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Menger, Carl: Grundsätze der Volkswirthschaftslehre. Wien, 1871.

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Achtes Capitel.
Die Lehre vom Gelde.
§. 1.
Ueber das Wesen und den Ursprung des Geldes *).

In den Anfängen des menschlichen Verkehrs, wo die Er-
kenntniss des ökonomischen Nutzens, welcher sich aus der Aus-
beutung der vorhandenen Tauschgelegenheiten erzielen lässt,
bei den wirthschaftenden Subjecten erst allmählig erwacht, ihre
Zwecke, wie dies der Einfachheit aller Culturanfänge entspricht,
vorerst nur auf das Nächstliegende gerichtet sind, und dem-
gemäss Jedermann bei den Gütern, die er im Austausche er-
halten soll, lediglich den Gebrauchswerth im Auge hat, werden
die factisch zu Stande kommenden Tauschoperationen sich natur-
gemäss auf jene Fälle beschränken, wo Güter für die wirth-
schaftenden Subjecte, in deren Besitze sie sich befinden, einen
geringeren Gebrauchswerth haben, als andere im Besitze
anderer Subjecte befindliche Güter, während bei diesen letzteren
Subjecten wiederum, rücksichtlich derselben Güter, das umge-
kehrte Verhältniss der Werthschätzung stattfindet. A besitzt
ein Schwert, das für ihn einen geringeren Gebrauchswerth

*) Mommsen: Geschichte des röm. Münzwesens, Einleitung und
S. 169 ff.; v. Carnap: Zur Geschichte der Münzwissenschaft und der Werth-
zeichen, Tübing. Ztschrift. 1860, S. 348 ff.; Kenner: Die Anfänge des Geld-
wesens im Alterthum, Wiener Akad. Schriften, philos. hist. Section, 1863,
S. 382 ff.; Roscher: System I, §. 16; B. Hildebrandt in seinen Jahr-
büchern, II, S. 5, 1864; Scheel: Der Begriff des Geldes in seiner histor.
Entwickelung, ibid. VI, S. 12 ff.; Bernardakis: De l'origine des monnaies
et de leurs noms. Journ, des Econom. 1870, XVIII, S. 209.
Achtes Capitel.
Die Lehre vom Gelde.
§. 1.
Ueber das Wesen und den Ursprung des Geldes *).

In den Anfängen des menschlichen Verkehrs, wo die Er-
kenntniss des ökonomischen Nutzens, welcher sich aus der Aus-
beutung der vorhandenen Tauschgelegenheiten erzielen lässt,
bei den wirthschaftenden Subjecten erst allmählig erwacht, ihre
Zwecke, wie dies der Einfachheit aller Culturanfänge entspricht,
vorerst nur auf das Nächstliegende gerichtet sind, und dem-
gemäss Jedermann bei den Gütern, die er im Austausche er-
halten soll, lediglich den Gebrauchswerth im Auge hat, werden
die factisch zu Stande kommenden Tauschoperationen sich natur-
gemäss auf jene Fälle beschränken, wo Güter für die wirth-
schaftenden Subjecte, in deren Besitze sie sich befinden, einen
geringeren Gebrauchswerth haben, als andere im Besitze
anderer Subjecte befindliche Güter, während bei diesen letzteren
Subjecten wiederum, rücksichtlich derselben Güter, das umge-
kehrte Verhältniss der Werthschätzung stattfindet. A besitzt
ein Schwert, das für ihn einen geringeren Gebrauchswerth

*) Mommsen: Geschichte des röm. Münzwesens, Einleitung und
S. 169 ff.; v. Carnap: Zur Geschichte der Münzwissenschaft und der Werth-
zeichen, Tübing. Ztschrift. 1860, S. 348 ff.; Kenner: Die Anfänge des Geld-
wesens im Alterthum, Wiener Akad. Schriften, philos. hist. Section, 1863,
S. 382 ff.; Roscher: System I, §. 16; B. Hildebrandt in seinen Jahr-
büchern, II, S. 5, 1864; Scheel: Der Begriff des Geldes in seiner histor.
Entwickelung, ibid. VI, S. 12 ff.; Bernardakis: De l’origine des monnaies
et de leurs noms. Journ, des Econom. 1870, XVIII, S. 209.
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[[250]/0268] Achtes Capitel. Die Lehre vom Gelde. §. 1. Ueber das Wesen und den Ursprung des Geldes *). In den Anfängen des menschlichen Verkehrs, wo die Er- kenntniss des ökonomischen Nutzens, welcher sich aus der Aus- beutung der vorhandenen Tauschgelegenheiten erzielen lässt, bei den wirthschaftenden Subjecten erst allmählig erwacht, ihre Zwecke, wie dies der Einfachheit aller Culturanfänge entspricht, vorerst nur auf das Nächstliegende gerichtet sind, und dem- gemäss Jedermann bei den Gütern, die er im Austausche er- halten soll, lediglich den Gebrauchswerth im Auge hat, werden die factisch zu Stande kommenden Tauschoperationen sich natur- gemäss auf jene Fälle beschränken, wo Güter für die wirth- schaftenden Subjecte, in deren Besitze sie sich befinden, einen geringeren Gebrauchswerth haben, als andere im Besitze anderer Subjecte befindliche Güter, während bei diesen letzteren Subjecten wiederum, rücksichtlich derselben Güter, das umge- kehrte Verhältniss der Werthschätzung stattfindet. A besitzt ein Schwert, das für ihn einen geringeren Gebrauchswerth *) Mommsen: Geschichte des röm. Münzwesens, Einleitung und S. 169 ff.; v. Carnap: Zur Geschichte der Münzwissenschaft und der Werth- zeichen, Tübing. Ztschrift. 1860, S. 348 ff.; Kenner: Die Anfänge des Geld- wesens im Alterthum, Wiener Akad. Schriften, philos. hist. Section, 1863, S. 382 ff.; Roscher: System I, §. 16; B. Hildebrandt in seinen Jahr- büchern, II, S. 5, 1864; Scheel: Der Begriff des Geldes in seiner histor. Entwickelung, ibid. VI, S. 12 ff.; Bernardakis: De l’origine des monnaies et de leurs noms. Journ, des Econom. 1870, XVIII, S. 209.

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Zitationshilfe: Menger, Carl: Grundsätze der Volkswirthschaftslehre. Wien, 1871, S. [250]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/menger_volkswirtschaftslehre_1871/268>, abgerufen am 22.04.2019.