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Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717.

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Von Ehe-Contracten, Testamenten
hinführo und zu ewigen Zeiten/ weder zu obgemeldten
N. N. noch dessen Erben einige fernere Forderung oder
Anspruch nicht mehr zu haben/ oder vorzunehmen/ das-
selbe auch niemand zu thun/ von meinetwegen zu gestat-
ten/ auch allen Exceptionibus, insonderheit der Ex-
ception erroris, calculi, doli, mali
oder wie es sonst
Nahmen haben mag/ zu renunciiren/ und mich de-
ren in Ewigkeit nicht mehr zu gebrauchen/ treulich und
ohne gefährde. Urkundlich habe ich dieses eigenhän-
dig unterschrieben/ und mit meinen Pitschafft bekräff-
tiget/ etc.

VI. Theilung zwischen einer Kauff-
manns-Wittwe und ihren Kindern/
Instruments-Weise aufgesetzet.

JM Nahmen GOttes kund und zu wissen/ etc. daß
heute Dato vor mir Ends-benannten Käysers.
Notario, sel. Hn. N. N. Bürgern und Handels-Mann
alhier/ nachgelassene Frau Witwe/ nebenst ihren
Kriegischen Vormund/ Hn. N. N. und ihren drey Kin-
dern/ Vormündern Tit. Hn. N. N. und N. N. erschie-
nen/ und mich angezeiget/ daß obengemeldte Frau ent-
schlossen wäre/ mit ihren drey Kindern eine gewisse Ab-
theilung zu machen/ welche ich ad Protocollum neh-
men und darüber ein öffentlich Instrument zu aller-
seits Beweiß und künfftigen Gebrauch vor die Gebühr
verfertigen solte.

Wann ich nun Amtshalber denen respective Re-
qvirentibus
zu willfahren kein Bedencken getra-
gen/ als habe ich folgende ihre Aussage und geschehe-
nen Vergleich ordentlich beschrieben also lautend:
Den ältesten Sohn credirte die Frau Wittwe die

gantze

Von Ehe-Contracten, Teſtamenten
hinfuͤhro und zu ewigen Zeiten/ weder zu obgemeldten
N. N. noch deſſen Erben einige fernere Forderung oder
Anſpruch nicht mehr zu haben/ oder vorzunehmen/ daſ-
ſelbe auch niemand zu thun/ von meinetwegen zu geſtat-
ten/ auch allen Exceptionibus, inſonderheit der Ex-
ception erroris, calculi, doli, mali
oder wie es ſonſt
Nahmen haben mag/ zu renunciiren/ und mich de-
ren in Ewigkeit nicht mehr zu gebrauchen/ treulich und
ohne gefaͤhrde. Urkundlich habe ich dieſes eigenhaͤn-
dig unterſchrieben/ und mit meinen Pitſchafft bekraͤff-
tiget/ ꝛc.

VI. Theilung zwiſchen einer Kauff-
manns-Wittwe und ihren Kindern/
Inſtruments-Weiſe aufgeſetzet.

JM Nahmen GOttes kund und zu wiſſen/ ꝛc. daß
heute Dato vor mir Ends-benannten Kaͤyſerſ.
Notario, ſel. Hn. N. N. Buͤrgern und Handels-Mann
alhier/ nachgelaſſene Frau Witwe/ nebenſt ihren
Kriegiſchen Vormund/ Hn. N. N. und ihren drey Kin-
dern/ Vormuͤndern Tit. Hn. N. N. und N. N. erſchie-
nen/ und mich angezeiget/ daß obengemeldte Frau ent-
ſchloſſen waͤre/ mit ihren drey Kindern eine gewiſſe Ab-
theilung zu machen/ welche ich ad Protocollum neh-
men und daruͤber ein oͤffentlich Inſtrument zu aller-
ſeits Beweiß und kuͤnfftigen Gebrauch voꝛ die Gebuͤhr
verfertigen ſolte.

Wann ich nun Amtshalber denen reſpective Re-
qvirentibus
zu willfahren kein Bedencken getra-
gen/ als habe ich folgende ihre Auſſage und geſchehe-
nen Vergleich ordentlich beſchrieben alſo lautend:
Den aͤlteſten Sohn credirte die Frau Wittwe die

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[974/0990] Von Ehe-Contracten, Teſtamenten hinfuͤhro und zu ewigen Zeiten/ weder zu obgemeldten N. N. noch deſſen Erben einige fernere Forderung oder Anſpruch nicht mehr zu haben/ oder vorzunehmen/ daſ- ſelbe auch niemand zu thun/ von meinetwegen zu geſtat- ten/ auch allen Exceptionibus, inſonderheit der Ex- ception erroris, calculi, doli, mali oder wie es ſonſt Nahmen haben mag/ zu renunciiren/ und mich de- ren in Ewigkeit nicht mehr zu gebrauchen/ treulich und ohne gefaͤhrde. Urkundlich habe ich dieſes eigenhaͤn- dig unterſchrieben/ und mit meinen Pitſchafft bekraͤff- tiget/ ꝛc. VI. Theilung zwiſchen einer Kauff- manns-Wittwe und ihren Kindern/ Inſtruments-Weiſe aufgeſetzet. JM Nahmen GOttes kund und zu wiſſen/ ꝛc. daß heute Dato vor mir Ends-benannten Kaͤyſerſ. Notario, ſel. Hn. N. N. Buͤrgern und Handels-Mann alhier/ nachgelaſſene Frau Witwe/ nebenſt ihren Kriegiſchen Vormund/ Hn. N. N. und ihren drey Kin- dern/ Vormuͤndern Tit. Hn. N. N. und N. N. erſchie- nen/ und mich angezeiget/ daß obengemeldte Frau ent- ſchloſſen waͤre/ mit ihren drey Kindern eine gewiſſe Ab- theilung zu machen/ welche ich ad Protocollum neh- men und daruͤber ein oͤffentlich Inſtrument zu aller- ſeits Beweiß und kuͤnfftigen Gebrauch voꝛ die Gebuͤhr verfertigen ſolte. Wann ich nun Amtshalber denen reſpective Re- qvirentibus zu willfahren kein Bedencken getra- gen/ als habe ich folgende ihre Auſſage und geſchehe- nen Vergleich ordentlich beſchrieben alſo lautend: Den aͤlteſten Sohn credirte die Frau Wittwe die gantze

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Zitationshilfe: Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717, S. 974. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717/990>, abgerufen am 20.07.2019.