auch ſo gleich der
geiſtlichen Wieder-Geburt theilhafftig zu machen
ſchuldig/ hierzu aber ſolche Chriſtliche Zeugen haben

muſ-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0772" n="756"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Bitt-Klag-Tro&#x017F;t Verweiß-Handels-</hi></fw><lb/>
Kauffmann zu&#x017F;tehen/ gedienet/ oder auch durch Ver-<lb/>
&#x017F;chaffung neuen <hi rendition="#aq">Credits,</hi> zu einen kleinen Anfang kan<lb/>
geholffen werden/ &#x017F;o la&#x017F;t mich eure Meynung wi&#x017F;&#x017F;en;<lb/>
Jch will erwei&#x017F;en/ daß ich be&#x017F;ta&#x0364;ndig &#x017F;ey/ &#xA75B;c.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head> <hi rendition="#b"><hi rendition="#aq">III.</hi> Verweiß- und Hu&#x0364;lff-Schreiben.</hi> </head><lb/>
              <salute> <hi rendition="#aq">Mon&#x017F;ieur.</hi> </salute><lb/>
              <p><hi rendition="#in">W</hi>Je hochmu&#x0364;htig ihr euch vormals bey glu&#x0364;cklicher<lb/><hi rendition="#aq">Arrivi</hi>rung eurer reich beladenen Schiffe er-<lb/>
wie&#x017F;en/ &#x017F;o verzagt &#x017F;eyd ihr jetzt u&#x0364;ber den Verlu&#x017F;t der-<lb/>
&#x017F;elben/ beyde <hi rendition="#aq">Extremi</hi>ta&#x0364;ten taugen nichts: ein wei&#x017F;er<lb/>
Mann muß im Unglu&#x0364;ck gleich ge&#x017F;innet &#x017F;eyn/ und mit<lb/>
Hiob &#x017F;agen: Der HErr hats gegeben/ der HErr hats<lb/>
genommen; Damit ihr aber nicht &#x017F;ehen &#x017F;olt/ daß ich<lb/>
der Welt Lauff nach nur in euren glu&#x0364;cklichen Zu&#x017F;tand<lb/>
euer Freund gewe&#x017F;en/ &#x017F;o nehmet zum Zeichen meines<lb/>
mitleidigen Gemu&#x0364;hts/ beygehende verlangte Bey-<lb/>
&#x017F;teuer an/ und gebet Anlaß/ worinn man euch weiter<lb/>
dienen ko&#x0364;nne/ &#x017F;o will ich nicht unterla&#x017F;&#x017F;en/ mich zu be-<lb/>
wei&#x017F;en/ als</p><lb/>
              <closer>
                <salute> <hi rendition="#et">euer treu-ge&#x017F;innter Freund/<lb/><hi rendition="#aq">N. N.</hi></hi> </salute>
              </closer>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head> <hi rendition="#b"><hi rendition="#aq">IV.</hi> Gebattern-Briefe.</hi> </head><lb/>
              <salute> <hi rendition="#fr">Mein Herr!</hi> </salute><lb/>
              <p><hi rendition="#in">N</hi>Achdem es dem Ho&#x0364;ch&#x017F;ten gefallen/ meine Ehe-<lb/>
Lieb&#x017F;te ge&#x017F;tern Nachmittag ihrer weiblichen<lb/>
Bu&#x0364;rde gna&#x0364;dig zu entbinden/ und un&#x017F;er Haus und<lb/>
Ge&#x017F;chlecht mit einen jungen Sohn zu erfreuen/ wel-<lb/>
chen wir nach der leiblichen Geburt/ auch &#x017F;o gleich der<lb/>
gei&#x017F;tlichen Wieder-Geburt theilhafftig zu machen<lb/>
&#x017F;chuldig/ hierzu aber &#x017F;olche Chri&#x017F;tliche Zeugen haben<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">mu&#x017F;-</fw><lb/></p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[756/0772] Bitt-Klag-Troſt Verweiß-Handels- Kauffmann zuſtehen/ gedienet/ oder auch durch Ver- ſchaffung neuen Credits, zu einen kleinen Anfang kan geholffen werden/ ſo laſt mich eure Meynung wiſſen; Jch will erweiſen/ daß ich beſtaͤndig ſey/ ꝛc. III. Verweiß- und Huͤlff-Schreiben. Monſieur. WJe hochmuͤhtig ihr euch vormals bey gluͤcklicher Arrivirung eurer reich beladenen Schiffe er- wieſen/ ſo verzagt ſeyd ihr jetzt uͤber den Verluſt der- ſelben/ beyde Extremitaͤten taugen nichts: ein weiſer Mann muß im Ungluͤck gleich geſinnet ſeyn/ und mit Hiob ſagen: Der HErr hats gegeben/ der HErr hats genommen; Damit ihr aber nicht ſehen ſolt/ daß ich der Welt Lauff nach nur in euren gluͤcklichen Zuſtand euer Freund geweſen/ ſo nehmet zum Zeichen meines mitleidigen Gemuͤhts/ beygehende verlangte Bey- ſteuer an/ und gebet Anlaß/ worinn man euch weiter dienen koͤnne/ ſo will ich nicht unterlaſſen/ mich zu be- weiſen/ als euer treu-geſinnter Freund/ N. N. IV. Gebattern-Briefe. Mein Herr! NAchdem es dem Hoͤchſten gefallen/ meine Ehe- Liebſte geſtern Nachmittag ihrer weiblichen Buͤrde gnaͤdig zu entbinden/ und unſer Haus und Geſchlecht mit einen jungen Sohn zu erfreuen/ wel- chen wir nach der leiblichen Geburt/ auch ſo gleich der geiſtlichen Wieder-Geburt theilhafftig zu machen ſchuldig/ hierzu aber ſolche Chriſtliche Zeugen haben muſ-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Grundlage der vorliegenden digitalen Ausgabe bild… [mehr]

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717/772
Zitationshilfe: Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717, S. 756. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717/772>, abgerufen am 19.07.2019.